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Der Prozess des Benchmarkings. Überblick, Planung und Analyse

Titel: Der Prozess des Benchmarkings. Überblick, Planung und Analyse

Hausarbeit , 2003 , 29 Seiten , Note: 2

Autor:in: Rene Teichmann (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Zu Beginn der achtziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts musste die Rank Xerox Inc. als damaliger Weltmarktführer im Bereich der Kleinkopierer einen erheblichen Rückschlag hinnehmen. Nachdem Xerox im Jahr 1959 als erstes Unternehmen ein solches Produkt bis zur Marktreife entwickelt hatte und es auch erfolgreich vertreiben konnte, genoss das Unternehmen in den sechziger und siebziger Jahren einen großen Wettbewerbsvorteil. Wenige Jahre später verlor die Rank Xerox Inc. spürbare Marktanteile. Da intern keine Entwicklungsmöglichkeiten entdeckt wurden, startete das Management erste offizielle Bemühungen, von anderen externen Unternehmen lernen zu wollen. Die Rank Xerox Inc. implementierte unter anderem ein hochmodernes Logistiksystem, welches bereits erfolgreich von dem Versandhändler L.L. Bean genutzt wurde. Durch die sich auch in den Folgejahren einstellenden Erfolge wird Benchmarking heute als eines der sinnvollsten Managementarbeits mittel für das Vorantreiben einer Unternehmensentwicklung betrachtet.

Die stetig fortschreitende Internationalisierung und Globalisierung, verbunden mit der fortschreitenden Entwicklung von modernsten Kommunikationsmöglichkeiten, führt zusätzlich zu einem erheblichen Potential, aber auch Entwicklungsbedarf in den Unternehmen sowie ihren Prozessen und Funktionen. Durch den sich stark erhöhenden Wettbewerbsdruck, der zusätzlich durch zunehmend homogene Produkte unterstützt wird, sind immer mehr, besonders auch mittelständische Unternehmen gezwungen, sich kontinuierlich zu entwickeln und zu verbessern. Eine Potenzierung der Anforderungen, vergleichbar mit der Quadratur des Kreises, in Form der Forderung nach gleichzeitiger Qualitätsverbesserung, Verkürzung der Innovations- und Produktionszeiten und Kostensenkung stellt die Unternehmen vor schwierig zu lösende Aufgaben.2 Folglich ist, wie es die letzten Jahre gezeigt haben, absolut unprofessionell zu verlangen, dass sich ein Unternehmen völlig autark den sich ständig ändernden Marktbedingungen anpasst um langfristig erfolgreich zu sein. Unternehmen, die Probleme ohne externe Betrachtungen zu lösen versuchen, laufen Gefahr, die eigene Leistungsstärke falsch einzuschätzen und Schwachstellen zu übersehen. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Betrachtungen inklusive Begriffsklärung und Ziele

3 Unterteilungsmöglichkeiten des Benchmarkings

3.1 Benchmarkingarten

3.2 Benchmarkingobjekte

4 Benchmarkingprozessablauf

4.1 Einleitung und Überblick

4.2 Organisation und Planung

4.3 Datensammlung

4.4 Analysephase

4.5 Umsetzung und Kontrolle

5. Kritische Würdigung

6 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit der Methode des Benchmarkings als strategisches Managementinstrument zur kontinuierlichen Unternehmensentwicklung und Wettbewerbsfähigkeit, wobei der Fokus auf dem Prozessablauf und der kritischen Bewertung der Anwendung liegt.

  • Theoretische Grundlagen und Begriffsdefinition des Benchmarkings
  • Klassifizierung der verschiedenen Arten und Objekte des Benchmarkings
  • Detaillierte Analyse des Benchmarking-Prozessablaufs
  • Kritische Reflexion der Erfolgsfaktoren, Grenzen und Problemstellungen

Auszug aus dem Buch

Externes branchenübergreifendes Benchmarking

Beim branchenübergreifenden oder funktionalen Benchmarking handelt es sich um die Methode mit den besten Möglichkeiten einen echten Wettbewerbsvorteil gegenüber den Konkurrenten zu erlangen. Es werden hierbei Unternehmen fremder Branchen mit ähnlichen oder artverwandten Prozessen, Strukturen etc. analysiert und es wird der Versuch unternommen von diesen zu lernen. Die Entwicklung der Xerox Inc. in Zusammenarbeit mit L.L. Bean ist das bekannteste Beispiel für branchenübergreifendes erfolgsreiches Benchmarking. Mit Hilfe dieses Werkzeugs lassen sich oftmals Grundsteine für grundlegende Innovationen in differenten Branchen legen. Die differenten Entwicklungsstadien sind mit Relevanzen der bestimmten Funktionen in den Branchen und den damit verbundenen innerbetrieblichen Entwicklungsbestrebungen und Lernkurveneffekten durch zahlreiche Ausführungen begründbar.

Zur Kontaktaufnahme dienen besonders diverse Unternehmens- und Organisationsringe, wie das International Benchmarking Clearinghouse (http://www.whatworks.org) als älteste Institution, das Informationszentrum Benchmarking des Fraunhofer Institutes (http://www izb.ipk.fhg.de) oder die Export-Akademie Baden-Württemberg (http://www.benchmarking.de). Unternehmensberatungen nehmen ebenfalls einen hohen Stellenwert im Zusammenhang mit branchenübergreifenden Benchmarkingprozessen ein.

Die Wissenschaft unterscheidet im Rahmen der Unternehmensentwicklung zwischen evolutionären und revolutionären Innovationen. Evolutionäre Entwicklungen zeichnet eine beständige Weiterentwicklung des Unternehmens aus. Dieses System wird in der modernen Literatur als kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP) bezeichnet. Bei revolutionären Entwicklungen sind mit sprunghaften Tendenzen im Innovationsbereich verbunden. Dies ist zum Beispiel bei der Umstellung auf völlig neue Produktionsverfahren zu beobachten. Das perfekte Unternehmen stellt eine Mischung aus beiden Formen dar. Es entwickelt sich durch eine innovative Grundhaltung im Unternehmen ständig weiter und passt sich gegebenenfalls bei starken Veränderungen sprunghaft an. Es ist gänzlich aus eigener Kraft kaum möglich auf alle Marktveränderungen im eigenen Unternehmen optimal zu reagieren und demzufolge nötig, von anderen Unternehmen und Marktteilnehmern zu lernen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Entstehungsgeschichte des Benchmarkings am Beispiel der Rank Xerox Inc. und verdeutlicht die Notwendigkeit von Unternehmensvergleichen angesichts zunehmender Globalisierung und Wettbewerbsdruck.

2 Theoretische Betrachtungen inklusive Begriffsklärung und Ziele: Dieses Kapitel definiert Benchmarking als kontinuierlichen Messprozess und grenzt es von reinem Kennzahlenvergleich ab, wobei der Fokus auf dem kausalen Verständnis von Erfolgsunterschieden liegt.

3 Unterteilungsmöglichkeiten des Benchmarkings: Hier werden die drei Kernarten (internes, externes branchenbezogenes und branchenübergreifendes Benchmarking) sowie die verschiedenen Benchmarkingobjekte wie Produkt, Prozess und Strategie klassifiziert.

4 Benchmarkingprozessablauf: Dieses Kapitel erläutert den strukturierten Ablauf eines Benchmarkingprojekts, unterteilt in Organisation, Planung, Datensammlung, Analyse sowie Umsetzung und Kontrolle.

5. Kritische Würdigung: Der Autor reflektiert hier die Schwachstellen, hohen Aufwände und typischen Abbruchursachen von Benchmarkingprojekten, wie beispielsweise das "Not-Invented-Here-Syndrom".

6 Ausblick: Das Fazit unterstreicht den hohen Stellenwert von Benchmarking als dauerhaftes Instrument der Wissensentwicklung und betont insbesondere das Potenzial für den deutschen Mittelstand.

Schlüsselwörter

Benchmarking, Managementinstrument, Wettbewerbsvorteil, Prozessanalyse, Best Practice, Unternehmensentwicklung, Kontinuierlicher Verbesserungsprozess, KVP, Strategie, Produktbenchmarking, Prozessbenchmarking, Wissensmanagement, Effizienzsteigerung, Unternehmenskultur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt Benchmarking als Managementmethode zur gezielten Verbesserung der eigenen Leistungsstärke durch den Vergleich mit anderen Unternehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die theoretische Fundierung, die Typologie des Benchmarkings, der methodische Prozessablauf sowie die kritische Würdigung der Praxisanwendung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, einen detaillierten Überblick über Benchmarking-Prozesse zu geben und aufzuzeigen, wie Unternehmen durch externe Lernprozesse nachhaltige Wettbewerbsvorteile erzielen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf der Analyse wissenschaftlicher Literatur, der theoretischen Herleitung von Benchmarking-Methoden sowie der Integration praktischer Erfahrungen aus der Unternehmensberatung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Systematisierung der Benchmarking-Arten, die Darstellung eines konkreten Prozessmodells sowie die kritische Analyse der Erfolgsfaktoren und Hindernisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Benchmarking, Prozessoptimierung, Best Practice, Wettbewerbsvorteil und kontinuierlicher Verbesserungsprozess charakterisiert.

Warum ist die Wahl des Benchmarkingobjekts so wichtig?

Die Auswahl ist entscheidend, da sie den Fokus auf die kritischen Geschäftsprozesse legt, bei denen die größten Schwachstellen liegen und somit das höchste Optimierungspotenzial besteht.

Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur bei der Implementierung?

Die Unternehmenskultur ist entscheidend, da Widerstände wie das "Not-Invented-Here-Syndrom" den Erfolg gefährden; eine offene, lernorientierte Kultur ist daher essenziell.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Prozess des Benchmarkings. Überblick, Planung und Analyse
Hochschule
Hochschule Harz Hochschule für angewandte Wissenschaften  (Fachbereich Wirtschaftswissenschaften)
Veranstaltung
Betriebliches Rechnungswesen Vertiefung
Note
2
Autor
Rene Teichmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
29
Katalognummer
V18506
ISBN (eBook)
9783638228404
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Benchmarking Betriebliches Rechnungswesen Vertiefung Thema Benchmarking
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Rene Teichmann (Autor:in), 2003, Der Prozess des Benchmarkings. Überblick, Planung und Analyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/18506
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Leseprobe aus  29  Seiten
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