Inhaltsverzeichnis
I NA
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis........................................................................................................I
Abbildungsverzeichnis.............................................................................................IV
Abkürzungsverzeichnis V
1 NA
Einleitung 1
1.1 NA
Die Ausgangssituation 1
1.2 NA
Zielsetzung und Aufbau der Arbeit 2
2 NA
Allgemeine Einführung in die Konzepte von ERP-Systemen 4
3 NA
Betriebswirtschaftliche Anwendungsmodule des SAP R 3-Systems 6
3.1 NA
Der Aufbau des SAP R 3-Systems 6
3.2 NA
Das Rechnungswesen 8
3.2.1 NA
Begriffsabgrenzung 8
3.2.2 NA
Das Rechnungswesen im SAP R 3-System 9
3.2.3 NA
Finanzbuchhaltung (FI) 10
3.2.3.1 Kurzüberblick und Funktion 10
3.2.3.2 Finanzwesen im SAP R 3 11
3.2.4 NA
Treasury 14
3.2.4.1 Kurzüberblick und Funktion 14
3.2.4.2 Treasury im SAP R 3-System 14
3.2.5 NA
Controlling (CO) 15
3.2.5.1 Begriffsabgrenzung 15
3.2.5.2 Funktionen des Controllings 16
3.2.5.3 Das Controlling im SAP R 3-System 16
3.2.6 NA
Investitionsmanagement (IM) 18
3.2.6.1 Kurzüberblick und Funktion 18
3.2.6.2 Investitionsmanagement im SAP R 3-System 19
3.2.7 NA
Unternehmenscontrolling (E)C 20
3.2.7.1 Kurzüberblick und Funktion 20
3.2.7.2 Unternehmenscontrolling im SAP R 3 System 20
Inhaltsverzeichnis
II NA
3.2.8 NA
Immobilienmanagement 23
3.2.8.1 Funktion 23
3.2.8.2 Immobilienmanagement im SAP R 3-System 23
3.3 NA
Logistik 24
3.3.1 NA
Begriffsabgrenzung 24
3.3.2 NA
Logistik im SAP R 3-System 24
3.3.3 NA
Vertrieb (SD) 25
3.3.3.1 Begriffsabgrenzung 25
3.3.3.2 Vertrieb im SAP R 3-System 26
3.3.4 NA
Materialwirtschaft (MM) 32
3.3.5 NA
Qualitätsmanagement (QM) 34
3.3.5.1 Begriffsabgrenzung und Überblick 34
3.3.5.2 Qualitätsmanagement im SAP R 3-System 35
3.3.6 NA
Instandhaltung (PM) 38
3.3.6.1 Begriffsabgrenzung und Kurzüberblick 38
3.3.6.2 Instandhaltung im SAP R 3-System 39
3.3.7 NA
Produktionsplanung und -steuerung 41
3.3.8 NA
Kundenservice (CS) 43
3.3.9 NA
Projektsystem (PS) 45
3.3.10 Umweltmanagement (EH S) 46
3.3.10.1 NA
Kurzüberblick 46
3.3.10.2 NA
Umweltmanagement im SAP R 3-System 46
3.4 NA
Personalwirtschaft (HR) 48
3.4.1 NA
Begriffsabgrenzung 48
3.4.2 NA
Personalwirtschaft im SAP R 3-System 49
3.4.3 NA
Personalmanagement 49
3.4.3.1 Personaladministration 50
3.4.3.2 Personalbeschaffung 51
3.4.3.3 Personalentwicklung 51
3.4.4 NA
Personalzeitwirtschaft 52
3.4.5 NA
Personalabrechnung 53
3.4.6 NA
Veranstaltungsmanagement 54
3.4.7 NA
Organisationsmanagement 55
Inhaltsverzeichnis
III NA
3.5 NA
SAP Business Workflow 56
3.5.1 NA
Begriffsabgrenzung 56
3.5.2 NA
Business Workflow im SAP 57
4 NA
MySAP com Die E-Business-Plattform der SAP 59
4.1 NA
Kurzüberblick und Definition 59
4.2 NA
Elemente von mySAP com 59
4.3 NA
Fallbeispiel Herlitz PBS AG realisiert Webshop mit mySAP CRM 61
5 NA
Lösungen für die mittelständische Unternehmen 62
5.1 NA
Überblick 62
5.2 NA
SAP für den Mittelstand 62
5.2.1 NA
SAP Business One 63
5.2.2 NA
SAP All-in-One 64
6 NA
SAP- Branchenlösungen (IS - Industry Solutions) 65
7 NA
Abschließende Betrachtung 71
Literaturverzeichnis VIII NA
Anhang ...................................................................................................................XIV NA
Abbildungsverzeichnis
IV NA
Abbildungsverzeichnis
Seite NA
Abbildung 1 Die zehn größten ERP-Anbieter auf dem deutschen Markt 4
Abbildung 2 Client Server-Architektur des R 3-Systems 6
Abbildung 3 System R 3 8
Abbildung 4 Die Komponenten des Rechnungswesens im SAP R 3-System 10
Abbildung 5 Modulintegration im Modul Finanzbuchhaltung 12
Abbildung 6 Die Einordnung des Controlling 15
Abbildung 7 Die Teilkomponenten des Controllings 17
Abbildung 8 Komponenteneinsatz im integrierten SAP-Unternehmens-
controlling 21
Abbildung 9 Die Komponenten der Logistik im SAP R 3-System 25
Abbildung 10 Ablauf der Konditionstechnik am Beispiel der Preisfindung 27
Abbildung 11 Die Chargenverwaltung in der logistischen Kette 29
Abbildung 12 Komponenten des Materialwirtschafts-Moduls (MM) 33
Abbildung 13 Das Prozessmodell nach DIN EN ISO 9001:2000 35
Abbildung 14 Funktionaler Ablauf in der Komponente Instandhaltung 40
Abbildung 15 Kapazitätsauslastung einer Instandhaltungs-Werkstatt 41
Abbildung 16 Fertigungsarten die von dem R 3-System erfüllt werden 42
Abbildung 17 Aufbau eines Projektstrukturplans (a) und eines Netzplans (b) 45
Abbildung 18 Elemente der Stoffdatenbank 47
Abbildung 19 SAP EH S und die logistische Kette 48
Abbildung 20 Die Komponenten der Personalwirtschaft im SAP R 3-System 49
Abbildung 21 Profil einer Person in einer Datenbank 52
Abbildung 22 Personalwirtschaft und Business Workflow 56
Abbildung 23 E-Business Lösungen der SAP 60
Abkürzungsverzeichnis V
ABAP Advanced Business Programming Language AG Aktiengesellschaft Aufl. Auflage BC Basic Components bzw. beziehungsweise ca. circa CAD Computer Aided Design CO Controlling CRM Customer Relationship Management d. h. das heißt EC Enterprise Controlling (Unternehmenscontrolling) EDI Electronic Data Interchange EDV Elektronische Datenverarbeitung engl. englisch ERP Enterprise Resource Planning etc. et cetera evtl. eventuell f. folgende ff. fortfolgende FI Financial Accounting (Finanzwesen) GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung GUI Graphical User Interface HR Human Resources (Personalwirtschaft) Hrsg. Herausgeber
Abkürzungsverzeichnis VI
IM Capital Investment Management (Investitionsmanagement)
IS Industry Solutions (Branchenlösungen)
ISO ist die weltweit gültige Abkürzung von Internattional Organization for Stan-
dardization, zu deutsch: Die Internationale Organisation für Normung. EN
(Europäische Normung) und DIN (Deutsches Institut für Normung e. V.)
stehen für Normungstätigkeit auf europäischer und deutscher Ebene
IT Informationstechnologie
Kap. Kapitel
Mio. Millionen
MM Materials Management (Materialwirtschaft)
o. V. ohne Verfasser
OLAP Online Analytical Processing
PM Plant Maintenance (Instandhaltung)
PP Production Planning and Control (Produktionsplanung und -steuerung)
PS Project System (Projektsystem)
QM Quality Management (Qualitätsmanagement)
R/3 Realtime (Echtzeit) / 3-Schichten
ROI Return On Investment
S. Seite
s. siehe
SAP Systeme, Anwendungen, Produkte in der Datenverarbeitung
SCM Supply Chain Management
SD Sales and Distribution (Vertrieb/Verkauf)
TR Treasury (Haushaltsmanagement)
u. a. unter anderem
usw. und so weiter
vgl. vergleiche
Einleitung 1
1 Einleitung
1.1 Die Ausgangssituation
Die Marktveränderungen der letzten Jahre stellen neue Anforderungen an die Unter- nehmen. Zunehmende Globalisierung und Sättigung der Märkte, hohe Kundenerwar- tungen, neue Technologien, insbesondere durch die Innovation in der Informations- und Kommunikationstechnologie führen zu einer Intensivierung des Wettbewerbs. Mit der rasanten Weiterentwicklung der IT -Welt gewinnt das sich permanent ver- mehrende Wissen zunehmend an Bedeutung. In diesem Zusammenhang spricht man von dem vierten Produktionsfaktor, der Ressource Information. Besonders in den westlichen Industriestaaten ist „nicht mehr der Grad der industriellen Entwicklung für den Wohlstand von Bedeutung, sondern vielmehr die Fähigkeit, durch Bildung und Wissenschaft Informationsressourcen zu gewinnen, diese wiederum mit geeigne- ten Kommunikationsmedien und -infrastrukturen schneller und breitenwirksamer zu verteilen und sie in Wissen, neue Technologien, Methoden und Vorgehensweisen umzusetzen“. 1 Demnach ist die Integration von Arbeitsplätzen und Geschäftsprozes- sen in unternehmensweiten Datenverarbeitungs-, Informations- und Kommunikati- onssystemen notwendig, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Diesen veränderten Anforderungen stellen sich moderne Standardinformationssys- teme (IBSIS – Integrierte Betriebswirtschaftliche StandardInformationsSysteme) oder ERP-Systeme (Enterprise Resource Planning) genannt, wie z. B. das SAP R/3. Solche Systeme bilden einen Großteil der finanzwirtschaftlichen, logistischen und personalwirtschaftlichen Prozesse eines Unternehmens ab. 2 Heutige ERP-Systeme unterstützen nicht nur die Geschäftsprozesse eines Unternehmens, sondern haben sich zu vollständig integrierten Business-Lösungen entwickelt. Der Aufgabenbereich dieser Systeme ist nicht mehr nur auf die Standardisierung von Infrastrukturen und Plattformen, Entwicklung sowie Pflege von Anwendungen begrenzt, sondern um- fasst sowohl die Suche nach Techniken zur Abbildung von Business-Abläufen und Geschäftsmodellen, als auch die Koordination von Projekten und Prozessen.
1 Brinkmann / Zeilinger, 2000, S. 13.
2 Vgl. hierzu und im Folgendem Mauterer, 2002, S. 1f.
Einleitung 2
Mit zunehmender Bedeutung des Internets wurden in den letzten Jahren die „klassi- schen“ ERP-Systeme weniger beachtet und zunächst den Möglichkeiten die das In- ternet bietet, wie z. B. dem E-Commerce zugewendet. Doch viele E-Commerce- Lösungen können nur in Verbindung mit einem optimal genutzten ERP-System er- folgreich eingesetzt werden. Beispielsweise hängen Online-Bestellungen entschei- dend von einem funktionierenden ERP-System ab, das die Prozesse entlang der ge- samten Wertschöpfungskette abbildet. Das klassische ERP-System bildet nach wie vor das Rückgrat eines Unternehmens. In der Kombination mit den weiterentwickel- ten ERP-Lösungen, wie die E-Business Plattform von SAP, wird eine völlig neue Dimension der Informationsverknüpfung ermöglicht. Alle Bereiche eines Unterneh- mens werden durchdrungen und analysiert, aus den Erkenntnissen optimierte Abläu- fe bestimmt, neue Impulse zur Prozessoptimierung gewonnen und neuartige Ge- schäftsmodelle ermöglicht. Die ERP-Systeme sind demnach auch im Zeitalter des In- ternets noch immer aktuell.
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
Wesentliches Ziel dieser Arbeit ist es einen strukturierten Überblick über die Fähig- keiten sowie die Komplexität heutiger ERP-Systeme am Beispiel von SAP zu ver- mitteln. Dabei wurde der Schwerpunkt weniger auf die E-Business-Lösungen gelegt, sondern vielmehr auf das klassische SAP R/3-System.
Nachdem im ersten Kapitel die Hintergründe zur Notwendigkeit von ERP-Systemen in allen Unternehmensbereichen erläutert wurden, erfolgt im zweiten Kapitel eine allgemeine Einführung in die Konzepte von ERP-Systemen sowie die Vorstellung der wichtigsten Hersteller in diesem Bereich.
Im dritten Kapitel werden die Grundlagen und die Architektur des SAP R/3- Systems erläutert und ihr modularer Aufbau dargestellt. Des weiteren werden die einzelnen Komponenten Rechnungswesen, Logistik sowie Personalwirtschaft be- schrieben und ihre Funktionsbereiche erläutert. Anschließend wird die Unterstützung der Prozesse durch die Komponente SAP Business Workflow beschrieben.
Das vierte Kapitel stellt die E-Business-Plattform mit der Internetstrategie my- SAP.com dar. Begründet durch den limitierten Umfang dieser Arbeit erfolgt nur eine kurze Darstellung der einzelnen Elemente dieser Plattform. Zur Verdeutlichung wird
Einleitung 3
abschließend ein Fallbeispiel anhand des Webshops der Herlitz PBS AG beschrie- ben.
Das fünfte Kapitel stellt die Lösungen der SAP für kleine bis mittelständische Un- ternehmen dar. Diesbezüglich werden jeweils zwei Softwarepakete erläutert.
Die 23 Branchenlösungen der SAP AG sind speziell auf diese zugeschnitten. Sie werden im sechsten Kapitel aufgezählt und kurz beschrieben. Dabei soll dem Leser eine globale Übersicht der Vielzahl der vorhandener Lösungen gegeben werden.
Das siebte Kapitel beendet die vorliegende Arbeit mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und kritischen Betrachtung von Problemen bei dem Implementierungs- prozess von ERP-Systemen. Abschließend erfolgt ein kurzer Ausblick in die zukünf- tige Entwicklung dieser Systeme.
Allgemeine Einführung in die Konzepte von ERP-Systemen 4
2 Allgemeine Einführung in die Konzepte von ERP-Systemen
„ERP-Systeme (Enterprise Resource Planning) sind integrierte Standardsoftwarepa-
kete zur Abbildung von betriebswirtschaftlichen Prozessen in Organisationen.“ 3
Aufgabe von ERP-Systemen ist die IT-seitige Unterstützung möglichst aller Funkti-
onsbereiche im Unternehmen.
Heutige ERP-Systeme werden überwiegend auf Basis einer Client/Server-
Architektur eingesetzt. 4 Sie zeichnen sich aus durch Gemeinsamkeiten hinsichtlich
technischer Merkmale, z. B. Standardisierung, Integrationsfähigkeit in eine beste-
hende IT-Infrastruktur sowie dem modularen Aufbau. 5 Im Zusammenhang mit ERP-
Systemen versteht man unter Standardisierung den Einsatz von ein und derselben
Software in unterschiedlichen Unternehmen und Branchen. Um dies zu realisieren,
bieten diese Systeme sowohl die Möglichkeit der Anpassung der Software an die
entsprechende Organisation (Customizing), als auch branchenspezifische
Komponenten, die speziell auf die Bedürfnisse bestimmter Wirtschaftszweige
zugeschnitten sind. Den Unternehmen werden demnach „Standardprozesse“
angeboten, die bis zu einem gewissen Grad an die einzelnen Unternehmen angepasst
werden können. Die folgende Abbildung zeigt einen Überblick der wichtigsten
produzierenden Marktteilnehmer im Bereich von ERP-Systemen.
Abbildung 1. Die zehn größten ERP-Anbieter auf dem deutschen Markt
Quelle : http://www.tse-hamburg.de/Papers/SAP/SAPMarktanteile.html, 16.01.2004.
3 Gabler, 2000, S.959.
4 Im Kapitel 3.1 wird diese Architektur näher erläutert.
5 Vgl. hierzu und im Folgenden Mauterer, 2002, S. 8 ff.
Allgemeine Einführung in die Konzepte von ERP-Systemen 5
Derzeit ist die SAP AG mit einem Marktanteil von 54,8% in Deutschland der Markt- führer auf diesem Gebiet. Selbst global betrachtet ist SAP der führende Anbieter von Unternehmenssoftware.
6
Mit dem Konzernsitz in Walldorf bei Frankfurt a. M., wurde die SAP AG im Jahr 1972 von fünf ehemaligen IBM-Mitarbeitern zu dem Zweck gegründet, betriebswirt- schaftliche Systeme, Anwendungen und Produkte in der Datenverarbeitung für mit- telständische sowie große Unternehmen zu entwickeln und anzubieten. Seit 1988 ist sie eine börsennotierte Aktiengesellschaft, die 1995 in den Deutschen Aktienindex (DAX) aufgenommen wurde. 7 Im Jahr 2000 erreichte die SAP AG einen Umsatz von 6,265 Milliarden Euro und ein Umsatzwachstum von 23%. Im Jahr 2002 erzielte sie einen Umsatz von 7,4 Milliarden Euro. 8 Die SAP AG ist das größte europäische und weltweit das fünftgrößte Softwareunternehmen. 9
Die weiteren wichtigsten Anbieter von ERP-Software, die Firmen Baan, PeopleSoft, J.D. Edwards und Oracle, die Mitte der Neunziger Jahre jährliche Wachstumsraten von bis zu 50% aufwiesen, können auf dem deutschen Markt nur noch eine niedrige Steigerung erzielen (siehe Abbildung 1). J.D. Edwards kann sich nicht in Europa und speziell in Deutschland etablieren und verzeichnete im Jahr 2001 einen Umsatzrück- gang von ca. 30%. Nach dem Krisenjahr versucht PeopleSoft seit 1999 mit einem komplett überarbeiteten ERP-Paket PeopleSoft 8 neu aufzutreten, bisher kann sich aber noch nicht in Europa durchsetzen. Viele kleineren ERP-Anbieter verspüren eine große Konkurrenz durch die SAP AG, deren Lösung wegen der Marktdominanz als „zukunftssicher“ gilt. 10
6 Vgl. o. V., SAP Innovation Report, 2003, S. 122.
7 Meilensteine von SAP AG siehe Anhang 1.
8 Vgl. http://www.sap.com/germany/aboutSAP, 16.01.2004.
9 Vgl. Mauterer, 2002, S. 17.
10 Vgl. http://www.tse-Hamburg.de/Papers/Software/SAP_Alternativen.html, 16.01.2004.
Betriebswirtschaftliche Anwendungsmodule des SAP R/3-Systems 6
3 Betriebswirtschaftliche Anwendungsmodule des SAP R/3-Systems
3.1 Der Aufbau des SAP R/3-Systems
Bevor die einzelnen Komponenten der SAP vorgestellt werden, soll der grundlegen- de Aufbau des SAP R/3-Systems kurz erläutert werden.
Das R/3-System ist in einer klassischen Drei-Schicht-Architektur aufgebaut. Es be- steht aus folgenden drei Schichten. 11
Die Präsentationsschicht sorgt für die Benutzerschnittstelle und ist verantwort- lich für die Aufbereitung und Darstellung der Anwendungsdaten sowie für die Entgegennahme von Benutzeraktionen.
Die Anwendungsschicht ist verantwortlich für die Abläufe und Funktionen der R/3-Anwendung. Diese Dienste werden der Präsentationsschicht zur Verfügung gestellt.
Die Datenhaltungsschicht ist verantwortlich für die Datenhaltung. Alle Anwen- dungstabellen werden vom Datenbankserver im Datenbanksystem gespeichert und der Anwendungsschicht zur Verfügung gestellt.
Abbildung 2. Client/Server-Architektur des R/3-Systems
Quelle: Pérez / Karch, 2002, S.125.
Diese in der Abbildung 1 vorgestellten drei Schichten spiegeln sich in den Software- Komponenten des Systems wider: 12
SAP GUI (SAP Graphical User Interface)
Der Client stellt die Inhalte dar, die von der Anwendung verarbeitet werden.
11
Vgl. hierzu und im Folgenen, o. V. SAP R/3 Basissystem, 1999, S. 62.
12
Vgl. Pérez / Karch, 2002, S. 125.
Betriebswirtschaftliche Anwendungsmodule des SAP R/3-Systems 7
Applikationsserver
Der Server enthält die Transaktionslogik und ist zuständig für die Datenverarbei- tung.
Datenbank Der Datenbankserver übernimmt die Speicherung und Bereitstellung der verar- beiteten Daten.
Zwischen den drei Schichten findet eine Kommunikation statt. Dabei muss der Ap- plikationsserver neben der Kommunikation mit dem Benutzer auch Informationen aus anderen Systemen, z. B. mit weiteren SAP-Systemen austauschen. Dieser Server enthält den Kern des R/3-Systems und lässt u. a. die Anbindung an das Internet zu. 13 Im Gegensatz zu Großrechneranlagen, bei denen sich alle drei Schichten auf einem Großrechner (Mainframe) befinden, besitzt die Client/Server-Architektur eine we- sentlich höhere Datensicherheit. Bei Ausfall eines Rechners fällt nicht sofort das komplette System aus, da weitere Rechner als Ausweichsysteme zur Verfügung ste- hen. 14 Inhaltlich besteht das R/3-System aus verschiedenen Komponenten, den so genann- ten Modulen, die gemäß betriebswirtschaftlichen Aufgabenstellungen unterteilt sind: Rechnungswesen, Logistik und Personalwirtschaft. Unter den drei Hauptanwen- dungsbereichen sind die einzelnen Module der Software angeordnet. Alle Module sind über ein Basissystem miteinander verbunden. Diese zusätzliche Basiskomponente (BC) übernimmt grundlegende Aufgaben wie die Kommunikation mit dem Betriebssystem und der Datenbank. 15 Sie enthält entweder ein Transportsystem, eine Versionsverwaltung oder eine eigene Entwicklungsumgebung. Dort können in der SAP-eigenen Programmiersprache ABAP 16 Programme erstellt werden, die auf die gesamten Daten und Funktionen des Systems zugreifen können. Das System R/3 folgt dem Grundsatz, dass jeder Geschäftsvorfall nur einmal erfasst werden muss und anschließend allen Anwendungen zur Verfügung steht. Die Integration führt zu einer Verbindung der „historisch funktional getrennten
13
Vgl. Hierzu und im Folgenden Pérez / Karch, 2002, S. 126.
14 Vgl. Wenzel, 1996, S. 12.
15 Vgl. Mauterer, 2002, S. 19 f.
16 Advanced Business Programming Language.
Betriebswirtschaftliche Anwendungsmodule des SAP R/3-Systems 8
Verbindung der „historisch funktional getrennten Bereichen eines Betriebes, also zu einer Prozessorientierung“.
17
Neben den Modulen existieren außerdem noch übergreifende Applikationen wie z. B. Branchenlösungen (IS). Die folgende Abbildung stellt die Modullandschaft des R/3-Systems dar.
Abbildung 3. System R/3
Quelle: Functions in detail, 2000, Logistik, Das Vertriebssystem der SAP, Kap. 1, S. 3. Diese Module sind weiter in einzelne Funktionen unterteilt. Um eine Vorstellung von der Komplexität und Funktionsbreite heutiger ERP-Systeme zu geben, werden in den folgenden Kapiteln die einzelnen Module inklusive ihrer Funktionen zusammenfas- send dargestellt.
3.2 Das Rechnungswesen
3.2.1 Begriffsabgrenzung
„Unter dem Begriff betriebliches Rechnungswesen fasst man sämtliche Verfahren zusammen, deren Aufgabe es ist, alle im Betrieb auftretenden Geld- und Leistungs- ströme, die vor allem, aber nicht ausschließlich, durch den Prozess der betrieblichen
Betriebswirtschaftliche Anwendungsmodule des SAP R/3-Systems 9
Leistungserstellung und -verwertung hervorgerufen werden, mengen- und wertmäßig zu erfassen und zu überwachen.“
18
Der Adressatenkreis unterteilt das Rechnungswesen in externes und internes Rech- nungswesen. Ein Teilbereich des internen Rechnungswesens ist die Kosten- und Leistungsrechnung. 19 Dieser hat die Aufgabe, die Entscheidungsträger innerhalb ei- nes Unternehmens mit Informationen zu versorgen. 20 Das externe Rechnungswesen ist nach den gesetzlichen Vorschriften strukturiert und dient der Offenlegungspflicht gegenüber Externen, insbesondere der Finanzbehörde, den Kapitalgebern und der Öf- fentlichkeit. 21 Zusätzlich stellt es aber auch eine Entscheidungshilfe für interne Ent- scheidungen im Unternehmen.
3.2.2 Das Rechnungswesen im SAP R/3-System
Durch den allgemeinen Strukturwandel und die Globalisierung nimmt die Komplexi- tät und Dynamik im Unternehmen stetig zu. Dies erfordert einen erhöhten Koordina- tions- und Steuerungsbedarf bei abnehmenden Reaktionszeiten. Um schnelle Ent- scheidungen treffen zu können, benötigt man eine aktuelle und konsistente Informa- tionsversorgung. 22
Im SAP R/3-System ist das Rechnungswesen in 6 Module gegliedert, die miteinan- der verbunden sind und auf diese Weise Daten und Informationen untereinander aus- tauschen. Die Komponenten des Rechnungswesens sind in folgender Graphik darge- stellt:
19 Andere Bereiche des internen Rechnungswesens sind u. a. die Liquiditätsrechnung, Investitions- rechnung.
20 Vgl. Weihrauch / Keller, 2001, S. 58.
21 Nach Wöhe beinhaltet der Begriff Öffentlichkeit; potentielle Aktionäre und Gläubiger, staatliche Instanzen, wissenschaftliche Institute, Wirtschaftspresse sowie sonstige Interessierte. (Wöhe, 2000, S. 853).
22 Vgl. o. V., Functions in Detail, 2000, Rechnungswesen, Hauptbuchhaltung, Kap. 1, S. 1.
Betriebswirtschaftliche Anwendungsmodule des SAP R/3-Systems 10
Abbildung 4. Die Komponenten des Rechnungswesens im SAP R/3-System.
Quelle: Eigene Darstellung
Der Einsatz dieser Module ist nicht auf eine bestimmte Unternehmensgröße be- schränkt. Insbesondere international tätige Unternehmen können durch die Flexibili- tät der länderübergreifend einsetzbaren Software profitieren. Internationale Anforde- rungen durch Mehrsprachigkeit (Industrieländer), flexible Währungsbehandlung und national angepasste Funktionen für Steuern, Berichtswesen und Zahlungsverkehr sind im SAP R/3-System integriert.
Die wesentliche Aufgabe des Rechnungswesens besteht in der Aufbereitung und Be- reitstellung betriebswirtschaftlicher Informationen für strategische Unternehmensent- scheidungen. Die Dokumentations- und Verwaltungsaufgaben werden nahezu auto- matisch im Hintergrund abgewickelt. 23
In diesem Kapitel werden die einzelnen Module mit ihren Teilkomponenten darge- stellt und die Tätigkeitsfelder jedes Moduls beschrieben.
3.2.3 Finanzbuchhaltung (FI)
3.2.3.1 Kurzüberblick und Funktion
Zu den wesentlichen Anforderungen an eine moderne und zukunftsorientierte Fi- nanzbuchhaltung gehört die Unterstützung der externen und internen Aufgaben des
23
Vgl. o. V., Functions in detail, 2000, Rechnungswesen, Hauptbuchhaltung, Kap. 1, S. 1.
Betriebswirtschaftliche Anwendungsmodule des SAP R/3-Systems 11
Rechnungswesens. Die wichtigste Aufgabe der Finanzbuchhaltung ist die systemati- sche und lückenlose Aufzeichnung, Verbuchung und Dokumentation aller Ge- schäftsvorfälle im Unternehmen.
Da die Finanzbuchhaltung stark durch gesetzliche Regelungen und Richtlinien be- stimmt ist, müssen die daraus resultierenden Anforderungen durch die Komponente Finanzbuchhaltung abgedeckt werden. Insbesondere sollen alle Geschäftsvorfälle nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchhaltung, also dem Belegprinzip, auf- gezeichnet und verwaltet werden sowie einen lückenlosen Prüfungspfad von der Bi- lanz zum Einzelbeleg ermöglichen. 24
Derzeit sind die Rechnungslegungsvorschriften national festgelegt und wurden noch nicht weltweit vereinheitlicht. 25 Das SAP R/3-Modul Finanzbuchhaltung ist mit in- ternationalen Finanzstandards wie US GAAP 26 , IAS 27 und GoB 28 ausgestattet und wird dadurch multinationalen Ansprüchen gerecht. Es garantiert darüber hinaus die Einhaltung dieser Regeln. 29
3.2.3.2 Finanzwesen im SAP R/3
Die Finanzbuchhaltung bildet einen Großteil der logistischen Geschäftsabläufe in Geldeinheiten ab und ist praktisch mit allen bestehenden Modulen im System ver- bunden. Damit wird ein offener, integrierter Datenfluss durch automatische Fort- schreibungen gewährleistet. Die Daten sind innerhalb der Finanzbuchhaltung in Echtzeit verfügbar.
Die betriebswirtschaftlichen Teilaufgaben der R/3-Finanzbuchhaltung werden sys- tematisch in mehreren Büchern abgebildet. Die folgende Graphik verdeutlicht dies graphisch:
24
Vgl. Möhrlen / Kokot, 1998, S. 74.
25 Vgl. Brinkmann / Zeilinger, 2000, S. 178.
26 United States-Generally Accepted Accounting Principles. Jahresabschluss in den USA muss nach GAAP erstellt werden. (Weihrauch / Keller, 2001, S. 58).
27 International Accounting Standard ist eine weltweit anerkannte Rechnungslegung. (Weihrauch / Keller, 2001, S. 58).
28 Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung. Die deutschen Rechnungslegungsvorschriften sind im Handelgesetzbuch und ergänzend im Aktiengesetz niedergelegt. (Weihrauch / Keller, 2001, S. 58). 29 Vgl. Weihrauch / Keller, 2001, S. 58.
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Vita Bataitis, 2004, ERP-Systeme am Beispiel der SAP, Munich, GRIN Publishing GmbH
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