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Zu: R. Spaemanns Aufsatz "Philosophische Ethik oder: Sind gut und böse relativ?"

Darstellung und Diskussion zum Begriff eines moralischen Grundausdrucks

Titel: Zu: R. Spaemanns Aufsatz "Philosophische Ethik oder: Sind gut und böse relativ?"

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2003 , 20 Seiten , Note: 1

Autor:in: Stefan Krauss (Autor:in)

Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit Problemen, die Entstehen, wenn man sich mit der Bedeutung des Ausdrucks ′gut′ auseinandersetzt. Dies geschieht anhand von dem Aufsatz "Philosophische Ethik oder: Sind Gut und Böse relativ?" von ROBERT SPAEMANN. Die Arbeit lässt sich im Sinne einer Grobsortierung in zwei Teile gliedern. Im ersten Teil wird versucht die wesentlichen Aussagen des Textes unkritisch und wertungsfrei herauszuarbeiten und zusammenfassend darzustellen (? 2). Im zweiten Teil geht es um zweierlei: Zum einen werden einige Ausführungen von Herrn SPAEMANN zurückgewiesen und zum anderen wird versucht ein Hauptanliegen von Herrn SPAEMANN, nämlich die Bestimmung der Bedeutung des Ausdrucks ′gut′ voranzubringen

Leseprobe


Gliederung

1 Vorbemerkungen

2 Eine unkritische Darstellung des Textes

2.1 Verschiedene Bedeutungen des Redeteils 'gut'

2.1.1 'gut' in einem funktionalen Sinn

2.1.2 'gut' in einem moralischen Sinn

2.2 Eine Rechtfertigung für das ethische Fragen

2.3 Zwei extrem entgegengesetzte Standpunkte

2.3.1 Eine autoritäre Ansicht

2.3.2 Eine anarchistische Ansicht

3 Ein rationaler Diskussionsversuch

3.1 Das Non Sequitur Verfahren

3.1.1 Aus Wahrem folgt Falsches

3.1.2 Eine wahre Interpretation

3.2 Zur grammatischen Beliebigkeit

3.3 Analytisch-strukturelle Bedeutungsanteile

3.3.1 Eine Quasireihe

3.3.2 Polarkonträre Prädikatoren: schlecht versus böse

4 Zusammenfassung und befreiende Schlussworte

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit Robert Spaemanns Aufsatz "Philosophische Ethik oder: Sind Gut und Böse relativ?" auseinander. Das primäre Ziel ist es, die Argumentation Spaemanns auf ihre methodische und sprachliche Validität zu prüfen, wobei insbesondere die Bestimmung der Bedeutung des Begriffs "gut" im Zentrum der Analyse steht.

  • Kritische Analyse von Spaemanns Definitionen des Begriffs "gut"
  • Untersuchung von Argumentationsmustern in ethischen Relativismus-Diskussionen
  • Anwendung des Non-Sequitur-Verfahrens zur logischen Überprüfung
  • Grammatische Kategorisierung ethischer Prädikatoren
  • Differenzierung zwischen komparativen und absoluten moralischen Ausdrücken

Auszug aus dem Buch

3.3.2 Polarkonträre Prädikatoren: schlecht versus böse

An den Ausführungen zur Quasireihe ist ersichtlich, dass Überlegungen zur Bedeutung eines komparativen Prädikators einhergehen mit Überlegungen zu seiner Konverse beziehungsweise zu den zugehörigen polarkonträren Prädikatoren.

Stellt man diese Überlegungen für den Ausdruck 'gut' an, so ergibt sich die Notwendigkeit zwischen den Redeteilen 'schlecht' und 'böse' zu unterscheiden.

Betrachtet man den Ordnungsprädikator 'Ist besser als (..,..)' so steht mit 'Ist schlechter als (..,..)' eine gängige Konverse und mit 'Ist am schlechtesten (..)' ein polarkonträrer Superlativ zu 'Ist am besten (..)' bereit. Die Redeteile 'Ist böser als (..,..)' oder 'Ist am bösesten (..)' hingegen sind nicht gebräuchlich. Wie gesehen bestehen Unterschiede zwischen den Ausdrücken 'schlecht' und 'böse' hinsichtlich ihrer Komparierbarkeit.

Die Unterscheidung von gut und böse kommt aus der jüdisch-christlichen Tradition. Bezeichnet man etwas als böse, so stellt dies ein endgültiges, absolutes Urteil dar. Es lässt keine Perspektiven zu. Böse kann man als 'an sich schlecht', als 'schlecht in einem absoluten Sinne' charakterisieren. Böse stellt also einen inkomparierbaren Ausdruck dar.

Inkomparierbare Ausdrücke sind durchaus keine Seltenheit. So sind Prädikatoren wie 'tot', 'viereckig' oder 'leer' so eingerichtet, dass sie entweder einer Gegebenheit zugesprochen werden können oder nicht, jedoch keinesfalls mehr oder weniger.

Die Inkomparierbarkeit der Ausdrücke 'gut' und 'böse' lässt also keine Abstufungen in Quantität oder Intensität zu. Somit sind beliebige Gegebenheiten aus dem zugelassenen Phänomenbereich entweder 'gut' oder 'böse'.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Vorbemerkungen: Einleitung in die Problematik der vielschichtigen Verwendung des Redeteils "gut" im Alltag und Zielsetzung der Arbeit.

2 Eine unkritische Darstellung des Textes: Wertungsfreie Zusammenfassung der wesentlichen Thesen von Robert Spaemann hinsichtlich der funktionalen und absoluten Bedeutung von "gut".

3 Ein rationaler Diskussionsversuch: Kritische Analyse der Argumentationsstruktur Spaemanns mittels des Non-Sequitur-Verfahrens sowie Untersuchung grammatischer und struktureller Aspekte der Prädikate.

4 Zusammenfassung und befreiende Schlussworte: Fazit der Analyse, in dem die Unzulänglichkeiten von Spaemanns Argumentationsansatz hervorgehoben und resümiert werden.

Schlüsselwörter

Robert Spaemann, Ethischer Relativismus, Gut und Böse, Non-Sequitur-Verfahren, Philosophische Ethik, Moralische Grundbegriffe, Sprachphilosophie, Komparierbarkeit, Inkomparierbarkeit, Quasireihe, Analytische Philosophie, Ethisches Fragen, Begriffsanalyse, Absolute Werte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der philosophischen Untersuchung des Begriffs "gut" anhand von Robert Spaemanns Aufsatz "Philosophische Ethik oder: Sind Gut und Böse relativ?".

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die Unterscheidung zwischen funktionaler und absoluter Verwendung von moralischen Begriffen, den ethischen Relativismus und die logische Struktur ethischer Argumente.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist eine kritische Überprüfung, ob Spaemann die Existenz eines absoluten Guten methodisch korrekt herleiten kann und ob seine sprachlichen Definitionen einer strengen Analyse standhalten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine analytische Methode angewandt, insbesondere die "Non-Sequitur-Diagnose", um die logische Konsequenz der Argumente von Spaemann zu prüfen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine unkritische Darstellung der Position Spaemanns und eine methodische Kritik, die unter anderem die grammatische Kategorie des Begriffs "gut" hinterfragt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind unter anderem Ethischer Relativismus, Non-Sequitur-Verfahren, Inkomparierbarkeit und Analytische Philosophie.

Warum unterscheidet der Autor zwischen "schlecht" und "böse"?

Die Arbeit argumentiert, dass "schlecht" komparativ verwendet werden kann (man kann etwas "schlechter" finden), während "böse" in der jüdisch-christlichen Tradition ein absolutes, inkomparierbares Urteil darstellt.

Wie bewertet der Verfasser die Argumentation von Robert Spaemann?

Der Verfasser kommt zu dem Schluss, dass Spaemann missioniert statt analysiert und es versäumt, hinreichende und notwendige Bedingungen für seine zentralen Begriffe präzise zu definieren.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zu: R. Spaemanns Aufsatz "Philosophische Ethik oder: Sind gut und böse relativ?"
Untertitel
Darstellung und Diskussion zum Begriff eines moralischen Grundausdrucks
Hochschule
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald  (Institut für Philosophie)
Veranstaltung
Einführung in die Naturschutzpädagogik
Note
1
Autor
Stefan Krauss (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
20
Katalognummer
V28011
ISBN (eBook)
9783638299084
ISBN (Buch)
9783638748254
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Spaemanns Aufsatz Philosophische Ethik Sind Einführung Naturschutzpädagogik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefan Krauss (Autor:in), 2003, Zu: R. Spaemanns Aufsatz "Philosophische Ethik oder: Sind gut und böse relativ?", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/28011
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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