II.I. Hintergründe zum Konflikt im Congo ........................................................... 1
II.IV. Versuch der Beantwortung der Hypothesen ............................................. 6 III. Fazit ................................................................................................................. 8
, 5HSXEOLN&RQJR±HLQJHVFKHLWHUWHU1HXDQIDQJ" Einleitung und Erarbeitung der Fragestellung
ÄLQ ZDUV RI WKH ÃWKLUG NLQG¶ WKHUH DUH QR IURQWV QR FDPSDLJQV QR EDVHV QR XQLIRUPV QR SXEOLFO\ GLVSOD\HG KRQRUV QR SRLQWV G¶DSSXL DQG QR UHVSHFW IRU WKH WHUULWRULDO OLPLW RI VWDWHV´ YDQ &UHIHOG QDFK +ROVWL 6
Der Bürgerkrieg im Congo steht symptomatisch für neuzeitliche ÄZDUV RI WKH WKLUG NLQG³: Kriege, deren Fronten verschwimmen und in denen zentralgelenkte militärische Operationen von Warlordtum abgelöst werden.
Spätestens seit 1998 hat der Staat im Congo aufgehört zu existieren. Neben der Intervention von acht afrikanischen Staaten, hat die Wirtschaftsmisere und die mangelnde Legitimation der Zentralregierung in Kinshasa dazu geführt, dass staatliche Institutionen und staatliche Herrschaft in weiten Teilen des Congo keine Bedeutung mehr haben. Der Krieg, der zum institutionellen Ende dieses Staates führte, ist auf einen primär ethnischen Konflikt zurückzuführen, der in den zwei östlichen Regionen, Kivu angesiedelt ist. Doch wie konnte der Konflikt in einem kleinen Teil des Landes zur faktischen Auflösung des Staates und Feindseligkeiten zwischen acht afrikanischen Nationen führen?
Erkenntnissinteresse dieses Referates ist demnach:
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.HUQNRQIOLNW Der Kernkonflikt in beiden kongolesischen Kriegen (1996/1997 und 1998 bis heute), liegt in der Unruheprovinz Kivu. Die dort angesiedelten Tutsi-Banyamulenge (Volksgruppe aus Ruanda ausgewanderter Bauern), formierten sich 1996 um Laurent Desiré Kabila, um sich
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1. der Benachteiligungen und Menschenrechtsverletzungen durch die Zentralregierung in Kinshasa zu erwehren und
2. sich der, von Kinshasa unterstützten, Hutu-Milizen aus Ruanda zu entledigen.
Nach der Machtergreifung durch Laurent Kabila, machte sich dieser der gleichen Verbrecher und Fehler schuldig, wie sein Vorgänger. Statt Demokratie und Meinungsfreiheit einzuführen, waren schwerste Menschenrechtsverletzungen, Treibjagden und Verfolgungen von Banyamulenge-Tutsi an der Tagesordnung. (vgl. Schürings, 1997: S. 78-80)
1. Zaire (Congo) konnte aufgrund der staatlichen Machtlosigkeit oder aufgrund staatlichen Kalküls zur Operationsbasis für Rebellenangriffe gegen Nachbarstaaten genutzt werden (z.B: UNITA in Angola). Die involvierten Staaten hatten ein vitales Interesse daran, diese Gruppierungen in den Griff zu bekommen. So unterstützt Angola die Zentraleregierung von Laurent Kabila (und sicherte ihm das Überleben) , der entgegen seinem Vorgänger, der angolanischen Rebellenorganisation UNITA keine Operationsbasen für Angriffe gewährt. Kurz: Die meisten der involvierten Staaten bekämpfen neben staatlichen Feinden ihre eigenen Rebellengruppen auf dem Boden der demokratischen Republik Congo.
2. Während die Alliierten der congolesischen Zentralregierung eine Möglichkeit sehen, sich mit einem Eingreifen im Congo unliebsamer Gegner zu entledigen, wird Kabila z.B. von Ruanda beschuldigt, die Unruheregion Kivu, bewußt nicht zu beruhigen. Zusätzlich lautet die Anklage, dass er den gleichen Führungsstil wie sein Vorgänger fortführe: Eine „Kleptokratie“.
Dementsprechend unterstützen die Gegner Kabilas im Osten des Congos aktiv und passiv die Tutsi-Banyamulenge im Kampf gegen die Zentralregierung und gegen ruandische Hutu-Milizen. Kurz: Seit 1998 kämpfen die Gruppierungen, die Kabila 1996/1997 an die Macht geholfen haben gegen ihn. (vgl. Wegemund, 1998: S.382)
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Arbeit zitieren:
Gerald Hensel, 2001, Herrschaftskonflikte am Beispiel der Demokratischen Republik Kongo, München, GRIN Verlag GmbH
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