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Die evangelische Kirche im politischen System der BRD

Titel: Die evangelische Kirche im politischen System der BRD

Hausarbeit , 2004 , 20 Seiten , Note: 2.3

Autor:in: Martin Eckhardt (Autor:in)

Politik - Politisches System Deutschlands
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Zusammenfassung Leseprobe Details

[...] Zeitgleich mit Gründung der Weimarer Republik, wurde dieses Verhältnis das erste Mal verfassungsrechtlich ausgeführt. Daraus resultierte eine Trennung der beiden Institutionen. Diese, von der Weimarer Reichsverfassung vorgeschriebene Trennung, wurde 1949 von den Vätern der Bundesrepublik Deutschland in das Grundgesetz übernommen.1 Seitdem wird über die Stellung der Kirche im pluralistischen System Deutschlands diskutiert. Maßgebliche Frage dabei war, ob eine Trennung von Staat und Kirche heute wirklich gegeben ist. Die vorliegende Arbeit betrachtet die Stellung der Kirche innerhalb der Bundesrepublik Deutschland genauer. Grundlage für die Ausführungen bildet die These, dass die Stellung der Evangelischen Kirche innerhalb der Bundesrepublik an Hand der geschichtlichen Entwicklung sowie durch die starke Verwurzelung der von ihr vertretenen Wertvorstellungen innerhalb der Gesellschaft eine „Sonderstellung“ rechtfertigt. Um dies zu erläutern, wird auf die historische Entwicklung, die Organisation sowie den verfassungsrechtlichen Rahmen eingegangen und verschiedene Meinungen zu diesem Thema gegenübergestellt. Im letzten Kapitel wird schließlich noch die Frage behandelt, ob im deutschen Pluralismus die Kirche eher einem Verbanden gleicht oder ob sie außerhalb des Spektrums der „normalen“ Verbände gesehen werden muss. Die Arbeit schließt mit einem zusammenfassenden Fazit ab. Bei der Argumentation wird dabei nur auf strukturelle Gegebenheiten eingegangen. Die Frage welchen Einfluss die Kirche innerhalb des politischen Prozesses auf den „output“ hat, und welche Möglichkeiten ihr dafür zur Verfügung stehen, kann auf Grund des geringen Umfanges nicht erläutert werden. Es sei darauf hingewiesen, dass diese Arbeit sich explizit mit der evangelischen Kirche beschäftigt, was sich besonders in Kapitel 2, dem historischen Hintergrund und der Organisation bemerkbar macht. Die Ausführungen der Kapitel 3.1 und 3.2 die den verfassungsrechtlichen Rahmen sowie die Einordnung in das Verbandswesen betrachten, sprechen von den Kirchen im Allgemeinen. Dies liegt in der Grundsätzlichkeit der Ausführungen begründet. Die Erläuterungen betreffen Bereiche und Problemstellungen die sowohl für die katholische als auch für die evangelische Kirche in Deutschland gleichermaßen relevant sind. Im Folgenden wird nun die evangelische Kirchengeschichte seit der Reformation dargelegt. 1 vgl. Kapitel 2 dieser Arbeit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Evangelische Kirche in Deutschland

2.1 Geschichte der Evangelischen Kirche in Deutschland

2.2 Organisation der Evangelischen Kirche in Deutschland

2.2.1 Synode der EKD

2.2.2 Die Kirchenkonferenz

2.2.3 Der Rat der EKD

3 Die EKD im politischen System der BRD

3.1 Das Grundgesetz – Ausgangspunkt für die Stellung der Kirche

3.2 Die Kirche im pluralistischen Staat

3.2.1 Die Kirche als „Verband unter Verbänden“

3.2.2 Die Kirche als Institutionen außerhalb des Verbandswesen

3.3 Zusammenfassung

4 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die spezifische Stellung der Evangelischen Kirche innerhalb des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland. Dabei wird analysiert, ob die historische Entwicklung und die gesellschaftliche Verankerung der Kirche eine Sonderstellung rechtfertigen und wie die Kirche im Kontext des pluralistischen Verbandswesens zu verorten ist.

  • Historische Entwicklung der evangelischen Kirche seit der Reformation.
  • Struktureller Aufbau und Organisation der EKD.
  • Verfassungsrechtlicher Rahmen und die Bedeutung des Grundgesetzes.
  • Einordnung der Kirche als Verband versus Institution „sui generis“.

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Die Kirche als „Verband unter Verbänden“

Die Kirchen als eine von vielen Institutionen anzusehen, die gleich den Arbeitgeberverbänden, Wirtschaftsverbänden oder Gewerkschaften ist, kommt aus einer politisch soziologischen Betrachtungsweise. Diese Einteilung als „Verband unter Verbänden“ geht davon aus, dass die Kirche, genau wie andere Verbände, versucht, ihre Interessen gegenüber dem Staat durchzusetzen und zwar mit genau den gleichen Mitteln wie andere Verbände auch. Diese Verhaltensweise wurde schon weiter oben angesprochen, als angedeutet wurde, dass die Kirchen bei der Entstehung der Bundesrepublik Einfluss auf die einzelnen, für die Verfassung relevanten Gremien ausübten. Bei einer solchen Herangehensweise wird aber außer Acht gelassen, welches das Interesse der Gläubigen, also der Mitglieder der Kirche ist. Ausgehend vom Selbstverständnis der Kirche geht es ihr nicht darum ein spezifisches Interesse von einem Gläubigen oder einer Gruppe von Gläubigen (und sei sie auch noch so groß) innerhalb der staatlichen Ordnung zu vertreten. Vielmehr versteht sich die Kirche auf das Wort Gottes verpflichtet und somit nicht als eine Institution die mit ihrem Engagement von egoistischen Interessen geleitet wird, wie es z.B. die Gewerkschaften mit der Forderung nach mehr Lohn, im Sinne ihrer Mitglieder praktizieren. Diese Sichtweise beruht darauf, die Kirchen als Glaubensgemeinschaft zu verstehen. In diesem Zusammenhang darf die Größe der Kirche als nicht unerheblich gelten. Wilhelm Kewenig hingegen sieht in der Anzahl ihrer Mitglieder eher eine Gemeinsamkeit mit anderen Verbänden. „Und zumindest über eine besonders wichtige Eigenschaft eines erfolgreichen Verbandes verfügen die beiden großen Kirchen in ganz außerordentlichem Maße; ihre Mitgliederzahl liegt unendlich weit oberhalb der jedes Konkurrenten.“ Die Kirchen wiederum berufen sich auf Grund dieser hohen Mitgliederzahl genau auf das Gegenteil; Da sie mehr als nur die Interessen einiger vertreten, sehen sie ihr Anliegen als für die gesamte Gesellschaft wichtig und berufen sich auf die Rolle die das Christentum bei den heutigen Wertvorstellungen spielt. Daher ist es für die Kirche nicht akzeptabel, auf die gleiche Stufe mit anderen Verbänden gestellt zu werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung des Themas und der Forschungsfrage bezüglich der verfassungsrechtlichen und politischen Stellung der Kirche in der Bundesrepublik.

2 Die Evangelische Kirche in Deutschland: Detaillierte Darstellung der historischen Entwicklung und der internen Organisation der EKD.

3 Die EKD im politischen System der BRD: Analyse des verfassungsrechtlichen Rahmens und der Einordnung der Kirche in das pluralistische System.

4 Fazit: Zusammenführende Bewertung der Sonderstellung der Kirche und Bestätigung der eingangs aufgestellten Thesen.

Schlüsselwörter

Evangelische Kirche in Deutschland, EKD, Politisches System, Grundgesetz, Pluralismus, Verbandswesen, Religionsgemeinschaft, Sonderstellung, Verfassungsrecht, Kirchengeschichte, Staat und Kirche, Demokratie, Interessenvertretung, Institution sui generis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der verfassungsrechtlichen und politischen Rolle der Evangelischen Kirche innerhalb der Bundesrepublik Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen die historische Entwicklung der EKD, ihre interne Organisation sowie ihre Stellung als Akteur im politischen System.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es zu analysieren, ob die Sonderstellung der Kirche gegenüber anderen Verbänden historisch und gesellschaftlich legitimiert ist.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine strukturorientierte politikwissenschaftliche Analyse auf Basis von Literaturstudien und verfassungsrechtlichen Rahmenbedingungen gewählt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Genese der EKD und eine kritische Auseinandersetzung mit der Einordnung der Kirche als "Verband" oder als Institution "sui generis".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind EKD, Pluralismus, Grundgesetz, Sonderstellung und das Verhältnis von Staat und Kirche.

Warum wird die Kirche in der Arbeit als Institution "sui generis" diskutiert?

Weil sie aufgrund ihres Selbstverständnisses als Glaubensgemeinschaft und ihrer historisch gewachsenen Rolle schwer mit konventionellen Interessenverbänden vergleichbar ist.

Welche Rolle spielt das Grundgesetz für die Stellung der Kirche?

Das Grundgesetz bildet durch die Übernahme der entsprechenden Artikel der Weimarer Reichsverfassung den verfassungsrechtlichen Ausgangspunkt für den Körperschaftsstatus der Kirchen.

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Details

Titel
Die evangelische Kirche im politischen System der BRD
Hochschule
Universität Trier  (Politikwissenschaft)
Note
2.3
Autor
Martin Eckhardt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
20
Katalognummer
V30330
ISBN (eBook)
9783638316132
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kirche System
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Martin Eckhardt (Autor:in), 2004, Die evangelische Kirche im politischen System der BRD, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30330
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Leseprobe aus  20  Seiten
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