Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
1 EINFÜHRUNG 3
2 VERSUCH 1: WIRKUNG VON NEUGIER AUF DAS LERNVERHALTEN DES MENSCHEN 4
2.1 EINLEITUNG 4
2.2 MATERIAL 5
2.3 DURCHFÜHRUNG 5
2.4 ERGEBNISSE 6
2.5 DISKUSSION 8
3 VERSUCH 2: ZUSAMMENWIRKEN VERSCHIEDENER SINNE 10
3.1 EINLEITUNG 10
3.2 MATERIAL 11
3.3 DURCHFÜHRUNG 12
3.4 ERGEBNISSE 12
3.5 DISKUSSION 13
4 VERSUCH 3: LERNEN DURCH ERKENNEN VON GESETZMÄßIGKEITEN 15
4.1 EINLEITUNG 15
4.2 MATERIAL 16
4.3 DURCHFÜHRUNG 16
4.4 ERGEBNISSE 17
4.5 DISKUSSION 17
5 SCHULBEZUG 19
6 LITERATURVERZEICHNIS UND ROHDATEN 21
6 21
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1. Einführung
Diese Zusammenstellung enthält drei Versuchsprotokolle. Die Versuche eignen sich gut zur Durchführung im Biologieunterricht der Sekundarstufe I.
Es sollen dabei unter anderem folgende Fragestellungen geklärt werden:
Welche Sinne spielen bei der Geschmackswahrnehmung eine Rolle? Was ist Lernen und wie funktioniert es? Was sind kognitive Leistungen?
Der erste u. dritte Versuch beleuchten die kognitiven Fähigkeiten und das Lernverhalten des Menschen. Im zweiten Experiment geht es um das Zusammenwirken der menschlichen Sinne und deren Bedeutung aus evolutionärer und verhaltensbiologischer Sicht.
Dreh und Angelpunkt aller Versuche ist das zu beobachtende Verhalten. Mit diesem Aspekt befasst sich die sogenannte Verhaltensbiologie (Ethologie). Diese Teildisziplin der Biologie erforscht die beobachtbaren „Aktivitäten“ von Mensch und Tier, fragt aber auch nach den Mechanismen, die dem Verhalten zu Grunde liegen (CAMPBELL & REECE 2003, 1340). Dazu zählen z.B. die Erinnerung und das Lernen, also nicht unmittelbar beobachtbare Prozesse.
Verhalten setzt sich aus zwei verschiedenen Anteilen wie folgt zusammen (BUSELMAIER 1995):
ererbtes Verhalten
Die Verhaltensweisen sind in der Erbinformation gespeichert und somit unabhängig von Erfahrungswerten; alle Individuen einer Art zeigen das gleiche Verhalten, trotz Unterschieden in ihrer internen u. externen Umwelt.
erlerntes Verhalten
Fähigkeit sein Verhalten aufgrund individueller Erfahrungen zu ändern. Lernen spielt jedoch auch bei angeborenen Verhaltensweisen eine Rolle, die oftmals durch Übung und somit Lernprozesse erst vervollkommnet werden.
Unter dem Begriff des Lernens versteht man eine relativ konsistente Änderung des Verhaltens oder Verhaltenspotentials auf der Grundlage von Erfahrung (ZIMBARDO & GERRIG, 2004).
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In der klassischen Lerntheorie der Konditionierung 1 gibt es zwei Typen des Lernens (EIBL-EIBESFELDT 1984, 101):
die Bildung bedingter Reaktionen (klassische Konditionierung) und
das Lernen an Konsequenzen (operante Konditionierung)
Grundlage dessen sind die kognitiven Fähigkeiten. Als kognitive Fähigkeit bezeichnet man die Aufnahme von Reizen aus der Umwelt über sensorische Rezeptoren, deren Speicherung, Verarbeitung und der anschließender Nutzung dieser Informationen (vgl. CAMPBELL & REECE 2003, 1354).
Anhand der im Folgenden beschriebenen Versuche sollen die dargestellten Theorien in der Praxis überprüft bzw. nachvollzogen werden.
Zu jedem Versuch werden in der Einleitung zunächst das Versuchsziel und dessen allgemeine Bedeutung erläutert. Anschließend wird das benötigte Material aufgelistet, sowie die Durchführung dargelegt. Nach der Darstellung der erzielten Ergebnisse werden diese abschließend diskutiert.
2. Versuch 1: Wirkung von Neugier auf das Lernverhalten des Menschen
2.1 Einleitung
Im ersten Versuch soll die Wirkung von Neugier auf das Lernverhalten des Menschen untersucht werden. Es soll die Frage geklärt werden, ob und in welchem Maße die Art der Präsentation von Lerninhalten (hier: Variation der grafischen Darbietung) Auswirkungen auf den Lernerfolg hat.
Im Laufe der Evolution hat sich ein Verhaltensystem herausgebildet, das Mensch und Tier veranlasst, sich neuen und unbekannten Reizen und Sachverhalten zuzuwenden. In der Motivationspsychologie wird dieses explorierende Verhaltenssystem als Neugiermotiv bezeichnet. Es soll sich um ein angeborenes Verhalten handeln und ist nach Jean Piaget die zentrale Erklärung für die geistige Entwicklung des Menschen schlechthin. Auch Verhaltensforscher Konrad Lorenz wies 1943 darauf hin, dass diese Eigenschaft maßgeblich mitbestimmend für die erfolgreiche Anpassung von Organismen auf sich verändernde und neue Umweltbedingungen ist (MACKOWIAK & TURDEWIND, o.J.).
1 Beschreibt die Art und Weise, wie Ereignisse, Stimuli und Verhalten miteinander assoziiert werden.
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Es kann daher die Hypothese aufgestellt werden, dass sich der Lernerfolg der Versuchsteilnehmer verbessert, wenn beim Lernen das Neugiermotiv angesprochen wird und es so zu einer intensiveren Beschäftigung mit dem Lerngegenstand kommt.
Eine weitere Hypothese lautet, dass sich die Versuchsteilnehmer wiederholt dargebotene Inhalte besser einprägen und eine letzte, dass die Erinnerungsleistung mit zunehmender Menge der zu memorierenden Informationen abnimmt.
Der Versuchsaufbau wird im Folgenden geschildert:
2.2 Material:
17 Versuchspersonen im Alter von ca. 20 bis 30 Jahren
zwei Testbögen mit je 10 Bildern (siehe Rohdaten im Anhang)
Stift und Zettel
Stoppuhr
2.3 Durchführung:
Die zwei Testbögen enthielten jeweils zehn Bilder. Die Bilder unterschieden sich dadurch, dass jeweils fünf Gegenstände durch einfache Abbildungen dargestellt wurden; die anderen fünf Bilder stellten Karikaturen dar, in denen die Begriffe eingebettet waren.
Die Begriffe wurden zudem als Bildunterschrift unter jeder Abbildung genau benannt.
Jede Versuchsperson erhielt einen bebilderten Testbogen und hatte zwei Minuten Zeit, sich die zehn Begriffe auf dem Bogen einzuprägen. Anschließend bekam jede Person einen weiteren Testbogen mit anderen Bildern. Auch für diese Bilder hatten die Versuchspersonen nun zwei Minuten Zeit, sich die Begriffe zu merken.
Die Zeit wurde durch die Versuchsleitung (Dozentin) mittels einer Stoppuhr ermittelt und entsprechend an die Versuchsteilnehmer kommuniziert.
Nach Ablauf der Zeit wurde die Lehrveranstaltung normal weitergeführt. Während dieses Zeitraums durften die Personen weder die Bilder erneut anschauen, sich Notizen machen oder sich über diese austauschen. Nach Ablauf von 90 Minuten wurden die Teil-
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nehmer gebeten, die erinnerten Begriffe auf einen Zettel niederzuschreiben. Dazu wurde eine Zeit von fünf Minuten gewährt.
2.4 Ergebnis
Nach Ablauf des Versuches wurden die Zettel der Teilnehmer ausgewertet. Die Tabellen 1 und 2 zeigen das Ergebnis der Auswertung. In der Spalte „Typ“ der Tabellen 1 und 2 wird angeben, ob es sich bei der Darstellung um eine Karikatur (rot) oder um eine einfache Abbildung handelt. Die Spalte „Ergebnis absolut“ der Tabellen zeigt, wie viele der 17 Versuchspersonen sich den jeweiligen Begriff gemerkt hatten. In der vierten Spalte ist die prozentuale Erinnerungsquote angegeben.
Tabelle 1: Begriffsspezifische Erinnerungsquote, Auswertung des 1. Zettels
Tabelle 2: Begriffsspezifische Erinnerungsquote, Auswertung des 2. Zettels
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Arbeit zitieren:
Hendrik Beyer, 2009, Drei Versuche zur Humanbiologie für den Unterricht, München, GRIN Verlag GmbH
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