Gymnastik -in welcher Form auch immer- ist aus dem heutigen Sport nicht mehr wegzudenken.
Gymnastik gehört in vielen Wettkampfsportarten zum Standardprogramm des Aufwärmens (allgemeines Warm-Up und spezielles Warm-Up) oder zur körpereigenen Regeneration, wie zum Beispiel beim Cool Down oder beim Stretching. Gymnastik hat aber auch eine präventive Funktion. Da spezielle Übungen die motorischen Fähigkeiten erhöhen und Verletzungsrisiken mindern können, wird Gymnastik auch von der Sportmedizin zur Vorbeugung oder als Heilgymnastik empfohlen.
Vorbeugend betrieben kann Gymnastik gegen Herz-Kreislauf Erkrankungen oder gegen Rückenerkrankungen etc. wirken.
Wenn zum Beispiel sogar der Heilungsprozess von bestimmten Erkrankungen (z.B. Bandscheibenprolaps, Hyper-/Hypotonie, Verletzung des Kniegelenkes ....) durch spezielle gymnastische Übungen beschleunigt werden kann bzw. das Wohlbefinden verbessert werden kann, spricht man von Heilgymnastik.
Gymnastik ist grundsätzlich unter 3 verschiedenen Gesichtspunkten zu sehen:
• als eigenständige Sportart (Jazz-Dance, Aerobic u.a.)
• als Möglichkeit zur Steigerung der allgemeinen Fitness ( Körpertraining )
• als Heilgymnastik
• als Warm-up oder Cool-down, als Lockerungs- und Entspannungsübungen
Inhaltsverzeichnis
I. Erstellung einer Low - Impact Aerobic Stunde
II. Erstellung einer Step Einsteiger Stunde
III. Definition Aerobic
IV. Stundenaufbau
V. Wirkung von Aerobic/Gymnastik auf das Herz-Kreislauf-System
• Erklärung Aerob/ Anaerob
• Vorteile von regelmäßigem Training
• Energiebereitstellung
VI. Definition von Stretching
• Anatomische Grundlagen (Knochenform/Gelenke )
• Einflussgrößen auf die Gelenkbeweglichkeit
• Der Muskel und seine Steuerung
• Der Muskeldehnreflex
• Reflexe der Sehnenorganafferenzen
• Reziproke Hemmung des Antagonisten
• Postisometrische Relaxtion
• Das dynamische Dehnen
• Das Statische Dehnen
• PNF Methode
VII. Die Wirkung des Stretching auf den Organismus bzw. den Muskel- und den Gelenkapparat
VIII. Wirkung von Stretching
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit dient der Erlangung der Trainer B Lizenz im Bereich Gymnastik/Aerobic und vermittelt die theoretischen Grundlagen sowie praktische Anleitungen zur Kursgestaltung und effektiven Trainingsmethodik. Im Zentrum stehen dabei die physiologischen Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System sowie die anatomisch fundierte Anwendung von Stretching-Techniken zur Leistungssteigerung und Verletzungsprävention.
- Grundlagen der Aerobic-Kursgestaltung (Low-Impact, Step-Aerobic, Work-out)
- Physiologische Anpassungsprozesse des Herz-Kreislauf-Systems
- Anatomische und neurophysiologische Grundlagen der Beweglichkeit
- Differenzierung verschiedener Stretching-Methoden und deren Wirkungsweisen
- Praktische Implementierung von Pre-Stretch und Cool-Down Phasen
Auszug aus dem Buch
DIE DYNAMISCHE DEHNUNG
Die dynamische Dehnung ist nur für trainierte Leute geeignet. Bei den dynamisch - aktiven Dehnungsübungen erfolgt die Dehnungsarbeit durch mehrfach wiederholte federnde Bewegungen. Der Muskeltonus wird nicht so weit herabgesetzt, so dass diese Methode als Pre-Stretch in der Warm-Up Phase einer Aerobic- Stunde eingesetzt werden kann.
Dies gilt allerdings nur für geübte Personen. Außerdem sollte man langsam und vorsichtig federn und keine ruckartigen Zerrbewegungen machen. Eine Muskelverlängerung, z.B. bei verkürzten Muskeln, ist damit jedoch nicht zu erzielen. Diese Methode hat allerdings auch entscheidende Nachteile.
Wird die Übung abrupt und zu schwunghaft ausgeführt, wird der Muskeldehnreflex aktiviert. Die Muskelfasern werden zur Kontraktion angeregt und es kann zu Verletzungen (Muskelfaser- bzw. Muskelriss) führen.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Erstellung einer Low - Impact Aerobic Stunde: Vermittlung der methodischen Anforderungen und des Aufbaus einer Low-Impact Aerobic Einheit.
II. Erstellung einer Step Einsteiger Stunde: Anleitung zur logischen Gestaltung einer Step-Aerobic Stunde für Anfänger.
III. Definition Aerobic: Erläuterung des Aerobic-Begriffs und der geschichtlichen Entwicklung hin zum heutigen Ganzkörpertraining.
IV. Stundenaufbau: Darstellung der drei grundlegenden Phasen einer Trainingseinheit: Warm Up, Hauptteil und Cool Down.
V. Wirkung von Aerobic/Gymnastik auf das Herz-Kreislauf-System: Analyse der positiven Anpassungseffekte und der Energiebereitstellungswege.
VI. Definition von Stretching: Fundierte Einführung in die Anatomie, Gelenkmechanik und neurophysiologische Steuerung von Dehnprozessen.
VII. Die Wirkung des Stretching auf den Organismus bzw. den Muskel- und den Gelenkapparat: Erörterung der biologischen Einflussfaktoren auf die Beweglichkeit und deren Trainierbarkeit.
VIII. Wirkung von Stretching: Zusammenfassung der Vorteile für das Wohlbefinden, die Regeneration und die Leistungsbereitschaft.
Schlüsselwörter
Aerobic, Gymnastik, Herz-Kreislauf-System, Stretching, Beweglichkeit, Muskeldehnreflex, PNF Methode, Training, Fitness, Regeneration, Verletzungsprävention, Low-Impact, Step-Aerobic, Anatomie, Ausdauertraining.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine theoretische und praktische Grundlage für angehende Trainer im Bereich Gymnastik und Aerobic, um fundierte Kurse zu leiten.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Gestaltung von Aerobic-Stunden, den Wirkungsweisen von Ausdauertraining und einer detaillierten Analyse verschiedener Dehnungstechniken.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Hauptziel ist die Qualifizierung für die Trainer B Lizenz durch die Verbindung von trainingswissenschaftlichem Wissen mit praktischer Stundenkonzeption.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden zur Erläuterung herangezogen?
Es werden physiologische, anatomische und sportmedizinische Grundlagen (z. B. Reflexbögen, Energiebereitstellung) zur Begründung der Trainingsinhalte verwendet.
Was wird im theoretischen Hauptteil detailliert behandelt?
Im Hauptteil werden neben dem Stundenaufbau vor allem die neurophysiologischen Grundlagen von Muskeln, Sehnen und Gelenken sowie die Unterschiede zwischen statischem und dynamischem Dehnen analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Begriffe sind Aerobic, Stretching, Trainingslehre, Herz-Kreislauf-Anpassung und neuromuskuläre Steuerung.
Wie unterscheidet sich die PNF-Methode von anderen Dehnformen?
Die PNF-Methode (Contract-Hold-Release-Stretch) nutzt die postisometrische Relaxation, um besonders effektiv verkürzte Muskeln zu verlängern.
Warum ist die Wahl des Musiktempos bei verschiedenen Aerobic-Formen kritisch?
Das Musiktempo bestimmt die Intensität der Belastung, etwa zwischen 120-140 Bpm bei Low-Impact und 150-160 Bpm bei High-Impact, um Überlastungen zu vermeiden.
- Arbeit zitieren
- Ruth Baumann (Autor:in), 2003, Aerobic-Trainer B-Lizenz. Aerobic / Gymnastik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/28179