Inhaltsverzeichnis
1. Vorbemerkung 3
2. Definition der Intonation 4
3. Grundlagen der Intonation 5
3.1 Physikalische und physiologische Grundlagen 5
3.2 Intonationsstruktur 6
4. Notation 7
5. Funktion der Intonation 7
6. Intonationsformen( Navarro Tomás) 9
6.1 Aussagesatz 9
6.2 Parenthese 9
6.3 Aufzählung 10
6.4 Fragesatz 10
6.5 Befehl, Interjektion, Bitte 10
7. Fazit 11
8. Anhang 12
8.1 Abbildungen 12
8.2 Literatur 13
2
1. Vorbemerkung
Die folgende Arbeit wird sich mit dem weiten Thema der Intonation, speziell der spanischen Intonation des Kastilischen, so wie es in den mittleren und ge hobenen Bevölkerungsschichten Madrids gesprochen wird, beschäftigen. Ausgeklammert bleiben die verschiedenen Varietäten des Spanischen und ihre natürlich andere Intonation. Schon bei kurzer Betrachtung dieses Komplexes wird klar, dass die Intonation Träger vielfältiger Informationen ist, die zum Teil sprachspezifisch sind. Als wichtiger Teil der lautsprachlichen Kommunikation baut die Intonation auf die aus Beschränkungen unserer Artikulations- und Wahrnehmungsstrukturen hervorgehende Silbenstruktur auf. Schallstarke und schallarme Elemente wechseln sich während einer Äußerung ab, d.h. wir bevorzugen auditive Kontraste. Diese Anordnung der Silben ist Grundlage für die Akzentuierung, da nur ganze Silben akzentuiert werden. Elemente der Sprache, wie Silbenstruktur, Akzent und Intonation werden als Prosodie zusammengefasst, oder auch als Suprasegmentalia bezeichnet, da sie nicht am Einzellaut festgemacht werden können. Eine eingehende Analyse der Intonation einer Sprache muss deren Tiefenstruktur sowie Abstraktionen der vielfältigen Tonverläufe berücksichtigen. Dabei werfen sich notwendigerweise Fragen zur Gliederung der Intonation, ihrer Funktion und Formen auf.
In der Forschungsdiskussion wird der Intonation ein hoher Stellenwert beigemessen. Es sind zahlreiche Publikationen zu diesem Thema erschienen, besonders eingehend haben sich Navarro Tomás 1 und Quilis 2 mit der spanischen Intonation beschäftigt. Darüber hinaus geben Meisenburg / Selig in Phonetik und Phonologie des Französischen eine allgemeine Charakterisierung der Intonation an, die sehr eingängig ist. In Kapitel zwei dieser Arbeit werden Definitionen der Intonation angegeben, physiologische und psychologische Grundlagen derselben in Kapitel drei dargelegt, die verschiedenen Funktionen der Intonation in Kapitel 4 hervorgehoben und innerhalb des fünften Kapitels auf verschiedene Formen nach Navarro Tomás bzw. Quilis
1 Navarro Tomás, Tomás: Spanische Aussprachelehre. Hueber, München 1970.
2 Quilis, Antonio: Las unidades de entonación: fonemas prosódicos, in: Juana Gil Fernández: Panorama de la fonología española actual, Arco/Libros, 1989;
Quilis, Antonio: Tratado de fonología española, Editorial Gredos, Madrid 1999
3
hingewiesen, die der Verlauf der Intonation im Spanischen auf der Zeitachse nehmen kann.
2. Definition der Intonation
Der Terminus Intonation bezeichnet die Tonhöhe einer Äußerung. Von der Intonation hängt ab, welchen Sinn ein Satz erhält, sei es Fragesatz, Aussagesatz etc. Sie ist auf jeden Fall einer der komplexesten Teile einer Sprache. Typischerweise sind viele Definitionen zur Intonation gegeben worden, je nach Zielstellung des Wissenschaftlers. Auf der einen Seite stehen die Definitionen, die ihre Substanz betrachten, wie z.B.: „Variationen im Ton der Stimme des Sprechers“ 3 . Auf der anderen Seite gibt es Definitionen, die ihre Funktion betrachten wie die folgende: (Intonation ist...) „ein elementares kommunikatives Mittel der Sprache, das ein spezielles phonologisches System bildet und in verschiedenen Sprachen auf unterschiedliche Art und Weise der Einordnung von Gesagtem dient.“ 4 Anders ausgedrückt, „die Intonation bezeichnet den Verlauf der Sprechmelodie über die Äußerung hinweg“ 5 .
Meisenburg / Selig sehen zwei verschieden Möglichkeiten der Benutzung des Terminus Intonation: „Zur Intonation im weiteren Sinne wird die Gesamtheit der prosodischen Eigenschaften oder Parameter gerechnet, wie sie sich auf verschiedenen suprasegmentalen Ebenen überlagern“ 6 , also Akzentuierung, Dehnungen, Pausen, Sprechtempo, Rhythmus, und die Intensität der Äußerung. In dieser Arbeit beziehe ich mich auf Intonation im engeren Sinne: „Intonation oder Sprechmelodie im engeren Sinne bezeichnet den durch variierende Frequenz der Stimmlippenschwingung bewirkten wahrnehmbaren Tonhöhenverlauf in lautsprachlichen Äußerungen, dessen physikalisches Korrelat die Grundfrequenz [...] ist“. 7
3 Quilis 1999,S. 409
4 Quilis 1999,S. 410
5 Pompino-Marschall, 1995, S. 234
6 Meisenburg, Selig 1998, S. 162
7 Meisenburg, Selig 1998, S. 162
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Arbeit zitieren:
Ralf Borrmann, 2003, Intonation im Spanischen, München, GRIN Verlag GmbH
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