Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Einführung in die Lexikologie 4
3. Onomasiologie 5
4. Differenzierung von Onomasiologie und Semasiologie 6
5. Abgrenzung der Wortbedeutung 7
5.1 Bedeutungstheorien 7
5.1.1 Behavioristische Theorie 8
5.1.2 Gebrauchs- Handlungstheorien 8
5.1.3 Zeichentheoretische Bedeutungskonzeptionen 8
5.1.4 Bedeutung als Relation 10
5.1.5 Bedeutung als Bewusstseinsinhalt 10
6. Abbildfunktion der Wortbedeutung 10
6.1 Wortbedeutung Begriff 10
6.2 Bedeutung Sachwissen 11
6.3 Denotative Bedeutung Fachwissen 11
6.4 Konnotative Bedeutung 12
7. Wortbedeutung als psychischer Prozess 12
7.1 Die Netzwerkmodelle 13
7.2 Das Merkmalsmodell 14
7.3 Die Prototyptheorie 15
7.4 Die Referenzmodelle 16
7.5 Die Kernhypothese 16
7.6 Der Bedeutungswandel 17
7.7 Piagets Begriffs- Bedeutungsentwicklung 18
8. Der Prozess des Verstehens 19
8.1 Die Benennung und ihre Folgen 19
9. Schlussbetrachtung 21
10. Literaturverzeichnis 22
11. Anhang A: Überdehnung von Wörtern 23
12. Anhang B: Veranschaulichung der Bedeutungsaktivierung 24
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1. Einleitung
Was ist ein Wort?
Wann ist ein Wort eine Bezeichnung und was genau ist die Bedeutung eines Wortes?
In diesem Zusammenhang stellt man sich schnell die Frage, wie Bedeutungen zustande kommen und im Gehirn gespeichert werden. Gibt es Unterschiede zwischen den verschiedenen Bedeutungen, und woran genau kann man das festmachen?
Diese Fragen werden hier besprochen und beantwortet. Zu Beginn werde ich kurz die Aufgaben der Lexikologie beschreiben, um dann näher auf die Onomasiologie und die Semasiologie einzugehen und die Unterschiede zwischen Bezeichnungslehre und Bedeutungslehre aufzuzeigen. Anschließend werden die Bedeutungstheorien näher untersucht. Ich werde einige Theorien, die noch bis heute Geltung haben, nennen und beschreiben sowie die Determination der Bedeutung zu Wörtern wie Begriff, Sach- und Fachwissen liefern.
Wie ist eine Bedeutung im Gedächtnis gespeichert oder zusammengesetzt? Das wird im nächsten Abschnitt der hier vorliegenden Ausarbeitung genauer untersucht.
Abschließend wird dann noch auf das Verstehen und Behalten von Wörtern eingegangen.
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2. Einführung in die Lexikologie
Die Lexikologie - Die Lehre vom Wortschatz
In der Lexikologie werden Bedeutungen von lexikalischen Zeichen, die Wortbildung und die Funktion dieser Wörter sowie deren Struktur betrachtet.
Das Wort ist die Voraussetzung, das Mittel und das Resultat menschlicher sprachlicher Tätigkeit (T. Schippan, 1984, S. 13) . Das Lexem ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Lexikologie. Ein Lexem ist eine Wortschatzeinheit und kann somit ein Wort sein oder auch eine feste Wortverbindung.
Was macht die Einheit eines Wortes aus? Was ist die Funktion eines Wortes in der Kommunikation? Und was führt zu Veränderungen der Wörter und des Wortschatzes?
Hierzu haben sich drei verschiedene Stränge in der Lexikologie gebildet um diese Fragen zu erörtern.
I. Die allgemeine & spezielle Lexikologie Hier geht es sowohl um Gesetzmäßigkeiten, die auf viele Sprachen anzuwenden sind, als auch um die Wort- und Wortschatztheorien einer Sprache. II. Die historische Lexikologie
Gegenstand dieser Untersuchungen sind sprachgeschichtliche Entwicklungen des Wortschatzes III. Strukturelle Lexikologie Die strukturellen Untersuchungsmethoden dienen zur Beschreibung der Wortbedeutung und der Bedeutungsbeziehungen.
Die Lexikologie betrachtet also lexikalische Zeichen unter Berücksichtigung geschichtlicher Entwicklungen, Bedeutungen und sprachspezifischer Aspekte.
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3. Onomasiologie
Onomasiologie bedeutet so viel wie „Bezeichnungslehre“ Man betrachtet die nominative Funktion der Lexeme, deshalb kann man es auch die Wissenschaft der Nomination nennen. Der Begriff „Bezeichnung“ ist hier synonym zu „Benennung“.
Es geht dabei konkret um die Umstände, wie in einer bestimmten Frage ein Bezeichnungsobjekt zu einer bestimmten Zeit, einer bestimmten Gegend bezeichnet wird (T. Schippan, 1984,S. 29), um Regeln die Wortwahl betreffend und auch um die Relation zwischen dem Wort und dem zu bezeichnenden Gegenstand. Diese Relation wird als dialektisch und materialistisch bezeichnet. Dialektisch meint die Verflochtenheit des Wortes mit der Sache. Materialistisch bedeutet hier, dass die Sache voll für sich alleine existieren kann (T. Schippan, 1984, S.29). Die Voraussetzung für onomasiologische Betrachtungsweisen liegt in der Wortbedeutung, denn die Kommunikationspartner müssen über die gleiche Sachkenntnis verfügen, um das Wort in die gleiche Klasse einzustufen. Außerdem werden die Potenzen des Wortschatzes betrachtet, also die systemhaften Zusammenhänge.
Der Wortschatz wird in thematischen Reihen erfasst und untersucht. Diese thematischen Reihen oder Sachgruppen umschließen Wörter, die den gleichen Realitätsbezug aufweisen, oder sich unter einem Denotat gliedern lassen. Ein Denotat kennzeichnet die formale Beziehung zwischen den Wörtern, und ist deshalb auch das Resultat der Verallgemeinerung. Der Inhalt einer solchen thematischen Reihe kann durch eine semantische Beziehung, Interesse, ideologische Einsstellung oder kulturell-historischen Gegebenheiten geprägt sein.
Durch die Verknüpfung synonymer, antonymer oder hyperonymer Bezeichnungen lässt sich die Textkohärenz, der semantische Textzusammenhang, aufdecken (T. Schippan, 1984, S.33).
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4. Differenzierung von Onomasiologie und Semasiologie
Um die Frage nach dem Unterschied zwischen Onomasiologie und
Semasiologie beantworten zu können, betrachten wir die Semasiologie kurz etwas näher. Sie fragt nach dem, was ein Lexem bedeutet. Das ist zum einen abhängig von dem Kontext, in dem dieses Lexem vorkommt, zum anderen wird die Bedeutung aber auch modifiziert durch semantische Veränderungen im Wortschatz. Ein weiterer Gegenstand der Semasiologie liegt auf der semantischen Beziehungen zwischen Lexemen in einem Text und deren Anteil am Zustandekommen der Textbedeutung (T. Schippan, 1984). Die lexikalische Semantik begutachtet auch die Bedeutung eines Lexems in einer bestimmten Sprache.
Die Relation zwischen Onomasiologie und Semasiologie ist als dialektisch zu bezeichnen. Während die Onomasiologie untersucht, was ein Lexem bezeichnet und was genau ein Bezeichnungsobjekt bestimmt, kümmert man sich in der Semasiologie um die Bedeutung der Lexeme. Die Onomasiologie ermittelt die Bezeichnungsfunktion, und gliedert die Lexeme in thematische Reihen. Die Semasiologie spiegelt die an der Kommunikation orientierten Abbilder wider. Beide Disziplinen betrachten das sprachliche Beziehungssystem. Die Onomasiologie bezieht sich auf des Sprachsystem und die Semasiologie auf den Text, so dass sie sich gegenseitig ergänzen. Die folgende Grafik soll den Sachverhalt deutlicher machen:
(Abb.: T. Schippan, 1984, S. 30)
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Arbeit zitieren:
Daniela Mankel, 2001, Onomasiologische und semasiologische Betrachtungen in der Lexikologie unter Berücksichtigung der kognitiven Aspekte, München, GRIN Verlag GmbH
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