Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Vorgesetztenbeurteilung allgemein 4
3. Arten der Vorgesetztenbeurteilung 5
3.1 Vorgesetztenbeurteilung als Instrument des Führungsdialogs 7
3.2 Anforderungen an die Instrumente der 8
Vorgesetztenbeurteilung
4. Funktionen und Zielsetzungen der Vorgesetztenbeurteilung 8
5. Implementierung einer Vorgesetztenbeurteilung 11
5.1 Ziele der Implementierung 11
5.2 Entwicklung im Unternehmen 12
5.3 Erstellung eines Leitfadens 13
5.4 Ablauf der Vorgesetztenbeurteilung 14
5.5 Konsequenzen aus der Durchführung 16
6. Erfolgsfaktoren und Nutzen der Vorgesetztenbeurteilung 16
7. Einsatz in der Praxis 18
7.1 Vorbehalte von Vorgesetzten 18
7.2 Vorbehalte von Mitarbeitern 19
7.3 Organisationsleitung 20
7.4 Anregungen und Lösungsvorschläge 21
8. Zusammenfassung 23
9. Inhaltsverzeichnis 24
Seminararbeit in P1-1 Schmidt - Vorgesetztenbeurteilung
1. Einleitung
Betriebe und Organisationen müssen sich laufend weiterentwickeln um in einer Zeit der Globalisierung, des steigenden Wettbewerbs und der damit verbundenen ständig wachsenden Anforderungen an Effektivität und Effizienz zu entsprechen. Dabei nimmt die Art und Weise, wie ein Vorgesetzter seine Mitarbeiter führt und wie diese ihn darin beurteilen, in einem wettbewerbsstarken Unternehmen einen großen Stellenwert ein. Aufgrund dessen ist für ein erfolgreiches Management bzw. Führungskräfte eine Rückmeldung darüber unverzichtbar.
Aufgrund des Bestrebens der Unternehmen ihre Unternehmensaktivitäten und Abläufe so optimal wie möglich zu gestalten, ist in letzter Zeit ist daher vermehrt festzustellen, dass Unternehmen die Leistungen ihrer Führungskräfte durch die unterstellten Mitarbeiter beurteilen lassen (vgl. Zander / Knebel, 1982, S. 74).
Die Beurteilung von Vorgesetzten durch ihre Mitarbeiter sowie umfassendes Feedback gehören zu bewährten Bausteinen der Führungskräfteentwicklung. Aufgrund der hochgradig erfolgsbestimmenden Bedeutung fachlicher und sozialer Führungsprozesse im Unternehmen sowie aufgrund der Unterstützungsfunktion für die Mitarbeiter als "interne Kunden" ist es wichtig, Führungsverantwortlichen ein konkretes und regelmäßiges Feedback zu ermöglichen. Nur so erhalten diese einen stärkeren Einblick in die Wahrnehmung ihres Verhaltens und ihrer Kompetenzen bei den Mitarbeitern (Fremdbild) und können sich gezielt mit Entwicklungspotentialen und dem Selbstbild als Führungskraft auseinandersetzen.
Im Bereich der „unteren Hierarchiebenen“ wird die Notwendigkeit der laufenden Schulung, Entwicklung und daraus resultierende Beurteilung meist erkannt - im Bereich der Vorgesetztenbeurteilung sind jedoch teilweise Defizite vorhanden (vgl. Niedermair / Mitterer, 2000, S. 346). Doch gerade der Bereich, der in großem Maße auf das Schicksal des Unternehmens Einfluss nimmt, sollte in dieser Hinsicht nicht übergangen werden.
Vorgesetztenbeurteilung P1-1 3
Seminararbeit in P1-1 Schmidt - Vorgesetztenbeurteilung
In dieser Arbeit soll verdeutlicht werden, durch welche Funktionen die Vorgesetztenbeurteilung gekennzeichnet ist, welche Ziele mit ihr erreicht werden können und wie sie im Unternehmen implementiert werden kann. Des weiteren wird auf den Einsatz der Vorgesetztenbeurteilung und die dabei auftretenden Schwierigkeiten eingegangen. Für eine umfassende Betrachtung dieses Thema ist ebenfalls erforderlich auf die unterschiedliche Auffassungsunterschiede zwischen den Mitarbeitern und den Führungskräfte einzugehen, um die bei der Vorgesetztenbeurteilung auftretenden Ergebnisse „richtig“ einschätzen zu können.
2. Vorgesetztenbeurteilung allgemein
Für die Vorgesetztenbeurteilung existieren eine Fülle von Definitionen. Niedermair / Mitterer (2000, S. 346) verstehen unter Vorgesetztenbeurteilung „eine gezielte, standardisierte und systematische Analyse, Einschätzung und Bewertung von Führungskräften hinsichtlich klar festgelegter Leistungs-, Führungs- und Verhaltenskriterien durch deren unmittelbar unterstellten Mitarbeiter“. Die daraus resultierenden Angaben der Beurteiler können anonym gehalten oder an die Personalabteilung weitergegeben werden (vgl. Becker, 2002, S. 576).
Wir hingegen verstehen unter Vorgesetzteneinschätzung ein strukturiertes Instrument, das es Mitarbeitern ermöglicht, basierend auf klar definierten und bekannten Führungsgrundsätzen frei von Ängsten ihre subjektive Meinung darüber zum Ausdruck zu bringen. Dabei soll zum Ausdruck kommen, wie die Mitarbeiter die Führungsarbeit ihres Vorgesetzten einschätzen und beurteilen.
Wir haben bewusst den Begriff Vorgesetzeneinschätzung gewählt, da wir der Meinung sind, dass das Wort „Vorgesetztenbeurteilung“ so etwas endgültiges und bewertendes an sich hat und mit negativen Assoziationen behaftet ist (vgl. Niedermair / Mitter, 2000, S. 346). In Wirklichkeit sollte es sich um eine Einschätzung handeln, denn um ein "Urteil" zu fällen, müsste man sämtliche Einflussfaktoren kennen, die den Mitarbeitern großteils verborgen bleiben. Dies würde bedeuten, dass ein sogenannter gläserner Vorgesetzter existiert, was jedoch in der Realität nicht zutrifft.
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Seminararbeit in P1-1 Schmidt - Vorgesetztenbeurteilung
Der Begriff Vorgesetzteneinschätzung weist darauf hin, dass es sich um eine "Schätzung" handelt. Demzufolge stellt die Beurteilung eine auf Anhaltspunkten basierende von Meinung dar, die jedoch grundsätzlich nicht objektiv sein kann. Diese Meinung bzw. Einschätzung sollte nichts Endgültiges darstellen. Des weiteren überprüft die Vorgesetztenbeurteilung nicht die fachliche Leistung des Vorgesetzten, sondern lediglich sein Führungsgeschick bzw. -Verhalten. (vgl. Bußmann, http://www.managerseminare.de/msemi/1112635/frontend/manager_beitraege.html? urlID=92543) Daraus wird meist ein sogenanntes „Menschenbild“ abgeleitet, das sich aus standardisierten Verhaltensmustern zusammensetzt und das die Mitarbeiter in ihren Vorgesetzten zu erkennen glauben (vgl. Scholz, 1991, S. 324) .
Ein entscheidender Punkt für eine gute Zusammenarbeit zwischen den Führungskräften und den Mitarbeitern ist gegeben, wenn Fremd- und Selbsteinschätzung nahezu identisch sind (vgl. Knebel, 1999, S. 209). In der Praxis sieht dies jedoch meist anders aus, wie im Kapitel 7 näher erläutert wird. Die Vorgesetztenbeurteilung kann in verschiedener Art und Weise durchgeführt werden.
3. Arten der Vorgesetztenbeurteilung
Um eine Vorgesetztenbeurteilung durchführen zu können, stehen einem Unternehmen verschiedene Alternativen zur Verfügung. Die grundsätzlichen Methoden lassen sich zunächst folgendermaßen abgrenzen:
Quantitative
Befragungen
Qualitative Befragungen
Gruppendiskussion und Einzelinterviews
Statische Wirkungsanalysen Führungskräfte - Workshops zur Diskussion und Umsetzung der
Die direkte Leistungsbeurteilung der Führungskräfte kann laut Kressler (1989, S. 15ff.) außerdem mittels folgender Instrumente durchgeführt werden:
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Seminararbeit in P1-1 Schmidt - Vorgesetztenbeurteilung
Offen
- Geheime Leistungsbeurteilung
Persönlichkeitsbezogene Leistungseinschätzung
Funktionsbezogene Leistungsbeurteilung
Zielsetzungsorientierte Leistungsbeurteilung
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Seminararbeit in P1-1 Schmidt - Vorgesetztenbeurteilung
Ergebnisorientierte Leistungseinschätzung
Neben den vielen Möglichkeiten eine Beurteilung der Vorgesetzten durchzuführen, dient die Vorgesetztenbeurteilung in ihrer ganzen Funktion als Instrument der Führung.
3.1 Vorgesetztenbeurteilung als Instrument des Führungsdialogs
Einige aktuelle personalwirtschaftlich relevante Entwicklungstrends lassen sich wie folgt beschreiben:
- Zunahme von High-Tech- Arbeitsplätzen; dadurch neue Anforderungsprofile an die Mitarbeiter
- Einerseits Verlagerung der sinnrelevanten Erlebniswelt aus dem Bereich der Arbeit in den der zunehmenden Freizeit; dadurch abnehmende betriebliche Bindung (Wertewandel)
- Andererseits Autonomie- und Selbstentfaltungsbestrebungen der Mitarbeiter auch am Arbeitsplatz; damit höhere Erwartungen der Mitarbeiter an das Unternehmen.
Immer höhere Anforderungen, die Mitarbeiter an das sie beschäftigende Unternehmen stellen und die abnehmende Bindung an dasselbe verdeutlicht, dass die Eröffnung eines Führungsdialoges zwischen Vorgesetzten und unterstellten Mitarbeiter als Instrument der Schwachstellenanalyse zum beidseitigen Nutzen dient. Durch eine derartige Sichtweise, die vom Gedanken einer Partnerschaft ausgeht, lässt sich eine tragfähige Vertrauensbasis schaffen, die letztlich auch die Identifikation mit
Vorgesetztenbeurteilung P1-1 7
Arbeit zitieren:
Mag. Viktoria Schmidt, 2003, Vorgesetztenbeurteilung, München, GRIN Verlag GmbH
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