Personalmarketing Seite II
Gliederung:
1. Einleitung und Zielsetzung der Arbeit: 1
2. Definition und Ziele des Personalmarketing: 3
2.1. Definition: 3
2.2. Ziele: 4
3. Die 3 Aufgabengebiete des Personalmarketing: 5
3.1. Akquisition 5
3.2. Profilierung 6
3.3. Mitarbeiterbindung 6
3.4. Motivation 7
4. Anwendung des Marketingplans auf das Personalwesen: 9
4.1. Analyse der Marketingsituation: 9
4.2. Festlegung der Marketingsegmente und Marketingziele 10
4.3. Marketingstrategie 10
4.4. Marketingbudget 11
4.5. Festlegung der Marketingmaßnahmen 11
4.6. Durchführung und Kontrolle der Maßnahmen 11
5. Ausgewählte Instrumente der Informationsseite des Personalmarketing 13
6. Ausgewählte Instrumente der Aktionsseite des Personalmarketing 14
6.1. Mitarbeitermotivation: 14
6.2. Der Personalmarketing-Mix: 15
6.2.1. Entgeltpolitik: 18
6.2.2. Angebotspolitik: 18
6.2.3. Verfügbarkeitspolitik: 18
6.2.4. Kommunikationspolitik: 19
7. Die Praxis des Personalmarketing 26
8. Zusammenfassung und zukünftige Entwicklungen 28
Egger Gaber Moritz WS 03
Personalmarketing Seite III
Abkürzungsverzeichnis:
U.A. Unbekannter Autor
z.B. zum Beispiel
HR Human Resource
Abb. Abbildung
Vgl. Vergleiche
VS Versus
B. Beschaffungswege
u.a. unter anderem
d.h. das heißt
bzw beziehungsweise
sog. So genannte
g.g.f. gegebenenfalls
Hauptteil:
Abb.1: eigene Abbildung: Der Personalmarketing-Mix
Abb.2: Jung, H. (2003): Methoden und Maßnahmen der Personalbeschaffung, S.129
Abb.3: Krieg, H.J. / Ehrlich, H. (1998):Maßnahmen und Instrumente des
Personalmarketing, S. 77
Abb.4: Scholz, C. (1994): Themenbereiche von Mitarbeiterbefragungen, S.623
Abb.5: Scholz, C. (1994): Beispiel für eine Aufwärtsbeurteilung, S.634
Abb.6: Kotler, P. (1999): Schritte der Konkurrenzanalyse, S. 442
Egger, Gaber, Moritz WS 03
Personalmarketing Seite 1
1. Einleitung und Zielsetzung der Arbeit:
Im Oktober 2003 waren laut Statistiken des Arbeitsmarktservice 1 in Österreich über 200.000 Menschen arbeitslos. Wäre dies allerdings eine vollständige Analyse der derzeitigen Situation, welchen Sinn würde es dann machen, sich mit Personalmarketing zu beschäftigen und sogar von dessen zunehmender Bedeutung zu sprechen?
Bei näherer Betrachtung wird schnell deutlich, dass die beschriebene Situation nur eine Seite der Medaille darstellt. Das Arbeitsmarktinstitut Österreich meldete ebenfalls im Oktober 2003 eine Anzahl von über 20.000 offenen Stellen 2 . Der Mangel an Fachkräften, so genannten High Potentials, besonders im Informationssektor aber auch bei Spezialisierungsberufen wie im Metall und Elektrobetrieb, ist evident.
Es deutet vieles darauf hin, dass sich diese Probleme in der Zukunft noch verstärken werden. Langfristig betrachtet gibt die demographische Entwicklung Grund zu der Annahme, dass Unternehmen künftig Probleme haben werden freie Stellen adäquat, d.h. mit ausreichend qualifiziertem Personal zu besetzen.
Das Ziel der vorliegenden Hausarbeit ist es, dem Leser I nhalt und Aufgaben des Personalmarketing näher zu bringen. Zudem soll dessen zunehmende Bedeutung in Bezug auf Personalbeschaffung und Motivation herausgestellt werden. Andere Bereiche der Personalbeschaffung z.B. Personalentwicklung und Personalauswahlinstrumente sollen trotz enger Verknüpfung zu der Frage nicht Gegenstand der Arbeit sein, da ansonsten auf Grund der Limitierung des Umfangs, jedes der einzelnen Themen nur sehr oberflächlich betrachtet werden könnte.
Um eine allgemein gleiche Verständigungsbasis aufzubauen, wird am Beginn der Arbeit Personalmarketing zunächst definiert, von verwandten Begriffen abgegrenzt und in die Personalwirtschaft eingeordnet. Weiters geben Punkt 2 und 3 der Arbeit einen Überblick über die neue Bedeutung des Begriffes Personalmarketing, dessen Zielsetzungen, Stellenwert und Aufgaben. In den folgenden Punkten wird auf die Marketingaktivitäten, und somit den personalspezifischen Marketingplan –Punkt4- eingegangen und wichtige Punkte im Detail beleuchtet. Die Analyseinstrumente des Marketingplans –Punkt 5- werden nur kurz umrissen,
Egger, Gaber, Moritz WS 03
Personalmarketing Seite 2
da detaillierte Informationen im Anhang zu finden sind. Der Schwerpunkt wird auf die in Punkt 6 erörterten Marketingmaßnahmen des Personalmarketing gelegt. Anschließend wird in dem gewählten Praxisbeispiel in Punkt 7 die Anwendung der Marketingmaßnahmen auf ihre Praxistauglichkeit untersucht.
Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist erreicht, wenn der Leser sich der zunehmenden Bedeutung des Personalmarketing bewusst geworden ist, dessen Grundgedanken kennt und diese in den gesamten Unternehmensprozess einordnen kann. Ferner soll veranschaulicht werden, warum Personalmarketing zunehmend auch auf dem internen Unternehmensfeld stattfinden muss.
Auch wenn versucht wurde einen aktuellen Querschnitt über derzeit vorherrschende Theorien zu umfassen, musste aufgrund des begrenzten Umfanges der Arbeit eine Auswahl getroffen werden.
Anregungen und Feedback nehmen wir gerne unter den angegebenen Adressen entgegen.
Kufstein, am 22.11.2003,
mit freundliche n Grüßen,
Egger, Gaber, Moritz WS 03
Personalmarketing Seite 3
2. Definition und Ziele des Personalmarketing:
2.1. Definition:
Die personalwirtschaftliche Funktion des „Personalmarketing“ taucht seit den 70er Jahren immer wieder in leicht veränderter Form auf und regt zur Diskussion in Praxis und Wissenschaft an. Begriff, Ziele, Gegenstände und Methodik des Personalmarketing sind seit den ersten Veröffentlichungen bis heute umstritten. Personalmarketing wird entweder als einzelne Funktion der Personalwirtschaft gesehen und in Anlehnung an Ziele des Marketing umschrieben oder man versteht es als umfassendes personalpolitisches Konzept, das nahezu alle personalpolitischen Funktionen in sich vereint. Der Vorzug der Sichtweise als einzelne Funktion ist deren Präzision. Vorzug der weiten Sichtweise ist die mehr oder weniger integrative Sicht, die allerdings eine Unschärfe von Zielen und Gegenständen des Personalmarketing erzeugt. Diese Unschärfe hat eine Aufhebung der sauberen Unterscheidung zwischen der Personalwirtschaft als komplexer Funktion und dem Personalmarketing zur Folge. Zugunsten höherer begrifflicher Präzision und Überschneidungsfreiheit mit anderen personalwirtschaftlichen Funktionen wird oftmals ein enger Begriff des Personalmarketing bevorzugt: 3 Unter Personalmarketing wird die Erschließung des externen Arbeitsmarkts durch Auf - und Ausbau eines positiven Images auf beschaffungsrelevanten Arbeitsmarktsegmenten verstanden. 4 Ausgegrenzt werden dadurch alle Maßnahmen zur Erhöhung der Bindungswirkung bei dem bereits in der Unternehmung vorhandenen Personal als Gegenstand und Ziel des Personalmarketing. 5 Bevorzugt man die integrative Sicht gilt Personalmarketing als kundenorientierte Zusammenführung von Personalbeschaffung, Personalentwicklung und Personalfreisetzung: „Kundenorientierung“ ist dabei die explizite Ausrichtung von Mechanismen bzw. Aktionen des Personalmanagements auf die Interessenlage gegenwärtiger und zukünftiger Mitarbeiter. Personalmarketing beinhaltet daher den externen und internen Arbeitsmarkt mit dem Augenmerk auf Akquisition vo n zukünftigen und Motivation von gegenwärtigen Mitarbeitern. 6
3 Vgl. Drumm, (2000), S. 334 ff
4 Drumm, (2000), S. 335
5 Vgl. Drumm, (2000), S. 334 ff
Egger, Gaber, Moritz WS 03
Personalmarketing Seite 4
2.2. Ziele:
Ein Ziel des Personalmarketings ist die dauerhafte Erschließung von seltenen oder schwer beschaffbaren Personalpotentialen auf dem externen Arbeitsmarkt. Dieses Ziel kann in zwei Teilziele zerlegt werden. Erstes Teilziel ist die Forcierung des Wunsches bei Personen auf dem Arbeitsmarkt, ein Beschäftigungsverhältnis mit der Personalmarketing betreibenden Unternehmung einzugehen. Zweites Teilziel ist die Realisierung dieses Wunsches durch eine Bewerbung oder eine positive Reaktion auf ein Stellenangebot.
Implizite Prämisse des Personalmarketing ist die Knappheit des Angebots auf dem externen Arbeitsmarkt in Gegenwart oder Zukunft. Aber auch bei fehlender Nachfrage nach Arbeitskräften ist P ersonalmarketing für PR-Zwecke und den Aufbau eines Goodwill- Potentials sinnvoll, sodass die Verfügbarkeit der Ressource Arbeit auch für die Zukunft für das Unternehmen gesichert ist. Des Weiteren wird gutes Personalmarketing als ein Kennzeichen erfolgreicher Unternehmen hervorgehoben. 7 Personalmarketing hat auch zum Ziel, die Mitarbeiter im Unternehmen für ihr Unternehmen zu begeistern. Auf diese Weise können sie ihre Leistung erbringen und nach außen hin überzeugend auftreten. Diese Motivationsfunktion wirkt auf lange Sicht bei denjenigen Mitarbeitern, die sich mit der vorherrschenden Unternehmenskultur identifizieren können. 8 Das Personalmarketing zielt auch darauf ab, das Unternehmen zu positionieren, sodass gegenwärtige und potentielle Mitarbeiter das Spezifische des betreffenden Unternehmens erkennen. Diese Profilierungsfunktion kann allerdings nur dann ausgeübt werden, wenn eine unterscheidbare Positionierung erfolgt.
6 Vgl. Scholz, (1994), S. 599 ff
7 Vgl. Drumm, (2000), S. 334 ff
8 Vgl. Scholz, (1994), S. 599 ff
Egger, Gaber, Moritz WS 03
Personalmarketing Seite 5
3. Die 4 Aufgabengebiete des Personalmarketing:
Aus den oben genannten Zielen ergeben sich 4 wesentliche Aufgabenstellungen für das
Personalmarketing.
3.1. Akquisition: 9
Unter Akquisition versteht man den Prozess der Beschaffung von Personal auf dem internen bzw. externen Arbeitsmarkt.
Seit langem schon existieren Beschaffungsmittel in Form von akquisitorischen Potentialen mit Anreizfunktion. Sie können zum Teil eines Personalmarketingkonzepts werden. Besonders einsetzbare Beschaffungsmittel sind:
§ Arbeitsbedingungen wie z.B. Arbeitszeitmodelle, Arbeitsmittelausstattung, Gestaltung von Gebäuden und Räumen oder auch das Angebot von Parkmöglichkeiten
§ Art der Stellenaufgaben
§ eine attraktive Führungskonzeption
§ Höhe, Form und Struktur der Vergütung durch Leistungs- und Soziallohn
§ Art und Umfang von Erfolgs- und Vermögensbeteiligung
§ Sozialeinrichtungen wie z.B. Kantine(n) oder Ferienheime
§ Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten,
§ der Ruf einer Unternehmung, der auf deren Leistung und Produkte oder auf Maßnahmen der Selbstdarstellung (Corporate Identity) sowie auf Public Relations Aktivitäten zurückgeht und
§ eine ausgeprägt positive Unternehmungskultur mit akzeptierbaren Werthaltungen.
Damit ein Beschaffungsmittel wirksam werden kann, ist die Publikation akquisitorischer Potentiale für potentielle Bewerber unabdingbar. Diese Aufgabe fällt dem Persona lmarketing zu.
Eine genauere Erläuterung der Instrumente, die für die Personalwerbung herangezogen werden, ist im Abschnitt 6. nachzulesen.
9 Vgl. Steinmann, H. / Schreyögg, G. , S.330
Egger, Gaber, Moritz WS 03
Arbeit zitieren:
Andrea Moritz, 2003, Personalmarketing, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Wissenschaftlicher Aufsatz, 28 Seiten
On Campus Recruiting als Form des Personalmarketings
BWL - Bank, Börse, Versicherung
Studienarbeit, 26 Seiten
Die zunehmende Bedeutung der Personalakquisition als Teilbereich der P...
BWL - Personal und Organisation
Hausarbeit, 34 Seiten
Auslandsentsendungen als Instrument der Personalentwicklung - Chancen ...
BWL - Personal und Organisation
Seminararbeit, 33 Seiten
Allgemeine Aufgaben des Betriebsrates nach § 80 (1) BetrVG (Stand 2008...
Jura - Zivilrecht / Arbeitsrecht
Seminararbeit, 18 Seiten
Organisationsgrenzen in dynamischen Umwelten - Eine Revision der '...
Soziologie - Arbeit, Beruf, Ausbildung, Organisation
Diplomarbeit, 175 Seiten
Personalmarketing: Anforderungen deutscher Hochschulabsolventen an pot...
Eine empirische Untersuchung z...
BWL - Personal und Organisation
Diplomarbeit, 127 Seiten
Die Möglichkeiten des Hochschulmarketings zur Rekrutierung von Praktik...
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Hauptseminararbeit, 16 Seiten
Selbst- und Fremdbestimmung im Studium: Eine Untersuchung zur intrinsi...
Psychologie - Lernpsychologie, Intelligenzforschung
Diplomarbeit, 160 Seiten
Das Scheitern von Bretton Woods
Politik - Internationale Politik - Thema: Int. Organisationen u. Verbände
Hauptseminararbeit, 23 Seiten
Die Jugendweihe in der DDR und in den heutigen neuen Bundesländern
Politik - Politische Systeme - Politisches System Deutschlands
Seminararbeit, 24 Seiten
Qualitätszirkel als Instrument...
Pflegemanagement / Sozialmanagement
Referat (Ausarbeitung), 16 Seiten
Bedeutung der BCG-Produkt-Portfolioanalyse bei der Formulierung von In...
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Seminararbeit, 19 Seiten
Andrea Moritz hat den Text Personalmarketing veröffentlicht
Andrea Moritz hat einen neuen Text hochgeladen
Personalmarketing im Human Resource Management: Mobile Marketing als I...
Krasimira Nencheva
Rekrutierung von Hochschulabsolventen über Professionelles Personalmar...
Eine empirische Untersuchung z...
Susanne Nitzsche
Praxis der Personalpsychologie
Georg Felser, Heinz Schuler, Rüdiger Hossiep, Martin Kleinmann, Werner Sarges
Online-Assessment - Grundlagen und Praxis von Online-Tests in Personal...
Grundlagen und Anwendung von O...
Heinke Steiner
Personalmarketing in der Pflege
Kompetente MitarbeiterInnen an...
Märle Poser, Marita Ortmann, Thorsten Pilz
0 Kommentare