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Das Abendmahlsverständnis in der orthodoxen Kirche

Titel: Das Abendmahlsverständnis in der orthodoxen Kirche

Ausarbeitung , 2003 , 11 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Ulrike Tschirner (Autor:in)

Theologie - Systematische Theologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In Deutschland steigt die Zahl der orthodoxen Christen durch die hohe Zuwanderungsrate
aus Osteuropa und dem Mittleren Osten beständig an. 1 Diese Tatsache sollte das Interesse
der anderen christlichen Konfessionen wecken. Problematisch erscheint mir bei der
Integration der orth. Migranten unter anderem, dass es keine Kirchengemeinschaft der
orth. und der evangelischen Kirche gibt und die orth. Kirche auf einer geschlossenen
Kommunion besteht. Während die ev. Kirche getauften Angehörigen anderer christlichen
Konfessionen Gastfreundschaft gewährt ohne sie damit zur Konversion zu drängen2, ist
eine solche Haltung im Gegenzug für die orth. Kirche undenkbar.
Wie kommt das? Wenn sich beide Konfessionen auf die Heilige Schrift berufen - was kann
dann so trennend im Abendmahlsverständnis sein? Wie versteht der orth. Christ die
Eucharistie?
1 Vgl. Thöle, 8.
2 Vgl. EKD, 56.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Beleuchtung der Problemstellung

2. Sachanalyse

2.1. Biblische Quellen zum Thema

2.2. Theologiegeschichtliche Bezüge zur Fragestellung

2.3. Stellung der Eucharistie im orthodoxen Glauben

2.4. Der Ablauf der Eucharistiefeier

2.5. Systematisch-theologische Aspekte der Göttlichen Liturgie

3. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Abendmahlsverständnis in der orthodoxen Kirche, um die Hintergründe der fehlenden Kirchengemeinschaft zwischen der orthodoxen und der evangelischen Kirche zu beleuchten und ein tieferes Verständnis für die eucharistische Praxis der orthodoxen Gläubigen zu schaffen.

  • Biblische und theologiegeschichtliche Grundlagen der Eucharistie.
  • Die Bedeutung der Eucharistie als zentrales Mysterium im orthodoxen Glauben.
  • Der detaillierte rituelle Ablauf der Eucharistiefeier.
  • Systematisch-theologische Aspekte und ekklesiologische Bezüge.
  • Herausforderungen für eine ökumenische Annäherung.

Auszug aus dem Buch

2.5. Systematisch-theologische Aspekte der Göttlichen Liturgie

In der Feier der Göttlichen Liturgie „... faßt sich das, was orthodoxes Christentum ist, ganz wesentlich zusammen.“ Die Heilstaten Gottes bündeln sich in diesem Sakrament. Es sind dabei zwei wesentliche Aspekte zu nennen: Der eine ist die Wiedervereinigung des sündhaften Menschen mit Gott. Der andere ist die Wiederherstellung der menschlichen Gemeinschaft in und durch Jesus Christus.

Die Epiklese nimmt eine herausgehobene Stellung ein, da ihr konsekratorische Wirkung zugeschrieben wird. Sie hat den Charakter eines großen Dankgebetes. Allerdings findet die Wandlung nicht nur in der Epiklese statt, sondern hat ihren Platz in der gesamten Liturgie, es gibt also keinen festgelegten Wandlungsmoment. Die Wandlung darf nicht als eine physisch-biologische missverstanden werden, denn es geschieht eine vollständige Wandlung ohne Trennung von Substanz und Eigenschaften, die Gaben werden vollständig zum Leib Christi. Der dreieinige Gott ist in der Göttlichen Liturgie bereits zugegen; die Bitte um die Herabsendung des Hl. Geistes soll aber verdeutlichen, dass nur durch ihn die Anwesenheit des dreieinigen Gottes ermöglicht wird und dass Gott nicht automatisch beim Sakrament ist, er allein bestimmt über seine Gegenwart. Zu der freien Wirksamkeit des Hl. Geistes kommt die freiwillige Annahme durch den Menschen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Beleuchtung der Problemstellung: Die Autorin thematisiert die Herausforderungen der mangelnden Kirchengemeinschaft zwischen der orthodoxen und der evangelischen Kirche angesichts der hohen Zuwanderungsraten und der strikten orthodoxen Kommunionspraxis.

2. Sachanalyse: Dieser Abschnitt bietet eine fundierte Übersicht über die biblischen, geschichtlichen und liturgischen Grundlagen, die das orthodoxe Verständnis der Eucharistie prägen.

3. Schlussbetrachtung: Die Arbeit resümiert, dass eine Abendmahlsgemeinschaft aufgrund tiefer dogmatischer Unterschiede in der Glaubenspraxis aktuell wenig realistisch erscheint und schlägt einen verstärkten Dialog sowie gemeinsame Agape-Mahle als Annäherungsschritte vor.

Schlüsselwörter

Eucharistie, Orthodoxe Kirche, Abendmahl, Göttliche Liturgie, Ökumene, Sakrament, Mysterium, Epiklese, Apostolische Sukzession, Kirchengemeinschaft, Theologie, Konzilien, Wandlung, Glaubensbekenntnis, Heilsgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Abendmahlsverständnis der orthodoxen Kirche, um die Gründe für die fehlende Abendmahlsgemeinschaft mit der evangelischen Kirche zu ergründen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Themen umfassen biblische Quellen, theologiegeschichtliche Bezüge, die Stellung der Eucharistie, den rituellen Ablauf sowie die systematisch-theologische Bedeutung der Liturgie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die spezifische orthodoxe Perspektive auf die Eucharistie zu verdeutlichen und aufzuzeigen, warum eine ökumenische Annäherung derzeit vor komplexen dogmatischen Herausforderungen steht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse von Fachliteratur sowie dogmengeschichtlichen und bibeltheologischen Quellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Sachanalyse, die von den Einsetzungsworten über die Konziliengeschichte bis hin zum Aufbau der Göttlichen Liturgie reicht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Eucharistie, Orthodoxie, Liturgie, Ökumene, Sakramente und das Verständnis der apostolischen Tradition.

Wie unterscheidet sich die orthodoxe Wandlungsvorstellung von der römisch-katholischen?

Die Arbeit erläutert, dass die orthodoxe Wandlung nicht auf einen einzelnen Moment reduziert wird und nicht als rein physisch-biologischer Vorgang verstanden werden darf.

Warum ist die Epiklese in der orthodoxen Liturgie so bedeutend?

Der Epiklese wird eine konsekratorische Wirkung zugeschrieben; sie ist ein Dankgebet, in dem um das Wirken des Heiligen Geistes gebeten wird, ohne den die Gegenwart Gottes nicht vollzogen wird.

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Details

Titel
Das Abendmahlsverständnis in der orthodoxen Kirche
Hochschule
Evangelische Hochschule Berlin  (Studiengang Ev. Religionspädagogik)
Note
2,7
Autor
Ulrike Tschirner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
11
Katalognummer
V23786
ISBN (eBook)
9783638268349
ISBN (Buch)
9783656204985
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Abendmahlsverständnis Kirche
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ulrike Tschirner (Autor:in), 2003, Das Abendmahlsverständnis in der orthodoxen Kirche, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/23786
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Leseprobe aus  11  Seiten
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