Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis iii
Abk ürzungsverzeichnis iv
1. Einleitung 1
2. Zum Begriff des optimalen Währungsraums 1
3. Die Theorie optimaler Währungsräume 2
3.1. Die traditionelle Theorie optimaler Währungsräume 3
3.1.1. Der Grad an Faktormobilität 4
3.1.2. Der Offenheitsgrad einer Volkswirtschaft 5
3.1.3. Die Diversifikation von Produktion 5
3.2. Weiterentwicklungen der Theorie optimaler Währungsräume 6
3.2.1. Der alternative Ansatz einer Kosten-Nutzen-Analyse 7
3.2.2. Zukunftsorientierte Ansätze der Theorie optimaler Währungsräume 7
3.2.2.1. Die Endogenitätshypothese 7
3.2.2.2. Die Spezialisierungshypothese 8
3.3. Kritische Betrachtung der Theorie optimaler Währungsräume 9
3.4. Die EWWU im Hinblick der Theorie optimaler Währungsräume 10
3.4.1. Untersuchung der EWWU anhand der traditionellen Kriterien 10
3.4.2. Kosten-Nutzen-Analyse einer EWWU-Teilnahme 11
3.4.2.1. Der Nutzen 11
3.4.2.2. Die Kosten 13
3.4.3. Bewertung der Ergebnisse 14
4. Fazit und Ausblick 15
Literaturverzeichnis 17
A. Anhang 19
ii
Abbildungsverzeichnis
3.1. Diversifikation der Volkswirtschaften 11
A.1. Offenheitsgrad der Volkswirschaften 19
iii
Abkürzungsverzeichnis
BIP Bruttoinlandsprodukt
EWWU Europäische Wirtschafts- und Währungsunion
EU Europäische Union
OCA-Theorie Theorie optimaler Währungsräume
iv
1. Einleitung
Der Abschluss des Drei-Stufen-Plans im Jahr 1999 zur Schaffung der Europäische Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU) mit der unwiderruflichen Festlegung der Wechselkurse und der Einführung des Euro als offizieller Gemeinschaftswährung im Jahr 2002 in elf der damaligen 15 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) stellt einen wesentlichen Meilenstein in der Europäischen Integration seit Unterzeichnung der Römischen Verträge im Jahr 1957 dar. Der Wille zu einem Europäischen Integrationsprozess entspringt der Geschichte Europas, die von zwei Weltkriegen geprägt ist. Parallel zu dieser politischen Entwicklung zeichnete sich in akademischen Kreisen die Frage nach der Optimalität von Währungsunionen ab. In diesem Zusammenhang wurde in den 1960er Jahren die traditionelle Theorie optimaler Währungsräume (engl. optimum currency area theory, OCA-Theorie) generiert, die Kriterien zur Beurteilung der Optimalität von Währungsräumen definiert. Mangels geeigneten Forschungsobjektes und Praxisrelevanz blieb dieser Forschungszweig jedoch lange Zeit auf rein theoretischer Ebene und war „[...]for years consigned to intellectual limbo.“ 1 . Erst im Zuge konkreter politischer Pläne zur Gründung einer Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion erhielt dieser Forschungsbereich frischen Aufwind und führte so zu tiefergehenden Erforschungen der Kriterien sowie deren Wechselwirkung zur Bewertung optimaler Währungsräume und führte somit zur Weiterentwicklung der traditionellen OCA-Theorie. Im Rahmen des europäischen Integrationsprozesses und insbesondere der damit einhergehenden Einführung des Euros 2002 stellt sich die Frage ob die EWWU einen optimalen Währungsraum bildet. Ausgelöst durch die Weltwirtschaftskrise und der übermäßigen Verschuldung vieler EWWU-Mitgliedsstaaten findet gerade aktuell eine kontroverse Diskussion über die Vor- und Nachteile der EWWU statt und gewinnt auch in Zukunft zunehmend an Bedeutung. In dieser Seminararbeit werden die wichtigsten Entwicklungen der Theorie optimaler Währungsräume dargestellt und anhand dieser, analysiert, ob es sich bei der EWWU um einen optimalen Währungsraum handelt.
1 Vgl. Tavlas (1993, S.663)
1
2. Zum Begriff des optimalen Währungsraums
Die Untersuchung der Theorie optimaler Währungsräume erfordert im Vorfeld eine Konkretisierung des Begriffs des optimalen Währungsraums. Ein Währungsraum entspricht dem geographischen Geltungsbereich einer oder mehreren Währungen mit unwiderruflich fixierten Wechselkursen zwischen den beteiligten Währungen und flexiblen Wechselkursen gegenüber dem Rest der Welt 1 . Wechselkursschwankungen treten somit ausschließlich zwischen unterschiedlichen Währungsräumen, jedoch nicht innerhalb eines Währungsraums auf.
Mit der Vereinheitlichung des Währungssystems verlieren die beteiligten Länder den Einfluss einer autonomen Geldpolitik und damit die Möglichkeit nominale Wechselkursänderungen als Anpassungsinstrument nutzen zu können. Der Einsatz von Wechselkursänderungen ermöglicht Staaten entstehende Ungleichgewichte kompensieren zu können, um negative Auswirkungen auf das Zahlungsbilanzgleichgewicht, die Beschäftigungsrate sowie die Preisstabilität abzuwenden 2 .
Als ein optimaler Währungsraum im Sinne der Theorie optimaler Währungsräume wird in dieser Hinsicht ein Währungsraum bezeichnet, in dem die Notwendigkeit für die Anpassung von Wechselkursen der teilnehmenden Länder zur Wahrung interner sowie externer Gleichgewichte abnimmt 3 oder geringere Kosten verursacht als alternative Anpassungsmechanismen. Als Schocks werden im Weiteren Störungen von Marktgleichgewichten bezeichnet, die sich beispielsweise als rapide Nachfrage- oder Angebotsverschiebungen äußern können. Asymetrische Schocks sind durch eine unterschiedliche Betroffenheit zwischen den Ländern oder den Sektoren einer Volkswirtschaft gekennzeichnet.
3. Die Theorie optimaler Währungsräume
Die OCA-Theorie bietet Ansätze zur Untersuchung der optimalen Größe eines Währungsraums. Mithilfe dieser Ansätze soll bestimmt werden, ob es für einen Staat vorteilhaft ist auf die nationale Währung zu verzichten, um mit weiteren Staaten einen gemeinsamen Währungsraum zu bilden. Die Ursprünge der OCA-Theorie finden sich in den
1 Vgl. Ricci (1997, S.5)
2 Vgl. Fleming (1971, S.468)
3 Vgl. Mongelli (2005, S.608)
2
Arbeit zitieren:
Markus Doros, 2010, Die EWWU - ein optimaler Währungsraum?, München, GRIN Verlag GmbH
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