Inhaltsverzeichnis
II Inhaltsverzeichnis
III Abkürzungsverzeichnis
IV Abbildungsverzeichnis
V Symbolverzeichnis
1 Zielsetzung, Strategie und Instrumentarium der Europäischen Zentralbank 1
2 Länderspezifische Unterschiede. 3
3 Einschränkung durch den Stabilitäts- und Wachstumspakt 4
4 Theorie optimaler Währungsräume. 5
5 Asymmetrische und symmetrische Schocks
5.1 Auslöser
8
5.2 Auswirkungen in Modellanalysen
9
5.3 Geld vs. Fiskalpolitik am Beispiel der deutschen Wiedervereinigung 18
Empirisches Beispiel: Die Finanzkrise und die Geldpolitik der EZB 19
6
7 Zusammenfassende Bewertung. 20
8 Literaturverzeichnis 22
III Abkürzungsverzeichnis
EZB = Europäische Zentralbank EWU = Europäische Währungsunion SWP = Stabilitäts- und Wachstumspakt BIP = Bruttoinlandsprodukt
IV Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1:
Nachfragekurvenverschiebungen durch Schock, Quelle: in Anlehnung an De Grauwe, 2005,
S. 6 (Eigene Darstellung)
Abbildung 2:
Anpassungsprozess, Quelle: In Anlehnung an De Grauwe, 2005, S. 7 (eigene Darstellung)
Abbildung 3:
Ableitung der IS-Kurve, Quelle: in Anlehnung an Blanchard/Illing, 2006, S. 143 (eigene
Darstellung)
Abbildung 4:
Ableitung der LM-Kurve, Quelle: in Anlehnung an Blanchard/Illing, 2006, S. 147 (eigene
Darstellung)
Abbildung 5:
IS-LM Modell, Quelle: in Anlehnung an Blanchard/Illing, 2006, S. 149 (eigene Darstellung)
Abbildung 6:
Phillipskurven in flexiblen und starren Ländern, Quelle: in Anlehnung an De Grauwe, 2005,
S. 204 (eigene Darstellung)
Abbildung 7:
Verschiebungen der Phillipskurven nach symmetrischem Schock, Quelle: in Anlehnung an
De Grauwe, 2005, S. 205 (eigene Darstellung)
Abbildung 8:
Verschiebung der aggregierten Angebotskurve (AS-Modell) bei höherem erwartetem
Preisniveau, Quelle: in Anlehnung an Blanchard/Illing, 2006, S. 209 (eigene Darstellung)
Abbildung 9:
Ableitung der aggregierten Nachfragekurve (AD), Quelle: in Anlehnung an Blanchard/Illing,
2006, S. 211 (eigene Darstellung)
Abbildung 10:
Anpassungsprozess im AS-AD Modell, Quelle: in Anlehnung an Blanchard/Illing, 2006, S.
217 (eigene Darstellung)
V Symbolverzeichnis
C = Konsum
D = Nachfragekurve G = Staatsausgaben i = Zinssatz I = Investitionen L(i) = Nominaler Zinssatz M = Geldmenge P = Preisindex P i = Neues Preisniveau P u = Ursprüngliches Preisniveau S = Angebotskurve T = Steuern U = Arbeitslosenquote Y = Einkommen/Produktion Y i = Neues Produktionsniveau Y u = Ursprüngliches Produktionsniveau Z = Nachfrage Π = Inflationsrate
1 Zielsetzung, Strategie und Instrumentarium der Europäischen Zentralbank
Um eine Aussage über die einheitliche Geldpolitik in Europa und den damit verbundenen Problematiken machen zu können, ist es von Bedeutung, sich das ausübende Organ, die Europäische Zentralbank (EZB), näher anzusehen. Das geldpolitische Ziel, welches von der EZB ausgegeben wird, ist die Wahrung der Preisstabilität, im Artikel 105 Absatz 1 des EG-Vertrages auch schriftlich dargelegt. Zur Durchsetzung dieses Ziels, wurde der EZB und den nationalen Zentralbanken nach Artikel 108 des EG-Vertrages Unabhängigkeit zugesichert. 1 Im Einklang mit diversen Meinungsumfragen in der europäischen Bevölkerung würde der Großteil das Leben am liebsten weder mit Inflation noch mit Deflation bestreiten. Das ausgegebene Ziel der Preisstabilität bewirkt, dass die Geldpolitik auf das wirtschaftliche Wohlergehen aller ausgerichtet ist, also gleichbedeutend mit hoher wirtschaftlicher Aktivität und Beschäftigung. Dies bedeutet auf Dauer, den Menschen einen stetigen Anstieg des Lebensstandards zu gewährleisten. 2 Die EZB hat das Ziel folgendermaßen definiert: „Price stability shall be defined as a year-on-year increase in the Harmonised Index of Consumer Prices (HICP) for the euro area of below 2%.” 3 Demzufolge ist das Ziel der EZB eine jährliche Inflation von weniger, jedoch so nahe wie möglich des 2%-Wertes in den Euroländern zu erreichen. Diese Aussage wurde dann in 2003 erweitert, indem dieses Ziel über die mittlere Frist für den Fall unerwarteter Marktströmungen erreicht werden sollte. Die EZB stellte jedoch nicht klar, welcher Zeitraum damit gemeint ist. 4 Oft wird gesagt, dass es für die EZB vielleicht von Vorteil gewesen wäre, zunächst ein höheres Inflationsziel auszugeben und dieses dann über die Zeit zu reduzieren. 5
Die geldpolitische Strategie der EZB basierte im Wesentlichen auf zwei Säulen. Die erste Säule umfasste das Geldmengenwachstum. Dies bedeutete, dass die EZB die Entwicklung der Geldmenge als wesentlichen Bestandteil ihrer geldpolitischen Strategie ansah. Im Jahre 2003 wurde der Beurteilung der Geldmengenentwicklung dann jedoch vonseiten der EZB etwas weniger Geltung zugemessen, nachdem deren Aussagekraft infrage gestellt worden war. Zurückzuführen ist dies darauf, dass das Geldmengenwachstum in der meisten Zeit außerhalb des Referenzrahmens (4,5%) lag und selbst die EZB dem Referenzwert kaum noch Wichtigkeit zugemessen hatte. Die EZB hatte also das Ziel Geldmengenwachstum ausgegeben, dieses Ziel jedoch nicht in ihre geldpolitischen Entscheidungen mit einbezogen.
1 Vgl. Ohr/Theurl, 2001, S. 442.
2 Vgl. http://www.ecb.int/pub/pdf/other/whypricestabilityen.pdf , S. 11.
3 EZB Monthly Bulletin, 1999, S. 46.
4 Vgl. De Grauwe, 2005, S.205f.
5 Vgl. Carlin/Soskice, 2006, S. 719.
Die zweite Säule stellten die anderen Variablen, die Einfluss auf die Preisstabilität haben, dar. Dies sind Faktoren und Indikatoren, die helfen, Zukunftsaussichten bezüglich der Inflation zu äußern. Enthalten sind etwa der Wechselkurs, das Lohnniveau, Anleihekurse, Preis- und Kostenindizes, Umfragen und andere. 6 Der EZB ist es somit möglich auf etwaige Veränderungen der Faktoren mit dementsprechenden geldpolitischen Antworten zu reagieren. Als Folge kann man feststellen, dass die EZB seither die Strategie der direkten Inflationssteuerung verfolgt. Das bedeutet, dass nunmehr eine „Ein-Säulen-Strategie“ gefahren wird, „direct inflation targeting“, also direkte Inflationssteuerung. Darunter versteht man, dass Inflation nicht nur das ultimative Ziel ist, sondern auch als Zwischenziel genutzt wird. Die EZB verwendet halbjährliche Inflationsvorhersagen um das ausgegebene Ziel der Preisstabilität zu erreichen. 7 Die EZB soll das ausgegebene Inflationsziel mit der erwarteten Preisentwicklung vergleichen und somit ihre Geldpolitik adäquat einsetzen. Das Ziel der Strategieumstellung war, der Bevölkerung eindeutig klar zu machen, dass Preisstabilität oberste Prämisse ist und auch zukünftig sein wird. Mit dieser Maßnahme wird bei der Bevölkerung ein Zuwachs an Glaubwürdigkeit erreicht. Außerdem ist bei direkter Inflationssteuerung wesentlich mehr Transparenz von Nöten. 8
Der EZB stehen zur Durchführung ihrer Geldpolitik drei verschiedene Hauptinstrumente zur Verfügung. Sie sind unter dem Begriff der Offenmarktgeschäfte zusammengefasst, den ständigen Fazilitäten und der Mindestreserveverpflichtung. Hauptsächlich wird in der Europäischen Währungsunion mit Offenmarktgeschäften operiert. Hier werden Wertpapiere gekauft bzw. verkauft, um die Liquidität am Markt entweder zu erhöhen oder zu verringern. Die EZB verwendet hierzu sogenannte Tender, besser bekannt als
Hauptrefinanzierungsgeschäfte. Hierbei wird Zentralbankgeld versteigert. Unterteilt wird in Mengen- und Zinstender. Mengentender haben festgelegte Zinssätze, während Zinstender ausschließlich auf Gebote reagieren. Unter dem Begriff der ständigen Fazilitäten versteht man Liquidität über Nacht bereitzustellen. Allerdings ist der Zins etwa ein Prozent höher als bei den Tendergeschäften. 9 Dem Begriff der Mindestreserve wird im europäischen Raum wenig Volumen beigemessen. Sie soll stabilisierend wirken. Darunter ist zu verstehen, dass für Verbindlichkeiten der Kreditinstitute, bei dem Eurosystem in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes, Guthaben gehalten werden müssen. 10
6 Vgl. De Grauwe, 2005, S. 209-211.
7 Vgl. Ohr/Theurl, 2001, S. 450f.
8 Vgl. Görgens/Ruckriegel/Seitz, 2004, S. 152-155.
9 Vgl. De Grauwe, 2005, S. 215-219.
10 Vgl. Görgens/Ruckriegel/Seitz, 2004, S. 202.
Arbeit zitieren:
Christopher Klein, 2009, Die Problematik einer einheitlichen Geldpolitik in Europa, München, GRIN Verlag GmbH
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