Gliederung der Arbeit:
1. Einleitung
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1.1. In Gesprächen lernen
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1.2. Strukturierung und Ziele der Arbeit
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2. Die Methode Talkshow
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2.1. Die Vorbereitung
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2.2. Die Durchführung
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2.3. Die Auswertung
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2.4. Chancen und Gefahren der Talkshow
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3. Beispiel: Mindestlohn
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3.1. Besonderheiten in der Vorbereitung des Beispiels
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3.2. Kontroversität des Themas
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3.3. Problemorientierung
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3.4. Exemplarisches Lernen
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3.5. Adressatenorientierung
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3.6. Handlungsorientierung
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4. Fazit
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4.1. Schwierigkeiten
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4.2. Vorteile
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1. Einleitung
Die Bandbreite der Unterrichtsmethoden, gerade im Politikunterricht, ist groß und sehr vielseitig. Lernen kann im Forschen, spielend und durch viele andere Projektarten stattfinden. Oft ist dies auch Erfolg bringend, jedoch ist das Elementarste, wodurch Lernen geschieht, das Gespräch.
1.1. In Gesprächen lernen
Sowohl im privaten, aber auch im schulischen bzw. beruflichen Bereich nehmen die meisten von uns den Großteil der Informationen über Gespräche auf. Da wir täglich Inhalte über Gespräche aufnehmen, ist der Körper gewissermaßen auf diese Art der Aufnahme von Botschaften trainiert. Die Aufnahme dieser geschieht oft unbewusst, manchmal aber auch ganz bewusst, um relevante Informationen abzuspeichern.
Gerade im Vergleich zum Lesen von Informationen ist die Vermittlung derer im Gespräch deutlich effektiver für viele Menschen bzw. Schüler. Die Konversation hat im Vergleich dazu beispielsweise den Vorteil, dass die Informationen auf zwei Ebenen, nämlich auf der verbalen und der nonverbalen Ebene, welche einen deutlich größeren Effekt als landläufig angenommen hat, vermittelt werden können.
Ein Vorteil, im Vergleich mit dem im Politikunterricht immer öfter verwendeten Video, ist, dass weniger die Gefahr besteht, in ein übersteigertes Infotainment zu geraten und die Schüler mit Reizen zu überfluten bzw. vom eigentlich wichtigen zu vermittelnden Inhalt abzukommen.
Eine Methode, die durch manche Didaktiker ebenso mit der gefährlichen Wirkung des Infotainments in Verbindung gebracht wird, ist die Talkshow. Sicher besteht bei dieser Methode die Gefahr, dass von den Schülern eventuell eine zu starke Ähnlichkeit zu den zahlreichen TV-Duellen hergestellt werden will. An dieser Stelle ist es jedoch Aufgabe der Lehrkraft, die Schüler darüber aufzuklären, dass bei der Talkshow als Methode sehr viel stärker inhaltliche Aspekte im Vordergrund stehen sollen, als dies im Fernsehen der Fall ist. Ich habe mir diese Methode ausgewählt, da ich die Talkshow im Politikunterricht oft für sehr geeignet halte, weil sie neben der Motivation vieler Schüler auch den Vorteil besitzt, dass die kontroversen Strukturen der Politik für die Schüler sichtbar werden; dass der sachliche Konflikt in der Politik nicht nur alltäglich, sondern auch durchaus erwünscht ist.
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1.2. Strukturierung und Ziele der Arbeit
Ich möchte mir die Frage stellen, ob sich mein erster Eindruck bestätigt, dass diese Methode für den Politikunterricht sehr gut geeignet ist und an welchen konkreten Stellen Schwierigkeiten auftreten und Fehler geschehen können.
Zugegeben sind bei der Planung einer solchen Talkshow viele Dinge zu beachten, angefangen von der „schlichten“ Auswahl des Themas, welches dafür geeignet ist. Dieses sollte die Schüler nicht sehr stark emotional betreffen, was ich später auch noch einmal genauer erläutern werde. Diese wichtigen zu beachtenden Aspekte bei der Vorbereitung und Durchführung der Talkshow im Politikunterricht werde ich im ersten Teil meiner Abhandlung ansprechen. Weiterhin werde ich mich den Gefahren und Chancen dieser Methode widmen, sowie der konkreten Planung einer solchen Stunde am Beispiel des Mindestlohns. Zudem gehe ich darauf ein, inwiefern diese Methode Sanders Prinzipien gerecht wird. Am Ende werde ich abschließend ein Fazit ziehen, ob diese Methode meiner Meinung nach eher zu empfehlen oder eher mit Vorsicht zu betrachten ist.
2. Die Methode Talkshow
Im Folgenden werde ich auf die verschiedenen Phasen in der Anwendung dieser Methode eingehen. Dabei spreche ich Elemente an, welche in der gesamten Anwendung dieser äußerst dringend zu beachten sind, denn an einigen Stellen können anderenfalls enorme Probleme und unerwünschte Effekte eintreten. Insgesamt kann man von einem simplen dreigliedrigen Ablauf der Talkshow im Unterricht sprechen, in dem, nach der Vorbereitung mit der Klasse, die Durchführung und im Anschluss eine Auswertung folgt.
2.1. Die Vorbereitung
Für die Vorbereitung einer Talkshow muss der Lehrende ungefähr zwei Unterrichtsstunden einplanen, da diese sehr aufwendig und komplex ist, wie ich im Folgenden beschreiben werde.
Von entscheidender Bedeutung ist die Auswahl des Themas, welche in den allermeisten Fällen durch den Lehrer geschieht. Nur in Ausnahmefällen kann es der Fall sein, dass das Thema von Seiten der Klasse gefordert wird. Das Thema muss nach dem Kontroversitätsgebot des Beutelsbacher Konsens auch in der Politik aktuell kontrovers diskutiert sein:
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„Was in Wissenschaft und Politik kontrovers ist, muss auch im Unterricht kontrovers erscheinen.“ 1
Ist das Thema bekannt gegeben, geht es darum die verschiedenen Aufgaben und Rollen auf die Schüler zu verteilen. Dabei ist es möglich, wenn nicht sogar erwünscht, dass die Schüler in jeweiligen Gruppen die verschiedenen Positionen und Aufgaben erledigen. Die Gruppe, die den Part des Moderators vorbereitet, ist im Optimalfall leistungsstark bzw. stellt auch einen leistungsstarken Schüler als Moderator, da dieser nicht nur vermitteln, sondern gegebenenfalls auch die Diskussion antreiben muss. Diese Entscheidung sollte der Lehrer, laut Massing, „nicht dem Zufall überlassen. Es kann auch sinnvoll sein, diese Rolle selbst zu übernehmen.“ 2
Die Gruppen, welche die Beiträge der Gäste vorbereiten, sollten nach Möglichkeit ungefähr gleich leistungsstark sein. Ungefähr vier Gruppen beschäftigen sich in eigenständiger Recherche, welche vom Lehrer unterstützt werden sollte, mit den politischen Positionen der jeweiligen Person oder Gruppe, welche sie in der Show vertreten. Dafür erhalten sie „Material, das aus einer Rollenkarte mit methodischen Hinweisen und Textmaterial zur Erarbeitung der Argumente besteht.“ 3 Wichtig ist dabei, dass auf dem an die Schüler ausgegebenen Material nicht nur auf die politischen Positionen, sondern auch die verschiedensten Argumente zu finden sind, welche diese untermauern. Ist dies nicht der Fall, könnte es passieren, dass die Diskussion sehr schnell abflacht und es zu einer Vielzahl von Wiederholungen kommt. 4
Die Arbeit in der Gruppe ist entscheidend, da die Argumente dieser in der Vorbereitungszeit erarbeitet werden sollen. Von der Qualität und Strukturierung der eigenen Argumente und der Gegenargumente gegen andere Positionen hängt der Erfolg der Diskussion und der Gruppe im Einzelnen ab. Pro Gruppe tritt jedoch nur ein, in der Regel durch die Gruppe ausgewählter Schüler, repräsentativ für die Schüler und die Interessengruppe, in der Talkshow auf. 5
Die anderen Schüler, welche keine Position für die Talkshow vorbereiten, erhalten Arbeitsaufträge, die nicht zu allgemein gehalten werden sollten, da sonst die Gefahr bestünde, dass diese sonst in einer lebhaften Diskussion überfordert werden könnten.
1 Wehling, Hans Georg in: Mickel, Wolfgang W.: Handbuch zur politischen Bildung, Bonn 1999, S. 174.
2 Prof. Dr. Massing, Peter: Handlungsorientierter Unterricht. Ausgewählte Methoden, Schwalbach 1998, S.
42.
3 Pohl, Kerstin/ Soldner, Markus: Die Talkshow im Politikunterricht. Direkte Demokratie- Methoden + Mate-
rialien + Arbeitsvorschläge, Schwalbach 2008, S. 42.
4 Vgl. Prof. Dr. Massing, Peter, 1998, S. 43.
5 Vgl. Pohl, Kerstin/ Soldner, Markus, 2008, S. 42.
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Arbeit zitieren:
Sebastian Ketting, 2009, Die Talkshow als Methode im Politikunterricht – Chancen und Gefahren , München, GRIN Verlag GmbH
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