Leistungsorientierter Shareholder Value CON-C WS 2002
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1 : Grundsätzlicher Aufbau des SHV - Ansatzes 6
Abbildung 2 : Verfahren zur Berechnung des WACC 9
Abbildung 3 : Mikro- und Makro-Werttreiber 14
Abbildung 4 : Klassische / Erweiterte Sicht der Werttreiber 15
Abbildung 5 : Shareholder - Value Netzwerk nach Rappaport, A. 16
Abbildung 6 : Grundmodell der Balanced Scorecard 19
Abbildung 7 : Potenzielle Kennzahlen der finanziellen Perspektive und deren
Abhängigkeit von der Strategie 22
Abbildung 8 : Basiskennzahlen der Kundenperspektive und deren Erläuterung 23
Abbildung 9 : Strukturierung der Perspektive der internen Geschäftsprozesse 28
Abbildung 10 : Mitarbeiterbezogene Kernkennzahlen und deren Treiber 29
Abbildung 11 : Beispiel eines wertorientierten Werthebelbaums 33
2
Leistungsorientierter Shareholder Value CON-C WS 2002
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 5
2 Shareholder Value 6
2.1 Berechnungsmöglichkeit 7
2.1.1 FCF vor Zinsen 8
2.1.2 Kapitalkosten 9
2.1.3 Residualwert 9
3 Finanzielle Kennzahlen 10
3.1 Unzulänglichkeit für die Unternehmenssteuerung 10
3.2 Gewinn als Beispiel für Finanzkennzahlen 11
4 Werttreiber 12
4.1 Wertorientiertes Management im Fokus 12
4.1.1 Was sind Werttreiber? 13
4.1.2 Einfluss der Werttreiber auf SHV 15
5 Balanced Scorecard 16
5.1 Entstehung der Balanced Scorecard 16
5.2 Balanced Scorecard - nur ein neues Kennzahlensystem oder mehr? 17
5.3 Die vier Perspektiven der BSC 19
5.3.1 Finanzperspektive 20
5.3.1.1 Ausrichtung der Kennzahlen 20
5.3.1.1.1 Wachstum 20
5.3.1.1.2 Reife 21
5.3.1.1.3 Ernte 21
5.3.2 Kundenperspektive 23
5.3.2.1 Leistungstreiber 24
5.3.2.1.1 Was sind Leistungstreiber ? 24
5.3.2.1.2 Beispiele für Leistungstreiber 24
5.3.2.1.3 Leistungstreiber und Kennzahlen 25
5.3.2.1.4 Kritik an Kennzahlenausrichtung 26
5.3.3 Interne Geschäftsprozesse 27
5.3.4 Lern- und Entwicklungsperspektive 28
6 Kopplung der Balanced Scorecard mit dem Wertmanagement 31
3
Leistungsorientierter Shareholder Value CON-C WS 2002
6.1 Ausgangssituation 31
6.2 Vorgehen bei der Kombination der BSC und dem Wertmanagement 32
6.2.1 Identifizierung der dominanten wertorientierten Stellhebel 32
6.2.2 Priorisierung der Werthebel 33
6.2.3 Verknüpfung der strategischen Werthebel 34
6.2.4 Festlegung der operativen Werthebel 34
7 Fazit 35
8 Literaturverzeichnis 36
4
1 Einleitung
In den letzten Jahren lassen sich im Bereich des strategischen Managements zwei wesentliche Trends herausarbeiten. Dies ist zum einen das
unternehmenswertorientierte Management und zum anderen die Balanced Scorecard. Das wertorientierte Management ist dabei ein Instrument zur Strategieausrichtung auf die Schaffung von Unternehmenswert, wobei alleine durch eine Wertorientierung noch nicht garantiert ist, dass diese auch erfolgreich umgesetzt werden kann. Denn es muss diese strategische Ausrichtung bis in die operativen Einheiten kommuniziert, und es müssen die wichtigen Werttreiber im Unternehmen identifiziert werden. Damit gelangt man zum zweiten Trend, der Balanced Scorecard. Die Balanced Scorecard ist ein Werkzeug zur Kommunikation und Umsetzung von Strategien. Mittels der Balanced Scorecard lassen sich aber eben auch die operativen Treibergrößen - materiell und auch immateriell - identifizieren und beeinflussen.
Diese Hausarbeit ist in drei Abschnitte unterteilt. Im ersten wird das wertorientierte Management dargestellt. Es wird eingegangen auf den Shareholder Value und auf dessen Berechnung. Des weiteren werden im ersten Teil die klassischen Werttreiber, also die den Unternehmenswert beeinflussenden Größen, herausgearbeitet. Im nächsten Teil wird die Balanced Scorecard als Instrument zur Identifikation und Beeinflussung der Leistungstreiber dargestellt. Es soll aber keine ausführliche Beschreibung der Balanced Scorecard als ganzes gemacht werden, sondern eine grundsätzliche Vorstellung des Aufbaus der Balanced Scorecard, sowie ein genaueres Betrachten der Leistungstreiber vorgenommen werden. Im dritten und letzten Kapitel soll die Wertorientierung mit der Balanced Scorecard kombiniert werden, um zu einer ganzheitlichen Betrachtung der
Unternehmenswertsteigerung zu gelangen. Dies wäre für Unternehmen zukünftig sicherlich von Vorteil, da durch eine solche Kombination eine eindimensionale Ausrichtung auf die „harten“ Kennzahlgrößen als Werttreiber vermieden werden könnte und die „weichen“, nicht unbedingt durch finanzielle Kennzahlen messbaren Einflussfaktoren, mehr Gewicht bekommen würden.
5
2 Shareholder Value
Der gesamte ökonomische Wert eines Unternehmens oder einer strategischen Geschäftseinheit (SGE) setzt sich zusammen aus dem Wert seines Fremdkapitals und seines Eigenkapitals. Dieser Wert eines Geschäftes wird Unternehmenswert genannt, und der Anteil des Eigenkapitals an diesem Unternehmenswert wird als Shareholder Value bezeichnet. 1 Der Shareholder Value Ansatz misst den Unternehmenswert anhand des Unternehmensgeschehens, welches als eine Reihe von Zahlungen betrachtet wird, deren Wert auf Grundlage der Kapitalwertmethode als Barwert der zukünftig zu erwartenden Cash Flows zu berechnen ist. Je höher dieser Wert ist bzw. je mehr er durch eine Strategiealternative gesteigert werden kann, desto größer wird der Marktwert des Eigenkapitals und damit letztendlich das Aktionärsvermögen. 2 Der Zusammenhang lässt sich grundsätzlich mit folgender Grafik darstellen: 3
Abbildung 1: Grundsätzlicher Aufbau des SHV - Ansatzes
Beim Shareholder Value Konzept steht der Eigenkapitalgeber im Mittelpunkt des Unternehmensziel. Das Unternehmen soll dazu dienen, das Investment des Anteilseigners möglichst zu maximieren. Jede Investition in ein Unternehmen bedeutet für den Kapitalgeber ein höheres Risiko als die Investition in eine sichere Anlagealternative, beispielsweise in Staatsanleihen oder Schatzbriefe. Der Kapitalgeber erwartet deshalb eine bessere Verzinsung des eingesetzten Kapitals,
1 Vgl. Rappaport, A., Shareholder Value, 1999, S.39
2 Vgl. Müller-Stewens, G., Strategisches Management, 2001, S. 184
3 Vgl. Piechota, S., BWL - PO Skript, S. 26
6
um das erhöhte Risiko auszugleichen. Diese höhere Verzinsung setzt sich auf der Einnahmenseite zusammen aus der Summe der Steigerung des Aktienkurses plus der Höhe der Dividendenzahlung. Hinzu kommen u.U. Kapitalrückzahlungen, Erlöse aus Bezugsrechten oder Steuergutschriften. Abzuziehen sind die Auszahlungen, die für die Aufrechterhaltung des Engagements notwendig sind, beispielsweise Kapitalerhöhungen bei Aktiengesellschaften, Zuzahlungen bei GmbHs oder Personengesellschaften sowie Zahlungen an Dritte, etwa Steuern und Abgaben. Der Shareholder- Value- Ansatz betrachtet aber nicht nur die Zahlungsströme zwischen Unternehmen und Anteilseigern, sondern er analysiert auch Zahlungen zwischen Unternehmen und Unternehmensumfeld. Hierzu gehören z.B. Umsätze, Investitionen, Abschreibungen, Rückstellungen sowie andere Ausgaben. Man spricht von einer Cash-Flow-orientierten Sicht. 4 Der Unternehmenswert ergibt sich dann aus dem Barwert der diskontierten zukünftigen Free Cash-Flows (FCF). Eine Steigerung des Unternehmenswertes ist unmittelbar an die Steigerung der freien Cash-Flows gebunden. Diese bisher geschilderte Sicht ist aber eigentlich nur der eine Teil des Shareholder Value Ansatzes. Er bezieht sich bisher auf die „harten“ betriebswirtschaftlichen Größen, die auf der Investitionsrechnung basieren. Das Konzept wird sowohl betriebswirtschaftlich als auch unternehmenspolitisch und damit normativ verwendet. Hinsichtlich seiner ersten Bedeutung basiert es auf der Investitionsrechnung bzw. der Kapitalwertmethode. In seiner
unternehmenspolitischen Bedeutung steht es als Instrument zur Identifizierung von Werterzeugern und Wertvernichtern sowie zur Beurteilung von Risikostrukturen zur Verfügung: man strebt eine optimale Ressourcenallokation an. Die Harmonisierung der Interessen von Aktionären und Managern soll dabei über die gemeinsam verfolgte Wertorientierung und eine damit verbundene wertorientierte Entlohnung verbunden werden 5 .
2.1 Berechnungsmöglichkeit
Um den Shareholder Value zu berechnen, muss man wissen, wie hoch der Unternehmenswert ist. Der Shareholder Value ergibt sich dann als Differenz zwischen dem Unternehmenswert und dem Wert des im Unternehmen gebundenen
4 Vgl. Höfner, K., Wertsteigerungs-Management, S.14-16
5 Vgl. Brink, A., „Wie weiche Faktoren den Shareholder-Value erhöhen“ , S.1
7
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Tom Zengel, 2002, Leistungsorientierter Shareholder Value, Munich, GRIN Publishing GmbH
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