Die Vereinten Nationen sind das bisher größte Staatenbündnis in der Geschichte. Diese
Hausarbeit setzt sich mit den Zielen und Grundsätzen der Vereinten Nationen auseinander.
Auf Grundlage der UN-Charta, welche bis Heute fast unverändert blieb, werden Grundsätze
und Prinzipien des globalen Handelns der UN dargelegt. Eine besondere Stellung in dieser Arbeit kommt der Bundesrepublik Deutschland zu und es wird ihr Werdegang vom Feindstaat des zweiten Weltkrieges, hin zu einem Kandidaten auf einen ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat skizziert, sowie die Schwerpunkte deutscher UNPolitik
Friedenssicherung, Entwicklungszusammenarbeit und Schutz der Menschenrechte herausgearbeitet. Ein Grossteil dieser Arbeit widmet sich den zahlreichen Reformansätzen des Systems der Vereinten Nationen. So wird die Rolle und Reformmöglichkeiten der wichtigsten UNHauptorgane Sicherheitsrat, Generalversammlung, Sekretariat und ECOSOC untersucht. Die Frage ist, ob und wie ein Reformprozess, über dessen Notwendigkeit ein breiter Konsens
in den Mitgliedsstaaten herrscht, möglich werden kann. Denn die politische Lage hat sich zweifelsohne geändert. Der Kalte Krieg ist Geschichte, der Kampf gegen den internationalen Terrorismus ist spätestens nach dem Elften September in den Vordergrund gerückt. Deutschland ist wieder zur Krieg führenden Nation geworden und im Irak tobt(e) ein Krieg der ohne Mandat der UN erfolgte. Inwiefern die Vereinten Nationen diesen weltpolitischen Veränderungen Rechnung tragen, getragen haben und tragen werden, ist Thema dieser Hausarbeit.
Gliederung
1. Einleitung
2. Grundsätze und Ziele der Vereinten Nationen
3. Deutschland in den Vereinten Nationen
3.1. Die BRD
3.2. Die DDR
3.3. Schwerpunkte Deutschlands UN-Politik
3.3.1 Friedenssicherung
3.3.2 Entwicklungszusammenarbeit
3.3.3 Menschenrechtsschutz
4. Reformprozesse in der UN und der deutsche Anteil an diesen
4.1. Der Sicherheitsrat
4.2. Die Generalversammlung
4.3. Das Sekretariat
4.4. Der Wirtschafts- und Sozialrat ECOSOC
5. Fazit
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit untersucht die Rolle und den Werdegang Deutschlands innerhalb der Vereinten Nationen sowie die vielfältigen Reformansätze des UN-Systems. Dabei wird analysiert, wie sich Deutschland von einem ehemaligen Feindstaat zu einem aktiven Akteur entwickelt hat und vor welchen Herausforderungen das internationale Staatenbündnis bei notwendigen strukturellen Anpassungen steht.
- Historische Entwicklung der deutschen Mitgliedschaft in der UN (BRD und DDR)
- Schwerpunkte der deutschen UN-Politik: Friedenssicherung, Entwicklung und Menschenrechte
- Reformbedarf und Reformmöglichkeiten der wichtigsten UN-Hauptorgane
- Die Rolle der Generalversammlung und des Sicherheitsrates in einer sich wandelnden Weltordnung
- Herausforderungen der ECOSOC-Reform und strukturelle Anpassungen im UN-Sekretariat
Auszug aus dem Buch
4.1. Der Sicherheitsrat
Dem Artikel 23 der Charta der Vereinten Nationen zufolge setzt sich der Sicherheitsrat aus 15 Mitgliedsstaaten zusammen, die je einen Vertreter entsenden. Fünf Mitglieder gehören dem Sicherheitsrat ständig an, das sind Russland, die USA, Großbritannien, Frankreich und China.
Weitere zehn Mitgliedsstaaten sind nicht-ständige Mitglieder im Sicherheitsrat aktiv. Jedes Jahr wählt die Generalversammlung fünf Mitglieder auf zwei Jahre, wobei eine direkte Widerwahl ausgeschlossen ist. Am 1.Januar 1966 legte die Generalversammlung folgenden verbindlichen Verteilungsschlüssel für die Nichtständigen Mitglieder fest. Demnach bekommen afroamerikanische Staaten fünf, lateinamerikanische Staaten zwei, westeuropäische und andere Staaten zwei Sitze. Ein Sitz ist für ein osteuropäisches Land bestimmt.
Der Sicherheitsrat trägt die „Hauptverantwortung für die Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit“ und handelt „als Organ im Namen der Organisation und nicht der einzelnen Mitgliedsstaaten. Entsprechend umfassend und weit reichend sind seine Aufgaben und Kompetenzen in diesem Bereich“, auf deren ausführliche Darstellung an dieser Stelle verzichtet wird. Viel mehr soll es an dieser Stelle um die Ansätze einer Reform des UN-Sicherheitsrates gehen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Bedeutung der Vereinten Nationen dar und skizziert das Ziel der Arbeit, die deutsche Rolle und UN-Reformprozesse zu untersuchen.
2. Grundsätze und Ziele der Vereinten Nationen: Dieses Kapitel erläutert die in der UN-Charta verankerten Ziele sowie die grundlegenden Prinzipien, auf denen die Organisation basiert.
3. Deutschland in den Vereinten Nationen: Hier wird der historische Weg der BRD und DDR in die UN sowie die heutigen politischen Schwerpunkte Deutschlands, wie Friedenssicherung und Menschenrechte, behandelt.
4. Reformprozesse in der UN und der deutsche Anteil an diesen: Dieses Kapitel analysiert die Strukturen und Reformansätze der vier Hauptorgane Sicherheitsrat, Generalversammlung, Sekretariat und ECOSOC.
5. Fazit: Das Fazit resümiert die Entwicklung Deutschlands als verlässlicher Partner und bewertet die Schwierigkeiten bei der Umsetzung notwendiger Reformen innerhalb der UN.
Schlüsselwörter
Vereinte Nationen, Deutschland, UN-Charta, Sicherheitsrat, Generalversammlung, Friedenssicherung, Entwicklungszusammenarbeit, Menschenrechtsschutz, Reformprozesse, ECOSOC, Außenpolitik, internationale Sicherheit, Völkerrecht, Weltpolitik, Reformdebatte.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Zielen und Grundsätzen der Vereinten Nationen und beleuchtet dabei speziell den Beitrag sowie die Rolle Deutschlands im UN-System.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind die historische Entwicklung der deutschen UN-Mitgliedschaft, die drei Säulen der deutschen UN-Politik (Frieden, Entwicklung, Menschenrechte) sowie die Reformbestrebungen der UN-Hauptorgane.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, den Werdegang Deutschlands vom Feindstaat zum Kandidaten für einen ständigen Sitz im Sicherheitsrat nachzuzeichnen und die Chancen sowie Hindernisse für Reformen im UN-System zu analysieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer politikwissenschaftlichen Analyse von UN-Charta, historischen Entwicklungen, diplomatischen Positionierungen und Fachliteratur zur Reformdebatte.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die deutsche Geschichte innerhalb der UN, die inhaltlichen Schwerpunkte der deutschen Außenpolitik sowie eine detaillierte Betrachtung der Reformprozesse in den UN-Hauptorganen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich vor allem durch Begriffe wie Vereinte Nationen, Deutschland, Sicherheitsrat, Reformprozesse und Friedenssicherung beschreiben.
Warum ist die Reform des Sicherheitsrates so schwierig umzusetzen?
Die Reform scheitert bisher an den divergierenden Interessen der Großmächte, den hohen Hürden für eine Chartaänderung und der Sorge um Machtverluste bei einer veränderten Zusammensetzung.
Welche Rolle spielt Deutschland bei den Reformen des UN-Sekretariats?
Deutschland unterstützt Maßnahmen zur Effizienzsteigerung, während das Sekretariat selbst unter Annan durch Strukturreformen erfolgreich Kosten einsparen und die Arbeitsabläufe professionalisieren konnte.
- Arbeit zitieren
- Daniel Gollasch (Autor:in), 2004, Die UNO - Aufgabengebiete und Reformprozesse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27792