Bei den aufgeführten Unterrichtsstunden handelt es sich immer um Einzelstunden. 1. Stunde: Sammlungsstunde „Was interessiert euch zum Thema Sexualaufklärung“ ? Die Schüler
formulieren schriftlich frei und anonym ihre Fragen, Wünsche und bekunden ihr Interesse zu verschiedenen Themenbereichen 1 ; offene Stunde 2. Stunde: Verhaltensmerkmale „typisch männlich - typisch weiblich“
Erstellung einer Folie und Präsentation der Inhalte in Gruppenarbeit, Rolle von Mann und Frau in der heutigen Gesellschaft und früher; Gruppenarbeit; Diskussionsrunde; SS präsentieren ihre Ergebnisse in SS-Front. 3. Stunde: Partnerschaft und Liebe. In Kleingruppen bearbeiten die Schüler die Themen „Was ist euch bei eurem Partner wichtig ?“ Aufgreifen des Themenbereiches „Wer ist für Verhütung zuständig ?“, „Wann kommt es zu einer Schwangerschaft ?“ 4. Stunde: Methoden der Schwangerschaftsverhütung. Schüler erarbeiten selbsttätig eine Tabelle, in der alle gängigen Verhütungsmethoden dargestellt werden. Formulieren von Fragestellungen und aktuellem Wissen zum Thema „Verhütungsmethoden - Verhütung“, Videobeitrag.
6. Stunde: Wahrheiten und Unwahrheiten zum Thema Verhütung. Durch die Konfrontation mit Unwahrheiten/ Wahrheiten wird in der Lerngruppe eine Diskussion zum Thema angeregt. Die Schüler haben die Möglichkeit „eigene“ Unwahrheiten in Gruppenarbeit zu ergänzen. 7. Stunde: Geschlechtskrankheiten und Schutz vor Geschlechtskrankheiten. Die Schüler erhalten Informationen zum Thema Geschlechtskrankheiten und wenden das Wissen über Verhütungsmethoden an, um schützende Maßnahmen zu ergreifen (Gruppenarbeit). 8. Stunde: Was ist AIDS -Sammlungsstunde-? Die Schüler erfahren die biologischen Hintergründe der HI-
Viruserkrankung. Fakten - Ursachen - Ansteckung - Aufklärung, Formulierung eigener Erfahrungen und des Vorwissens über das Thema. Demonstrationskoffer Gesundheitszentrum Arnsberg 9. Stunde: Aids Prävention Klärung von Unwahrheiten; Videobeitrag BfgA; Einladen des Leitenden Dipl.-Pych..Gesundheitszentrum Arnsberg. 10. Stunde: Erstellung eines Aufklärungsplakates (AIDS - Verhütung) für die Schulwand (evtl. + 1 Std.)
Unterrichtsreihe
Die Schüler haben die Möglichkeit, die Rolle von Mann und Frau in der Gesellschaft zu analysieren und kritisch zu betrachten. Die Antwort auf die Frage, wer für Verhütung zuständig ist bzw. warum es wichtig ist auf Schwangerschaftsverhütung zu achten, wird für die Schüler transparent. Das Wissen über Verhütung und die Anwendung ausgewählter Mittel und Methoden zur Empfängnisverhütung wird vertieft. Desweiteren wird im Zusammenhang mit dem Geschlechtsverkehr die immer noch aktuelle AIDS Problematik bzw. der Themenbereich Geschlechtskrankheiten miteinbezogen.
1 Bsp.: „Wie merkt man ob man schwanger ist ?“; „Ist es schlimm, wenn man als 13jährige schon mit einem Jungen schlafen möchte ?“; „Welche Verhütungsmittel gibt es und welche sind billig ?“
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Unterrichtsstunde
Die Schüler sollen das exemplarisch das Kondom als günstige und sinnvolle Methode der Schwangerschaftsverhütung kennenlernen. Weiterhin sollen sie für den Einsatz des Kondoms zum Schutz gegen Geschlechtskrankheiten sensibilisiert werden und das Benutzen des Kondoms praktisch üben.
Lehrziele:
Die Schüler haben die Möglichkeit, sich im praktischen Umgang mit dem Kondom zu üben. Ergänzend werden den Schülern Broschüren und Aufklärungsmaterialien der BfgA [1998] gereicht. Die Schüler sollen den Umgang mit dem Kondom praktisch üben und den Sinn erkennen, daß für den sicheren Einsatz des Kondoms eine vorangehendes Üben notwendig ist.
Die Schüler sollen eigenverantwortliches und selbständiges Erarbeiten von Lerninhalten vertiefen. Die Schüler sollen sich in der Sozialform Gruppenarbeit üben.
Die Schüler sollen das Kondom als einfach zu beschaffendes, einfach zu benutzendes Verhütungsmittel erfahren.
• Die Schüler lernen sich frei über das Thema Sexualität zu äußern
• Die Schüler werden zu eigenverantwortlichem Handeln und Planen der praktischen Anwendung der Schwangerschaftsverhütung angeregt
• Die Schüler lernen, sich mit Mitschülern zu verständigen um ein Lernziel zu erreichen.
Handlungsmöglichkeiten
Die Schüler beurteilen den präsentierten Videobeitrag in Form eines offenen Unterrichtsgesprächs Die Schüler üben das Auspacken, Abrollen, Aufrollen des Kondoms Die Schüler üben das Kontrollieren des Kondoms auf Dichtigkeit nach dem Benutzen
Themenunabhängige Lernvoraussetzungen
Am Biologieunterricht nehmen die Schüler und Schülerinnen der Klasse 8c der Hauptschule II in teil. Die Lerngruppe besteht aus 24 Schülern (davon 10 Mädchen und 14 Jungen). Unterrichtszeit ist jeweils donnerstags in der 5. Stunde (11:45 - 12:30 Uhr), der Unterricht findet im Biologieraum statt.
Die Klasse zeigt sich sehr interessiert am Fach Biologie bzw. auch am derzeitigen Thema der Unterrichtsreihe. Innerhalb der Lerngruppe fallen einige Schüler und Schülerinnen deutlich durch sehr aktive Mitarbeit (sowohl mündlich als auch z.B. in Gruppenarbeitsphasen), andere präsentieren sich eher zögerlich und zurückhaltend. Eugen ist polnischer Abstammung und hat einige sprachliche und schriftsprachliche Probleme, er benötigt desöfteren eine intensivere Betreuung durch Mitschüler oder den Lehrer.
Die Klasse profitiert von der regen Mitarbeit einzelner Schüler wie Michaela, Maria, Christian, Robert und Jürgen. Christopher, wie auch Robert, beispielsweise setzt Inhalte sehr gut um, ist bei der Sache und vermittelt oft das Gefühl unterfordert zu sein. Insbesondere die Mitarbeit der Mädchen ist sehr von Interesse und Offenheit geprägt, wohingegen die Mitarbeit der männlichen Schüler meist sachlich und wenig persönlich bleibt. In der Lerngruppe finden sich auch andere Nationalitäten, dies stellt jedoch bzgl. des Themas kein Problem dar, da
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diese Schülerinnen „westlich-offen“ erzogen sind. Durch das vorher durchgeführte Stationenlernen der Unterrichtsreihe zum Thema „Verhalten“ ist die Lerngruppe gut auf Sozialformen wie Gruppenarbeit bzw. Partnerarbeit vorbereitet.
Themenabhängige Lernvoraussetzungen
Die Klasse hat sich in den vorangegangenen Stunden mit der Geschlechterrolle in unserer Gesellschaft befaßt. Dabei hatten sie die Möglichkeit, eigene Erfahrungen zu äußern und zu präsentieren. Die jeweiligen Inhalte („männliches/ weibliches Verhalten“, „Rechte und Pflichten der Männer und Frauen bezogen auf die Rolle in unserer Gesellschaft“, „Kriterien für Partnerwahl“, „Verhütungsmethoden“) wurden in Gruppenarbeit erarbeitet. Der Schwerpunkt lag dabei in der Präsentation der Ergebnisse durch die Schüler. Diskussionsanregung,leitung war größtenteils in der Hand der Schüler. Dies hatte den Vorteil, daß sie sprachlich-offen mit dem Thema umgegangen sind. Bezogen auf die unterschiedlichen Rollen, ihrer möglichen Pflichten und Rechte wurde das Thema „Wer soll für Verhütung sorge tragen ?“ bearbeitet. Desweiteren haben die Schüler die gängigsten Verhütungsmethoden in tabellenform zusammengestellt und hatten über die Inhalte einen guten Überblick. In einem Unterrichtsgespräch; dort wurden die Inhalte gefestigt; wurde begleitend ein Videobeitrag zum Thema geliefert. Insbesondere die Lebenswirklichkeit der Jugendlichen (Unsicherheit, viele und wenige Vorerfahrungen mit der Verhütungspraxis) konnte so zum Thema werden.
Die Schüler und Schülerinnen zeigen sich altersgerecht am Themenbereich „Sexualität“ sehr interessiert, dies wurde in den vorangegangenen Stunden deutlich. Die Schüler sind mit dem was sie über Sexualität, Partner und jeweiligem Verhalten denken sehr offen, was besonders im jetzigen Themenbereich von Vorteil ist. Das Äußern dieser Gedanken und Einstellungen bereitet den meisten Schülern und Schülerinnen jedoch unterschiedlich große Probleme, da sie einen unterschiedlichen „Reifezustand“ aufweisen. Weiterhin weisen die Schüler große Unterschiede in ihrem Lern- und Arbeitstempo auf, dies wurde insbesondere während der Gruppenarbeitsphasen der vorangegangenen Stunden deutlich und wird in der weiteren Arbeit in dieser Lerngruppe von mir berücksichtigt. Zum Thema Verhütung besitzt nur ein kleiner Teil der Lerngruppe Vorerfahrungen. Die Pille bzw. das Kondom sind die am bekanntesten Verhütungsmethoden. Um die Wirkung von Verhütungsmitteln verstehen zu können ist das Wissen um den Bau der Geschlechtsorgane, puberale Entwicklung, Menstruationszyklus etc. vorauszusetzen. Die Schüler verfügen diesbezüglich über ausreichende Kenntnisse um die Funktion der ausgewählten Verhütungsmethoden zu verstehen.
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Arbeit zitieren:
Diplomsportlehrer Marcus Lüpke, 1998, Unterrichtsstunde Sexualaufklärung - richtiger Einsatz und Umgang mit Verhütungsmitteln. Exemplarisch dargestellt am Beispiel des Kondoms (8. Klasse), München, GRIN Verlag GmbH
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Marcus Lüpke's Text Unterrichtsstunde Sexualaufklärung - richtiger Einsatz und Umgang mit Verhütungsmitteln. Exemplarisch dargestellt am Beispiel des Kondoms (8. Klasse) ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
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Marcus Lüpke
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gruß marcus
am Sunday, January 01, 2006-