Gliederung:
1. Leben der Emerenz Meier S. 3 - 4
2. Inhalthaltsangabe „Aus dem Elend“ und
Analyse des Textes
2.1 Inhalt S. 4 - 7
2.2 Sprachprägung S. 7 - 8
2.3 Analyse des Textes
2.3.1 Lexik S. 9 - 11
2.3.2 Morphologie S. 11 - 12
2.3.3 Phonetik S. 12 - 13
2.3.4 Syntax S. 13 - 15
3. Der Text als Ausdruck von Zeit und Umstand
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4. Literaturverzeichnis 16
5. Anhang: Kopie der Erzählung „Aus dem Elend“
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1. Leben der Emerenz Meier
Emerenz Meier wird am 3. Oktober 1874 als sechste Tochter des Land- und Gastwirts Josef Meier und seiner Frau Emerenz in Schiefweg bei Waldkirchen geboren.
Sie besucht die Volksschule Waldkirchen und liest bereits mit zehn Jahren Werke von Schiller, Goethe und andren hochrangigen Autoren.
Schon während ihrer Schulzeit schreibt sie kleinere Gedichte und Verse, zugleich arbeitet sie am elterlichen Hof und in der Gastwirtschaft mit. 1893 erscheint in der Passauer Zeitung Donau Zeitung zum ersten Mal eine Erzählung von Emerenz Meier, „Der Juhschroa“.
1895 wird auch in der Augsburger Abendzeitung eine Erzählung, „Die Madlhüttler“, abgedruckt.
1896 beginnt die Freundschaft zu Auguste Unertl, die sie sowohl geistig als auch materiell unterstützt. In diesem Jahr wird auch Prof. Karl Weiß-Schrattenthal, Lehrer Deutscher Literaturgeschichte in Pressburg, auf Emerenz Meier aufmerksam. Nach einer Sommerfrische in Waldkirchen verlegt er 1897 vier ihrer Erzählungen in seiner Reihe „Dichterstimmen aus dem Volk“. Ihre Erzählungen bekommen durchaus positive Kritiken, vor allem ihre Frische, Natürlichkeit und ihre Realistik werden gelobt. Sogar in deutschsprachigen amerikanischen Zeitschriften wird über sie berichtet. Lediglich der finanzielle erfolg blieb mit diesem Buch aus. In der Folgezeit veröffentlichen wieder Zeitschriften ihre Werke. 1899 verschafft ihr Guste Unertl Audienzen bei Prinzessin Therese von Bayern und Prinz Dr. Ludwig Ferdinand von Bayern in München, doch die Hoffnung auf ein Stipendium wird nicht erfüllt.
Im Jahre 1900 lernt Emerenz Meier den Würzburger Seminarlehrer Albert Miller und dessen Familie kennen. Er lädt sie nach Würzburg ein und Emerenz verbringt dort drei Monate während derer sie Vorträge hört, Kurse absolviert und Studien in Literatur, Philosophie und Theologie betreibt. Kurz nach ihrer Rückkehr wird ihre Erzählung „Aus dem Elend“ im Passauer Stadttheater mit großem Erfolg aufgeführt. Auch ihre Erzählung „Der G’schlößlbauer“ wird, wenn auch mit Abänderungen, im Theater in Passau 1902 aufgeführt. Im selben Jahr übernimmt Emerenz die Schifferkneipe „Zum Koppenjäger“ in der Passauer Altstadt, die sie 1903 aber wieder aufgeben muss.
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Sie flüchtet sich nach München und versucht sich dort mit Zeitungsveröffentlichungen über Wasser zu halten.
1904 kehrt sie wieder in den Bayerischen Wald zurück, übernimmt die Bewirtschaftung eines Hofes bei Fürsteneck. Die finanzielle Lage der Familie Meier wird immer schlechter, eine Heirat ist für Emerenz deshalb kaum möglich.
1906 verlässt die Familie Deutschland und zieht nach Chicago. Dort heiratet Emerenz 1907 Josef Schmöller, der ebenfalls aus Waldkirchen ausgewandert ist. 1908 kommt ihr Sohn Joseph Frank zur Welt und bereits 1910 stirbt Josef Schmöller an Schwindsucht. In zweiter Ehe heiratet sie den Schweden John Lindgren. 1914 mit dem Beginn des Weltkrieges verschärft sich auch die Kritik Emerenz an den Zuständen in Europa und Amerika.
1925 stirbt John Lindgren, drei Jahre später, 1928 auch Emerenz Meier nach schwerer Krankheit. Der literarische Nachlass geht an Auguste Unertl nach Waldkirchen und wird dort vom Heimatdichter Max Peinkofer aufgearbeitet.
1941 mit dem Erscheinen des Erinnerungsbuches von Hans Carossa, einem Wegbegleiter von Emerenz Meier, steigt auch das Interesse an ihrer Person. Im Folgenden erscheinen immer wieder Drucke ihrer Werke. Auch ein Film über ihr Leben wird gedreht und 1986 im 1 bayerischen Fernsehen ausgestrahlt. Einige ihrer Werke wurden ebenfalls verfilmt.
2. Inhaltsangabe „Aus dem Elend“ und Analyse des Textes
Im Folgenden soll zunächst der Inhalt der Geschichte „Aus dem Elend“ angegeben werden. Im Anschluss daran versuche ich die Erzählpassagen des Textes nach sprachwissenschaftlichen Kriterien zu analysieren.
2.1 Inhalt des Textes „Aus dem Elend“:
1. Kapitel: Itta, ein etwa 6-jähriges Mädchen aus Elend, einem böhmischen Grenzort, kommt am Allerseelentag auf den Reutbauernhof ins Dorf Kaltwasser um sich zu wärmen. Burgl, die verwitwete Schwester des Bauern, hat Mitleid mit dem verwaisten und halb erfrorenen Mädchen und möchte es gegen den Willen des Bauern, der voller Vorurteile gegen die Böhmen ist, bei sich aufnehmen.
1 Emerenz Meier: Gesammelte Werke Bd. 2 S.426-445
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2. Kapitel: Der Bauer stimmt schließlich dem Vorschlag Burgls zu und lässt das Mädchen bei ihnen wohnen. Aber Gottfried, der Sohn des Bauern, lehnt das Mädchen ab, nicht zuletzt, weil sie ihm die Liebe und Fürsorge Burgls streitig macht. Burgl kümmert sich liebevoll um Itta, sie nimmt sie auf wie ihr eigenes Kind und lehrt ihr die Religion und das Lesen. 3. Kapitel: An Kirchweih erkennt man bereits den Untergang von Gottfried. Er verschläft, weil er die Nacht durchgezecht hat und muss seinen Vater dann um Geld bitten, weil er mit seinem Budget nicht haushalten kann. Der Vater nimmt ihn immer wieder in Schutz und glaubt fest daran, dass aus Gottfried etwas Vernünftiges werden würde. Gottfried verachtet Itta immer mehr, die sehr unter seinen Streichen leidet, da bereits eine aufflammende Liebe zu Gottfried erkennbar wird. Im Gasthof unterhält sich Gottfried angeregt mit den Töchtern des Greiningerbauern , vor allem mit Resie. Itta wird zornig und folgt Burgl, die das Lokal verlässt, weil sie wegen der anhaltenden Trauer um ihren Mann so lustige Gesellschaften nicht aushalten kann.
4. Kapitel: Vor dem Lokal erzählt Burgl ihr, dass sie ihren Mann am Allerseelentag kennen gelernt, geheiratet und verloren hat. Er hat Burgl ebenso gelehrt, wie Burgl jetzt Itta lehrt. Burgls Mann wurde im Grenzwald erschossen und der Täter wurde seit dem nicht gefunden. Ein Brief von Gottfried aus der Garnison trifft ein, der seine Ankunft einige Tage später ankündigt. Eine Hochzeit mit Resie ist in der Familie bereits abgesprochen. Itta schmerzt die Vorstellung sehr, ihre Liebe wird immer offenkundiger.
5. Kapitel: Gottfried übernimmt den Hof, die Mutter starb vor einem Jahr und Burgls Zustand ist ebenfalls bedenklich. Itta erledigt den Haushalt, distanziert sich aber sonst von Gottfried. Am Abend des 6. Januar sitzt die ganze Familie samt Personal zusammen, als die heiligen drei Könige auftreten und der Engel sich schließlich als Resie entpuppt. Zum ersten Mal denkt Gottfried nun darüber nach, ob Resie wirklich die Richtige für ihn ist. Itta lenkt nach diesem Vorfall das Gespräch zu einem anderen Thema und Gottfried fühlt sich an diesem Tag sehr wohl zu Hause, obwohl er sonst lieber im Gasthaus sitzt. 6. Kapitel: Die Besuche des Doktors, der sich um die kranke Burgl kümmert, nehmen zu. Der Arzt verehrt Itta und macht ihr einen Heiratsantrag. Itta lehnt jedoch ab, wegen ihrer Herkunft. Als der Arzt beteuert, dass ihm ihre Herkunft nichts ausmache, betritt Gottfried die Szene. Seine spöttische Haltung lässt erkennen, dass er etwas eifersüchtig ist. Gottfried prügelt sich auf einer Wiese mit dem Knecht und wird dabei mit einem Messer verletzt. Als Grund für die Gesinnung des streitsüchtigen Knechts gilt seine böhmische Herkunft, obwohl sich dies später nicht bestätigt.
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Arbeit zitieren:
Andrea Fischer, 2004, Emerenz Meier - Sprachwissenschaftliche Analyse der Geschichte "Aus dem Elend", München, GRIN Verlag GmbH
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