Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 2
2 Allgemeines über die Bäcker 2
3 Die Bäcker 3
3.1 Die Zunftbäcker 4
3.2 Die Lohnbäcker 5
3.3 Die Stiftsbäcker 6
4 Die Politik des Kölner Rats 7
4.1 Ratsvorschriften für die Zunftbäcker 7
4.2 Klüngel und Proteste 8
4.3 Ratsvorschriften für Lohn- und Landbäcker 10
5 Die weitere Entwicklung der Bäcker 12
Fazit 6 13
7 Anhang 15
7.1 Literaturverzeichnis 15
1
1 Einleitung
Die Quellen zum Thema „Die Bäcker im mittelalterlichen Köln“ sind sehr dürftig. Trotzdem soll mit dieser Arbeit versucht werden, über die Bäcker dieser Zeit eine umfassende Übersicht zu geben. Neben einer kurzen Darstellung der verschiedenen Bäcker-Arten wird der Focus dieser Arbeit auf der Politik des Kölner Stadtrats liegen. Diese spielte eine nicht unwesentliche Rolle in Bezug auf das Bäckertum, weil der Rat mit seinen Bestimmungen nicht immer im Sinne der Bäcker oder der Bevölkerung, sondern vielmehr zu eigenen Zwecken handelte. Weiterhin wird noch ein kurzer Einblick auf die Zukunft der Bäcker zu Anfang der Neuzeit gegeben, um zu zeigen, wie sich das Handwerk weiter entwickelte.
2 Allgemeines über die Bäcker
Ursprünglich herrschte bei den Bäckern völlige Gewerbefreiheit. Entweder die Bürger backten im eigenen Ofen oder sie kauften das Brot bei einem berufsmäßigen Bäcker. Mit der Zeit wurden die Betriebsmittel zum Backen teurer, so dass zweites, also der Gang zum Berufsbäcker, immer öfter vorkam. 1
Ein Monopol der Backhäuser hat es erst ab dem Ende des 16. Jahrhunderts gegeben, 2 im Mittelalter war es in Köln aber noch frei, im eigenen Hause zu backen. Meistens waren diese privaten Backhäuser mit den Wohnungen verbunden und lagen im Hinterhof des Hauses.
Auf Feuerschutz wurde dabei anscheinend nicht sehr geachtet, denn auch hölzerne Backhäuser waren erlaubt. Einzige Regel, die zu beachten war,
1 Vgl. Lindlar, Jakob: Die Lebensmittelpolitik der Stadt Köln im Mittelalter. Köln 1914. S. 14.
2 Ebenda, S. 14.
2
lautete: Der Backofen muss mindestens drei Fuß vom Nachbargrundstück entfernt sein. 3
Allerdings stießen die privaten Backhäuser nicht immer auf allgemeine Freude. So beschwerte sich im April 1493 der Dürener Bäcker Walraiff Perme beim Kölner Rat darüber, dass er seit Jahren ein Backhaus auf dem Neumarkt führe. Doch nun hätte sein Nachbar sich auch einen Ofen zugelegt und würde damit Brot anbieten. Dadurch würde Perme selbst nicht mehr genug verkaufen, um Leben zu können. Er bat den Rat, seinem Nachbarn den Brotverkauf zu untersagen und bezog sich mit dieser Bitte auf ähnliche Entscheidungen die schon bei anderen solchen Fällen gefällt wurden. 4 Wie sich solche Beschwerden auf den offenen Brotverkauf auswirkten, wird im Folgenden dieser Arbeit aufgezeigt.
3 Die Bäcker
Wie schon in der Einleitung angemerkt gab es im mittelalterlichen Köln drei verschiedene Arten von Bäckern: 1. die Zunftbäcker 2. die Lohnbäcker 3. die Stiftsbäcker
Die Unterscheidung in Weiß- oder Schwarzbrotbäcker, wie es in anderen mittelalterlichen Städten durchaus vorkam, gab es in Köln nicht. 5 Im Folgenden sollen die Unterschiede zwischen den drei Bäcker-Bereichen herausgestellt werden, um anschließend die Probleme, die sie untereinander hatten sowie die Streitigkeiten mit dem Kölner Rat darzulegen.
3 Vgl. Keussen, Herrmann: Topographie der Stadt Köln im Mittelalter Bd. I. Bonn 1910. S.121.
4 Vgl. Loesch, Heinrich von [Bearb.]: Die Kölner Zunfturkunden nebst anderer Kölner Gewerbeurkunden bis zum Jahr 1500. Bd. II. Düsseldorf 1984. S. 28.
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Arbeit zitieren:
Stephanie Traichel, 2003, Die Bäcker im mittelalterlichen Köln, München, GRIN Verlag GmbH
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