Gliederung
1. Einleitung Seite 02
2. Polynom-, Spline- oder trigonometrische Interpolation? Seite 02
3. Die Interpolation periodischer Funktionen Seite 03
3.1. Theoretische Grundlagen Seite 03
3.2. Alles aus diesem Gebiet zusammengefasst Seite 05
4. Programm zur Interpolation periodischer Funktionen Seite 08
5. Beispiel zur Interpolation periodischer Funktionen Seite 10
6. Literatur Seite 12
1. Einleitung
H äufig kommt es vor, dass in den verschiedensten Bereichen Daten dargestellt werden
m üssen, die einen periodischen Verlauf annehmen. Dies ist zum Beispiel in der Medizin - bei
der Darstellung von Fieberkurven, Herzfunktionen o.ä. - der Fall. Aber auch bei den
Oszillographen in der Physik oder bei der geschichtlichen Analogrechnung oder bei
Berechnungen durch das Messen von Strömen. Um diese Daten praktisch anschaulich
darstellen zu können, empfiehlt es sich, diese durch eine Kurve zu interpolieren - was in der
Praxis auch so gemacht wird. Hier kommt nun die Numerischen Mathematiker ins Spiel, zu
dessen Teilgebieten ja die Interpolation von Datenkurven/ Funktion gehört.
Die nächste Frage ist nun, auf welche Weise diese periodischen Datenkurven oder Funktionen
interpoliert werden sollen. Als Ausgangsfunktion wären hier Polynome, Splines oder auch
Winkelfunktionen denkbar. Welche am besten für die Interpolation solcher periodischer
Datenkurven oder Funktionen geeignet sind, soll im nächsten Kapitel erörtert werden.
Weiter möchte ich dann auf die theoretischen Grundlagen der Interpolation periodischer
Funktionen eingehen, im vierten Kapitel versuchen, ein Programm dazu zu erarbeiten und
zum Schluss ein selbstgewähltes Beispiel mit meinem Programm zu bearbeiten und
gegebenenfalls zu diskutieren.
2. Polynom-, Spline- oder trigonometrische Interpolation?
Da schon zu Anfang der Vorlesung „Numerische Mathematik“ gezeigt wurde, dass bei einer
Polynominterpolation mit ansteigender Datenmenge auch der Oszillationsgrad ansteigt und
somit die Interpolation zwischen den Messwerten gänzlich ungenau sind, scheidet diese
Methode schon von vornherein für mich aus.
Die Idee, mehrere kubische Funktionen aneinander zu reihen erscheint mir schon als viel
g ünstiger, da es hier zu keiner so hohen Oszillation kommen kann. Aber dennoch muss man
bei den Übergängen darauf achten, dass die Gesamtfunktion glatt, d.h. jeweils die
Folgefunktionen an den Knüpfstellen mindestens in den Funktionswerten und den ersten
beiden Ableitungen übereinstimmen. Außerdem muss die Periodizität durch die zusätzliche
Bedingung , dass in einem bestimmten immer wiederkehrenden Intervall die untere und obere
Grenzstelle in Funktionswert und mindestens der ersten Ableitung übereinstimmen, gegeben
sein.
Dem entgegen wäre es doch meiner Meinung nach viel sinnvoller die schon vorhandene
Eigenschaft der Periodizität der Winkelfunktionen, die in einem bestimmten Intervall
hinreichend glatt (also hinreichend oft differenzierbar) und in Funktionswert und Ableitungen
der unteren und oberen Grenzstellen übereinstimmen, auszunutzen. Aus diesem Grunde haben
sich Mathematiker wie SANDE/ TUCKEY, GOERTZEL, REINSCH u.a. auch genau damit
befasst und Berechnungsmethoden dazu erarbeitet.
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3. Die Interpolation periodischer Funktionen
3.1. Theoretische Grundlagen
Ausgangspunkt ist die Periode 2π, das heißt ƒ(x) = ƒ(x + 2π).
Gegeben sind N Stützpunkte (x k , ƒ k ) ∀(k = 0,1,...,N−1) mit ƒ k = ƒ(x k )∈ und x k ∈ unter der
Voraussetzung, dass 0 ≤ x 0 < x 1 < ... < x N-1 ≤ 2π. Dann folgt aus
sin(hx) = sin(h(x + 2π)) = sin(hx + 2hπ) ∧ cos(hx) = cos(h(x + 2π)) = cos(hx + 2hπ) ∀h∈⁄
ψ(x k ) = ƒ k ∀(k = 0,1,...,N−1) stellt eine Linearkombination für die Stützstellen dar, für die
fo lgendes gilt:
Im Folgenden möchte ich mich auf eine äquidistante Einteilung des Intervalls [0 , 2π]
beschränken. Daraus folgt für die Stützstellen,
äquivalent zum Problem des trigonometrischen Polynom p(x) von N-ter Ordnung mit p(x k ) =
ƒ k ∀(k = 0,1,...,N−1), für das wiederum Folgendes gilt:
ψ(x) und p(x) stimmen in der Regel nur an den Stützstellen überein.
π k 2 i Setzt man ω:= e ix ∧ ω k := ∧ P(ω):= β 0 + β 1 ω + β 2 ω 2 + ... + β N−1 ω N−1 , dann ist P(ψ) = ix e e k N
ein Interpolationspolynom vom Grad P ≤ N−1 und P(ω k ) = ƒ k ∀(k = 0,1,...,N−1).
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Arbeit zitieren:
Thomas Schrowe, 2002, Interpolation periodischer Funktionen, München, GRIN Verlag GmbH
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Einbetten
DOI
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Hausarbeit (Hauptseminar), 21 Seiten
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