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Der topologische Begriff des Zusammenhangs und seine Anwendung in der klassischen Analysis

Titel: Der topologische Begriff des Zusammenhangs und seine Anwendung in der klassischen Analysis

Examensarbeit , 2003 , 94 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Sascha Haarkötter (Autor:in)

Mathematik - Analysis
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der topologische Begriff des Zusammenhangs
und seine Anwendung in der klassischen
Analysis

Einleitung
Ein Merkmal moderner Wissenschaft ist die zunehmende Verflechtung früher getrennter Disziplinen, welche sich dadurch bemerkbar macht, dass immer wieder Analogien entdeckt werden, deren weitere Ausnutzung einen enormen Vorteil bedeutet, so dass die darauf gegründete Theorie bald in alle betroffenen Gebiete Einzug hält. Als eine solche Analogietheorie kann man auch die Topologie auffassen. In dieser Arbeit untersuchen wir den topologischen Begriff des Zusammenhangs
und zeigen einige Analogien zur klassischen Analysis. Wenn wir
den Zusammenhang für Mengen in R oder in R2 betrachten handelt es sich um eine sehr anschauliche Eigenschaft, die umgangsprachlich besagt, dass eine Menge beziehungsweise ein Raum nicht in zwei disjunkte Teile zerfällt. Anschaulich ist einleuchtend, dass das Intervall [0,1] eine zusammenhängende Menge in R darstellt, wohingegen die Menge
[0; 1/2) U [ ( 1/2,1] aufgrund der Lücke in 1/2 nicht zusammenhängend ist. Im R2 stelle man sich etwa zwei disjunkte Kreisflächen als unzusammenhängende Menge und im Vergleich dazu ein beliebiges zusammenhängendes Flächenstück vor.
[...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Elementare Begriffe der Topologie

1.1 Topologische Räume

1.2 Umgebungen

1.3 Häufungspunkte

2 Basen und Umgebungsbasen

2.1 Basen

2.2 Subbasen

2.3 Umgebungsbasen und Umgebungssubbasen

3 Metrische Räume

4 Stetigkeit und Konvergenz

4.1 Stetige Abbildungen

4.2 Homöomorphismen

4.3 Topologische Invarianz

4.4 Konvergenz

5 Kompaktheit

5.1 Überdeckung

5.2 Kompakte topologische Räume

5.3 Lebesguesche Zahl einer Überdeckung

6 Fundamentalkonstruktionen

6.1 Initialtopologie

6.2 Finaltopologie

6.3 Die Relativtopologie

6.4 Die Produkttopologie

6.5 Produktinvarianz

6.6 Die Quotiententopologie

7 Zusammenhangseigenschaften

7.1 Zusammenhängende topologische Räume

7.2 Topologische Invarianz

7.3 Zusammenhangskomponenten

7.4 Zusammenhangskomponenten einzelner Punkte

7.5 Total unzusammenhängende topologische Räume

7.6 Quasikomponenten

7.7 Produktinvarianz

7.8 Zusammenhängende Teilmengen von R und R²

7.9 Zusammenhängende Teilmengen von R

7.10 Zusammenhang in allgemeinen Ordnungstopologien

7.11 Zwischenwertsatz

8 Lokal zusammenhängende Räume

8.1 Erblichkeit

8.2 Qoutienteninvarianz

8.3 Lokaler Zusammenhang und stetige Abbildungen

8.4 Produktinvarianz

9 Wegzusammenhang

9.1 Wegzusammenhängende topologische Räume

9.2 Die Beziehung zum Zusammenhang

9.3 Topologische Invarianz und Produktinvarinz

9.4 Einfach zusammenhängende Räume

10 Grundlagen der Homotopietheorie

10.1 Homotopie

10.2 Die Fundamentalgruppe

10.3 Die Fundamentalgruppe wegzusammenhängender Räume

10.4 Homotopie und stetige Abbildung

10.5 Die Fundamentalgruppe einfach zusammenhängender Räume

10.6 Die Fundamentalgruppe des Einheitskreises

10.7 Liftung einer Abbildung

11 Der Brouwersche Fixpunktsatz

11.1 Luitzen Egbertus Jan Brouwer

11.2 Brouwerscher Fixpunktsatz

12 Der Fundamentalsatz der Algebra

12.1 Fundamentalsatz der Algebra

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den topologischen Begriff des Zusammenhangs und zeigt dessen Analogien zur klassischen Analysis auf. Das Hauptziel ist die Untersuchung verschiedener Zusammenhangsbegriffe bezüglich ihrer topologischen Eigenschaften sowie deren Anwendung zur Herleitung zentraler mathematischer Sätze, wie etwa des Brouwerschen Fixpunktsatzes und des Fundamentalsatzes der Algebra.

  • Grundlagen der allgemeinen Topologie
  • Zusammenhangseigenschaften in verschiedenen topologischen Räumen
  • Homotopietheorie und Fundamentalgruppen
  • Anwendungen des Zusammenhangs in der Analysis

Auszug aus dem Buch

Die Produkttopologie

Als anschauliche Einführung betrachten wir die Ebene R² = R × R. Dabei sei R jeweils mit der natürlichen Topologie versehen. Wir suchen nun eine Topologie für den R². Dazu betrachten wir die beiden Projektionsabbildungen pi : R² → R,(x1, x2) → xi, i = 1, 2.

Die Produkttopologie T ist nun die Initialtopologie der Projektionen (pi : R² → R)i=1,2 und (R², T) heißt der Produktraum der beiden natürlichen Topologien auf R. Für die beiden Urbilder des offenen Intervall (a, b) ergibt sich p1⁻¹[(a, b)] = (a, b) × R und p2⁻¹[(a, b)] = R × (a, b).

Eine Subbasis von T ist demnach durch M = {(a, b) × R, R × (a, b)} gegeben. Die Subbasis besteht also im anschaulichen Sinn aus horizontalen und vertikalen unendlich langen offenen Streifen im R². Mit dem bekannten Verfahren der endlichen Durchschnittsbildung erhalten wir dann eine Basis der Produkttopologie, die im anschaulichen Sinne aus offenen Rechtecken besteht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Elementare Begriffe der Topologie: Einführung in topologische Räume, Umgebungen und Häufungspunkte als fundamentale Bausteine der Topologie.

2 Basen und Umgebungsbasen: Erläuterung der Konzepte von Basen, Subbasen und Umgebungsbasen zur Charakterisierung topologischer Strukturen.

3 Metrische Räume: Untersuchung von Metriken und deren induzierte Topologien sowie grundlegende Abstandsdefinitionen.

4 Stetigkeit und Konvergenz: Verallgemeinerung des Stetigkeitsbegriffs der Analysis auf topologische Räume sowie Einführung der Konvergenz von Folgen.

5 Kompaktheit: Definition von Kompaktheit mittels Überdeckungen und deren Eigenschaften im Kontext metrischer Räume.

6 Fundamentalkonstruktionen: Beschreibung von Initial-, Final-, Relativ-, Produkt- und Quotiententopologien als Standardkonstruktionen.

7 Zusammenhangseigenschaften: Vertiefte Analyse des Zusammenhangs, einschließlich Komponenten, Wegzusammenhang und Zwischenwertsatz.

8 Lokal zusammenhängende Räume: Einführung des lokalen Zusammenhangs und dessen Verhalten unter verschiedenen topologischen Abbildungen.

9 Wegzusammenhang: Untersuchung von Wegen, Verbindbarkeit und deren Beziehung zum allgemeinen Zusammenhangsbegriff.

10 Grundlagen der Homotopietheorie: Einführung von Homotopie, Homotopieklassen und der algebraischen Konstruktion der Fundamentalgruppe.

11 Der Brouwersche Fixpunktsatz: Beweis des Fixpunktsatzes für die abgeschlossene Kreisscheibe mithilfe topologischer Methoden.

12 Der Fundamentalsatz der Algebra: Anwendung der Homotopietheorie zum Beweis der Existenz von Nullstellen bei Polynomen.

Schlüsselwörter

Topologie, Zusammenhang, Stetigkeit, Homotopie, Fundamentalgruppe, Kompaktheit, Metrische Räume, Produkttopologie, Quotiententopologie, Wegzusammenhang, Fixpunktsatz, Algebraische Topologie, Analysis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem topologischen Begriff des Zusammenhangs, seiner systematischen Untersuchung und seinen Anwendungen in der klassischen Analysis.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Konzepte der allgemeinen Topologie, insbesondere Zusammenhangseigenschaften, stetige Abbildungen, Homotopietheorie und die Anwendung dieser Methoden auf fundamentale mathematische Sätze.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die strukturellen Analogien zwischen topologischen Räumen und der Analysis aufzuzeigen und mathematische Resultate wie den Zwischenwertsatz, den Brouwerschen Fixpunktsatz und den Fundamentalsatz der Algebra durch topologische Argumente zu beweisen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-mathematische Arbeit, die auf mengentheoretischer Topologie und algebraischen Methoden wie der Homotopietheorie basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Einführung grundlegender topologischer Strukturen (Basen, Metriken), Konstruktionsverfahren (Produkte, Quotienten), eine detaillierte Theorie des Zusammenhangs und schließlich die Anwendungen in der Homotopie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zusammenhang, Topologie, Homotopie, Fundamentalgruppe, Fixpunktsatz, Stetigkeit.

Wie definiert die Arbeit den Zusammenhang eines topologischen Raumes?

Ein topologischer Raum heißt zusammenhängend, wenn er nicht in zwei nicht-leere, offene und disjunkte Teilmengen zerlegt werden kann.

Welche Bedeutung hat die Homotopietheorie in diesem Kontext?

Die Homotopietheorie wird genutzt, um Deformationen von Wegen zu untersuchen und durch die Konstruktion der Fundamentalgruppe tiefere topologische Eigenschaften zu beweisen, die für Anwendungen in der Analysis, wie den Brouwerschen Fixpunktsatz, essenziell sind.

Ende der Leseprobe aus 94 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der topologische Begriff des Zusammenhangs und seine Anwendung in der klassischen Analysis
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen  (Lehrstuhl A für Mathematik der RWTH Aachen)
Note
1,3
Autor
Sascha Haarkötter (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
94
Katalognummer
V22608
ISBN (eBook)
9783638258968
ISBN (Buch)
9783640858002
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Begriff Zusammenhangs Anwendung Analysis
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sascha Haarkötter (Autor:in), 2003, Der topologische Begriff des Zusammenhangs und seine Anwendung in der klassischen Analysis, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22608
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Leseprobe aus  94  Seiten
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