I. Inhaltsverzeichnis
I. Inhaltsverzeichnis II. Abkürzungsverzeichnis
1. Einleitung S.1
2. Überblick der wettbewerbsbeschränkenden Praktiken S.2 2.1 Das Kartell S.2
2.2 Ausnutzung von Marktmacht S.3
2.3 Externes Unternehmenswachstum S.4
3. Grundzüge internationaler Wettbewerbspolitik S.5
3.1 Die extraterritoriale Anwendung nationalem Kartellsrechts S.6
3.2 Multilaterale Abkommen nationaler Kartellbehörden S.8
3.3 Schaffung internationaler Wettbewerbsregeln S.9
4. Anwendung und Lösungsmöglichkeiten internationaler Wettbewerbspolitik S.11
4.1. Wettbewerbsschutz vs. Verzicht auf Wettbewerbsschutz S.11
4.2. Strategie 1: Die Schaffung einer internationalen Wettbewerbsordnung S.12
4.3. Strategie 2: Harmonisierung von nationalen Wettbewerbsregeln S.13
4.4. Strategie 3: Die Schaffung eines internationalen Verfahrensrechts S.14
5. Fazit und Empfehlungen S.15
6. Literaturverzeichnis S.17
II
II. Abkürzungsverzeichnis
APEC = Asia-Pacific Economic Cooperation bez. = bezüglich bzw. = beziehungsweise bspw. = beispielsweise d.h. = das heißt EG = Europäische Gemeinschaft EU = Europäische Union f. = folgende Seite ff. = fortfolgende Seiten GATT = General Agreement on Tariffs and Trade Hrsg. = Herausgeber i. d. F. = in dem Fall i. d. R. = in der Regel ITO = International Trade Organization MS = Microsoft OECD = Organization for Economic Cooperation and Development S. = Seite sog. = so genannt TRAM = Trade Related Antitrust Measure u. = und u. a. = und andere US = United States UN-RBP = United Nations Commission for Trade and Development USA = United States of America vgl. = vergleiche vs. = versus WTO = World Trade Organization z.B. = zum Beispiel
III
1. Einleitung
Im Zeitalter der Globalisierung schreitet die ökonomische, politische und gesellschaftliche Entwicklung, länderübergreifend, stark voran.
Die Liberalisierung und Abschaffung vieler Handelsschranken ist stark ausgeprägt. Ziel dieser Liberalisierung ist es den Wettbewerb international, über die Grenzen hinaus zu fördern, um so die Wohlfahrt global zu steigern.
Viele Unternehmen bilden länderübergreifende Strukturen. Sie verlagern bspw. Teile ihres Unternehmens in das Ausland. Des Weiteren ist die Globalisierung durch zahlreiche internationale Akquisitionen und Fusionen geprägt, wie beispie lsweise die Fusion der beiden Automobilkonzerne Daimler Benz und Chrysler 1998.
Diese Ausdehnung der internationalen Zusammenarbeit, bringt Risiken für den internationalen Wettbewerb mit sich. Die stark voranschreitenden supranationalen Verflechtungen vieler Unternehmen und die dadurch resultierenden Wettbewerbsbeeinträchtigungen, gleichze itig die Gewissheit, dass es derzeit keine standardisierten und vollzugsberechtigten internationalen Wettbewerbsregeln gibt, eröffnet die Frage: Brauchen wir ein Weltkartellamt? Diese Hausarbeit wird sich auf die durch die Globalisierung ausgelösten Effekte auf den Wettbewerb konzentrieren und analysieren, ob die Durchsetzung eines Weltkartellamtes möglich und von Nutzen ist. Darüber hinaus werden weitere Strategien gegen internationale Wettbewerbsbeschränkungen erläutert, die möglicherweise die internationale Wettbewerbspolitik verbessern würden.
Kapitel zwei gibt einen Überblick von wettbewerbsbeschränkenden Praktiken, um dem Leser ein besseres Verständnis über dieses komplexe Thema zu geben.
Kapitel drei erläutert die Grundzüge des internationalen Wettbewerbs und zeigt die Möglichkeiten der internationalen Wettbewerbspolitik auf.
Schließlich greift Kapitel Vier diese Möglichkeiten auf und veranschaulicht auf diesen Gedanken basierende Strategien, welche potentielle Lösungsmöglichkeiten internationaler Wettbewerbsprobleme sind. 1
1 Anmerkung des Verfassers: Die Gliederung dieser Seminararbeit steht in Bezug zu dem Auszug von Kerber,
W. (1999), Wettbewerbspolitik als nationale und internationale Aufgabe, in: Apolte, T., Caspers, R., Welfens,
P.J.J. (Hrsg.), Standortwettbewerb, wirtschaftpolitische Rationalität und internationale Ordnungspolitik, S.242-
267.
1
2. Überblick wettbewerbsbeschränkender Praktiken
Unter dem Begriff Wettbewerb werden Aktivitäten verstanden, bei dem zwei oder mehrere Parteien, die gegenseitig in Konkurrenz stehen wetteifern, um ihre Marktstellung zu verbessern. Dieses beinhaltet beispielsweise die Schaffung von konkur renzfähigen Preisen, Mengen, Konditionen u. a.
Die Gefahr von Wettbewerb ist, dass einzelne Unternehmer ihre Marktmacht ausnutzen, um ihren Gewinn zu maximieren oder ihrer Kosten zu senken.
Unter Wettbewerbsbegrenzung kann man nun alle Praktiken verstehe n, die gegen die optimale Funktionsweise des Wettbewerbs streben. Auf die optimale Funktionsweise kann aus Kapazitätsgründen hier nicht weiter eingegangen werden. Es werden im Folgenden einige weit verbreitete Wettbewerbsbeschränkungen erläutert.
2.1 Das Kartell
Ein Kartell ist eine schriftliche oder mündliche Vereinbarung bei dem zwei oder mehr Parteien einer Marktseite, in der Regel Anbieter, welche potentielle Wettbewerber sind, einen Vertag eingehen.
Die Kartellvereinbarung enthält verschiedene Aktionsparameter. Mögliche Parameter sind, Preis, Menge, Verkaufs-, Bezugskonditionen u. a. Die Bildung eines Kartells verschafft seinen Teilnehmern Vorteile. Im Allgemeinen werden Kartellvereinbarungen geschlossen, um Kosten zu senken oder um den Gewinn zu ma ximieren.
Es gibt zahlreiche Formen von Kartellen. Im Folgenden wird ein kurzer Überblick wichtiger Kartellformen gegeben:
- Das Preiskartell: Hierbei handelt es sich um einen Vertrag, bei dem die Teilnehmer einen einheitlich Preis ihrer Produkte oder Le istungen beschließen, welcher über dem Wettbewerbpreis liegt.
- Das Konditionskartell: B ei diesen Kartellen treffen die Teilnehmer eine Absprache über die Liefer-, Zahlungs-, Verkaufs- und Geschäftsbedingungen.
- Das Mengenkartell: Inhalt der Kartellvereinbarung ist die Absatz- und Produktionsmenge.
2
- Das Produktionskartell: Der Kartellvertrag enthält Regelungen über die Produktart und die angewandten Produktionsverfahren.
- Das Gebietskartell: Bei dieser Kartellform teilen sich die betreffenden Vertragspartner ein Gebiet für den Absatz von Waren oder Dienstleistungen untereinander auf. 2
Kartelle existieren nicht nur auf nationaler, sondern auch auf internationaler Ebene, welche den Wettbewerb auf nationalen und internationalen Märkten beschränken. Als Beispiel wäre der Fall des Zementkartells zu nennen. Bei diesem Fall handelte es sich um den bis dahin größten Fall eines supranationalen Kartells auf EU-Ebene. Zweiund vierzig Unternehmen aus sechzehn europäischen Ländern waren daran beteiligt. Die beteiligten Firme n und Verbände hatten den Markt für Zement durch unzulässige Vereinbarungen aufgeteilt. 3
2.2 Ausnutzung von Marktmacht
Marktmacht ist gleichzeitig Bedingung und Gefahr für den Wettbewerb. Marktmacht kann sich natürlich und rechtmäßig entwickeln, oder durch unfaires oder rechtswidriges Verhalten. Auf der einen Seite hilft es den Produzenten, ihre Strategien zu verwirklichen. Auf der anderen Seite ist es jedoch möglich, dass Produzenten ihre marktbeherrschende Stellung ausnutzen und dadurch den Wettbewerb beschränken. Typische Strategien sind:
- Preisdiskriminierung: Bezeichnet eine Vorgehensweise, bei der ein Unternehmer seine Waren oder Dienstleistung zu unterschiedlich hohen Preisen an seine Kunden ve rkauft.
- Ausschließlichkeitsbindung: Ein Vertag zwischen einem Unternehmer und einem Abnehmer/Zulieferer, bei dem festgelegt wird, dass der Abnehmer/Zulieferer ausschließlich Waren von dem Unternehmen bezieht/liefert.
- Kopplungsgeschäfte: Geschäft e bei dem der Käufer des gewünschten Produktes die Verpflichtung trägt, weitere Produkte oder Waren zu kaufen.
- Gegenseitigkeitsgeschäfte: Verfahren nach dem Motto, ich kaufe bei dir, wenn du bei mir kaufst.
2 Vgl. Schmidt (2001), S.120ff.
3 Vgl. Achenbach, H. (2000).
3
Arbeit zitieren:
Axel Brosey, 2002, Brauchen wir ein Weltkartellamt? Internationale Wettbewerbspolitik im Zeitalter der Globalisierung, München, GRIN Verlag GmbH
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