Inhalt:
1. Einleitung. 3
2. Die Mystik im Mittelalter. 4
3. Die Frauenmystik. 4
3.1. Die Motive für den Eintritt ins Kloster. 5
3.2. Die Erscheinungsformen der Mystik. 7
3.3. Die Beginen. 9
4. Die Bildung im Kloster. 10
4.1. Die Mittel des Wirkens. 11
5. Die Vertreterinnen. 11
5.1. Hildegard von Bingen. 11
5.2. Elisabeth von Schönau. 12
6. Fazit. 14
7. Literatur. 15
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1. Einleitung
Ich habe mir zur Beaarbeitung das Thema der Frauenmystik gewählt, weil ich denke, dass dies eine wichtige Zeit für die Frauen war. Die Frauen suchten während dieses Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs nach neuen Zielen und Lebensinhalten. Ich habe die einzelnen Bereiche, wie oben genannt, in dieser Reihenfolge bearbeitet, weil ich zu erst erklären möchte, was Mystik bedeutet und wie die Frauen damit in Berührung gekommen sind. Außerdem werde ich im zweiten Punkt darstellen, was für Motive es für die Frauen gab, sich mit der Mystik und der Religion zu beschäftigen und warum die Frauen ins Kloster eingetreten sind.
Ein weiterer Punkt, der auch im Referat angesprochen wurde, ist die Bildung der Frauen und woher diese Bildung kam. Ich nenne diesen Punkt mit Absicht „Die Bildung im Kloster“, da sich nicht nur die Frauen, sondern auch die Kinder und Mönche im Kloster gebildet haben. Zum Abschluss der Arbeit werde ich das Leben einiger Mystikerinnen näher beschreiben. Dazu habe ich mir die wichtigsten Vertreterinnen herausgesucht.
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2. Die Mystik im Mittelalter
Die Mystik zählt mit zu den Neuerungen des Aufbruchs im 12.und 13. Jahrhunderts. Sie wird primär „Erlebnismystik“ bezeichnet und beinhaltet die gefühlvolle Vereinigung mit Jesus. Ihr Aufkommen verlief parallel mit dem Erwachen neuer emotionaler und individueller Empfindungsweisen. Dabei werde ein durchaus sinnenhaft-emotionales Liebesverhältnis dargestellt, dass sich in der Frauenmystik bis zu erotischen Erleben steigert. B. McGinn schrieb dazu: Mystik des 12.Jahrhundert sei „unübertroffen im Ausloten der Erfahrung der Brautliebe Christi“.
Im weiteren Sinne beinhaltet die Mystik die gesamte Frömmigkeit, die zum Erleben hinführt 1 . Die Dominikaner sind erst durch Meister Eckhart zur Mystik geführt worden. Meister Eckhart wurde auch als Mystiker der außergewöhnlichen Art, Wissens- und Seinsmystik bezeichnet 2 .
3. Die Frauenmystik
Die Frauenmystik begann schon im Frühmittelalter mit Aldegunde von Maubeuge (+ 684) aufzukommen. Diese ersten Mystikerinnen wurden aber kaum wahrgenommen und erst am Ende des 11. Jahrhunderts schlossen sich Frauen den Wanderpredigern an. Im 12. und 13 Jahrhundert ersuchten diese Frauen dann um Aufnahme bei den neuentstehenden Orden oder beteiligten sich an der Bildung von Glaubensgemeinschaften 3 . Somit entstanden im hochmittelalterlichen Aufbruch eine größere Anzahl von Frauenklöstern, die meist an Männerkonvente angelehnt war. Dieser religiöse Aufbruch der Frauen fand größtenteils im organisierten Rahmen statt und beinhaltete das Ziel die hierarchische Struktur der Geschlechterbeziehungen aufzubrechen.
Die ersten herausragenden Einzelgestalten waren dabei die benediktinischen
Klosterfrauen, welche aus dem religiösen Aufbruch kamen und keinen hergebrachten Regeln folgten. Dazu zählen Hildegard von Bingen, Elisabeth von Schönau, Herrad von
1 Peter Dinzelbacher: „Europäische Mystik vom Hochmittelalter zum Barock“, S. 15.
2 Arnold Angenendt: „Geschichte der Religiosität im Mittelalter“, Darmstadt 1997, S.65-66.
3 Claudia Eliass: „Die Frau ist die Quelle der Weisheit“, S.28-29.
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Hohenburg, Landsberg. Dieser gesellschaftliche Umbruch verdeutlicht die veränderte Situation der Frauen in diesem Jahrhundert.
Die Mystik war eine Erscheinung, die im Mittelalter das gesamte Europa umfasste, den fast alle Völker der katholischen Christenheit haben mystisch begabte Frauen hervorgebracht 4 . Das Auftreten der Frauenmystik ist in bestimmten Regionen an zeitliche Ereignisse gebunden: So erfuhr die Bewegung ab dem 13. Jahrhundert einen enormen Zulauf. Die Anfänge waren aber schon im 11. und 12. Jahrhundert gemacht wurden. Ab dem 13 Jahrhundert gab es die ersten mystischen Erscheinungen im Gebiet des Oberrheins und Südwesten und im Nordosten Deutschlands mit Jutta von Sangerhausen und Elisabeth von Thüringen, wobei der Südosten mit Ausnahme von Helfta kaum berührt war. In Österreich sind zu dieser Zeit nur Wilbirg von St. Florian und Agnes Blannbekin, in Ungarn Helena von Veszprim und in Norditalien mit Bona von Pisa und Clara von Assisi zu nennen. Frankreich, Spanien und England konnten noch keine Mystikerinnen aufweisen. Am Ende des 13. und Anfang des 14. Jahrhunderts ist ganz Europa von der Frauenmystik ergriffen. Nun ist auch der Südwesten Deutschlands und Skandinavien erfasst. In Frankreich und England gibt es nun auch die ersten Mystikerinnen 5 .
3.1. Die Motive für den Eintritt ins Kloster
Dieser Punkt ist schwierig zu erläutern, da die Erfahrung der Frauen kaum überliefert ist. Zum einen ist der gesellschaftlicher Aufbruch des Hochmittelalters mit den religiösen Armutsbewegungen verbunden und diese entfalteten sich nach Grundmann in den Gebieten am stärksten, wo der Handel und die Industrie die bedeutendsten Fortschritt machte. Viele Frauen stammten aus den neuen Gesellschaftsschichten, welche im Städtewesen entstehen, z.B. das städtisches Patriziat und tauschen ihr Leben in Reichtum und Macht ein. Dieses neue Städtewesen brachte auch soziale Probleme, wie Krankheit, Armut, Entwurzelung und mentale Verunsicherung mit sich. Gerade die Stellung der Frau hatte sich dabei verändert. Ein weiterer Grund für den Eintritt ins Kloster ist die Flucht vor einer bestehenden oder entstehenden Ehe, wobei bei den entstehenden Ehen die Hochschätzung der Jungfräulichkeit in der altchristlichen
4 Peter Dinzelbacher: „Mittelalterliche Frauenmystik“, Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn 1993, S. 24.
5 Peter Dinzelbacher: „Frauenmystik im Mittelalter“, S. 17-19.
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Arbeit zitieren:
Yvonne Rodenberg, 2005, Die Frauenmystik im Mittelalter, München, GRIN Verlag GmbH
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