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Inhalt Seite
1. Einleitung 3
2. Tektonisch bedingte Steilränder 3
3. Bruchstufen
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3.1 Die Formgestalt von Bruchstufen 4
4. Schichtstufen
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4.1 Entstehung von Schichtstufen 5
4.2 Schichtabhängige Landformen 6
4.3 Entstehungsbedingungen von Schichtstufen 6
4.4 Die Formung des Stufenhangs 7
4.5 Die Entstehung von Zeugenbergen 8
4.6 Die süddeutsche Schichtstufenlandschaft 9
5. Quellenverzeichnis 9
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1. Einleitung
Flüsse, Gletscher und der Wind hinterlassen auf der Erdoberfläche ihre Spuren: Berghänge, Täler, Dünen, Flussniederungen und zahlreiche andere durch Erosion und Sedimentation geschaffe ne Formen. Die charakteristischen Merkmale der Abtragung und Sedimentation werden als Geländeformen bezeichnet. Diese Geländeformen eines Gebietes bilden die Grundlage einer Landschaft und liefern Anhaltspunkte für den geologischen Bau und für die Entwicklungsgeschichte eines Gebietes. Aber auch Falten und Störungen, die durch Gesteinsdeformation im Zuge der Gebirgsbildung entstehen, hinterlassen ihre Spuren auf der Erdoberfläche. Auch morphologische Änderungen oder Deformationen lassen Rückschlüsse auf den ihnen zugrunde liegenden geologischen Aufbau zu.
2. Tektonisch bedingte Steilränder
Bei den Bruchstufen und Schichtstufen handelt es sich um tektonisch bedingte Steilränder, denen im Vergleich zu Scherbewegungen Horizontalverschiebung) vertikale Gesteinsbewegungen zu Grunde liegen können (Abb. 1). Schichtstufen sind asymmetrisch [Press/Siever, 357]. Es handelt sich um Höhenzüge auf verkippten und teilweise abgetragenen Gesteinsfolgen, in denen sich widerständige mit weniger widerständigen Schichten abwechseln. Bruchstufen entstehen durch vertikale Störungen, an denen eine Seite im Verhältnis zur anderen entweder herausgehoben oder abgesunken ist (Abb. 1). Ihre Störungsflächen bilden meist steile Felswände. Unter einer Störung oder auch Verwerfung versteht man eine Bruchfläche, an der auf beiden Seiten eine relative Bewegung des Gesteins parallel zur Bruchfläche des Gesteins stattgefunden hat. Und zwar hervorgerufen durch Dehnung, Kompression oder Scherung. Die diese Bewegungen hervorrufenden tektonischen Prozesse wirken sich an den Plattengrenzen besonders stark aus [Leser, 959].
Abb. 1 Vertikale Störungsformen
[Press/Siever, 219]
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3. Bruchstufen
„Die markanteste und im Georeliefgefüge sehr vielfältig auftretende tektonische Formbildung ist die Bruchstufe“ [Leser, 90]. Der tektonische Ursprung von Bruchstufen ist meist an der Geradlinigkeit und der kilometerlangen Erstreckung zu erkennen (Abb. 2). Die Höhe von Bruchstufen hängt von der Sprunghöhe der Störung bzw. Verwerfung ab, entlang der die Schollen bewegt wurden. Die ursprüngliche Bewegungsfläche ist der Steilabfall, der von der höheren zur tieferen Scholle führt. Bruchstufen entstehen durch vertikale Bewegungen, womit frische Bruchstufen steil sind. „Sie werden aber bald durch die hier – wegen der Höhenunterschiede – besonders stark wirkende Erosion schnell abgeflacht. In widerstandsfähigem Gestein erhalten sie sich länger und schärfer als in geomorphologisch weichem Gestein. Frische und Deutlichkeit einer Bruchstufe deuten also entweder auf widerstandsfähiges Gestein oder jugendliches Alter“ [Leser, 91].
Abb. 2 Bruchstufe mit Hängetal in Nordgrönland gegen das nördliche Eismeer
[Ahnert, 293]
3.1 Die Formgestalt von Bruchstufen
Das Ausmaß der vertikalen Verschiebung oder die Sprunghöhe der Verwerfung kann von den kleinsten Beträgen von nur wenigen Metern, wie dies beispielsweise beim Erdbeben in San Francisco zu Beginn des 20. Jahrhunderts der Fall war, bis zu mehreren tausend Metern (~3000m) ansteigen und schwankt in der Größe von Ort zu Ort. Die Sprunghöhe der Hauptrandverwerfung des Oberrheingrabens bei Heidelberg beträgt beispielsweise etwa 1000 m.
Die Formgestalt von Bruchstufen hängt insbesondere Vom „Verhältnis zwischen der Hebungsrate und der „Intensität der Erosions- und Denudationsprozesse ab“ [Ahnert, 292].
Arbeit zitieren:
Lars Wartenberg, 2003, Bruchstufen und Schichtstufen, München, GRIN Verlag GmbH
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