Inhaltsverzeichnis
1. Einführung in die Strukturgeomorphologie 3
2. Strukturbedingte Formen. 4
2.1 Synklinale, Antiklinale 4
2.2 Verbiegungen 5
2.3 Bruchstrukturen. 6
2.4 Reliefumkehr 7
2.5 Schichtformen 8
2.5.1 Schichttafel. 8
2.5.2 Schichtstufen 9
2.5.3 Schichtkämme 10
3. Literaturverzeichnis 11
2
1. Einführung in die Strukturgeomorphologie
Der Begriff der Geomorphologie stammt aus dem Griechischen und setzt sich aus den Worten Erde („ge“), Form („morphe“) und Wissenschaft („logia“) zusammen. So beschäftigt sich diese Lehre also mit den Formen der festen Erdoberfläche. Nicht nur Landformen wie Gebirge, Täler oder Flussbetten gehören dazu, sondern auch die Oberflächenformen des Meeresbodens wie Watt, Korallenriffe und Gräben (nach AHNERT 1996, S. 13).
Das Relief der Erde ist im Verlauf der Erdgeschichte durch Vorgänge entstanden, die vom Erdinneren ausgingen und noch ausgehen. Diese Prozesse werden allgemein als endogen („innenbürtig“) bezeichnet (nach DONGUS, S. 19). Unter diese Definition fallen zum Beispiel Vulkanismus, Krustenbewegungen und Faltungen. Die endogenen Vorgänge haben einen maßgeblichen Einfluss auf die Formengestaltung der Erdoberfläche.
Ist der endogene Vorgang abgeschlossen, setzt sofort der Prozess der Formenentwicklung durch Abtragung und Aufschüttung ein. Diese Kräfte werden von der Atmosphäre mitgesteuert und daher als exogen („außenbürtig“) bezeichnet (nach DONGUS, S. 19). Weitere formbildende Prozesse sind der Transport von Landmassen sowie physikalische und chemische Verwitterung von Gesteinen. Die Strukturgeomorphologie beschäftigt sich mit „den Landformen, deren Erscheinungsbild eine deutliche Abhängigkeit von der Struktur erkennen lässt.“ (nach AHNERT 2003, S. 303). Endogene Unterschiede in Widerständigkeit, Zusammensetzung und Lagerung der Gesteine bedingen exogene Unterschiede in der Formenentwicklung.
3
2. Strukturbedingte Formen
Die geologische Struktur von Gesteinen ist die maßgebende Größe bei der ex ogenen Modifizierung selbiger. Je nach Widerständigkeit und chemischer Zusammensetzung finden unterschiedliche Prozesse an den Gesteinen statt und lassen ebenso verschiedenartige Landformen entstehen. Im Folgenden sollen einige der strukturbedingten Formen dargestellt werden.
2.1 Synklinale, Antiklinale
Der endogene Prozess der Krustenbewegung ist Voraussetzung für die Entstehung von Faltengebilden sowie Einmuldungen und Aufwölbungen an der Erdoberfläche. Durch den Bruch der Sedimentgesteine werden die sonst horizontalen Schichten angehoben, gekippt oder abgesenkt. Es werden je nach Fallrichtung dieser Schichten zwischen Synklinalen (Faltenmulden) und Antiklinalen (Faltensättel) unterschieden (AHNERT 1996, S. 295/296). Die folgende Abbildung wurde dem AHNERT 1996, S. 296 entnommen und zeigt die Fallrichtungen der Schichten in Syn- und Antiklinale an:
Es ist erkennbar, dass in einer Antiklinalen die Schichten auf beiden Seiten der Achse von dieser weggerichtet einfallen. Es bildet sich ein Sattel. Die Schichten in einer Synklinale dagegen sind zur Achse hingerichtet und bilden eine Mulde, in welcher oft auch ein Fließgewässer zu finden ist.
4
Arbeit zitieren:
Matthias Kunze, 2004, Strukturgeomorphologie, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Die Reliefgenerationen Südwest-Deutschlands
Geowissenschaften / Geographie - Phys. Geogr., Geomorphologie, Umweltforschung
Seminararbeit, 13 Seiten
Geowissenschaften / Geographie - Phys. Geogr., Geomorphologie, Umweltforschung
Seminararbeit, 10 Seiten
Protokoll zur Bodenkundlichen Übung I - Der Taunus
Geowissenschaften / Geographie - Geologie, Mineralogie, Bodenkunde
Hausarbeit, 23 Seiten
Die Stadtentwicklung zur Gründerzeit
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
Seminararbeit, 14 Seiten
Geowissenschaften / Geographie - Regionalgeographie
Hausarbeit (Hauptseminar), 32 Seiten
Der Internationale Währungsfond als multilaterale Organisation im inte...
Soziologie - Politische Soziologie, Majoritäten, Minoritäten
Hausarbeit (Hauptseminar), 22 Seiten
Der IWF - "Mustersanierungsplan" - Darstellung und kritische...
Hausarbeit, 21 Seiten
Dorfformen und Phasen der Dorfentwicklung
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
Hausarbeit, 10 Seiten
Glaziale des norddeutschen Tieflandes
Geowissenschaften / Geographie - Phys. Geogr., Geomorphologie, Umweltforschung
Hausarbeit, 21 Seiten
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
Ausarbeitung, 5 Seiten
Karteninterpretation L 2310 Esens
Geowissenschaften / Geographie - Kartographie, Geodäsie, Geoinformationswissenschaften
Studienarbeit, 11 Seiten
Karteninterpretation: Blatt L7934 München
Geowissenschaften / Geographie - Kartographie, Geodäsie, Geoinformationswissenschaften
Hausarbeit (Hauptseminar), 18 Seiten
Folgen der vom IWF geforderten Wirtschaftspolitik auf die Peripherielä...
Hausarbeit, 24 Seiten
Interpretation der Topographischen Karte 1:50000 Blatt L4318 Paderborn
Geowissenschaften / Geographie - Regionalgeographie
Hausarbeit, 16 Seiten
Geowissenschaften / Geographie - Phys. Geogr., Geomorphologie, Umweltforschung
Praktikumsbericht / -arbeit, 10 Seiten
Matthias Kunze hat den Text Strukturgeomorphologie veröffentlicht
Matthias Kunze hat einen neuen Text hochgeladen
Eine Einführung
Andrew S. Goudie, Lorenz King, Elisabeth Schmitt, Peter Wittmann, Wittmann Rohner
Klima-, Hydro-, Boden-, Vegeta...
Roland Baumhauer, Christof Kneisel, Steffen Möller, Brigitta Schütt, Elisabeth Tressel
Rüdiger Glaser, Rainer Glawion, Christiane Hauter, Helmut Saurer, Achim Schulte, Dirk Sudhaus, Dominik Faust
Alan H. Strahler, Arthur N. Strahler, Frank Ahnert, Peter Kühn, Einar Eberhardt, Dana Pietsch, Thomas Scholten
0 Kommentare