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Friedrich der Große im Nationalsozialismus

Titel: Friedrich der Große im Nationalsozialismus

Hausarbeit , 2004 , 11 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Nancy Schier (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Vorbildfunktion Friedrichs des Großen im NS-Staat und der Missbrauch seiner Person in der nationalsozialistischen Propaganda sind in dieser Hausarbeit das zentrale Thema. Hierbei soll auch die Verehrung des Preußenkönigs durch den NS-Führer ins Licht gerückt werden. Des Weiteren soll aber auch diskutiert werden ob Friedrich der Große Hitler den Weg zum Erfolg überhaupt erst ermöglichte. Friedrich der Große ersche int in der nationalsozialistischen Diktatur als die Denkmalfigur schlechthin. Keine andere historische Persönlichkeit wurde derart für die NS-Propaganda benutzt wie der Preußenkönig. Warum wurde gerade die Figur Friedrich des Großen auf solche Weise für den Nationalsozialismus missbraucht? Schließlich gab es noch viele andere bedeutende historische Persönlichkeiten, auf die Hitler sich beziehen konnte; man denke hierbei nur an Bismarck oder Napoleon. Wieso wurde jedoch immer wieder Friedrich II, in Hitlers Parolen erwähnt, warum diente er überhaupt als Vorbild? Doch Friedrich diente nicht allein als Vorbild für die Massen. Hitler selbst war von dem Preußenkönig als Ikone derartig überzeugt, dass er einen regelrechten Kult um ihn aufbaute. Doch warum wählte Hitler gerade den alten Fritz als sein persönliches großes Vorbild? Antworten auf all die gestellten Fragen liefern uns v.a. Autoren, die sich mit der Ideologie von Hitler beschäftigten und somit versuchen Preußen und Friedrich den Großen in Hitlers Geschichtsbild zu erklären.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Preußen und Friedrich der Große in der NS-Propaganda

2.1. Friedrich der Große als Vorbildfunktion

2.1.1. Der Tag von Potsdam

2.1.2. Friedrich der Große im Film

2.2. Friedrich der Große als Durchhalteparole

3. Verehrung Friedrich des Großen durch Hitler (Alter-Fritz-Kult)

4. War Friedrich an Hitler Schuld?

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Instrumentalisierung der historischen Figur Friedrichs des Großen durch den Nationalsozialismus sowie dessen persönliche Verehrung durch Adolf Hitler. Dabei wird analysiert, inwiefern der „Alte Fritz“ als Vorbildfigur für Propaganda und als seelische Stütze in Krisenzeiten diente und ob ihm eine Mitverantwortung für die Entstehung der nationalsozialistischen Ideologie zugeschrieben werden kann.

  • Die Vorbildfunktion Friedrichs II. in der NS-Propaganda
  • Stilisierung als Symbolfigur für Durchhalteparolen
  • Hitlers persönlicher „Alter-Fritz-Kult“
  • Die Debatte um eine historische Mitschuld Friedrichs am Nationalsozialismus

Auszug aus dem Buch

Verehrung Friedrich des Großen durch Hitler (Alter-Fritz-Kult)

Doch Friedrich der Große war für Hitler nicht nur ein Symbol mit dem man das Volk und die Wehrmacht begeistern konnte, er war vielmehr auch eine heroische Persönlichkeit, die dem Führer selbst zu Auftrieb verhalf. Hierbei stimmte er aber nicht den Tugenden des Preußenkönig bei, der von sich selbst behauptet hatte, der erste Diener seines Staates zu sein. Vielmehr konnte sich Hitler mit dem Werdegang Friedrichs identifizieren, mit dessen Erfolgen, aber auch mit seinen Niederlagen. In den Augen des Führers gab es immer wieder neue Parallelen zwischen seinem eigenem politischen Werdegang und dem des Preußenkönigs.

Friedrich der Große vereint gewissermaßen, zumindest für Hitler, die heroischen Fähigkeiten in sich, die der Führer gerne an sich selbst gesehen hätte. „Risikobereitschaft im Wagnis des Angriffs und gegebenenfalls auch Mut zum Präventivkrieg, äußerster Widerstandswille in kritischen Lagen und Ablehnung aller politischen ‚Ausflüchte‘, und selbst nach Niederlagen fanatischer Glaube an den Endsieg: das sind die vorbildhaften Eigenschaften des Preußenkönig von 1740 (..).“

An dieses Idealbild Hitlers reichte keine andere historische Persönlichkeit so sehr heran wie Friedrich der Große. Dennoch verehrte Hitler durchaus noch andere heroische Persönlichkeiten. Bismarck, der eiserne Kanzler, prädestinierte sich schon allein durch seine Aussage „Nicht durch Reden und Majoritätsbeschlüsse werden die großen Fragen der Zeit entschieden, sondern durch Eisen und Blut.“ Auch die Aufrüstung des preußischen Heeres, der Sieg über Frankreich und die Einigung des Deutschen Reiches waren für Hitler Stoff für die Heldenverehrung Bismarcks.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Vorbildfunktion Friedrichs des Großen im NS-Staat ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach dem Missbrauch seiner Person durch Hitler.

2. Preußen und Friedrich der Große in der NS-Propaganda: Dieses Kapitel erläutert, wie Friedrich II. durch staatliche Inszenierungen wie den „Tag von Potsdam“ und den nationalsozialistischen Film als idealisiertes Vorbild für Volk und Wehrmacht instrumentalisiert wurde.

3. Verehrung Friedrich des Großen durch Hitler (Alter-Fritz-Kult): Der Abschnitt analysiert Hitlers persönliche Identifikation mit der Figur Friedrichs, die weit über rein propagandistische Zwecke hinausging und sich in einem kultartigen Verehrungsgebaren manifestierte.

4. War Friedrich an Hitler Schuld?: Hier wird die historische Debatte beleuchtet, ob Friedrich II. durch seine Machtpolitik und die von ihm geförderten preußischen Tugenden den Boden für den Nationalsozialismus bereitet habe.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Friedrich der Große die am stärksten genutzte und am besten zum nationalsozialistischen Selbstbild passende historische Symbolfigur war, deren Kritikpunkte systematisch ausgeblendet wurden.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Propaganda, Friedrich der Große, Alter Fritz, Hitler, Preußentum, Heldenverehrung, Siebenjähriger Krieg, Instrumentalisierung, Geschichtsbild, Dritter Reich, Durchhalteparole, Symbolfigur, Ideologie, Machtpolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle Friedrichs des Großen im Dritten Reich, insbesondere mit seiner Funktion als propagandistisches Vorbild für die Nationalsozialisten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Vereinnahmung Friedrichs II. für die NS-Kriegspropaganda, Hitlers persönliche Identifikation mit dem „Alten Fritz“ und die Frage einer historischen Mitschuld des Preußenkönigs am Aufstieg Hitlers.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie und warum das Bild Friedrichs des Großen für die Ziele der Nationalsozialisten und Hitlers Selbststilisierung instrumentalisiert wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine historisch-analytische Methode, basierend auf der Auswertung von Fachliteratur, Tagebuchaufzeichnungen und zeitgenössischen Äußerungen, um den Zusammenhang zwischen Preußengeschichte und NS-Ideologie zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der propagandistischen Inszenierung, die Untersuchung von Hitlers persönlichem Kult um die Figur Friedrichs sowie die Diskussion der historischen Schuldfrage.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie „NS-Propaganda“, „Friedrich der Große“, „Instrumentalisierung“, „Hitler“ und „Preußentum“ charakterisiert.

Warum diente ausgerechnet Friedrich II. als Vorbild für Hitler?

Hitler sah in Friedrich eine heroische Figur, die ihn in seiner Entscheidungskraft und seinem Durchhaltewillen bestärkte, und blendete dessen aufklärerische Züge oder politische Differenzen dabei bewusst aus.

Welche Rolle spielte der „Tag von Potsdam“ in diesem Kontext?

Der „Tag von Potsdam“ war eine zentrale propagandistische Inszenierung, die den Nationalsozialismus mit der preußischen Tradition verknüpfte und Hitler als legitimen Nachfolger der preußischen Könige präsentieren sollte.

Wie reagierte Hitler gegen Ende des Krieges auf die Situation?

Angesichts der militärischen Niederlagen berief sich Hitler verstärkt auf Friedrich II., um den Durchhaltewillen von Volk und Wehrmacht durch Verweise auf das „Wunder von Brandenburg“ zu festigen.

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Details

Titel
Friedrich der Große im Nationalsozialismus
Hochschule
Universität Mannheim
Note
2,0
Autor
Nancy Schier (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
11
Katalognummer
V27771
ISBN (eBook)
9783638297295
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Friedrich Große Nationalsozialismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nancy Schier (Autor:in), 2004, Friedrich der Große im Nationalsozialismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27771
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Leseprobe aus  11  Seiten
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