Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis II
Abk ürzungsverzeichnis III
1 Einleitung. 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Zielsetzung und Aufbau. 1
2 Grundlagen und Definitionen 3
2.1 Geschäftsreisetourismus 3
2.2 Videokonferenz. 4
2.2.1 Kommunikation. 4
2.2.2 Telekommunikation. 6
2.2.3 Telematik 6
2.2.4 Videokonferenzen und ihre Eigenschaften. 6
3 Kosten-Nutzen-Analyse von Videokonferenzen. 9
3.1 Kosten 9
3.2 Nutzen. 10
3.2.1 Kostenreduzierung durch Einsparungen von Geschäftsreisen 10
3.2.2 Räumliche Unabhängigkeit 11
3.2.3 Zeit als Wettbewerbsvorteil 11
3.2.4 Informations- und wissensbasierte Gesellschaft. 12
3.2.5 Politische und soziale Unruhen 12
3.2.6 Ökologische Umwelt 13
4 Kommunikationswissenschaftliche Untersuchung. 15
4.1 Einsatz von Videokonferenzen in der Praxis 15
4.2 Kommunikationsmodelle. 16
4.2.1 Kanalreduktionsmodell 17
4.2.2 Theorie der subjektiven und sozialen Medienakzeptanz 18
4.2.3 Medienwahl aus Sicht des aufgabenorientierten Ansatzes 19
4.2.4 Medienwahl aus Sicht der Theorie der Sozialen Präsenz. 22
4.2.5 Medienwahl aus Sicht der „Media-Richness-Theorie“ 24
4.2.6 Kulturraum-Modell 26
5 Fazit 27
5.1 Zusammenfassung 27
5.2 Empfehlung für die Praxis 29
Literaturverzeichnis 31
I
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 2-1: Reiseanlässe von Geschäftsflugreisen in der BRD
Abbildung 2-2: Einbettung der neuen IuK-Technologien in die bestehenden
Kommunikationsformen.
Abbildung 3-1: Kosten-Nutzen-Analyse
Abbildung 3-2: Ökologische Bilanz.
Abbildung 4-1: Zeitprofil der Arbeit im oberen Führungsbereich.
Abbildung 4-2: Das aufgabenorientierte Kommunikationsmodell
Abbildung 4-3: Die Media-Richness-Theorie
Abbildung 5-1: Matrix der Kommunikationsebenen
II
Abkürzungsverzeichnis
Aufl. Auflage ca. circa Diss. Dissertation f. folgende ff. fortfolgende ggf. gegebenenfalls Hrsg. Herausgeber incl. inklusive IuK-Technolgien Informations- und Kommunikationstechnologien Kap. Kapitel Nr. Nummer s. siehe S. Seite u. und u.a. unter anderem vgl. vergleiche z.B. zum Beispiel
III
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
Bereits im Jahre 1880 wurde von der „Times“ die Erwartung geäußert, dass das Telefon als neue Kommunikationsform Geschäftsreisen teilweise substituieren könnte. 1 1902 spekulierte H.G. Wells, dass die Notwendigkeit des Reisens mit der Möglichkeit, Geschäfte telefonisch abzuwickeln, entfalle. 2 Große Bedeutung der Frage kam nach dem Substitutionspotenzial für Unternehmen erfuhr diese Fragestellung in den siebziger Jahren im Zuge der Energiekrisen zu. Drastisch gestiegene Preise für den Luftverkehr waren damals der Anlass für Unternehmen, nach Alternativen zum konventionellen Geschäftsreiseverkehr zu suchen. 3
Gegenwärtig wird unser ökonomisches, politisches und soziales Verhalten u.a. durch Terrorismus (mit-)beeinflusst. Insbesondere der 11. September 2001 hat die Tourismusbranche aufgrund der erhöhten Reisegefährlichkeit in eine Krise gestürzt. Insolvenzen einiger Fluggesellschaften wie beispielsweise der Swissair sind aufgrund der Umsatzrückgänge die Folge gewesen. Müssen wir daher befürchten, dass Geschäftsreisen in Folge dieser Umweltveränderungen in Zukunft zunehmend von Iuk-Techologien wie Videokonferenzen ersetzt werden?
1.2 Zielsetzung und Aufbau
Die vorliegende wissenschaftliche Ausarbeitung beschäftigt sich mit Alternativen zum Geschäftsreisetourismus. Im Speziellen soll hier die Videokonferenz als eine Alternative zum Geschäftsreisetourismus diskutiert werden. In der Einleitung wird die praktische Bedeutung von Videokonferenzen als Ersatz von Geschäftsreisen beschrieben sowie die Zielsetzung und der Aufbau dieser Arbeit dargelegt (Kapitel 1). Im folgenden Kapitel 2 werden dem Leser Grundlagen vermittelt, indem die Be griffe „Videokonferenz“ und Geschäftsreisetourismus“ definiert werden, um ein besseres Verständnis zu ermöglichen. Eine Kosten-Nutzen-Analyse von V ideokonferenzen stellt die Vor- und Nachteile aus betriebswirtschaftlicher Sicht dar (Kapitel 3). Die Erwartungen an diese Kommunikationstechnik richten sich im Besonderen auf die Möglichkeit zur Überbrückung größerer Entfernungen, zeitlichen Entkopplung der
1 Vgl. ANDERS, W.(1983), S. 131.
2 Vgl. BENNISON, D.J. (1988), S. 291ff.
3 Vgl. BENNISON, D.J. (1988), S. 291ff.
Kommunikationsaufgaben und Beschleunigung der Kommunikationsvorgänge. 4 Trotz dieser Vorteile bleibt der Einsatz und die Implementierung dieser Kommunikationstechnik in der Praxis eher verhalten (Kapitel 4.1). 5 Die kommunikationswissenschaftliche Untersuchung soll anhand von theoretischen Modellen über das menschliche Kommunikationsverhalten Aufschluss darüber geben, weshalb sich Videokonferenzen in der Praxis trotz ihrer objektiven Nutzen nicht etabliert haben (Kapitel 4.2ff). Grenzen und Möglichkeiten bei der Implementierung von Videokonferenzen als Kommunikationsmedium werden hier dargestellt. In diesem Zusammenhang wird die Kernfrage dieser Arbeit diskutiert, ob die Videokonferenz als Substitut und/oder Komplement zum Geschäftsreisetourismus zu betrachten ist. Diese Fragestellung ist für solche Unternehmen von hoher Bedeutung, die ihre Wertschöpfung aus der Tätigkeit der Geschäftsreisevermittlung generieren: Im Falle eines hohen Substitutionspotenzials würde die Geschäftsgrundlage beeinträchtigt bzw. entfallen, was die Existenzfähigkeit des Unternehmens gefährden könnte. Das Fazit im Kapitel 5 fasst die wichtigsten Ergebnisse aus den Kapiteln 3 und 4 zusammen. Basierend auf den Resultaten wird eine Handlungsempfehlung für die Praxis gegeben.
Auf eine technische Analyse von Videokonferenzen wird bewusst verzichtet, da der sozialwissenschaftliche Gedanke im Vordergrund stehen soll.
4 Vgl. FORNFEIST , M./ PICOT , A./ REICHWALD, R. (1985), S. 13.
5 Vgl. V. STOKAR, T. (1991), S. 85.
2 Grundlagen und Definitionen
2.1 Geschäftsreisetourismus
Während der Privatreisetourismus überwiegend dem „Vergnügen“ dient und der Freizeit- und Konsumsphäre zuzuordnen ist, ist der Geschäftsreisetourismus im Allgemeinen produktionsbedingt: Die Geschäftsreise als Investition und/oder Vorleistung ist Teil der Wertschöpfungskette und dient der Herstellung bzw. dem Absatz der Produkte einer Unternehmung. 6 Entscheidungen über den Antritt einer Geschäftsreise werden in der beschäftigten Institution oder Unternehmung getroffen. Nach MER- CKENS handeltes sich dabei um „Fahrten in Ausübung des Berufes zu einem oder mehreren Zielorten, von denen mindestens einer jenseits des Nahbereichs des Be-triebsstandortes bzw. des Wohnstandortes liegt.“ 7 Die Geschäftsreise ist zudem dadurch charakterisiert, dass sie zu einem überwiegenden Teil während der Arbeitszeit durchgeführt wird.
Abbildung 2-1: Reiseanlässe von Geschäftsflugreisen in der BRD
6 FREYER, W. (1993), S. 90.
7 MERCKENS, R. (1984), S. 2ff.
Inlandsgeschäftsreisen machen einen Anteil von ca. 75% aus. 8 Daher werden die meisten auch mit dem PKW durchgeführt (2/3), ca. 15% mit der Bahn und ca. 25% mit dem Flugzeug, wobei sich aber mit steigender Entfernung die Verhältnisse der Verkehrsmittel untereinander deutlich verschieben: die Anteile verlagern sich vom PKW zum Flugzeug. 9 Mit einem Anteil von 70% handelt es sich hierbei um eine Kur zreise, die maximal vier Tage dauert.
Die Abbildung 2-1 fasst die wichtigsten Reiseanlässe anhand von Geschäftsflugreisen in der BRD zusammen und verdeutlicht dabei die Reisemotive deutscher Unternehmen.
Geschäftsreisende haben besondere Ansprüche an das Reiseangebot, indem sie ein hohes Maß an Erwartungen an die Reiseindustrie stellen: So legen sie hohen Wert auf Pünktlichkeit, Schnelligkeit und Zuverlässigkeit; des weiteren sind Komfort sowie vereinfachte Zahlungsmodalitäten für sie von hoher Bedeutung. 10
2.2 Videokonferenz
Um einen besseren Über- und Einblick über/in das Medium der Videokonferenz zu bekommen, wird anhand einer grafischen Übersicht der Begriff abgegrenzt und die Videokonferenz in den Kontext der bestehenden Kommunikationsmedien eingebettet, wobei die markierten Begriffe in diesem Kapitel erläutert werden (s. Abbildung 2-2).
2.2.1 Kommunikation
Nach SCHILLING ist Kommunikation ein Prozess der Verständigung und Vermittlung. Unter Kommunikation wird in diesem Zusammenhang der Prozess der Übermittlung von Informationen oder Nachrichten zwischen einem oder mehreren Sendern und ein oder mehreren Empfängern verstanden. 11
8 FREYER, W. (2001), S. 79.
9 FREYER, W. (1993), S. 93, in: CAPITAL (1987), S. 45.
10 FREYER, W, (1993), S.92f.
11 Vgl. SCHILLING, A.R.: Zur Bedeutung menschlicher Kommunikation in rechnerunterstützten Pro-
duktionssystemen, 1993, S. 30.
Arbeit zitieren:
Michael Hellmann, 2004, Videokonferenzen als Alternative zum Geschäftsreisetourismus - eine kommunikationswissenschaftliche Untersuchung, München, GRIN Verlag GmbH
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