Inhaltsverzeichnis:
A. Einleitung und Abgrenzung 3
B. Sturmflut 3
I. Einflüsse und Entstehen von Sturmfluten 3
1. Hydrologische Einflüsse 3
2. Morphologische Einflüsse 5
3. Meteorologische Einflüsse 5
4. Zusammenwirken der Faktoren 7
II. Einteilung und Auftreten von Sturmfluten 8
III. Historische Sturmfluten 8
C. Hamburger - Sturmflut 1962 10
D. Küstenschutz 12
I. Schutzmaßnahmen in Hamburg nach 1962 12
II. Hamburger Hochwasserschutz heute 14
III. Niederlande - Der Deltaplan 14
E. Schlußbetrachtung 16
F. Literaturverzeichnis 18
G. Internetquellen 19
1
Abbildungsverzeichnis :
Abbildung 1: Konstellation Sonne, Erde, Mond (Press 1995, S. 14)
Abbildung 2: Tidekurvenschema (Petersen 1995, S. 377)
Abbildung 3: Nordsee mit Sturmtiefzugbahnen (Microsoft Encarta 2003)
Abbildung 4: Hauptzugbahnen der Zyklonen über der Ostsee (Kramer 1992, S.509)
Abbildung 5: Wetterlage am 16.2.62 (NDR-Online, Internet)
Abbildung 6: Flutkurvenverlauf normal, 1962 und 1976 (NDR Online, Internet)
Abbildung 7: Links: Überschwemmtes Hafengebiet bei den Landungsbrücken, rechts: HWS-Wand an den
Landungsbr ücken Hamburger Hafen (Freie und Hansestadt Hamburg, Internet)
Abbildung 8: Querschnitte von Seedeichen mit Sandkern (Kramer 1992, S. 98)
Abbildung 9: Bauprogramm des Hamburger Hochwasserschutzes (Freie und Hansestadt Hamburg, Internet)
Abbildung 10: Osterscheldewehr (G.O. - Wissen Online, Internet)
Abbildung 11: Maesland-Sperrwerk ( Universität Karlsruhe, Internet)
2
A. Einleitung und Abgrenzung
Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass Hochwässer Naturereignisse sind mit denen auch wir in Europa leben müssen. Die letzten Hochwässer waren allerdings aus schließlich auf die Flüsse Mitteleuropas begrenzt. Dennoch gibt es auch Hochwässer an den Küsten. Im Wörtherbuch „Allgemeine Geographie“ ist Hochwasser wie folgt definiert: „1. im Meer der Hochstand des Wassers bei Flut (…), - 2. allgemein bei Flüssen der Hochstand der Wasserführung, der im Extremfall zu Überschwemmungen führt (…)“. (Leser 2001, S. 324) Nach dieser Definition ist also Hochwasser an den Küsten eine tägliche Erscheinung und nichts Gefährliches, an den Flüssen hingegen schon ein Ausnahmefall. In dieser Arbeit mit dem Titel „Hochwasser an Nord- und Ostsee“ sollen nun Ausnahmefälle des Hochwassers an den Küsten besprochen, und Maßnahmen zum Schutz der Küsten vorgestellt werden. Zunächst soll der Begriff Sturmflut geklärt, ihre Ursache erläutert, sowie die Unterschiede zwischen Nord- und Ostseesturmfluten aufgezeigt werden. Anschließend möchte ich auf historische Sturmfluten an Nord- und Ostsee, und speziell auf die Sturmflut in Hamburg 1962 eingehen. Danach werden noch einige Maßnahmen zum Schutz vor Sturmfluten an den Nordseeküsten Deutschlands und den Niederlanden erläutert. Als Abschluss werde ich ein kurzes Fazit über die Sturmfluten allgemein und die Entwicklung des Küstenschutzes ziehen.
B. Sturmflut
Als Sturmfluten werden an den Küsten diejenigen Hochwässer bezeichnet, welche mehr als einen Meter über den mittleren Tidehochwasserstand (MThw) steigen. Diese Ausnahmefälle des Hochwassers an den Küsten (hier Nord- und Ostsee) werden durch verschiedene Faktoren beeinflusst. Die wichtigsten Einflüsse sind meteorologischer, morphologischer und hydrologischer Art.
I. Einflüsse und Entstehen von Sturmfluten
1. Hydrologische Einflüsse
Die hydrologischen Einflüsse lassen sich wiederum in verschiedene Punkte unterteilen. Der erste Punkt ist hierbei zunächst der Gezeiteneinfluss. Dieser wird durch den wechselseitigen Einfluss von Sonne, Mond und Erde hervorgerufen und erzeugt dadurch die sogenannte
3
Tide. Die Abbildung 1 zeigt hierbei die verschiedenen Konstellationen der Planeten. Bei Neumond und Vollmond addieren sich die Gezeiten von Sonne und Mond und es ergibt sich eine besonders hohe Flut, die sogenannte Springflut. Im ersten und letzten Viertel des Mondes wirken die beiden Gezeiten von Sonne und Mond entgegengesetzt, da sie im rechten Winkel
Abbildung 1: Konstellation Sonne, Erde, Mond (Press 1995, S. 14)
Abbildung 2: Tidekurvenschema (Petersen 1995, S. 377)
4
Zwei weitere hydrologische Faktoren sind die Wasserführung der Tideflüsse und Eisdecken bzw. Eisschollen auf dem Meer oder in den Tideflüssen, welche die Pegelstände an den Küsten beeinflussen können. Den letzten hydrologischen Faktor bilden die sogenannten Fernwellen aus dem Atlantik. Dies sind Wellen, die durch meteorologische oder tektonische Phänomene verursacht werden und in die Randmeere einlaufen können.
2. Morphologische Einflüsse
Auch das Relief hat Einfluss auf Sturmfluten. So beeinflussen Fjorde oder ein langer enger Flussschlauch die Höhe des Wellenauflaufs. Verstärkt oder abgeschwächt wird die Wirkung noch durch die Windrichtung, je nachdem, ob sie senkrecht oder quer zur Küste ist. Eine gla tte Küste oder eine Küste mit vorgelagerten Inseln, Halligen oder Watten beeinflusst den Wellenauflauf ebenfalls, genauso wie eine Flachküste oder felsige Steilküste. Den bedeutendsten Einfluss haben hierbei jedoch trichterförmige oder sich nach innen erweiternde Buchten, sowie die Frage, ob es Entlastungen durch mögliche Überflutungsgebiete und Abdämmungen der Nebenflüsse gibt.
3. Meteorologische Einflüsse
Der meteorologische Einfluss stellt den Haupteinfluss dar, welcher zu Ausnahme-Hochwässern an den Küsten führt. Dabei ist vor allem der Einfluss von Sturmwetterlagen und somit des Windes infolge von Tiefdruckgebieten ausschlaggebend. Sturmwetterlagen entstehen bei großen Luftdruckunterschieden zwischen dem Island-Tief und Südwest-Europa. Dadurch wandern Tiefdruckgebiete mit Zugrichtung W-NW in Richtung Skandinavien. Auf diesem Weg kann sich ein Tiefdruckgebiet zu einem Sturmtief entwickeln. Die Stürme werden hierbei folgendermaßen klassifiziert: - Sturm bei Windstärke 9 Beauford = Windgeschwindigkeit 75-88 km/h - Schwerer Sturm bei Windstärke 10 Beauford = Windgeschwindigkeit 89-102 km/h - Orkan bei Windstärke 12 Beauford = Windgeschwindigkeit > 118 km/h Allerdings ist zu beachten, dass nicht jedes Sturmtief eine Sturmflut verursacht. Die Wirkung eines Sturmtiefs stellt sich wie folgt dar: Der Wind drückt das Wasser durch auflandige Winde gegen die Küsten. Dadurch ergibt sich örtlich ein so genannter Windstau und es entstehen auch kurzperiodische Oberflächenwellen. Die Folge ist, dass das Wasser nicht mehr abfließen kann und teilweise auch die Ebbe ausbleibt, was zu hohen Wasserständen und Überflutungen führen kann. Entscheidend hierbei ist die Dauer, (Zug-)Richtung und
5
Arbeit zitieren:
Diplom-Geograph Univ. Bernd Stummer, 2003, Hochwasser an Nord- und Ostsee: Geschichte und Maßnahmen zum Schutz, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Der deutsche Föderalismus auf dem Prüfstand
Soziologie - Politische Soziologie, Majoritäten, Minoritäten
Seminararbeit, 29 Seiten
Bilanzierung immaterieller Anlagewerte nach IAS 38
BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
Diplomarbeit, 118 Seiten
Mancur Olson und "Die Logik des kollektiven Handelns"
Anwendbarkeit der Olsonschen ...
Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft
Hausarbeit, 24 Seiten
Bildung in Deutschland und Abhängigkeit vom Migrationshintergrund
Seminararbeit, 21 Seiten
Drogengebrauch und Drogenmissbrauch von Schülern bzw. Jugendlichen
Soziologie - Kinder und Jugend
Hausarbeit, 20 Seiten
Das Experiment in der Medienwirkungsforschung
Medien / Kommunikation - Methoden und Forschungslogik
Seminararbeit, 20 Seiten
Soziologie - Familie, Frauen, Männer, Sexualität, Geschlechter
Hausarbeit, 19 Seiten
Jenseits von Gut und Böse: 'Pluralität des Willens' und 'W...
Philosophie - Philosophie des 19. Jahrhunderts
Hausarbeit, 17 Seiten
Schriftlicher Entwurf zu "Sauf ruhig weiter, wenn du meinst"
Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
Unterrichtsentwurf, 7 Seiten
Unterrichtseinheit: Was machen unsere Tiere im Winter? Umgang mit Text...
Nach zuvor erarbeiteten Kriter...
Unterrichtsentwurf, 25 Seiten
Sturmfluten und Küstenschutz an der Nordsee
Geowissenschaften / Geographie - Regionalgeographie
Hausarbeit (Hauptseminar), 31 Seiten
Bernd Stummer's Text Hochwasser an Nord- und Ostsee: Geschichte und Maßnahmen zum Schutz ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Bernd Stummer hat den Text Hochwasser an Nord- und Ostsee: Geschichte und Maßnahmen zum Schutz veröffentlicht
Bernd Stummer hat einen neuen Text hochgeladen
Erlebnismagazin Nord-Ostsee-Kanal 2012
Mit vielen neuen Reportagen un...
Peter Dreves, Gerd Dumke
0 Kommentare