Inhaltsverzeichnis
1 Kurzzusammenfassung des Buches 3
„Vom Risiko“ von Wolfgang Bonß
2 Stellungnahme zum referierten Kapitel 4
„Die Idee der Versicherungsgesellschaft“
3 Inhalt des Kapitels
3.1 Verantwortung als Haftungsproblem 5
3.2 Individuelle und soziale Risiken 8
3.3 Grenzen der Versicherbarkeit 10
4 Literaturverzeichnis 13
2
1 Kurzzusammenfassung des Buches „Vom Risiko“ von Wolfgang Bonß
Wolfgang Bonß beschäftigt sich in seinem Buch „Vom Risiko: Unsicherheit und Ungewißheit in der Moderne“ mit der Soziologie des Risikos, einem relativ neuen Zweig der Soziologie. In seiner Arbeit beleuchtet er dieses Thema sowohl unter systematischen als auch unter historischen Gesichtspunkten. Dabei wird zum einen deutlich, daß Bonß eine
Auflösung der restriktiven Verknüpfung von Risiko und Technik anstrebt und die Ansicht vertritt, daß man Risiken unter dem „allgemeineren Bezugsrahmen des Problems von Unsicherheit und Ungewißheit“ (Bonß, 1995, S.18) sehen muß, zum anderen beklagt er die vorherrschende Sicht, die sich auf das 19. und das 20.Jahrhundert beschränkt. Seiner Ansicht nach beginnt die Handhabung von Unsicherheiten nach dem Modell des Risikos bereits im 13.Jahrhundert.
Ziel seines Buches ist es, „anhand ausgewählter Fallbeispiele eine ‚Diskursgeschichte‘ des Risikokonzeptes in systematischer Absicht zu skizzieren“ (Bonß, 1995, S.19). Dabei gliedert er seine Arbeit in drei Abschnitte:
In Kapitel I versucht Wolfgang Bonß den theoretischen Rahmen, also die Perspektiven und Grundbegriffe einer soziologischen Risikoanalyse, näher zu erläutern. Dabei geht er in Kapitel I.1 von einer „Analyse der übergreifenden Konzepte von Unsicherheit und Ungewißheit [aus], die gleichsam den Kontext definieren, um den semantischen Gehalt des neuzeitlichen Risikobegriffs zu umreißen“ (Bonß, 1995, S.20). In Kapitel I.2 versucht Bonß zu verdeutlichen, was heutzutage unter dem Slogan ‚Risiko als soziales und kulturelles Konstrukt‘ verstanden wird und geht dabei genauer auf die Binnendifferenzierungen dieses Konstrukts, die durch die Abgrenzung von Risikohandlungen und Risikosystemen entstehen, ein. Schließlich geht er in Kapitel I.3 auf das Gegenteil der Unsicherheiten und des Risikos ein: die Sicherheit und die „Möglichkeiten der Umwandlung von Unsicherheiten in Sicherheiten“ (Bonß, 1995, S.20).
3
Inhalt des II. Kapitels ist eine „umfangreiche Rekonstruktion des Einübens
der neuzeitlichen Risikopraxis“ (Bonß, 1995, S.20) In Kapitel II.1 zeigt
Bon ß mittels ausgewählter Beispiele, „wie sich die
Unsicherheitskonstruktionen im Übergang von der Vormoderne zur
Moderne verändern“ (Bonß, 1995, S.20) und welche Rollen dabei die
zweckrationale Kalkulation und der Protestantismus spielen. Parallel dazu
untersucht Wolfgang Bonß in Kapitel II.2 wie die verschiedenen
Absicherungspraxen entstanden sind. Hierbei geht er speziell auf die
Institution Versicherung ein. In Kapitel II.3 setzt sich Bonß mit dem
g ängigen Schlagwort Versicherungsgesellschaft näher auseinander.
In Kapitel III.1 geht Bonß darauf ein, daß lange Zeit die Idee verfolgt
wurde , Risiken durch Wissenschaft beherrschbar zu machen und in
Sicherheiten verwandeln zu können. Da diese Ansicht mittlerweile sehr
umstritten ist, zeigt Bonß verschiedene Optionen auf, „die sich auch als
konkurrierende Lesarten der Verwissenschaftlichung von Unsicherheit
begreifen lassen“ (Bonß, 1995, S.21) Daraufhin verdeutlicht er, daß man
Experimente durchführen und sich mit Wahrscheinlichkeiten
auseinandersetzten muß, um die Reichweite der jeweiligen Option
einsch ätzen zu können (Kapitel III.2) In Kapitel III.3 zeigt Bonß dann aber
klar , daß man durch Experimente das Risiko nicht vollständig beherrschen
kann und daß man den Begriff Risiko erst neu definieren müsste, vor
allem da Katastrophen wie Tschernobyl völlig neue Bedingungen
aufweisen. Diese veränderten Bedingungen verweisen auf „neue
Konzepte für Risikopolitik und Risikokommunikation, die zumindest
Hinweise darauf geben, wie reflexive Verwissenschaftlichung der
Unsicherheit unter den Bedingungen der modernisierten Moderne
gedacht werden kann“ (Bonß,1995,S.22)
2 Stellungnahme zum referierten Kapitel „Die Idee der
Versicherungsgesellschaft
Das Kapitel „Die Idee der Versicherungsgesellschaft“ ist das Letzte
innerhalb des Abschnitts II. Die drei Kapitel dieses Abschnitts stellen
4
Arbeit zitieren:
Karin Hiltl, 2002, Die Idee der Versicherungsgesellschaft in 'Vom Risiko: Unsicherheit und Ungewißheit in der Moderne' von Wolfgang Bonß, München, GRIN Verlag GmbH
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