1. Einleitung 3
2. Rituale 5
3. Der George-Kreis 7
3.1 Motive der Kreisgründung 7
3.2 Unterwerfung im George-Kreis 9
4. Rituale im George-Kreis 10
4.1 Persuasive Methoden 10
4.2 Die Bedeutung des lauten Lesens 11
4.3 Über das Hersagen von Gedichten 12
4.4 Die Lesungen 14
4.5 Die Lesungen als Initiationsritual 16
5. Die Funktion von Ritualen im George-Kreis 17
6. Exkurs 22
6.1 Scientology 22
6.2 Vergleich 24
7. Fazit 26
Literaturverzeichnis 30
Internetquellen 31
2
1. Einleitung
Mystisch, charismatisch und talentiert - all diese Attribute charakterisieren den Dichter Stefan George. Sie reichen jedoch bei weitem nicht aus, um die Person in ihrer Gänze zu umfassen. Bis heute beschäftigen sich Germanisten, Historiker und andere Wissenschaftler mit Stefan George und dem George-Kult, wurde seine Person doch zu Lebzeiten zeitweise wie ein Popstar verehrt. Fast 80 Jahre sind seit dem Ableben des „Meisters“ vergangen. Das Interesse an seiner Person und an dem Kreis von Literaten, Akademikern, Wissenschaftlern und Künstlern, den er um sich scharte, ist aber bis heute ungebrochen. Georges Hang zur Selbst-Inszenierung und die Aura, die ihn umgab, machen seine Dichtung und sein Wirken auch Jahrzehnte nach seinem Tod noch zu einem spannenden Forschungsgegenstand. Geboren am 12. Juli 1868 in Büdesheim, begann Stefan George 1886 bereits mit 18 Jahren zu dichten. 1 Laut Germanist Karlhans Kluncker sei außer Goethe kein zweiter Dichter „auch wissenschaftlich derart fruchtbar gewesen“ wie George. 2 1892 begründete er mit einer kleinen Gruppe gleichaltriger Dichter das Zeitschriftenprojekt „Blätter für die Kunst“, eine elitäre Zeitschrift von Dichtern für Dichter. 3 Nachdem er darin seine Bewährung gesucht hatte, widmete er sich zunächst den Geisteswissenschaften und schließlich der persönlichen und dichterischen Erziehung einzelner junger Menschen, 4 die sich um die Jahrhundertwende im sogenannten George-Kreis um ihn versammelten. Der George-Kreis ist der Hauptuntersuchungsgegenstand dieser Arbeit, im Speziellen werden die Rituale des Kreises näher betrachtet.
Rituale ereignen sich überall und regelmäßig wie zum Beispiel Begrüßungs- und Verabschiedungsrituale, Hochzeiten, Gipfeltreffen, Staatsbesuche und Einschulungen oder die Papstwahl. All diese Handlungen laufen nach festgelegten Kriterien ab und haben bestimmte Funktionen. Die Funktionen von Ritualen im George-Kreis werden in dieser Arbeit unter soziologischen, psychologischen und kultischen Aspekten untersucht und bewertet. Auf zahlreiche Aspekte, die in der Thematik um Stefan George eine Rolle spielen, wie seine Lyrik, die „Blätter für die Kunst“, der George-Kreis als Staat, die Kreismitglieder und einzelne Beziehungen zwischen George und seinen Anhängern, kann in dieser Arbeit nicht detailliert eingegangen werden. Im Fokus stehen nur die Rituale in ihrer Form und Funktion. Stefan George ist laut Literaturwissenschaftler Wolfgang Braungardt in der Geschichte der modernen deutschen Lyrik der Autor, „der dem Ritual am stärksten verpflichtet ist und dessen
1 Vgl. Breuer, Stefan: Ästhetischer Fundamentalismus. Stefan George und der deutsche Antimodernismus.
Darmstadt 1995, S 31.
2 Kluncker, Karlhans: Das geheime Deutschland. Über Stefan George und seinen Kreis. Bonn 1985, S. 9.
3 Vgl. Kluncker (1985), S. 12f.
4 Vgl. Kluncker (1985), S: 22.
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Möglichkeiten am konsequentesten entfaltet.“ 5 Dies zeigt sich sowohl in seinen Gedichten 6 als auch auf der sozialen Ebene im George-Kreis. In dieser Arbeit werden verschiedene Rituale des George-Kreises betrachtet, der Fokus liegt dabei auf den Lesungen, die als Initiationsritual fungierten.
Zunächst wird dafür der Begriff des Rituals definiert, anschließend wird auf die Bedeutung des lauten Lesens und auf das Hersagen von Gedichten eingegangen. Diese Praxis spielte im George-Kreis eine sehr große Rolle. Im weiteren Verlauf der Arbeit wird auf die Motivation Georges zur Gründung des Kreises und seine Besonderheiten eingegangen, im Hauptteil werden die Rituale des Kreises dann auf ihre Funktion untersucht. Hierbei steht das Ritual der Lesung im Vordergrund. Da der George-Kreis häufig als Sekte getitelt wurde und dies auch immer noch wird, 7 wird abschließend ein Blick auf die Rituale der Scientology-Organisation geworfen, um einen Vergleich zwischen den Ritualen des George-Kreises und denen einer weltbekannten und häufig als Sekte bezeichneten Organisation zu ziehen. Ob die Scientology-Organisation tatsächlich eine Sekte ist, ist umstritten. Die Organisation selbst bezeichnet sich als Religionsgemeinschaft. 8 Dieser Frage kann in der Arbeit aber nicht nachgegangen werden, da der Fokus lediglich auf den Methoden von Scientology und ihrer Funktion liegt. Auch die generelle Problematik des Begriffes „Sekte“ und seine Ausformungen werden ebenso wie der gesamten Komplex der Organisation Scientology nur soweit thematisiert, wie es für das grundlegende Verständnis notwendig ist, da sie nicht im Fokus der Arbeit stehen und gesonderter Betrachtung bedürfen. Scientology eignet sich gut für einen Vergleich, da das Material zu dieser Organisation und ihrer Lehre durch die Berichte von Aussteigern vergleichsweise einfach zugänglich ist. Durch prominente Mitglieder wie die Schauspieler Tom Cruise oder John Travolta hat Scientology eine gewisse Berühmtheit erlangt. 9 Die Literatur, die zur Untersuchung der Rituale im George-Kreis nötig ist, ist in vielen wissenschaftlichen Disziplinen zahlreich vorhanden. Theologische Überlegungen zu Sekten, Berichte von Scientology-Aussteigern, soziologisch-kulturwissenschaftliche Werke zum Thema „Ritual“ und besonders die Literatur zu Stefan George selbst sind nahezu unzählbar. Die Person George und sein Leben können unter verschiedenen Aspekten untersucht werden, Literatur ist daher in diversen Zweigen vertreten. Soziologische Analysen des George-Kreises
5 Braungart, Wolfgang: Ästhetischer Katholizismus. Stefan Georges Rituale der Literatur. Tübingen 1997, S. 83.
6 Braungart (1997), S. 268.
7 Vgl. Dörr (2007), S. 296.
8 Vgl. Fifka, Matthis S., Sykora, Nadine: Scientology in Deutschland und den USA. Strukturen, Praktiken und
öffentliche Warhnehmung. Berlin 2009, S. 11.
9 http://www.focus.de/panorama/vermischtes/hollywood_did_14432.html Stand: 10.09.2011.
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wie „Literarische Gruppenbildung“ von Rainer Kolk 10 , die Biografie Stefan Georges von Thomas Karlauf 11 oder Werke von Mitgliedern des George-Kreises 12 sind ebenso zu nennen, wie Werke mit politischem und historischen Einschlag wie zum Beispiel „Geheimes Deutschland. Stefan George und die Brüder Stauffenberg“ 13 von Manfred Riedel. Allerdings überschneiden sich die Disziplinen in den jeweiligen Werken, da das Leben und Wirken Stefan Georges diverse Bereiche umfasst. Für diese Arbeit soll neben ausgewählten Werken über George und seinen Kreis auch Literatur zum Thema „Ritual“ verwendet werden. An dieser Stelle ist „Rituale. Formen - Funktionen- Geschichte. Eine Einführung in die Ritualwissenschaft“ von Burckhard Dücker hervorzuheben, der einen guten Überblick über das Thema „Ritual“ verschafft.
Bei der Literatur rund um Stefan George fällt auf, dass viele Autoren sich gegenseitig zitieren, aufeinander beziehen und sich daher manche Werke in gewissen Aspekten überschneiden. Diese Rückgriffe sind allerdings nicht zu vermeiden, da die Forschungsgrundlagen zur Thematik begrenzt sind. Sie bestehen aus Erinnerungsbüchern, eigenen Erzählungen und Niederschriften der Kreismitglieder, die an die Öffentlichkeit gelangt sind. 14 Aus diesem Grund muss von subjektiven Verzerrungen des Materials ausgegangen werden. Zunächst werden nun der Begriff des Rituals und seine Ausformung definiert, in Kapitel 4 werden die Rituale des George-Kreises dann vorgestellt und analysiert.
2. Rituale
Das Wort „Ritual“ wird etymologisch auf das lateinische „rituale“ zurückgeführt und ist in Deutschland seit dem 18. Jahrhundert belegt. 15 „‚Rituale’ ist das substantivierte Neutrum des Adjektivs ‚ritualis’, das die Bedeutung hat ‚den Ritus betreffend, zum Ritus gehörig’“, so Ritualwissenschaftler Burckhard Dücker. 16 „Ritus“ stammt vom lateinischen „ritus“ ab und ist seit dem 17. Jahrhundert im Deutschen belegt. 17 „Ritus“ wird mit „der religiöse Gebrauch, Religionsgebrauch,[…] Ceremonie“ 18 und im übertragenen Sinne mit „Gebrauch, Brauch,
10 Kolk, Rainer: Literarische Gruppenbildung. Am Beispiel des George-Kreises 1890-1945. Tübingen 1998.
11 Karlauf, Thomas: Die Entdeckung des Charisma. München 2007.
12 Siehe beispielsweise: Gundolf, Friedrich: George. Berlin 1920. Oder: Wolters, Friedrich: Stefan George.
Deutsche Geistesgeschichte seit 1890. Berlin 1930.
13 Riedel, Manfred: Geheimes Deutschland. Stefan George und die Gebrüder Stauffenberg. Köln/Weimar/Wien
2006.
14 Vgl. Braungart (1997), S. 81.
15 Dücker, Burckhard: Rituale. Formen - Funktionen - Geschichte. Eine Einführung in die Ritualwissenschaft.
Stuttgart 2007, S. 14.
16 Dücker (2007), S. 14.
17 Ebd. S. 14.
18 Ebd. S. 14.
5
Sitte, Gewohnheit, Art“ 19 übersetzt. „Ritual“ fasst kein geschlossenes Register von Handlungsabläufen zusammen, sondern bezeichnet Handlungsabläufe, „die die Merkmale ritueller Formung aufweisen. Rituelles Handeln ist also in jedem sozialen Bereich möglich, prinzipiell kann jede Alltagshandlung ritualisiert werden.“ 20 Für rituelle Handlungsabläufe gilt, dass sie eine hohe Stabilität aufweisen, aber nicht unveränderlich sind. 21 Rituale können von verschiedenen Standpunkten aus betrachtet werden. Sie sind sowohl in religiösen als auch in kulturwissenschaftlichen oder soziologischen Kontexten zu finden. Unter religionswissenschaftlichen Aspekten gilt der Begriff „Ritual“ für „religiöse Handlungen, die zu bestimmten Gelegenheiten in gleicher Weise vollzogen werden, deren Ablauf durch Tradition oder Vorschrift festgelegt ist, und die aus Gesten, Worten und dem Gebrauch von Gegenständen bestehen.“ 22 Kulturwissenschaftlich betrachtet, sind Rituale „in den Alltag eingebettete symbolische Handlungen und unterstützen die soziale Ordnung“. 23 Eine Institution bekommt durch ein Ritual die Gelegenheit sich selbst zu präsentieren, „indem das, was für sie die höchste Verbindlichkeit hat, immer wieder vergegenwärtigt wird.“ 24 Der Soziologe Hans Georg Soeffner definiert Rituale als eine Folge von Handlungen, die Symbole und symbolische Gesten in immer gleichbleibenden und bereits vorstrukturierten Abläufen verknüpfen. 25 Im Religiösen oder „Quasireligiösen“ ist Verehrung ein Grund für diese Handlungsketten. 26 Die Bedingung für die Durchführung eines Rituals ist die körperliche Anwesenheit der am Ritual Teilnehmenden: „Es ist eine Situation direkter bzw. einer ‚faceto-face Kommunikation’ und Interaktion mit ‚unmittelbar stattfindender sozialer Kontrolle’.“ 27 Burckhard Dücker beschreibt Rituale als einen Moment der Gemeinschaft: „Rituale generieren das Soziale und bauen Differenzen ab.“ 28 Die Teilnehmer eines Rituals versichern sich bei der Durchführung jedes Mal erneut der Kontinuität und Kultur ihrer Gruppe, so Dücker. 29 Für Braungart hat ein Ritual vier Aspekte, nämlich die Wiederholung einer Handlung, einen festlichen und feierlichen Rahmen, eine ästhetisch-symbolische Gestaltung und seine Selbstbezüglichkeit. 30 Ein festes Ritual des George-Kreises waren
19 Dücker (2007), S. 14.
20 Dücker (2007), S. 1.
21 Dücker (2007), S. 16.
22 Dücker (2007), S. 17.
23 Dücker (2007), S. 18.
24 Ebd. S. 18.
25 Vgl. Soeffner, Hans Georg: Auslegung des Alltags - Der Alltag als Auslegung. Frankfurt am Main 1989, S.
178.
26 Roos, Martin: Stefan Georges Rhetorik der Selbstinszenierung. Düsseldorf 2000, S. 152.
27 Dücker (2007), S. 36.
28 Ebd. S. 36.
29 Ebd. S. 36.
30 Vgl. Braungart, Wolfgang: Ritual und Literatur. Tübingen 1996, S. 74.
6
Lesungen, bei denen Gedichte vorgelesen wurden. In Kapitel 4 wird darauf näher eingegangen.
3. Der George-Kreis
Dieses Kapitel soll nicht von der Entstehung und Modifizierung, genauen Personen oder Konstellationen des George-Kreises handeln. Vielmehr wird das Verständnis für die Bewunderung, die die Jünger Stefan George entgegen brachten, dargelegt. Auch die Bereitschaft der Jünger zur Unterwerfung unter den Meister soll dadurch klarer werden.
3.1 Motive der Kreisgründung
Um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert wuchs die Zahl der Kreise, Bünde und Orden, die sich vom Naturalismus abwendeten. Eine Begeisterung für „sakrale Kultur, für griechische Feste oder ritterliche Herrschaftsformen“ 31 ging mit Maskenfesten und Zeremonien einher. 32 Die Tendenz zum Rituellen prägte die Kunst der Jahrhundertwende und somit auch die des George-Kreises. 33 Vielen der Gruppen, die damals existierten fehlten Anhänger, die ihnen bedingungslos folgten. 34 George erkannte dies und machte sich auf die Suche nach der akademischen Jugend. Er wusste, dass sie „in ihrem Hunger nach Ganzheit und Exklusivität ihr Glück bei den Dichtern zu finden versuchte.“ 35 Der Dichter wollte ihr „Neuerer“ sein. 36 Gleichzeitig war er aber auch auf der Suche nach einem Seelenverwandten beziehungsweise einem Zwillingsbruder, der ihm sehr ähnlich sein sollte. 37 Dieser Zwillingsbruder sollte schön sein und bestimmten ästhetischen Ansprüchen entsprechen, „die sich an mehr oder minder vagen Vorbildern aus der griechischen Antike, der Welt der Märchenprinzen [und] Ritter und Helden orientierten.“ 38 Ebenmäßige Züge, ein makelloser Leib, die Klangfarbe der Stimme, Ausdrucksweise und der Gang waren weitere wichtige Kriterien: „[…] häufig [genügte] schon das bloße Aussehen, um George zu elektrisieren.“ 39 Genauso waren Charakter, Konzentration und künstlerische Produktivität weitere Aspekte, auf die George großen Wert legte. 40 Er wollte Menschen finden, die sein exklusives Reden
31 Roos (2000), S. 131.
32 Vgl. Roos (2000), S. 131.
33 Braungart (1997), S. 49.
34 Vgl. Roos (2000), S. 133.
35 Roos (2000), S. 134.
36 Vgl. Roos (2000), S. 134.
37 Breuer (1995), S. 45.
38 Ebd. S. 45.
39 Ebd. S. 45.
40 Vgl. Breuer (1995), S. 45.
7
und Schreiben wertschätzten und hielt dies auch für möglich, da „Hass gegen die Trivialität des Zeitalters […] das Bedürfnis nach neuen Formen [weckte].“ 41 Er wollte Personen, „die bereit waren, sich zu einer gesellschaftlichen Einheit um ihn zu versammeln und sich in unbedingte Abhängigkeit zu begeben; Menschen, auf die er Macht ausüben konnte.“ 42 Mit persuasiven Methoden, wie zum Beispiel „dem Erleben und Schaffen seiner ästhetischen Formen und das ritualisierte Verhalten innerhalb einer Gemeinschaft“ 43 hat George es geschafft, die Jünger zu begeistern und letztendlich auch zu überzeugen. Er war der Meisterdas Zentrum des Kreises. Um ihn scharte sich eine Gemeinschaft von Menschen, die sich durch ihn etablieren konnte. 44 Dieser Kreis wurde als charismatischer Gesinnungsbund, als Miniaturmodell einer Diktatur oder schlicht als Sekte bezeichnet. 45 Die Jünger sahen das aber nicht so. 46
Der Kreis setzte sich aus mehreren Einzelgrupierungen zusammen, die sich um George als Mittelpunkt gliederten. 47 Ihm nahestehende Personen, wie Karl Wolfskehl, Friedrich Wolters oder Friedrich Gundolf scharten Gruppen um sich, deren Mitglieder wiederum kleine Gruppen um sich versammelten. 48 Der Kreis bezeichnete sich als das „Geheime Deutschland“, George wurde mit dem Begriff „Führer“ in einer überhöht religiösen Bedeutung betitelt. 49
Ein direkter Zugang zu Stefan George war nur durch seine persönliche Entdeckung möglich. 50 In die Mitte des Kreises aufgenommen zu werden belegte künstlerisches Vermögen und eine „höhere Form des Menschseins oder Schönseins.“ 51 George suchte stets nach schönen und jungen Männern und wollte sie zum „rechten Leben“ führen. 52 Zahlreiche Verehrer wollten ihn persönlich kennenlernen und dem Kreis angehören, doch nur wenige wurden auserwählt. Die, die zum Kreis gehören durften, wurden von anderen Kreismitgliedern persönlich empfohlen oder vorgestellt. 53 George selbst wurde auch initiativ. Er entdeckte junge Männer auf der Straße oder in Cafés und sprach diese direkt an. 54
41 Roos (2000), S. 134.
42 Roos (2000), S. 135.
43 Ebd. S. 135.
44 Vgl. Roos (2000), S. 136.
45 Vgl. Roos (2000), S. 136.
46 Vgl. Gundolf, Friedrich: George. Berlin 1920, S. 31.
47 Vgl. Roos (2000), S. 137.
48 Ebd. S. 137.
49 Vgl. Roos (2000), S. 138.
50 Vgl. Roos (2000), S. 139.
51 Roos (2000), S. 139.
52 Vgl. Boehringer, Robert: Mein Bild von Stefan George, Text- und Bildband. München/Düsseldorf 1951, S.
160.
53 Vgl. Roos (2000), S. 139.
54 Vgl. Roos (2000), S. 140.
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Arbeit zitieren:
B.A. Farina Fontaine, 2011, Die Funktion von Ritualen im George-Kreis, München, GRIN Verlag GmbH
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