II
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 1
2 Didaktische Grundposition. 2
3 Lernbedingungen in der Klasse 10INaR. 3
4 Didaktisch-methodische Planung der Unterrichtsstunde 5
4.1 Intentionen/ Lehrziele 5
4.2 Thematik/Inhalte 6
4.3 Grundlegende methodische Entscheidungen 8
4.4 Medien. 10
5 Verlaufsplanung 11
Anhang I: Arbeitsblatt. 12
Anhang II: Tafelbild 13
Anhang III: Unterne hmensleitbild der Deutschen Bahn 14
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1 Einleitung
Bereits die im Rahmen der Praktisch-Pädagogischen Übung I zu absolvierende Hospitation legte ich zusammen mit Rosemarie M. an der P.-Schule (PPC), Zeppelinstr. 39 in 00000 M. an der L. ab. Wir nahmen damals an Unterrichten in verschiedenen Schulformen teil, konnten uns einen Eindruck davon machen, wie der Lehreralltag an den berufsbildenden Schulen aussieht, und hautnah miterleben, welch unterschiedliche Voraussetzungen den Unterrichtseinheiten zugrunde liegen. Sehr motivierend fand ich nicht nur zu sehen, mit welchem Engagement die Lehrer ihren Unterricht vorbereiten und wie sehr sie sich um die Schüler bemühen, sondern auch die Tatsache, dass sie uns stets in Gesprächen zur Verfügung standen, uns Hintergrundinformationen lieferten und für unsere Fragen ein offenes Ohr hatten. Aus diesen Gründen entschied ich mich, auch im Rahmen der Praktisch-Pädagogischen Übung II an der PPC zu hospitieren.
Die P.-Schule ist eine kaufmännische berufsbildende Schule, die zurzeit von 1562 Schülerinnen und Schülern 1 besucht wird. Sie besteht aus einem vollzeitschulischen und einem teilzeitschulischen Bereich. Die Schüler verteilen sich in etwa je zur Hälfte auf die beiden Bereiche. Die zahlen- und klassenmäßig größte Abteilung bildet die Berufsschule, gefolgt vom beruflichen Gymnasium. Zudem wird an der PPC in der einjährigen Berufsfachschule für Wirtschaft (Höhere Handelsschule) und der zweijährigen Berufsfachschule (Berufsfeld Wirtschaft und Verwaltung), die zu einem mittleren Abschluss führt oder auf einen mittleren Abschluss aufbaut, unterrichtet.
Rosemarie M. und ich konzentrierten uns bei unserer Hospitation auf eine Berufsschulklasse von Industriekaufleuten im 1. Lehrjahr, in der wir letztlich auch unsere gemeinsame Stunde halten werden.
1 Im Folgenden ist ausschließlich von Schülern die Rede. Gemeint sind damit aber sowohl Schüler als auch
Schülerinnen.
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2 Didaktische Grundposition
Bisher konnte ich nur an zwei Unterrichtstagen praktische Erfahrungen als Lehrkraft sammeln, weshalb es mir zum jetzigen Zeitpunkt noch schwer fällt, eine bestimmte didaktische Grundposition einzunehmen. Da jedoch meine Unterrichtsstunde nahtlos an die vorhergehenden Unterrichtseinheiten anknüpfen soll, entscheide ich mich für das Konzept der Handlungsorientierung. Handlungsorientierung hat die Vermittlung von Qualifikationen zum Ziel, die zur selbständigen Bewältigung neuer Situationen im betrieblichen als auch im privaten Bereich erforderlich sind. Letztlich zählen zu diesen Qualifikationen nicht nur Fachwissen, sondern auch Fach-, Methoden, Sozial- und Selbstkompetenz, die zusammengenommen die Handlungskompetenz ausmachen. Diese Kompetenzen sind heutzutage aufgrund des rasanten technisch-ökonomischen Wandels besonders wichtig. Die Schüler und Auszubildenden sollen nicht mit Wissen ausgestattet werden, was so schnell veraltet, dass sie es bei abgeschlossener Ausbildung oder Schulabschluss nicht mehr gebrauchen können. Sie sollen vielmehr Mittel erwerben, die sie zu lebenslangem Lernen befähigen und dadurch flexibel machen. Daraus folgt für den Unterricht, dass die Schüler vollständ ige Handlungen ausführen sollen. Der Lehrer stellt die Schüler vor ein Problem, das die Schüler dazu herausfordern soll, eine Handlung selbst zu planen, sie auszuführen und schließlich zu kontrollieren. Wie zu erkennen ist, steht beim Konzept der Handlungsorientierung der Schüler im Vordergrund. Die Schüler sollen mit sinnvollen Problemstellungen und Situationen konfrontiert werden, zu deren Lösung sie ihre Interessen, ihr Vorwissen und ihre Alltagserfahrungen einbringen können. Dabei sollen die Schüler ihr Vorgehen selbstkritisch reflektieren und ihre methodische Kompetenz weiterentwickeln. Während der Schüler in diesem Prozess eine aktivere Rolle einnimmt, begnügt sich der Lehrer mit der Initiierung, Organisation und Begleitung von Lernprozessen. Dieser Selbststeuerungsvorgang auf Seiten der Schüler funktioniert jedoch nicht auf Anhieb. Er muss nach und nach erprobt werden, indem sich die Lehrkraft immer mehr zurückzieht und sich letztlich überflüssig macht.
Abschließend möchte ich betonen, dass ich die Schüler als Partner im Lernprozess ansehe. Ich versuche, den Schülern mit Achtung und Wertschätzung zu begegnen, die ich meinerseits aber auch von den Schülern erwarte. Außerdem will ich locker und freundlich mit den Schülern umgehen, damit sich die Schüler soweit wie möglich gleichberechtigt vorkommen, und so die nötigen Voraussetzungen für ein angstfreies und lernförderliches Klima schaffen, in dem sich die Schüler frei entfalten können.
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3 Lernbedingungen in der Klasse 10INaR
Meine Unterrichtsstunde halte i ch am 07.05.2003 von 07:45 bis 08:30 Uhr in einer Berufsschulklasse von Industriekaufleuten, der Klasse 10INaR. Die Schulform der Berufsschule hat die Aufgabe, berufliche und allgemeine Lehrinhalte unter Berücksichtigung der Anforderungen in der Arbeitswelt zu vermitteln. An der PPC gibt es insgesamt 5 Klassen von Industriekaufleuten, die alle in Teilzeitform unterrichtet werden. Die Schüler der Klasse 10INaR haben im 2. Schulhalbjahr 2002/2003 montags und mittwochs fünf bzw. sechs Stunden Berufsschulunterricht. Sie werden zurzeit von sechs Lehrern in Politik, Wirtschaftslehre, Religion und Deutsch betreut. Ihre Klassenlehrerin ist Frau S..
Die folgende Tabelle enthält neben Name, Wohnort und Jahrgang den Ausbildungsbetrieb bzw. -ort der Schüler der Klasse 10INaR und dient als grobe Übersicht:
Wie man der Tabelle entnehmen kann, besteht die Klasse aus 18 Schülern, wovon fünf männlich und 13 weiblich sind. Die Altersstruktur reicht von 16 bis 22 Jahren. Trotz dieser Altersspanne besitzen die Schüler kaum eine unterschiedliche Vorbildung. Alle haben die mittlere Reife, zwei Schüler darüber hinaus eine abgeschlossene Ausbildung zum Sozialassistenten. Drei der 18 Personen sind im Ausland geboren, wohnen aber schon lange in Deutschland u nd sprechen akzentfrei Deutsch, sodass sie im Klassenverband durch ihre Herkunft nicht weiter auffallen.
Arbeit zitieren:
Andreas Wolf, 2003, Unternehmensleitbild (Unterrichtsentwurf), München, GRIN Verlag GmbH
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