Inhaltsverzeichnis
A) Franz Kafka
3
1) Biographische Daten des Autors 3
2) Die Veröffentlichung des Prozess-Romans 4
B) Der Prozess-Roman
4
1) Zusammenfassung des Inhalts 4
2) Die wichtigsten Personen im Prozess-Roman 7
2.1) Die Hauptperson Josef K 7
2.2) Die Mittler-Figuren 8
2.2.1) Der Advokat Huld 8
2.2.2) Der Maler Titorelli 8
2.2.3) Der Gefängnisgeistliche 9
3) Das Gericht 9
4) Die Legende Vor dem Gesetz in ihrer Bedeutung für den Prozess-Roman 11
4.1) Inhalt 11
4.2) Parallelen zwischen Josef K und dem Mann vom Lande 11
5) Kafkas Sprache 12
6) Die Erzählperspektive 13
2
C) Epocheneinordnung
13
1) Expressionismus 13
2) Surrealismus 14
D) Interpretation in Hinblick auf Kafkas persönliches Umfeld
14
1) Kafkas Vater-Sohn Konflikt 14
2) Kafkas gescheiterte Beziehungen 15
3) Kafkas räumliche Lebenssituation 16
4) Der Beginn des Ersten Weltkrieges 16
E) Literaturverzeichnis
17
3
A) Franz Kafka
1) Biographische Daten des Autors
Franz Kafka ist ein weltberühmter Erzähler des 20. Jahrhunderts. In der breiten Öffentlichkeit seiner Zeit wenig bekannt, nur auf den Verkehr mit seinen engeren literarischen Freunden beschränkt und mit geringer Teilnahme an öffentlichen literarischen Gesprächen, führte er ein geradezu provinzielles Dasein, lokal gebunden an seine Heimatstadt Prag, die er nur selten verließ. Im Bereich der literarischen Welt, bei seinen Schriftstellerkollegen erfuhr er Aner- kennung und Bewunderung. Weltweite Resonanz hat der Schriftsteller jedoch erst lange nach seinem Tod erfahren, da viele seiner Manuskripte erst nach seinem Ableben veröffentlicht wurden.
Franz Kafka wird am 3. Juli 1883 in Prag in eine jüdische Familie geboren. 1889 besucht er die „Deutsche Knabenschule“ in Prag, nach bestandener Aufnahmeprüfung wechselt er 1893 ins „Deutsche Staatsgymnasium“. Strenge Vorschriften fordern Respekt und fördern einen sinnlosen „Paukbetrieb“, dem persönliche Interessen des Schülers gleichgültig sind. Durch diese „Bildungsmaschine“ wird Kafka acht Jahre getrieben. Er bekennt sich während dieser Zeit zum Atheismus und Sozialismus und wird 1898 Mitglied des oppositionellen Schülerver- eins „Freie Schule“, der gegen klerikale Einflüsse in der Schule gerichtet ist. Zur gleichen Zeit zeigen sich auch erste Versuche, schriftstellerisch zu arbeiten.
Im August 1901 erhält Franz Kafka das Abitur. Er widmet sich schließlich einem Studium an der Prager Deutschen Universität und studiert Jura. Während des Studiums, das er 1906 er- folgreich abschließt, nimmt er regelmäßig an Aufführungen des Tschechischen oder Deut- schen Theaters teil, ebenso wie an in der „Lese- und Redehalle deutscher Studenten“ veran- stalteten Vorträgen und Dichterlesungen. Hier lernt Kafka seinen späteren Herausgeber und Freund Max Brod kennen, der ihn schließlich auch in das Literaturleben Prags einführt und ihn mit Philosophen und Schriftstellern bekannt macht.
Ab 1904 ist Kafka schließlich selbst schriftstellerisch tätig und arbeitet an seiner ersten erhal- tenen Erzählung „Beschreibung eines Kampfes“. Es folgt ein einjähriges Praktikum im Prager Landgericht, woraufhin er sich im Sommer 1907 endgültig für einen Beruf entscheiden muss. Da Kafka sein Schreiben nicht aus Profitinteresse betreibt und er Prag nicht verlassen will,
4
kommt nur eine vom Vater empfohlene Beamtenkarriere in Frage. Kafka wird am 1. Oktober 1907 bei der Triester Versicherungsgesellschaft „Assicurazioni Generali“ angestellt, doch schon nach wenigen Wochen stellt er fest, dass ihm dieser Beruf nicht gefällt. Er nimmt an einem Kurs für Arbeitsversicherungen an der Prager Handelsakademie teil und tritt eine Ar- beitsstelle in der „Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt des Königreichs Böhmen“ an, wo er bis 1917 als höherer Beamter tätig ist.
Am 13. August 1912 lernt Kafka Felice Bauer aus Berlin kennen und löst drei Verlobungen (1914, 1917, 1919). Fast gleichzeitig mit der Niederschrift der „Strafkolonie“ beginnt er im Sommer des Jahres 1914 die Arbeit an seinem „Prozess-Roman“ und gewinnt 1915 den Fon- tane-Preis für seinen Roman „Der Heizer“, der 1913 erschien.
Im April 1916, wird bei Kafka eine Herzneurose diagnostiziert. Er leidet an Tuberkulose und siedelt im September 1917 nach Zürich über, wo er sich in sein Hebräisch-Selbststudium ver- tieft. In dieser Phase ist Kafka nicht mehr am Schreiben interessiert, er beschränkt die Füh- rung seiner Tagebücher auf das Notwendigste und kehrt im Mai 1918 nach Prag zurück. Zur gleichen Zeit wird er vom Bürodienst beurlaubt und kurz darauf aufgrund seiner schweren Krankheit pensioniert. Erst 1922/23 kann er sich wieder dem Schreiben widmen. Während dieser Zeit entstehen u.a. „Der Hungerkünstler“ und „Das Schloss“.
Mitte August 1923 beschließt Kafka mit Dora Diamant, die er erst kurz zuvor kennen gelernt hat, in Berlin ein gemeinsames Leben zu führen. Im Oktober beginnt er wieder zu schreiben, die zu dieser Zeit entstandenen Werke werden später jedoch von Dora Diamant vernichtet und teilweise von der Gestapo beschlagnahmt.
Um den Jahreswechsel 1923/1924 verschlechtert sich Kafkas Gesundheitszustand erneut und im März reist er noch einmal nach Prag, um sich von dort aus in ein Sanatorium einweisen zu lassen. Er stirbt am 3. Juni 1924 in einem Sanatorium bei Wien und wird am 11. Juni in Prag beigesetzt.
2) Die Veröffentlichung des „Prozess-Romans“
Kurz vor seinem Tod hegte Kafka, der mit seinen Werken nie zufrieden war, den Wunsch, die Mehrzahl seiner Manuskripte vernichten zu lassen (lediglich „Das Urteil“, „Der Heizer“, „Die
Arbeit zitieren:
Kathrin Morawietz, 2003, Zu: Franz Kafka - Der Prozess, München, GRIN Verlag GmbH
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