Inhalt und Gliederung
- Seite 3: Einleitung
- Seite 4: 1. Anforderungsprofil des Lehrpersonals
- Seite 4: 1.1 Personale Kompetenz
- Seite 5: 1.2 Soziale Kompetenz
- Seite 5: 1.3 Fachkompetenz
- Seite 6: 1.4 Didaktische Kompetenz
- Seite 7: 1.5 Qualifikation des Lehrpersonals im Rahmen der Personalentwicklung
- Seite 8: 2. Didaktische Grundlagen der reformierten Ausbildung
- Seite 8: 2.1 Analyse der Lernvorausetzungen
- Seite 8: 2.1.1 Allgemeines
- Seite 9: 2.1.2 Fachdidaktische Anforderungen
- Seite 9: 2.2 Thematik/ Lerninhalte
- Seite 10: 2.3 Lernziele
- Seite 11: 2.4 Unterichtsformen und methodische Mittel
- Seite 13: 2.5 Medieneinsatz
- Seite 13: 2.6 Lernerfolgskontrollen/ Evaluation
- Seite 15: 3. Moduldidaktik
- Seite 15: 3.1 Das Prinzip der Handlungsorientierung
- Seite 16: 3.2 Das Prinzip der Praxisorientierung
- Seite 17: 3.3 Rollenspiel als wesentliches methodisches Mittel
- Seite 17: 3.3.1 Zielsetzung
- Seite 17: 3.3.2 Die Rollenspieler
- Seite 18: 3.3.3 Die Durchführung des Rollenspiels
- Seite 19: 3.4 Durchführung und Gliederung der Modulausbildung am Beispiel des
Moduls 6
- Seite 19: 3.4.1 Allgemeine Rahmenbedingungen der Modulausbildung
- Seite 21: 3.4.2 Das Modul 6
- Seite 23: Resumee
- Seite 25: Anhang 1: Literatur- und Abbildungsverzeichnis
- Seite 26: Anhang 2: Erklärung
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Einleitung
Thema der vorliegenden Arbeit sind die didaktischen Grundlagen Modulausbildung der reformierten Ausbildung des Laufbahnabschnittes 1 der Polizei in NRW unter besonderer Berücksichtigung des Grundlagenmanuals.
Als Modulausbildung wird der zweite Teil der Ausbildung der Polizeimeisteranwärter/-innen bezeichnet. Ein Modul definiert sich als didaktische Lerneinheit mit thematisch zusammengehörigen Lerninhalten. Reformiert wurde die Ausbildung des Laufbahnabschnittes 1 der Polizei in NRW in den Jahren 1995 - 96. Diese reformierte Ausbildung findet an vier PAI (Polizeiausbildungsinstituten) in NRW statt und dauert zweieinhalb Jahre. Im ersten Jahr werden den Polizeimeisteranwärtern die Grundlagen der polizeilichen Arbeit in einem breitgestreuten Fächerkanon während der sogenannten Basisausbildung vermittelt. In den folgenden anderthalb Jahren erfolgt ein weiterer Ausbau dieser Grundkenntnisse in der Modulausbildung, die Gegenstand dieser Arbeit ist. Unterbrochen und ergänzt wird dieser Ausbildungsgang von zwei Praktika der Auszubildenden in den Polizeidienststellen und von den ausbildungsbegleitenden allgemeinen Fächern (z.B. Sport). Als Laufbahnabschnitt 1 wird die Laufbahn des mittleren Polizeidienstes bezeichnet. Ihr gegenüber steht die Laufbahn des gehobenen Dienstes (Laufbahnabschnitt 2), deren Grundlage ein mehrjähriges Studium an der Polizeifachhochschule ist und die Laufbahn des höheren Dienstes, die nur von Angehörigen des gehobenen Dienstes nach mehrmonatigem Qualifizierungslehrgang angestrebt werden kann.
Das Grundlagenmanual der Ausbildung im Laufbahnabschnitt 11 wurde 1996 von der Direktion für Ausbildung der Polizei Nordrhein - Westfalen herausgegeben und bildet den theoretischen Hintergrund der reformierten Ausbildung. Das Grundlagenmanual ist wesentliche Grundlage der vorliegenden Arbeit.
Ich selbst lernte die reformierte Ausbildung während meines siebenwöchigen Praktikums
1 Direktion für Ausbildung der Polizei Nordrhein-Westfalen: Grundlagenmanual für die
Ausbildung im Laufbahnabschnitt 1. Selm - Bork 1996. Im folgenden zitiert als: Manual.
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am PAI Selm-Bork kennen. Im Rahmen dieses Praktikums hospitierte ich drei Wochen in der Fachlehrerausbildung und nahm vier Wochen an der Ausbildung der Auszubildenden im Modul 6 teil.
Im Rahmen dieser Arbeit wird zunächst auf das Anforderungsprofil des Lehrpersonals anhand der angestrebten Kompetenzen und der Personalentwicklung eingegangen. Im zweiten Teil der Arbeit werden dann die allgemeinen didaktischen Grundlagen der Ausbildung dargestellt und erläutert, bevor im dritten Teil auf die Besonderheiten der Modulausbildung eingegangen wird. Eine abschließende Stellungnahme findet im Resumee am Ende der Arbeit statt.
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1. Anforderungsprofil des Lehrpersonals
Aus der Schwerpunktänderung der Lehrziele des Laufbahnabschnittes 1 folgert auch eine Änderung des Qualifikationsprofils des Lehrpersonals. Standen vormalig theoretische und praktische Fachkompetenzen im Vordergrund, so sind diese fachliche Kompetenzen heute nur noch ein Baustein des Qualifikationsprofils. Weitere geforderte Kompetenzen sind die personale Kompetenz, die didaktische Kompetenz und die soziale Kompetenz. 2 Die Übergänge zwischen den vier Kompetenzfeldern sind fließend, zahlreiche Schnittstellen sind vorhanden. Im folgenden werden diese Felder kurz charakterisiert.
Der Bereich der personalen Kompetenz wird auch als Selbstkompetenz und innere Haltung bezeichnet. In diesen Bereich gehören Charaktereigenschaften und Fähigkeiten wie Streßstabilität, Gelassenheit, Einfühlungsvermögen, Offenheit, Differenzierungs- und Distanzierungsfähigkeit. 4 Ein Feld, daß sich mit Haltung und Einstellungen umschreiben läßt. Diese „Schlüsselqualifikation“ stehen im Zentrum der anderen Qualifikationen. Sie
2 Manual: S. 7.
3 Verzeichnis der Abbildungen im Anhang
4 Manual: S. 7.
5
ermöglichen erst, die Fähigkeit zur effektiven Aneignung und Weitergabe von Wissen und Fertigkeiten zu entwickeln und sind elementare Voraussetzungen für den Umgang mit Auszubildenden. Die personale Kompetenz ist eine „Schlüsselqualifikation,“d.h. sie ist von der zukünftigen Lehrkraft bereits mitzubringen und kann durch die Ausbildung im Rahmen einer Hilfestellung zur ständigen Selbstreflexion zwar gefördert, nicht aber gebildet werden.
1.2 Soziale Kompetenz
Dieser Begriff wird auch mit kommunikativer Kompetenz oder Gruppenkompetenz umschrieben. Soziale Kompetenz ist die Fähigkeit soziale Strukturen wahrzunehmen, zu differenzieren und gemäß dieser Strukturen zu handeln. Hierzu gehören Fähigkeiten wie Kontakt-, Team-, Konflikt- und Kritikfähigkeit. Ebenso Bestandteil der sozialen Kompetenz ist die Wahrnehmung und der Umgang mit verbaler und non-verbaler Kommunikation, die Fähigkeit zum Umgang mit Streß, sowohl bei sich selbst, als auch bei anderen. 5 Aus den Aufgaben der Polizei heraus, leitet sich auch die Bedeutung des Konfliktmanagments ab. Der Lehrperson kommt hier vor allem eine Modellfunktion zu. Sie steht als Vorbild für die Auszubildenden und soll den Lehrprozeß zwar anleiten und betreuen, sich dabei aber im Hintergrund halten und eher als Berater und Begleiter, denn als Führer auftreten. 6 Die Kernfunktion in der Vermittlung dieser Kompetenz kommt zum einen dem Fach VT (Verhaltenstraining), zum anderen der Wahl der Methoden in der Ausbildung (Diskussionen, Rollenspiel, Gruppenarbeit) zu.
1.3 Fachkompetenz
Die fachliche oder auch Sachkompetenz umfaßt theoretisches Wissen und die Fähigkeit zu dessen praktischer Anwendung. Eine ausreichende fachliche Kompetenz des Lehrpersonals ist die Voraussetzung des Lehrprozesses. „Fachliches Wissen und fachliche Fertigkeiten sind in dem Umfang notwendig, der es ermöglicht, von der Fülle und Komplexität der
5 Manual: S. 8 f.
6 Manual: S. 10.
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Arbeit zitieren:
Robert Albrecht, 2000, Didaktische Grundlagen der Modulausbildung der reformierten Ausbildung des Laufbahnabschnittes 1 der Polizei in NRW unter besonderer Berücksichtigung des Grundlagenmanuals, München, GRIN Verlag GmbH
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