Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung und Aufbau 1
2. Leiten oder sich orientieren - ein feiner Unterschied 1
3. Aufbau eines Orientierungssystems für die Universität Regensburg 3
3.1. Strukturierung. 3
3.2. Elemente eines Orientierungssystems für die Universität Regensburg 4
3.2.1. Pfeile. 4
3.2.2. Farben 4
3.2.3. Schrift 5
3.3. Der Orientierungsplan: Ein Hauptverteiler für die Universität Regensburg 5
3.4. Hauptnebenverteiler 6
3.5. Nebenverteiler 7
3.6. Türschilder 7
4. Schlusswort 8
5. Quellenverzeichnis 9
6. Abbildungen. 10
6. 10
1. Einleitung und Aufbau
Ein Besuch hoch frequentierter Orte, etwa eines Flughafens oder Bahnhofs, zeigt, dass wir es in der heutigen Zeit mit einem Überangebot an Informationen zu tun haben. Bunte Schilder leuchten, zeigen in die verschiedensten Richtungen und versuchen die Aufmerksamkeit des Besuchers zu erhaschen. Oftmals ist der Schilderwald ohne jegliche Struktur und Ordnung; das kann frustrieren, wenn der Suchende das Gesuchte nicht findet oder - zum Beispiel am Flughafen - gefährlich sein. Denn für das menschliche Gehirn ist es vollkommen unmöglich, alle dargebotenen Informationen in der Kürze der Zeit zu dekodieren und somit aus der Information einen Nutzen zu ziehen. Deshalb kam der deutsche Verkehrsminister Tiefensee kürzlich auf die kluge Idee, man müsse die große Zahl der Verkehrsschilder in Deutschland reduzieren, denn die Verkehrsteilnehmer seien höchstens in der Lage, drei Schilder auf einmal wahrzunehmen und zu deuten, das vierte und fünfte Schild kann vom menschlichen Gehirn nicht mehr verarbeitet werden. Es bedarf also an allen Orten, an denen sich Menschen orientieren müssen, einfacher, gut strukturierter und verständlicher Orientierungs- oder Leitsysteme. Diese Arbeit soll zunächst einige theoretische Ansätze für den Entwurf eines Orientierungssystems zeigen und sich dann der Anforderung stellen, für die Universität Regensburg sinnvolle Bausteine eines verständlichen
Orientierungssystems zur Verfügung zu stellen.
2. Leiten oder sich orientieren - ein feiner Unterschied
Der gängige Begriff für das System, das in dieser Arbeit behandelt werden soll, lautet zumindest in Deutschland Leitsystem. Es findet sich aber ein zweiter Begriff, er heißt Orientierungssystem. Zwar mag es auf den ersten Blick als Wortklauberei erscheinen, wenn man das Wort Orientierungssystem als den besseren Terminus bezeichnet. Allerdings sagt diese Wahl einiges aus über die Grundsätze, für die ein Orientierungssystem stehen soll.
Ein Orientierungssystem soll ein Angebot sein an den Besucher eines Gebäudes, eines Platzes, allgemein eines Ortes, dessen er sich bedienen kann - oder nicht. Der Besucher steht beim Orientierungssystem im Vordergrund, er orientiert sich (in aktiver Art und Weise) und wird nicht etwa durch ein Gebäude geleitet, wie es das Leitsystem suggeriert. Das Leitsystem „degradiert den Besucher zum passiven Objekt, das unselbständig durch das Gebäude geführt wird“. (Uebele 2006. S.9)
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Uebele spricht im Kontext von einem Orientierungssystem als einem höflichen Angebot. Das sagt - wie erwähnt - viel aus über den Anspruch eines guten Orientierungssystems. Denn dieses soll unterstützend wirken, sich aber nicht laut in den Vordergrund drängen und etwa die umgebende Architektur in ihrer Wirkung beeinträchtigen.
Ob man das zu Bezeichnende letztendlich aber als Orientierungssystem oder als Leitsystem nennen möchte, wichtiger ist freilich, dass dessen Zweck erfüllt wird. Für den Verlauf der Arbeit möchte ich jedoch den Begriff des Orientierungssystems beibehalten.
Für öffentliche Gebäude ist die Ausstattung mit einem Orientierungssystem geradezu Pflicht. Für die meisten Besucher handelt es schließlich um eine unbekannte Umgebung, das Ziel (etwa die Raumnummer) mag ihnen bekannt sein, kaum aber der Weg dorthin. Ein Orientierungssystem muss diese Aufgabe übernehmen, es soll aber auch nicht störend auf diejenigen wirken, die ihren Weg kennen und sich schon orientiert haben: ein unauffälliges Angebot. Auch eine Universität ist ein solcher Platz. Hier kommen Studierende, Dozenten, Angestellte, Kongress- und Veranstaltungsbesucher zusammen. Zwar werden die regelmäßigen Besucher, also die Studenten und Professoren, auch alle anderen Angestellten sich besser zurechtfinden als der einmalige Besucher der Universität, bei einem Gebäudekomplex, wie ihn die Campus-Universität in Regensburg darstellt, werden aber selbst diejenigen Personen, die tagtäglich in der Universität ein- und ausgehen, kaum einen Überblick über alle Gebäude und Zimmer haben. Wichtig ist aber festzuhalten, dass ein Orientierungssystem an einer Universität, und hier im speziellen an der Universität Regensburg ein Angebot darstellen muss für verschiedene Personengruppen. Die Beschilderung für das Audimax, das oft für außeruniversitäre Veranstaltungen zur Verfügung steht, muss für ortsfremde Besucher sogleich ersichtlich sein - wenn auch diese Information für die anderen angesprochenen Personengruppen, die mit der Universität zu tun haben, möglicherweise weniger relevant ist. Wichtig festzuhalten ist jedenfalls, dass verschiedene „Zielgruppen“ mit unterschiedlichen Anforderungen das Orientierungssystem benutzen werden, dieser erste Punkt sollte in der Planungsphase desselben berücksichtigt werden.
Die Begriffe Orientierungssystem und Leitsystem deuten es bereits an: ihr Aufbau hat systematischen Charakter. Das strukturierende Element sollte bestimmend sein und deshalb ist bei der Entwicklung zu allererst darauf zu achten. Andreas Uebele beschreibt in seinem Buch „Orientierungssysteme und Signaletik“ zehn Schritte, die
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für die Ausarbeitung eines Orientierungssystems zu absolvieren seien. Alle sind für den Grafiker und Designer eines solchen Systems essentiell, nur einige sollen aber für diese Arbeit herausgegriffen werden, da zum Beispiel Vertragsbedingungen, die zwischen Bauherrn, und dem Informationsdesigner ausgehandelt werden müssen, zumindest in unserem Zusammenhang weniger interessant sein dürften.
3. Aufbau eines Orientierungssystems für die Universität Regensburg
3.1. Strukturierung
Ein erster wichtiger Schritt, den Uebele mit „Informationsermittlung“ betitelt, mag aber auch mein Einstieg in die Entwicklung eines Orientierungssystems für die Universität Regensburg sein. Der Designer eines Orientierungssystems muss sich zunächst einmal selbst orientieren, sich informieren. Dies geschieht anhand von Grundrissen des Gebäudes, Schnitten und Ansichten, Abwicklungen von Wänden und Lageplänen. Nicht alle genannten Dinge stehen mir im Rahmen meiner Arbeit zur Verfügung, anhand eines Lageplanes des Gebäudekomplexes der Universität kann ich aber die Struktur des Orientierungssystems grundlegend bestimmen. Dieser Aufbau setzt sich zunächst zusammen aus Hauptverteilern und Nebenverteilern. Hauptverteiler geben dem Besucher eine erste Orientierung, er kann sich am Eingang eines beliebigen Gebäudes einen ersten Überblick verschaffen, wo er ist und welche Wegmöglichkeiten sich ihm bieten. Würde es beim zu planenden System um ein System für ein einziges Gebäude handeln, so würde der Hauptverteiler zum Beispiel einen Überblick über alle Abteilungen eines Hauses handeln. Der Anspruch einer groben Strukturierung muss also erfüllt werden, im Falle der Universität Regensburg sollten alle Gebäudeteile ersichtlich sein: also das Zentrale Hörsaalgebäude, die Gebäude für Chemie und Pharmazie, Mathematik usw. Ein Wort zur Rezeptionssituation bei einem Hauptverteiler. Der Besucher sieht diesen bei der Ankunft. Er wird davor stehen bleiben und seine Orientierungsmöglichkeiten prüfen. (Gerade das Stehen-Bleiben darf bei allen anderen Schildern nicht unbedingt vorausgesetzt werden - darauf werde ich später noch eingehen) Das gibt dem Designer die Möglichkeit, durchaus kleinere Schriftarten auf seinem Hauptverteiler zu verwenden, da der Leseabstand relativ gering ist. Zudem befindet sich der Suchende im Moment des Betrachtens in Ruhe. Somit dürfen auf dem Hauptverteiler sich auf jeden Fall viele Informationen befinden, sie müssen nur gut strukturiert und für den Betrachter schnell ersichtlich sein. Die Schriftgröße sollte sich nach Uebele dabei in einem Rahmen von 15 bis
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25mm Versalhöhe bewegen. Ganz anders liegt der Fall bei den Nebenverteilern. Der Besucher, der an ihnen vorbeikommt, ist schon auf dem Weg und möchte keinesfalls stehen bleiben, er möchte seinen Gang nicht unterbrechen. Ein Nebenverteiler muss daher darauf ausgelegt sein auch aus größerer Entfernung und vor allem im Vorbeigehen wahrgenommen und dekodiert werden zu können. Platziert werden müssen Nebenverteiler in großer Zahl; und zwar an allen Punkten, an denen der Suchende eine Entscheidungsmöglichkeit hat: gehe ich nach rechts oder nach links oder muss ich geradeaus weiter? Der Nebenverteiler muss diese Frage klären. Da sich der Besucher in Bewegung befindet, wenn er ein solches Schild rezipiert, muss die Schrift darauf freilich größer sein als beim Hauptverteiler. Will man sich hier wieder an Uebele halten, soll die Schriftgröße zwischen 35 und 45mm Versalhöhe liegen. Uebele geht dabei davon aus, dass der Betrachter sich in einem Abstand von 2 - 3 Metern zu dem Nebenverteiler befindet. Das heißt aber auch, dass man die Schrift gegebenenfalls in der Größe anpassen muss, denn es gibt natürlich verschiedene Anbringungsmöglichkeiten für einen Nebenverteiler: an der Wand etwa oder von der Decke hängend.
3.2. Elemente eines Orientierungssystems für die Universität Regensburg
3.2.1. Pfeile
Pfeile sind innerhalb eines Orientierungssystems unersetzlich, da sie für den Besucher im wahrsten Sinne des Wortes richtungweisend sind. Die Möglichkeiten sie einzusetzen, sind allerdings vielfältig, da viele verschiedene Typen von Pfeilen existieren, ihre Positionierung und Ausrichtung variabel ist. Im Gedanken an das Logo der Universität Regensburg habe ich mich für stets weiße Pfeile innerhalb eines bunten Kreises entschieden. Der Kreis deutet die Form des neuen Uni-Logos an und wahrt somit eine gewisse Konstanz. Die Farben der runden Pfeilumgebung werden bestimmt durch das Gebäude, auf das sie sich beziehen.
3.2.2. Farben
Eine Farbcodierung ist für ein Orientierungssystem immer eine sinnvolle Ergänzung. Zwar sollte man es unterlassen, ein solches System ausschließlich mit Farben zu codieren, da gerade Farbschattierungen von Besuchern kaum gemerkt werden können. Da aber an der Universität Regensburg ohnehin eine
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Farbcodierung der einzelnen Gebäude vorhanden ist, möchte ich diese in mein Orientierungssystem mit aufnehmen. Wie oben erwähnt, werden die runden Pfeilumgebungen mit der jeweiligen Gebäudefarbe gefüllt. Das heißt, wenn ein Besucher sich auf dem Weg zum Chemie-Pharmazie-Gebäude befindet, kann er sich an den blau eingefärbten Pfeilkreisen zusätzlich orientieren.
3.2.3. Schrift
Die Hausschrift der Universität Regensburg, die Humanist777 (eine Lizenzvariante der Frutiger) ist für ein Orientierungssystem hervorragend geeignet. Wenn man bedenkt, dass der Schriftdesigner Adrian Frutiger seine Frutiger als Schrift für den Pariser Flughafen Charles de Gaulle in Roissy entworfen hat und diese Schrift seitdem bei Experten als die perfekte Orientierungsschrift gilt, kann man mit der Wahl der Frutiger bzw. der Humanist nichts falsch machen. Ein einziges mögliches Gegenargument wäre der Vorwurf einer Standardisierung bzw. Eintönigkeit, da die Humanist aber die Hausschrift der Universität ist, macht dies ihre Wahl noch einmal leichter. Ein Wort zu den Schriftgrößen: die Hinweise auf die Gebäude sind in jeweils größerer Schriftart gesetzt, Hinweise auf Zielorte innerhalb der Gebäude ein Viertel kleiner.
3.3. Der Orientierungsplan: Ein Hauptverteiler für die Universität Regensburg Der in Abb. 1 zu sehende Hauptverteiler, den ich für die Universität Regensburg entworfen habe, ist zunächst einmal erwähnenswert aufgrund seiner Abmaße. Sein Format erlaubt es ihm, die bestehenden Lagepläne, die an verschiedenen Standorten der Universität aufgestellt sind, zu ersetzen und sogleich vorhandene Ressourcen (für die alten Gestelle siehe Abb. 2) zu nutzen. Möglich wäre zum Beispiel eine Aufbringung auf die bestehenden Gestelle mit einer Folie. Ein mögliches Erscheinungsbild bietet Abb. 3. Im Unterschied zu den bestehenden Lageplänen an der Universität Regensburg, dient der Orientierungsplan - wie der Name verspricht - eine Orientierung über die verschiedenen Gebäude und Gebäudeteile. Übernommen wurde das Element des Lageplanes zwar, ich habe es um eine echte Orientierungsmöglichkeit aber erweitert. Der blaue Punkt (sichtbar in Abb. 1) zeigt zunächst den eigenen Standort, die Karte ist immer in Blickrichtung ausgerichtet. Man muss sich demnach - je nach Standort - nicht den Kopf verrenken. Übernommen vom bestehenden Lageplan wurde allerdings die Einfärbung der
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Gebäude. Jedes Gebäude hat eine charakteristische Farbe, die es im Orientierungssystem beibehält, siehe dazu auch Kapitel 3.2.2. Ausgehend vom Lageplan im oberen Bereich des Hauptverteilers erhält der Besucher die Möglichkeit, sich zu entscheiden, in welches Gebäude er gehen möchte und bekommt dazu eine klare Richtungsanweisung in Form einer Pfeilrichtung. Die Pfeile sind je nach der Richtung, in die sie weisen, links oder rechts am Schild angeordnet. Alle Pfeile, die nach rechts weisen, sind also auch rechts angebracht. Dies dient einer besseren Strukturierung und ist für den Besucher besser erfassbar. Der Textbereich des Schildes hat zwei verschiedene Bereiche. Zunächst die Basisinformation, in welcher Richtung welches Gebäude zu finden ist, in einer in der Schrift kleiner gesetzten Sekundärinformation ist für den Betrachter jedoch auch ersichtlich, welche wichtigen Einrichtungen in welchem Gebäude zu finden sind. Gerade die Hinweise beim Zentrum sind hierbei von Wichtigkeit: die Besucher des Audimax oder der Verwaltung sind möglicherweise oftmals Personen, die die Örtlichkeit der Universität nicht kennen und somit eine gute Orientierungsmöglichkeit benötigen. Die einzelnen Richtungsblöcke auf dem Hauptverteiler sind durch graue, dünne Linien voneinander abgetrennt, um für das Auge eine noch bessere Strukturierung zu bieten.
3.4. Hauptnebenverteiler
Der Begriff des Hauptnebenverteilers ist zusammengesetzt aus Hauptverteiler und Nebenverteiler. Ich habe ihn für das Orientierungssystem der Universität Regensburg deshalb gewählt, da es Positionen innerhalb der Gebäude gibt, an denen man stehen bleibt und sich nochmals orientieren möchte, die Rezeptionssituation also ähnlich der des Hauptverteilers ist. Allerdings bietet der Hauptnebenverteiler nicht den Überblick eines Hauptverteilers, sondern gibt Ziele innerhalb des jeweiligen Gebäudes an bzw. verweist auf Ziele im angrenzenden Gebäude. Auch beim Entwurf des Hauptnebenverteilers wäre eine Aufbringung durch Folien auf bestehende Elemente durchaus denkbar und sinnvoll. Einen Überblick bieten hierzu die Abbildungen 4-6. Abbildung 4 zeigt zunächst den Entwurf des Hauptnebenverteilers, Abbildung 5 die alte Lösung und schließlich Abbildung 6 ein Eindruck des neuen Hauptnebenverteilers. Es lehnt sich dieser in wenigen Abstrichen der Struktur des Hauptverteilers an. Pfeile in jeweiliger Zielort-Farbe weisen den Weg und sind je nach Richtung links oder rechts auf dem Schild angebracht. Der obere Bereich des Schildes dient einer grundlegenden Orientierung: in welchem Gebäude befinde ich mich gerade? Erwähnenswert, da auf dem
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Hauptverteiler nicht vorhanden, sind die Piktogramme. Sie sind in der Hausfarbe der Universität Regensburg gehalten um nicht mit den Gebäudefarben zu kollidieren. Der Hinweis auf die Toiletten ist selbsterklärend, das zweite Piktogramm mit der Treppen steigenden Figur gibt an, dass der Weg zum angegebenen Ziel über mehrere Stufen führt.
3.5. Nebenverteiler
Wie im Verlauf erläutert, soll der Nebenverteiler eine schnell ersichtliche, im Vorbeigehen rezipierbare Information enthalten. Erreicht wird das im Orientierungssystem der Universität Regensburg vor allem durch große Schriften und klare Pfeilanweisungen. Die Nebenverteiler sollten im Normalfall Schilder sein, die von der Decke hängen. Nicht immer wird dies aber möglich sein. Gerade im Zentralen Hörsaalgebäude sind einige Decken sehr niedrig, ein von der Decke hängendes Schild eines Orientierungssystems würde hier zusätzlich drückend wirken. Es empfiehlt sich in solchen Fällen eine Anbringung der Schilder an den Wänden.
In der Struktur sind die entworfenen Nebenverteiler den anderen Schildern ähnlich. Auffällig sind die größer gesetzten Schriften und das bewusste Weniger an Information um eine schnelle Rezeption zu gewährleisten. Abbildung 7 und 8 zeigen Entwürfe solcher Schilder, Abbildung 9 ein altes Element mit den Funktionen eines Nebenverteilers, das in Abbildung 10 durch ein hängendes Element ersetzt ist.
3.6. Türschilder
Die Kennzeichnung von Zimmern und Sälen muss zunächst unterschieden werden. Gerade bei den Hörsälen im Zentralen Hörsaalgebäude der Universität Regensburg wurde eigentlich eine schöne Lösung gefunden. Die Hörsaalnummer ist in großer, schwarzer Schrift auf die Mauer aufgebracht. Es gibt keinen Grund diese Kennzeichnung zu verwerfen. Schön wäre es diese Beschriftung einheitlich bei allen Hörsälen in der Universität fortzuführen. Für Fälle, in denen das nicht möglich ist, mag der Entwurf einer alternativen Kennzeichnung herhalten. Abbildung 11 zeigt ein Türschild, das sowohl den Gebäudenamen mitsamt der zugehörigen
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Farbcodierung als auch den Namen des Hörsaals in fettem Schriftschnitt zeigt. In Abbildung 12 und 13 sind die alte und ein Eindruck der neuen Lösung zu sehen. Bei allen anderen Türschildern verhält es sich anders. Es empfiehlt sich hier, dem Besucher zunächst das Gebäude anzuzeigen, in dem er sich befindet und in einem Bereich darunter die Funktion des Zimmers bzw. die Person, die sich darin befindet. In Abbildung 14 ist dabei die Lösung für das Büro der Medienwissenschaft an der Universität Regensburg zu sehen. Durch Gebäude- und Farbcodierung findet sich der Besucher schnell zurecht, alle Angaben auf dem Schild sind in der gut lesbaren Schrift Humanist777 gestaltet.
4. Schlusswort
Mit den in dieser Arbeit vorgestellten Elementen wäre die grundsätzliche Ausstattung der Universität Regensburg mit einem einfach verständlichen, klar strukturierten Orientierungssystem möglich. Natürlich ist dies nicht die Vorstellung eines allumfassenden Systems - das ist bei der Gebäudegröße der Universität im Umfang dieser Arbeit gar nicht zu bewältigen. Allerdings sind die entworfenen Bausteine tauglich einen Eindruck zu vermitteln, was möglich wäre.
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5. Quellenverzeichnis
Uebele, Andreas: Orientierungssysteme und Signaletik. Ein Planungshandbuch für Architekten, Produktgestalter und Kommunikationsdesigner. Mainz: Hermann Schmidt 2006.
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Abbildung 4
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Arbeit zitieren:
Dominik Hämmerl, 2008, Entwurf eines Orientierungssystems für die Universität Regensburg, München, GRIN Verlag GmbH
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