Inhaltsverzeichnis
1.Fragestellung 1
2. Problemstellung und Arbeitsgliederung 1
3. Geschichte der Hochschulpolitik (1945-1995) 2
4. Aufbau eines Parteiprogramms 3
4.1. Grundsatzprogramm 3
4.2. Aktionsprogramm 3
5. Schwerpunkte der Hochschulpolitik der FPÖ 4
6. Schwerpunkte der Hochschulpolitik der ÖVP 5
7. Hochschulpolitik im Regierungsprogramm 5
8. Schlussbemerkung 7
Anmerkungen 7
Literaturverzeichnis 8
II
1. Fragestellung: Analyse der parteiinternen Hochschulpolitik von FPÖ und ÖVP und ihres
gemeinsamen Regierungsprogramms!!
2. Problemstellung und Arbeitsgliederung
Die Bundesregierung mit den Koalitionspartnern ÖVP (österreichische Volkspartei) und FPÖ (freiheitlich Partei Österreich) ist am 4.Februar 2000 unter dem Motto „Österreich neu regieren“ angetreten. Dies gilt für viele Bereiche: Wirtschaft, Medien, Justiz, Landesverteidigung und eben auch für die Hochschulen.
Hauptziel der Universitätsreformen sind wohl ohne Zweifel eine leistungsorientierte und selbstverwaltende Hochschule. („Selbstverwaltend“ übersetze ich mit dem Sprachgebrauch der ÖVP als „privatwirtschaftlich“.) Diese Zielsetzungen sind ohne weiteres als bürgerliche Grundsätze erkennbar. Es wird interessant zu betrachten sein, inwieweit sich die FPÖ mit ihren Vorstellungen für die Zukunft der jungen Bürger Österreichs in das Teilgebiet der Hochschulpolitik im Regierungsprogramm einbringen konnte oder ob man hier nur Strömungen der ÖVP feststellen kann?
Die Textdokumente zu dieser Fragestellung wurden hauptsächlich aus einschlägigen Schriften der jeweiligen Partei und der gemeinsamen Regierungserklärung (im Detail zur Hochschulpolitik) erschlossen. Zu diesem Zwecke wurden sowohl aus der Bundeszentrale der Volkspartei und dem Generalsekretariat der freiheitlichen Partei deren jeweiliges Grundsatzprogramm organisiert. Aus letzterem stammt auch eine Ausgabe des Regierungsprogramms, welches für bibliographische Verwendung nahezu unbrauchbar ist, da es nur mit „Februar 2000“ datiert ist, jedoch ohne Verlag, Verfasser oder Erscheinungsort. Die Arbeit zieht einen roten Faden von der „Geschichte der Hochschulpolitik von 1945 -1995“ über den grundsätzlichen „Aufbau eines Parteiprogramms“ hin zum Kernpunkt der Arbeit, der Analyse der Grundsatzprogramme von ÖVP, FPÖ. Es sei vorweg genommen, dass sich weder die Parteiprogramme noch das Regierungsprogramm wirklich ausführlich mit der Hochschulpolitik beschäftigen, sondern höchstens Denkanstösse in die eine oder andere Richtung geben. Dennoch wird versucht eben anhand von diesen Thesen und Ansätzen einen Vergleich der Parteiprogramme zu erarbeiten und die Einflussnahme der jeweiligen Partei auf das Regierungsprogramm herauszufiltern.
1
3. Geschichte der Hochschulpolitik (1945-1995)
Die Hochschulentwicklung war in der Nachkriegszeit natürlich auch von den Wirren und Auswirkungen des 2. Weltkrieges geprägt. Man wusste nicht, wer sein Studium fortsetzen würde und wer gefallen oder gefangen war.
Erst durch das Hochschul-Organisationsgesetz (HOG 1955) konnte man das Hochschulsystem als rekonstruiert betrachten. Der „demographische Effekt der stark besetzten Altersjahrgänge zwischen 1937 und 1944“ 1 ließ die Studierendenzahl in den Folgejahren in die Höhe schnellen. Waren es im WS 1955/56 ca. 3000 Studienanfänger, zählte man im WS 1994/95 23.242 Erstinskribierte.
In den 70er Jahren kam es zu einer erhöhten Nachfrage an Bildung aufgrund des Ausbaus der Höheren Schulen. Man reagierte auf diesen Zustrom mit der Erweiterung der Universitätsstruktur. Sowohl in Linz (1966) und in Klagenfurt (1970) wurden Universitäten errichtet. Der Personal- und Sachaufwand wurden erhöht. Man verabsäumte jedoch die Reform der Studienangebote.
„Nach der Nationalratswahl 1970 wurde von der SPÖ-Alleinregierung das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung gegründet, das bis 1982 von Hertha wurde.“ 2 Firnberg geleitet Unter dieser Regierung wurde 1975 das
Universitätsorganisationsgesetz (UOG) eingeführt, das im Groben eine Demokratisie rung der Hochschulen bringen sollte.
Ein grundlegendes „Motto“ der Hochschulpolitik der letzten Jahrzehnte war der freie Hochschulzugang für alle Hochschulzugangsberechtigten. Dieses stand im Widerspruch zu anderen Bildungseinrichtungen, die sehr wohl die Möglichkeiten hatten den Zugang z.B. mittels Aufnahme- oder Eignungsprüfung zu beschränken. Die Anzahl der Studierenden wurde immer größer, die Kapazitäten der Universitäten jedoch wuchsen nicht annähernd im ähnlich Ausmaß zu den Studierenden. Dies führte zu Situationen der Überlastung und Engpässe der Hochschulen wie man es heute vorfindet. Immer mehr Studienabbrecher und eine Verlängerung der durchschnittlichen Studiendauer waren die Folgen. Ein in den letzten Jahren enorm gewachsener akademischer Bildungsweg stellt die Fachhochschule dar. Bereits in den 60er Jahren diskutiert, wurden sie aber bis zum Anfang der 90er Jahre von den Gewerkschaften (sie forderten einen noch breiteren Zugang zur Universität und kein „zwei Klassen“ Hochschulsystem) und auch der Wirtschaft ( sah das „Spezifikum des österreichischen Bildungssystem“ 3 ,die berufsbildenden Höheren Schulen, als Erfolgsmodell) abgelehnt. Erst mit dem Fachhochschulstudiengesetz (FHStG) 1993 wurde
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Arbeit zitieren:
Christian Briggl, 2002, Hochschulpolitik von ÖVP und FPÖ, München, GRIN Verlag GmbH
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