II
Inhaltsverzeichnis
Abk ürzungsverzeichnis
1. Einleitung. 1
2. Grundlagen. 2
2.1 Prävention. 2
2.2 Epidemiologie. 3
2.3 Evaluation. 3
2.4 Rehabilitation 4
3. Einfluss auf die Präventionsmaßnahmen 5
3.1 Prävention und Epidemiologie. 5
3.2 Evaluation von Präventionsmaßnahmen. 6
3.3 Prävention in der Rehabilitation. 7
4. Ermittlung des Nettonutzens. 9
4.1 Ermittlung des Nutzens von Prävention. 9
4.1.1 Anforderung an die Nutzenbewertung. 9
4.1.2 Nutzen von Prävention. 10
4.1.3 Nutzen von Vorsorgeuntersuchungen. 12
4.2 Nutzen-Kosten-Analyse als Instrument der Ermittlung des
Nettonutzens. 15
4.3 Probleme der Prävention. 16
5. Zusammenfassung. 19
Literaturverzeichnis
III
Abkürzungsverzeichnis
BSP : Bruttosozialprodut CT : Computertomographie NKA : Nutzen-Kosten-Analyse Reha : Rehabilitation SrfkAiG : Sachverständigenrat für konzertierte Aktion im Gesundheitswesen usw. : und so weiter z.B. : zum Beispiel
1
1. Einleitung
Durch überwiegend lebensstilbedingte chronische Erkrankungen ist unser Gesundheitssystem finanziell stark belastet. Erkrankungen des
Bewegungsapparates und des Herzkreislaufsystems, aber auch Alkoholismus, Drogen- und Medikamentenabhängigkeit verursachen hohe volkswirtschaftliche Schäden. 1
Prävention versucht diese Schäden einzudämmen. Der Einsatz von präventiven Maßnahmen ist jedoch kritisch zu sehen, da mit jeder Maßnahme die auf die Vermeidung oder Verringerung von Erkrankungen gerichtet ist, Kosten ve rbunden sind.
Mediziner und Ökonomen versprechen sich durch Prävention Nutzeneffekte, die die Kosten übersteigen und damit langfristig zu einer finanziellen Entlastung des Gesundheitssystems führen.
Aus volkswirtschaftlicher Sicht besteht ein Nutzenzuwachs auch in eingesparten Kosten aus Frührentenansprüchen oder der Aufrechterhaltung der Produktivität des Individuums. Für den einzelnen Patienten können Vorsorgeuntersuchungen zu mehr Sicherheit in der Diagnoseerstellung bei erblicher Vorbelastung (z.B. Brustkrebs) führen. Des Weiteren kann Prävention zu einer Verbesserten Lebensqualität des Individuums führen.
Um die Nutzenstiftung von Präventionsmaßnahmen nachzuweisen bedarf es der Hilfe der Epidemiologie und Evaluation. Dadurch kann im Vorfeld der Maßnahmen überprüft und sichergestellt werden, wo und in welchem Umfang diese Maßnahmen zum Einsatz kommen, wie die Zielstellungen aussehen und welche Erfolge erwartet werden.
1 Vgl. Höfling (2001), S. 7.
2
2. Grundlagen
Zunächst ist es zweckmäßig die Begriffe Prävention, Epidemiologie, Evaluation und Rehabilitation zu erläutern.
2.1 Prävention
„Prae-venire“ [lateinisch] bedeutet einer Sache zuvorkommen. Im medizinischen Kontext meint Prävention, einem Risiko zu erkranken oder einer konkreten Erkrankung vorzubeugen. Prävention bedeutet weiterhin, einer Verschlimmerung des schon bestehenden Leidens entgegen zu wirken.
Im Allgemeinen wird unterschieden zwischen der primären, der sekundären und der tertiären Prävention. 2
Unter primärer Prävention (= Gesundheits-Vorsorge) versteht man alle Maßnahmen, die den Eintritt einer Krankheit durch gezieltes Eingreifen verhindern oder verzögern. Sekundäre Prävention umfasst alle Maßnahmen, die dazu beitragen die Verschlimmerung eines bereits bestehenden gesundheitlichen Schadens zu vermindern. Zur Sekundärprävention werden auch die Früherkennung und Frühbehandlung von Erkrankungen gezählt. Behandlungen von bereits symptomatisch gewordenen Schäden mit dem Ziel, einer Verschlimmerung und den daraus resultierenden Folgeschäden vorzubeugen, nennt man tertiäre Prävention. 3
Präventivmedizin verhütet durch frühzeitige Erkennung von Risikofaktoren (genetische Vorbelastung, Rauchen, Übergewicht) und Aufklärung der Öffentlichkeit Krankheiten. 4 Vorbeugende Medizin (Präventivmedizin) versucht sowohl die bestehende Gesundheit zu erhalten und ebenso diese zu verbessern, als auch pathologischen Veränderungen entgegenzuwirken. 5
2 Vgl. Schipperges (1997), S. 3.
3 Vgl. zu diesem Absatz Staehle (1996), S. 35.
4 Vgl. Hell (2002), S. 680.
5 Vgl. Allhoff (1997), S. 3 .
3
2.2 Epidemiologie
Ein zentrales Anliegen moderner Gesundheitsforschung ist die Erfassung der Auswirkungen von Verhalten und Umweltbedingungen auf den physischen und psychischen Gesundheitszustand des Menschen. 6
„Die Epidemiologie beschäftigt sich deshalb mit der Verteilung von Krankheiten und mit den Faktoren, welche diese Verteilung beeinflussen.“ 7 Zu diesem Zweck betrachtet die Epidemiologie Bevölkerungsgruppen, die sich in b estimmten Merkmalen einerseits und in ihrem Gesundheitszustand andererseits unterscheiden. 8
Epidemiologie leitet sich aus der Untersuchung von Epidemien und deren Entstehung ab. Sie beschränkt sich jedoch nicht nur darauf, sondern umfasst das gesamte Spektrum der Krankheiten. 9
Die Ausbreitungsmechanismen klassischer Epidemien (z.B. Pest, Cholera) sind seit einigen Jahren weitgehend bekannt. Daher konzentriert sich die epidemiologische Forschung auf verbreitete chronische Erkrankungen. Des Weiteren fungiert Epidemiologie als Bindeglied zwischen Ursachenforschung und öffentlichem Gesundheitswesen. 10
2.3 Evaluation
Evaluation (englisch: to evaluate = einschätzen, value = Wert) bezeichnet eine wertende Untersuchung bzw. Analyse. Durch Evaluation wird der Wert eines Produktes, Prozesses oder eines Programms beurteilt. 11 Im Gesundheitswesen versteht man unter Evaluation Wirtschaftlichkeitsanalysen bei diagnostischen Verfahren, Therapien und anderen Gesundheitsleistungen. Evaluationen werden aufgrund des Bestrebens nach Effizienz, also einen
6 Vgl. Kreienbrock (1997), S. 1.
7 Ebenda, S. 1.
8 Vgl. Tietze (1997), S. 137.
9 Vgl. Kreienbrock (1997), S.1.
10 Vgl. zu diesem Absatz ebenda S. 1.
11 Vgl. Walter (1997), S. 115.
Arbeit zitieren:
Romy Heymann, 2003, Ermittlung des Nutzens von Prävention, München, GRIN Verlag GmbH
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