Inhaltsverzeichnis
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1. Einleitung 03
2. Homogenität 04
2.1. Homogener Unterricht 04
2.2. Nicht-homogener Unterricht 06
3. Gruppenstärke 08
4. Unterrichtsform 11
4.1. Schulunterricht 11
4.2. Nachhilfeunterricht 12
5. Abschlußbetrachtung 15
Bibliographie 17
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1. Einleitung
„Lernen macht wieder Spaß – in Minigruppen zum Erfolg“ - so wirbt die Schülerhilfe, der Studienkreis und andere Anbieter, die somit auf den wachsenden Bedarf außerschulischer Lernförderung reagieren. Ob diese Entwicklung Rückschlüsse auf Defizite des bestehenden Bildungssystems in Deutschland zuläßt oder andere Ursachen hat, wie zum Beispiel mangelnde Aufmerksamkeit seitens berufstätiger Eltern o.ä., sei dahingestellt. Fakt ist, daß immer mehr Schüler den Anforderungen an staatlichen Schulen nicht gewachsen sind und nur durch Nachhilfeunterricht in der Lage sind den Schulalltag zu meistern. Dieser erfordert zum einen Einschränkung der Freizeitaktivitäten seitens der Schüler und enormen Kostenaufwand seitens der Eltern. Ob sich diese Investition rentiert, ob sich das Konzept der offiziellen Nachhilfeinstitute bewährt, wird im folgendem diskutiert und mit anderen Formen des Unterrichts verglichen. So wird der homogene Unterricht dem sowohl fachlichen als auch altersmäßigen „Mischunterricht“ gegenübergestellt, ebenso wie die Vor- und Nachteile von Kleingruppen gegenüber Großgruppen und die grundsätzlichen Unterschiede zwischen Nachhilfe- und Schulunterricht aufgezeigt werden.
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2. Homogenität
Noch im letzten Jahrhundert war Nicht-homogener Unterricht an Schulen vorherrschend. So war es gerade auf ländlichen Dorfschulen üblich, daß ein Lehrer mehrere Schulklassen, d.h. Schüler unterschiedlichen Alters, gleichzeitig und in dem selben Raum unterrichtete. Diese Form des Unterrichts wurde jedoch von Homogenem Unterricht abgelöst, und Schüler einer Altersgruppe wurden in Klassenverbände gruppiert. Dieses System hat sich bis heute gehalten.
Homogenität bezieht sich jedoch nicht nur auf das Alter der Schüler, sondern auch auf das behandelnde Unterrichtsfach. In Nachhilfeinstituten beispielsweise werden häufig mehrere Fächer gleichzeitig unterrichtet und auch an staatlichen Schulen werden zunehmend Versuchsprojekte gestartet, die verschiedene Fächer miteinander verbinden. Damit ist nicht die thematische Absprache von Lehrern gemeint, die z.B. die Französische Revolution im Geschichts- sowie im Französischunterricht behandeln, sondern tatsächlich in einer Unterrichtsstunde Geschichte und Französisch lehren. Dies bezieht sich vorwiegend auf Fremdsprachenunterricht, was selbstverständlich mit der zunehmenden Internationalisierung einhergeht. Internationale Grenzen erweichen, Fremsprachen werden für die internationale Kommunikation immer wichtiger und dies wiederum wirkt sich auf den Schulunterricht aus. Biologie auf Französisch, Geschichte auf Englisch - das Konzept von Europaschulen dringt zunehmend auch in staatliche Schulen vor. Welche Vor- bzw. Nachteile „Mischunterricht“ gegenüber Homogenen Unterricht aufweist wird im Folgendem aufgezeigt.
2.1. Homogener Unterricht
Auf die Definition Homogenen Unterrichts muß an dieser Stelle eigentlich nicht näher eingegangen werden, da diese Form des Unterrichts den aktuellen Stand der Schulbildung darstellt. Allerdings
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bezieht sich diese Homogenität meist nicht mehr auf das Geschlecht, auch wenn es heute noch Mädchen- und Jungenschulen gibt, die daran festhalten, daß das Geschlecht beim Lernen entscheidend ist und der Unterricht darauf ausgerichtet sein sollte. Um beispielsweise Mädchen im Mathematikunterricht zu fördern, sollten sie gemäß einiger Studien, seperat von Jungen unterrichtet werden, da diese sie in dieser Hinsicht angeblich dominieren und somit einer speziellen Förderung im Wege stehen. Desweiteren wird damit argumentiert, daß einer Ablenkung im sexuellen Sinn entgegengewirkt wird. Dennoch ist diese Art von Homogenen Unterricht in Deutschland nur noch sehr selten anzutreffen. Vielmehr bezieht sich die oben erwähnte Homogenität in erster Linie auf das Alter der Schüler und auf das behandelnde Unterrichtsfach. So nehmen Schüler eines Jahrgangs in Klassenverbänden gemeinsam am Englisch-, Geschichts-, Mathematikunterrichts usw. teil. Dies ermöglicht dem Lehrer gezielten Unterricht, der an die Bedürfnisse des jeweiligen Alters angepaßt ist. Desweiteren stärkt die Eingliederung in Klassenverbände soziale Kontakte Gleichaltriger, und da Kinder gleichen Alters die Verständnisprobleme ihrer Mitschüler besser verstehen, kann es auch zu Hilfestellungen durch Denkanstöße kommen. Allerdings sollte ein Lehrer in der Lage sein sich in die Psyche des Kindes einzudenken und ebenfalls entsprechende Hilfestellungen geben können. Ein klarer Vorteil dieser Form des Unterrichts ist jedoch die Systematik, die somit ermöglicht wird. Ein Unterrichtsprogramm kann zielstrebiger verfolgt werden, ohne daß durch Themenwechsel von diesem Konzept abgewichen werden muß. Dies ermöglicht dem Lehrer entspannteres Unterrichten und dem Schüler ein Bewußtsein für dieses vom Lehrer verfolgte Unterrichtsprogramm. Außerdem kann der Lehrer in Homogenen Unterricht den Bildungsstand der Schüler direkt mit dem der gleichaltrigen Mitschüler vergleichen und den Bildungsfortschritt besser dokumentieren.
Dieses Konzept an staatlichen Schulen kann von Nachhilfeinstituten jedoch selten übernommen werden. Sowohl die
Arbeit zitieren:
Stefanie Klingler, 2004, Vor- und Nachteile nicht-homogener Kleingruppen, München, GRIN Verlag GmbH
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