Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Biographie
2.1 Kindheit und Jugend
2.2 Einschnitte
2.3 Studium und Promotion
2.4 Die soziale Frauenschule und Alice Salomons internationales
Engagement im International Council of Women
2.5 Von Hitlers Deutschland und bis zum Lebensende von Alice
Salomon
3. Theoretische Gedanken Alice Salomons zu wichtigen
Grundfragen der Sozialen Arbeit
3.1 Der Begriff Soziale Arbeit
3.2 Soziale Arbeit und Frauen
3.3 Soziale Ausbildung
4. Fazit
5. Literaturverzeichnis
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1. Einleitung
Als Begründerin des sozialen Frauenberufes in Deutschland und Pionierin in der Professionalisierung der Ausbildung zur Sozialarbeit ist Alice Salomon die wohl wichtigste Person auf diesem Gebiet.
Sie war eine der führenden Personen der deutschen Frauenbewegung mit großem internationalen Ansehen und eine der ersten Frauen Deutschlands, die promovierte.
Wie viele andere wichtige Soziologinnen ist sie fast vergessen, obwohl erst im Jahr 1993, 45 Jahre nach ihrem Tod, die Berliner Fachhochschule für Sozialarbeit und Sozialpädagogik in „Alice Salomon Fachhochschule“ umbenannt wird.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit Alice Salomons wichtigsten theoretischen Beiträgen zur sozialen Arbeit beschäftigen.
Da dies ohne ein genaues Verständnis ihres Lebens nicht möglich ist, wird zunächst detailliert auf ihre Biographie eingegangen.
Danach werden die, aus Sicht der Verfasserin, drei wichtigsten Fragestellungen behandelt:
Was bedeutet der Begriff „Soziale Arbeit“?
Ist soziale Arbeit frauenspezifisch?
Wie wichtig ist eine Ausbildung für soziale Arbeit?
Abschließend wird versucht, diese Fragestellungen in Alice Salomons Werk zu verankern und sie daraus zu beantworten.
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2. Biographie
2.1 Kindheit und Jugend
Alice Salomon wird am 19. April 1872 in Berlin geboren und ist jüdischer Herkunft. Ihr Vater, Albert Salomon, ist ein wohlhabender Kaufmann, der in dritter Generation einen erfolgreichen Lederhandel führt und die meiste Zeit des Jahres in der Niederlassung in London verbringt.
Ihre Mutter, Anna Salomon, stammt dagegen aus der in Breslau beheimateten Bankiersfamilie Potocky-Nelken. Sie denkt eher konservativ und ist auf die Einhaltung allgemeiner gesellschaftlicher Normen bedacht. Die Familie lebt im ersten Stock des eigenen Hauses in der Königgrätzer Str. 28, zu dem ein großer Garten mit Teich gehört, in dem die Kinder spielen. Alice wächst mit drei Schwestern und zwei Brüdern auf, von denen einer mit acht Jahren an Diphtherie stirbt.
Kurz vor ihrem sechsten Lebensjahr im April 1877 darf Alice in die christlich - protestantische „Zimmermannsche Höhere-Töchter-Schule“ gehen, wo sie auch am christlichen Religionsunterricht teilnimmt.
Sie schreibt darüber in ihrer Autobiographie:
„Viel Gedanken über die Geeignetheit einer Schule machten sich die Eltern damals nicht. (...) Ich war brennend gern in der Schule.“(Salomon 1928, S.4, in: Berger S. 16)
Im Jahr 1886 stirbt dann plötzlich Alice Salomons Vater an einer verschleppten Brustfellentzündung.
Aus finanziellen Gründen zieht die Familie jetzt in eine kleinere Wohnung und Alice verläßt mit 15 Jahren die Schule.
Studieren oder einen Beruf zu ergreifen ist für Frauen ihrer Schicht damals nicht möglich, und so beschäftigt sie sich mit den typisch weiblichen Tätigkeiten zu jener Zeit, wie Blumen gießen, Klavier spielen, Handarbeiten und auf einen Ehemann zu warten.
Als dann zwei Jahre später auch noch ihre jüngere Schwester an Diphtherie stirbt ist das ein Schock, von dem sich Alices Mutter nie mehr ganz erholt.
Rückblickend bezeichnet Alice Salomon diese Zeit zwischen ihrem 15. und 20. Lebensjahr als „die unglücklichste meines Lebens“. (Salomon 1928, S.6, in: Berger S.18)
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Dunja Droske, 2004, Alice Salomons wichtigste theoretische Beiträge zur Sozialen Arbeit, Munich, GRIN Publishing GmbH
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