Inhaltsverzeichnis Seite
Abbildungsverzeichnis II
Tabellenverzeichnis II
Abk ürzungsverzeichnis III
1 Einleitung 1
2 EU-Förderinstrumente 3
3 Bevölkerungsentwicklung Irlands 5
3.1 Entwicklung der absoluten Bevölkerungszahl nach 1973 5
3.2 Veränderung der Bevölkerungsstruktur 8
3.3 Die ethnische Zusammensetzung der irischen Bevölkerung 10
3.4 Gründe und Folgen dieser Entwicklung 11
4 Siedlungsentwicklung Irlands 15
4.1 Die Situation im ländlichen Raum 15
4.2 Der urbane Raum Irlands 18
4.3 Der irische Immobilienmarkt 20
5 Ausblick auf die zukünftige Entwicklung 23
6 Fazit 25
Literaturverzeichnis 27
I
Abbildungsverzeichnis Seite
Abbildung 1: Faktoren der Bevölkerungsentwicklung 6 Abbildung 2: Dreiecksdiagramm zur Bevölkerungsstruktur 8 Abbildung 3: Entwicklung der durchschnittlichen Immobilienpreise in Irland und Dublin 1990 - 2008 20
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Bevölkerungsentwicklung Irlands differenziert nach den vier Provinzen des Landes 7 Tabelle 2: Billeter-Index Werte für Irland und seine vier Provinzen 9 Tabelle 3: Ethnische Zusammensetzung der irischen Bevölkerung 2002 und 2006 10 Tabelle 4: Zahl der ländlichen Haushalte in Irland 15 Tabelle 5: Anteil der ruralen Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung Irlands 16 Tabelle 6: Zahl der urbanen Haushalte in Irland 18 Tabelle 7: Anteil der urbanen Haushalte an den Gesamthaushalten Irlands 19 Tabelle 8: Bevölkerungsprognose Irlands 2006 - 2041 23
II
Abkürzungsverzeichnis
BMWA Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (Österreich) CAP Common Agricultural Policy CSO Central Statistics Office DAFF Department of Agriculture, Fisheries and Food DoEHLG Department of the Environment, Heritage and local Government EAGFL Europäischer Ausrichtungs- und Garantiefonds für Landwirtschaf EFRE Europäischer Fonds für regionale Entwicklung EG Europäische Gemeinschaften EGKS Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl EK Europäische Kommission ESF Europäischer Sozialfonds EU Europäische Union EURATOM Europäische Atomgemeinschaft EWG Europäische Wirtschaftsgemeinschaft EWR Europäischer Wirtschaftsraum GoI Government of Ireland IDA Industrial Development Authority LEADER Liaison entre actions de développement de l'économie rurale NDP National Development Plan NESC National Economic and Social Council NUIM National University of Maynooth P&D Act Planning and Development Act TEAGASC The Irish Agriculture and Food Development Authority TFR Totale Fruchtbarkeitsrate UCD University College Dublin UN United Nations
III
1 Einleitung
Bei der Europäischen Union (EU) handelt es sich um einen Zusammenschluss von Staaten, welche sich zur Bündelung und Koordination ihrer wirtschaftlichen und politischen Interessen vereinigt haben (GABRIEL u. a. 2008, S. 14f). Sie wurde 1993 durch die Umsetzung der Maastrichter Verträge gegründet und ist der namentliche Nachfolger der Europäischen Gemeinschaften (EG), welche sich aus der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) (1951), der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) (1957) und der Europäischen Atomgemeinschaft (EURATOM) (1957) zusammensetzten. Die Gründungsverträge dieser drei Abkommen bilden damit den Ausgangspunkt für die Verträge zur EU (LPB 2007, S. 6ff). Diese bestand anfänglich aus den Gründungsmitgliedern Belgien, der Bundesrepublik Deutschland, Niederlande, Frankreich, Italien und Luxemburg. Über mehrere Beitrittswellen hat sich die Mitgliederzahl der Union bis zum heutigen Zeitpunkt auf 27 erhöht (FREUND 2007, S. 1ff). Von einem Beitritt in die EU versprechen sich die Nationen vor allem Vorteile durch den freien Zugang zu den Märkten, z. B. für Produktionsfaktoren und Absatzmöglichkeiten, der Europäischen Union. Darüber hinaus bringt die EU-Mitgliedschaft für die Länder eine Erhöhung der ausländischen Direktinvestitionen im Land mit sich. Ein weiterer Vorteil für die Nationen ist die verbesserte internationale Glaubwürdigkeit durch eben diese Mitgliedschaft in der Europäischen Union (VON CARLOWITZ 2001, S. 77). Eines dieser Länder, welches sich im Jahr 1973 dazu entschloss, der EU beizutreten, ist die Republik Irland. Zu diesem Zeitpunkt wies die Nation das geringste Pro-Kopf-Einkommen der Gemeinschaft auf, die Situation im Land war von wirtschaftlicher Stagnation, hoher Staatsverschuldung, Arbeitslosigkeit sowie Auswanderung geprägt und das Land galt als das Armenhaus der EU (HEYDECKER u. a. 2008, S. 5). Diese Ausgangslage ist auch die Hauptmotivation Irlands, der EU beizutreten und mit Hilfe der Gemeinschaft seine wirtschaftliche Situation grundlegend zu verbessern (KOßDORF 2000, S. 107). In den letzten Jahrzehnten hat es Irland geschafft, diese Zustände zum Positiven zu verändern, so dass das heutige Pro-Kopf-Einkommen bei 130 % des EU-Durchschnitts liegt (SUCHER 2006, S. 2). Inwieweit die Mitgliedschaft Irlands in der Europäischen Union diese positive Entwicklung beeinflusst hat bzw. eine Voraussetzung dafür war, soll diese Arbeit darlegen.
1
Dabei wird im speziellen auf die Bevölkerungs- und Siedlungsentwicklung Irlands unter diesem Gesichtspunkt eingegangen. Dafür ist es notwendig, verschiedene Kennziffern der Bevölkerungsentwicklung (absolute Bevölkerungszahl, Bevölkerungsaufbau, Bevölkerungsverteilung), sowie die Prozesse der Siedlungsentwicklung (Urbanisierung, Suburbanisierung) Irlands seit dem Beitritt zur EU herauszuarbeiten. Im folgenden Kapitel werden jedoch zunächst die finanziellen Einflussmöglichkeiten der EU mittels ihrer Fördermittel beleuchtet.
2
2 Die Fördermittel der EU
In der EU wurden zur Unterstützung seiner Mitglieder, die in ihrer Entwicklung im Vergleich zu den anderen Unionsstaaten zurückhängen, verschiedene Förderungsmöglichkeiten geschaffen. Die Hauptanliegen dieser Fördermittel liegen in der Reduzierung der regionalen Strukturunterschiede, sowie der Herstellung einer ausgewogenen ökonomischen und sozialen Balance innerhalb und zwischen den Mitgliedern der Gemeinschaft (ÖZENEN 2006, S. 5). Dabei kam es im Rahmen der Entwicklung der EU immer wieder zur Gründung verschiedener Fonds zur finanziellen Unterstützung. Im Jahr 1957 wurde zunächst der Europäische Sozialfond (ESF) gebildet. Dieser sollte einerseits die Nationen bei der Schaffung von Arbeitsplätzen unterstützen und andererseits durch Förderung der beruflichen Qualifikationen und Fähigkeiten zur Verbesserung von Beschäftigungsaussichten der Bürger beitragen (EK 2007, S. 1). Maßnahmen für eine gemeinsame Agrarpolitik innerhalb der EU wurden seit 1962 über den Europäischen Ausrichtungs- und Garantiefonds für Landwirtschaft (EAGFL) finanziert (POGÁTSA 2008, S. 159). 1975 erfolgte die Einrichtung des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) (ÖZENEN 2006, S. 6), dessen Ziel „die Stärkung der wirtschaftlichen und sozialen Kohäsion in der Europäischen Union durch Abbau der Ungleichheiten zwischen den einzelnen Regionen“ (BMWA 2008, S. 186) ist. Der 1994 ins Leben gerufene Kohäsionsfond sollte Maßnahmen fördern, welche wirtschaftliche und soziale Unterschiede abbauen und eine ausgewogene Entwicklung unterstützen (EK 2000, S. 9ff). In der aktuellen Förderperiode (2007 - 2013) existieren mit den zwei Strukturfonds EFRE und ESF sowie dem Kohäsionsfonds insgesamt drei finanzielle Fördermittel zur Regionalplanung in der EU (EG 2007, S. 10). Die Republik Irland hat bis zum Ende der letzen Förderperiode im Jahr 2006 in 33 Jahren EU-Mitgliedschaft, abzüglich „der eigenen Beitragszahlungen an den EU-Haushalt insgesamt Nettotransferleistungen in Höhe von etwa 40 Mrd. Euro erhalten“ (HEYDECKER u. a. 2008, S. 6), was eine entscheidende Rolle bei Entwicklung des Landes in den vergangenen Dekaden spielte (SUCHER 2006, S. 2). Darüber hinaus wurden von der EU Anfang der 1990er das LEADER-Programm (Liaison entre actions de développement de l’économie rurale) entwickelt. Diese bis heute laufende Initiative umfasst die vier Programme LEADER I (1991-1994), LEADER II (1995-1999) sowie die LEADER+ (2000-2006 und 2007-2013) (MAUREL 2008, S. 513).
3
Ziel der darin enthaltenen Aktionen ist die Unterstützung der Entwicklung von Gemeinden in ländlich geprägten Regionen (MÜLLER 1999, S. 173). Über diese Initiativen sind für die betreffenden Gemeinden Irlands allein in der Periode 2007 -2013 finanzielle Transfers in Höhe von 425, 5 Mio. € geplant (GOI 2006, S. 170). Inwiefern all diese Zahlungen Einfluss auf die Bevölkerungs- und Siedlungsentwicklung Irlands seit 1973 hatte, sollen die folgenden Ausführungen zeigen. Im nächsten Kapitel wird zunächst die Bevölkerungsentwicklung in dieser Zeit dargelegt.
4
3 Bevölkerungsentwicklung Irlands
Die ersten verlässlichen absoluten Bevölkerungszahlen Irlands liefert eine erstmalig im Jahr 1841 durchgeführte Volkszählung (CONNELL 1946, S. 112). Zu diesem Zeitpunkt lebten auf dem Gebiet der heutigen Republik Irland mehr als 6,5 Millionen Personen (CSO 2009a, S. 3). Die in den letzten Jahren der 1840er einsetzende große Hungersnot („The Great Famine“) führte jedoch zu einem großen Abfall der Bevölkerungszahlen (DRAKE 1963, S. 301). So verringerte sich diese bis zur Volkszählung 1901 um knapp 50 % auf ca. 3,25 Millionen Menschen, was vor allem den durch diese Katastrophe geschuldeten Todesfällen und Auswanderungen zuzuschreiben ist (QUINN 2010, S. 1). In den folgenden 25 Jahren setzte sich dieser abnehmende Trend, allerdings auf einem geringeren Niveau, weiter fort (CSO 2009a, S. 3). Zwischen den Jahren 1926 - 1951 stagnierte die Bevölkerungszahl der Republik Irland bei ca. 2,9 Millionen Menschen, da sich die Gewinne durch die natürliche Bevölkerungsbewegung, welche sich aus der Differenz von Geburten- und Sterbefällen ergibt, und die negative Wanderungsbilanz quasi gegenseitig aufhoben (CSO 2003, S. 11f). Die Wanderungsbilanz setzt sich dabei aus dem Saldo der Zu-und Abwanderungen zusammen (HEINEBERG 2007, S. 82). In den Folgejahren verringerte sich die Bevölkerung Irlands durch einen nochmaligen Anstieg der Auswanderungen, und bezifferte sich 1961 auf ca. 2,8 Millionen Personen, dem niedrigsten, je im Rahmen einer Volkszählung gemessenen Wert (JOHNSON 1963, S. 167 / COSTA 2004, S. 81). Bis zu Beginn der 1970er war eine leichte Trendänderung erkennbar und die Bevölkerungszahl stieg leicht auf 2,9 Millionen Menschen (HEYDECKER u. a. 2008, S. 5).
Diese Zahl kann als Ausgangspunkt für die folgenden Ausführungen bezüglich der Entwicklung der Bevölkerungszahl Irlands als Mitglied der EU betrachtet werden.
3.1 Entwicklung der absoluten Bevölkerungszahl nach 1973
Im Jahr 1973 trat die Republik Irland der EU bei. In den Folgejahren verzeichnete das Land eine positive Entwicklung der Bevölkerungszahl, was einerseits dem Anstieg der Geburtenrate geschuldet war. Anderseits überstieg in diesen Jahren die Zahl der Einwanderer die der Auswanderer und sorgte so für eine positive Wanderungsbilanz.
5
Arbeit zitieren:
Sebastian Hammer, 2010, Die Bevölkerungs- und Siedlungsentwicklung Irlands seit dem Beitritt zur Europäischen Union, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung: Die Bevölkerungs- und Siedlungsentwicklung Irlands seit dem Beitritt zur Europäischen Union ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung: neuer Titel erschienen: Die Bevölkerungs- und Siedlungsentwicklung Irlands seit dem Beitritt zur Europäischen Union
Sebastian Hammer hat einen neuen Text hochgeladen
Die erweiterte Europäische Union
Die offene Flanke der Europäischen Union
Russische Föderation, Belarus,...
Ernst Piehl, Peter W. Schulze, Heinz Timmermann
Die Europäische Union und der Beitritt der Türkei
Positionen türkischer Parteien...
Ismail Ermagan
Kulturelle Unterschiede in der Europäischen Union
Ein Vergleich zwischen Mitglie...
Jürgen Gerhards
0 Kommentare