Inhalt:
1. E inleitu ng
2. D er B u nd esp r äsid ent -Amt und Wahl
3. E infü hr u ng A naly se
3.1 Vo r g ehensweise
3.2 Kateg o r ien und Schlü sselfr ag en
4. A naly se
4.1 Kur z inhalt
4.2 Die C DU /C SU - Akteur e, Inter essen
4.3 Die F DP -Akteur e, Inter essen
4.4 Die Reg ier ung - Akteur e, Inter essen
4.5 T ab ellar ische Z usammenfassung
5 Üb er legu ngen z u r Unter r ic htsgestaltu ng
6 S c hlu ssb em er k u ngen
7 L iter atu r
8 A u sw ahlb ib lio gr ap hie
A nhang
M ater ial 1 F DP dr ä ng t auf eig enen Kandidaten
M ater ial 2Wester welle mö chte F DP mit Z ug estä ndnissen
der U nio n lo cken
M ater ial 3 Kamp fkandidatur um die Rau-Nachfo lg e
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1. Einleitung
Diese Arbeit soll zeigen, wie sich ein politischer Vorgang, mit Hilfe des von Prof. Gotthard Breit entwickelten Zeitungsmodells für den Politikunterricht, schülergerecht aufschlüsseln lässt.
Zur Grundlage dienen hier 3 Zeitungsartikel, die die Wahl des Bundespräsidenten thematisieren. Dabei wird der Politikbegriff mehrdimensional definiert (polity, policy politics).
Der Schwerpunkt bei der Betrachtung liegt ausdrücklich auf der Prozessebene (politics). Wobei dem Inhalt und der Form ausreichend Beachtung geschenkt wird.
Die Arbeit beginnt mit einer kurzen Erklärung des Amtes des Bundespräsidenten und dessen Wahl in der Bundesversammlung.
Dann folgt die Analyse, die zuerst kurz erklärt und folgend in einer Zusammenfassung dargelegt wird. Die Analyse ist nach den beteiligten Akteuren gegliedert und wird im Anschluss in einer tabellarischen Übersicht zusammengefasst. Zum Schluss folgen Anmerkungen für die Realisation des vorgestellten Modells in der Unterrichtspraxis und einige kurze Schlussbemerkungen zur Arbeit. Der letzte Punkt umfasst eine kleine Auswahlbibliographie, die helfen soll das Thema auch einem Laien zugänglich zu machen. Im Anhang findet sich das Material.
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2. Der Bundespräsident - Amt und Wahl
Der Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland ist Staatsoberhaupt und hat zunächst repräsentative Funktionen. Zu seinen weiteren Aufgaben und Rechten gehört die Mitwirkung bei der Regierungsbildung, dies geschieht dadurch, dass er dem Bundestag einen Bundeskanzler zur Wahl vorschlägt und diesen, sofern er gewählt wird, auch ernennt. Findet der Kandidat keine Mehrheit im Parlament, so kann der Bundespräsident dieses auflösen. Auf Vorschlag des Bundeskanzlers ernennt und entlässt er die Minister. Gesetze werden erst rechtsgültig, wenn der Bundespräsident sie unterschreibt. Die Vertretung Deutschlands als Völkerrechtssubjekt und viele weitere außenpolitische Funktionen werden durch den Bundespräsidenten wahrgenommen (z.B. Ratifizierung von Verträgen).
Zur Würde des Amtes: Der Bundespräsident besitzt unter den Bürgern das höchste Ansehen von allen Politikern. Auf die vermeintliche Schädigung dieser Würde soll hier nicht eingegangen werden, da dies den Rahmen sprengen würde.
Der Bundespräsident wird von der Bundesversammlung gewählt, die sich nur zu diesem Zwecke bildet. Wählbar ist jeder deutsche Staatsbürger, der das 40. Lebensjahr vollendet hat (GG Art.54/1). Die maximale Amtszeit beträgt 10 J ahre, da nur eine Wiederwahl möglich ist. Die Bundesversammlung besteht aus den Bundestagsabgeordneten und genauso vielen Landtagsdelegierten (GG Art. 54/3). Die Wahl ist geheim und kann aus bis zu drei Wahlgängen bestehen. Im ersten und zweiten Wahlgang ist eine absolute Mehrheit nötig um einen Kandidaten zu wählen, im dritten Wahlgang genügt die relative Mehrheit.
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Die Bundespräsidentenwahl am 23. Mai 2004 hat folgende Konstellation der Bundesversammlung:
Abbildung 1(Quelle: http://www.bundestag.de/gremien15/146/1548b.html , Download am 04.03.04)
3. Analyse
3.1 Vorgehensweise
Die Analyse der Zeitungsartikel wird mit Hilfe der Analyseinstrumentarien aus dem bisher noch unveröffentlichten Zeitungsmodell Gotthard Breits vorgenommen. Dabei werden politischen Schlüsselbegriffen jeweils Untersuchungsfragen zugeordnet, die hier ihre Antworten finden sollen. Die Antworten dazu stehen zumeist im Zeitungsartikel. Da der institutionelle Rahmen, also die Dimension der Form, bei diesem Thema recht übersichtlich gestaltet werden kann, wurden verfassungsrechtliche Grundlagen und darauf aufbauend die Zusammensetzung der Bundesversammlung bereits oben erläutert. Die eigentliche Analyse beschränkt sich demnach hauptsächlich auf die Dimension Prozess und Inhalt. Der Dualität der Interessen der Akteure wird dabei besondere Beachtung geschenkt.
3.2 Schlüsselfragen
Hier sollen nur einige der möglichen Fragen genannt werden.
Dimension Inhalt:
Worum geht es?
Erst durch das Einbringen von Akteuren wird aus der reinen Sachanalyse eine politische Analyse, dabei haben die Akteure meist zwei Interessen (Dualität), zum einen ein sachbezogenes und zum anderen das Interesse am Machterwerb und Machterhalt.
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Arbeit zitieren:
Andre Knigge, 2004, Deutschland sucht den Bundespräsidenten - Die Versteigerung des Amtes, München, GRIN Verlag GmbH
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