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Die Fusion von VEBA und VIAG zu E.ON

Title: Die Fusion von VEBA und VIAG zu E.ON

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 49 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Andreas Schürmann (Author), Oliver Forst (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Die Fusionskontrolle hat die Aufgabe, einer „übermäßigen“ Marktbeherrschung zu begegnen. Ziel ist es, wettbewerbliche Marktstrukturen zu erhalten und vom Wettbewerb nicht hinreichend kontrollierte Verhaltensspielräume von Unternehmen im Interesse der materiellen Handlungsfreiheit anderer Unternehmen und der Verbraucher zu verhindern. Die Fusionskontrolle soll also einer Gefährdung des Wettbewerbs begegnen, die sich aus einer Veränderung der Marktstruktur in Folge eines Zusammenschlusses ergeben kann.
Die Fusionskontrolle wird nicht auf einen bestimmten Theorieansatz gestützt. Maßgebend hierfür ist der Gedanke, dass sich die Marktstellung eines Unternehmens in der Regel nicht alleine aufgrund der Prüfung eines Strukturkriteriums (z.B. Marktanteil, aktueller oder potenzieller Wettbewerb), sondern nur anhand einer Gesamtbetrachtung aller relevanten Umstände des Einzelfalls beurteilen lässt. Im Einzelfall kann dies dazu führen, dass selbst Zusammenschlüsse, bei denen hohe Marktanteile erreicht werden, nicht untersagt werden, weil andere Strukturfaktoren, wie z.B. ein leistungsfähiger, potenzieller Wettbewerb aus dem Ausland und eine nachfragestarke Marktgegenseite, aller Erwartungen nach keine unkontrollierten wettbewerblichen Verhaltensspielräume der Zusammenschlussbeteiligten zulassen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Kartellrechtliche Grundlagen für die Prüfung von Fusionen

1.1. Der Marktbeherrschungsbegriff in der deutschen Fusionskontrolle

1.1.1. Zuständigkeiten des Bundeskartellamtes

1.2. Der Marktbeherrschungsbegriff im europäischen Wettbewerbsrecht

1.2.1. Zuständigkeiten der EU-Wettbewerbskommission

2. Definition „natürliche Monopole“

3. Ausgangssituation auf dem deutschen/europäischen Strommarkt

4. Ausgangssituation auf dem globalen Chemiemarkt

5. Status Quo Betrachtung von VEBA AG und VIAG AG

5.1. Historische Betrachtung von VEBA AG

5.1.1. Unternehmensstruktur der VEBA AG im Jahr 1998

5.1.1.1. Unternehmensprofil PreussenElektra AG

5.1.1.2. Unternehmensprofil Degussa-Hüls AG

5.1.2. Anteilseignerstruktur

5.2. Historische Betrachtung von VIAG AG

5.2.1. Unternehmensstruktur der VIAG AG im Jahr 1998

5.2.1.1. Unternehmensprofil Bayernwerk AG

5.2.1.2. Unternehmensprofil SKW Trostberg AG

5.2.2. Anteilseignerstruktur

6. Die Fusion VEBA/VIAG zu E.ON

6.1. Vorteile der Verschmelzung

6.1.1. Strategische Vorteile

6.1.2. Synergiepotentiale

6.1.2.1. Marktsynergien

6.1.2.2. Kostensynergien

6.1.3. Gewachsene Finanzkraft des neuen Unternehmens

6.2. Der Weg zum Zusammenschluss

6.2.1. „Merger of equals“

6.2.2. Wesentliche Schritte der Zusammenführung

6.2.2.1. Abschluss des Verschmelzungsvertrages

6.2.2.2. Außerordentliche HV von VEBA und VIAG

6.2.2.3. Ordentliche HV von VEBA und VIAG

6.2.2.4. Eintragung der Verschmelzung

6.2.3. Erwerb von VIAG-Aktien durch die VEBA AG

6.3. Unternehmensbewertung VEBA/VIAG

6.3.1. Unternehmenswert der VEBA AG

6.3.2. Unternehmenswert der VIAG AG

6.4. Umtauschverhältnis

7. Finanzwirtschaftliche Auswirkungen

7.1. Finanzwirtschaftliche Aspekte und Kennzahlen

7.2. Rechnungslegung des neuen Unternehmens

8. Gesellschaftsrechtliche Auswirkungen

8.1. Erlöschen der VIAG AG und ihrer Aktien

8.2. Umtausch von VIAG Aktien in VEBA-VIAG Aktien

8.3. Beteiligungsverhältnisse bei der VEBA-VIAG AG nach der Verschmelzung

8.4. Satzung des neuen Unternehmens

8.4.1. Firma und Sitz

8.4.1. Gegenstand des Unternehmens

8.5. Kosten des Zusammenschlusses

9. Kartellrechtliche Auflagen der Fusion

10. Unternehmerische Ausrichtung und Strategie von E.ON

10.1. Unternehmerische Ausrichtung in den Kerngeschäftsfeldern

10.1.1. Energie

10.1.2. Chemie

10.1.3. Telekommunikation

10.1.4. Immobilien

10.1.5. Randaktivitäten

10.2. Finanzielle Ziele von E.ON

11. Konzernstruktur der E.ON AG nach der Fusion

11.1. Führungs- und Organisationsstruktur von E.ON

12. Umsetzung der Unternehmensstrategie

12.1. Desinvestitionen in den Jahren 2000 bis 2003

12.2. Investitionen in den Jahren 2000 bis 2003

12.3. Aktuelle Situation der E.ON AG

12.4. Aktuelle Konzernstruktur der E.ON AG

13. E.ON im Vergleich zum größten deutschen Wettbewerber RWE AG

14. Herausbildung eines faktischen Duopols

15. Schlussbemerkung

Zielsetzung & thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit analysiert den Fusionsprozess zwischen den Konzernen VEBA und VIAG zur neuen E.ON AG im Jahr 2000. Dabei werden insbesondere die kartellrechtlichen Grundlagen, die strategische Ausrichtung der beteiligten Unternehmen sowie die finanziellen und gesellschaftsrechtlichen Auswirkungen des Zusammenschlusses untersucht und bewertet.

  • Kartellrechtliche Rahmenbedingungen der Fusionskontrolle in Deutschland und der EU.
  • Status-quo-Analyse der Ausgangslage von VEBA und VIAG vor der Verschmelzung.
  • Detaillierte Untersuchung der Synergiepotenziale und strategischen Vorteile des Zusammenschlusses.
  • Finanzwirtschaftliche Auswirkungen und Unternehmensbewertung für das Umtauschverhältnis.
  • Konzernstruktur und unternehmerische Ausrichtung der E.ON AG nach der Fusion.
  • Wettbewerbsvergleich mit RWE und Analyse der Entstehung eines faktischen Duopols.

Auszug aus dem Buch

6.1.1. Strategische Vorteile

Vor dem Hintergrund der o.g. massiven Marktumbrüche, insbesondere im Energie- und Chemiemarkt, ist eine Verschmelzung der beiden Unternehmen die ideale Lösung. VEBA und VIAG sind Unternehmen mit gemeinsamer historischer Wurzel. Zwischen beiden Partnern besteht eine Vielzahl von Gemeinsamkeiten, die ein zügiges und rasches Zusammenwachsen von VEBA und VIAG in einer neuen Unternehmensidentität und –kultur bieten. Beide Unternehmen weisen große Ähnlichkeiten in ihrer Strategie und deren Umsetzung auf. Sie betreiben übereinstimmend eine Strategie der Fokussierung auf ihre Kerngeschäftsfelder durch eine konsequente Anpassung ihres Beteiligungsportfolios. Sowohl der VEBA-Konzern als auch der VIAG-Konzern werden von schlanken konzernleitenden Holding-Gesellschaften gesteuert, während das operative Geschäft in den Tochtergesellschaften geführt und verantwortet wird. Mit der Verschmelzung erreichen beide Unternehmen in ihren beiden Kerngeschäften die zwingend erforderliche Größenordnung und führende Marktpositionierung auch im internationalen Maßstab. Gemessen am Absatz werden sie zu einem führenden deutschen und europäischen Energieunternehmen mit einem Versorgungsnetzwerk von Skandinavien bis zu den Alpen.

Gemeinsam werden VEBA und VIAG mit ihren Chemieunternehmen Degussa-Hüls und SKW Trostberg zur weltweit größten Spezialchemie-Gruppe. Durch den Zusammenschluss erweitert sich auch die F&E-Basis der Chemieaktivitäten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Kartellrechtliche Grundlagen für die Prüfung von Fusionen: Dieses Kapitel erläutert die rechtlichen Rahmenbedingungen der Fusionskontrolle durch das Bundeskartellamt und die EU-Wettbewerbskommission, wobei der Fokus auf dem Marktbeherrschungsbegriff liegt.

2. Definition „natürliche Monopole“: Hier werden ökonomische Grundlagen für natürliche Monopole, bedingt durch signifikante Größenvorteile, definiert.

3. Ausgangssituation auf dem deutschen/europäischen Strommarkt: Das Kapitel beschreibt den Liberalisierungsprozess der Strommärkte und die Auswirkungen auf die Preisgestaltung für unterschiedliche Kundengruppen.

4. Ausgangssituation auf dem globalen Chemiemarkt: Es wird der zunehmende Wettbewerbsdruck und der Trend zum Diversifikationsrückbau in der internationalen Chemieindustrie dargestellt.

5. Status Quo Betrachtung von VEBA AG und VIAG AG: Dieser Abschnitt bietet einen detaillierten historischen Abriss sowie eine Analyse der Unternehmensstrukturen und Anteilseigner von VEBA und VIAG vor dem Zusammenschluss.

6. Die Fusion VEBA/VIAG zu E.ON: Das zentrale Kapitel behandelt die Vorteile der Verschmelzung, die Synergiepotenziale, den prozessualen Weg zum Zusammenschluss sowie die Unternehmensbewertung und das Umtauschverhältnis.

7. Finanzwirtschaftliche Auswirkungen: Hier stehen die Auswirkungen der Verschmelzung auf Bilanzkennzahlen sowie die Neuausrichtung der Rechnungslegung im Fokus.

8. Gesellschaftsrechtliche Auswirkungen: Dieses Kapitel erläutert die rechtlichen Konsequenzen der Fusion, inklusive des Aktienumtauschs, der Satzungsänderungen und der Kosten des Zusammenschlusses.

9. Kartellrechtliche Auflagen der Fusion: Es werden die Auflagen der EU-Kommission für die Genehmigung des Zusammenschlusses und die daraus resultierenden Desinvestitionen, insbesondere bei RWE/VEW und HEW, beschrieben.

10. Unternehmerische Ausrichtung und Strategie von E.ON: Dieses Kapitel analysiert die strategischen Schwerpunkte in den Kerngeschäften Energie und Chemie sowie die finanziellen Ziele des neuen Konzerns.

11. Konzernstruktur der E.ON AG nach der Fusion: Hier werden die neue Führungs- und Organisationsstruktur des Konzerns sowie die Rolle der E.ON AG als Holdinggesellschaft vorgestellt.

12. Umsetzung der Unternehmensstrategie: Dieser Abschnitt dokumentiert die tatsächlichen Desinvestitionen und Investitionen zwischen 2000 und 2003 zur Forcierung des Wachstums.

13. E.ON im Vergleich zum größten deutschen Wettbewerber RWE AG: Ein direkter Vergleich zwischen den Strategien von E.ON und RWE hinsichtlich ihrer Ausrichtung auf Multi-Utility-Geschäftsfelder.

14. Herausbildung eines faktischen Duopols: Kritische Analyse über den Konzentrationsprozess im deutschen Strommarkt und die damit verbundene Entstehung eines Duopols aus E.ON und RWE.

15. Schlussbemerkung: Ein zusammenfassendes Resümee über den Erfolg der Fusion aus Sicht der Anteilseigner, das gleichzeitig den ausbleibenden Effekt sinkender Energiepreise für Kunden kritisiert.

Schlüsselwörter

Fusion, VEBA AG, VIAG AG, E.ON AG, Fusionskontrolle, Kartellrecht, Energieversorgung, Strommarktliberalisierung, Synergiepotenziale, Unternehmensbewertung, Konzernstruktur, Spezialchemie, Marktbeherrschung, Duopol, Unternehmensstrategie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Zusammenschluss der Industriekonzerne VEBA und VIAG zur E.ON AG im Jahr 2000, analysiert die strategischen Beweggründe und bewertet die Auswirkungen der Fusion auf den Markt und die Unternehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören kartellrechtliche Aspekte, strategische Neuausrichtung, finanzielle Synergiepotenziale, Unternehmensbewertung, gesellschaftsrechtliche Umsetzung sowie die Marktentwicklung hin zu einem Duopol.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, den Fusionsprozess und dessen wirtschaftliche sowie strategische Folgen für das entstandene Unternehmen E.ON und das deutsche Wettbewerbsumfeld umfassend darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse, die unternehmensinterne Daten, Geschäftsberichte, Verschmelzungsberichte sowie wettbewerbsökonomische Bewertungen und kartellrechtliche Grundsatzurteile auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Status-quo-Analyse beider Konzerne, die methodische Abwicklung der Fusion, die Bewertung der Synergiepotenziale, die gesellschaftsrechtliche Integration sowie die Umsetzung der neuen Konzernstrategie inklusive Desinvestitionen und Investitionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten durch die Begriffe Fusion, Fusionskontrolle, Energieversorgung, Marktliberalisierung, Synergiepotenziale, Konzernstruktur und Duopol charakterisieren.

Wie beeinflusste die EU-Kommission die Fusionspläne?

Die EU-Kommission genehmigte die Fusion erst unter Auflagen, die unter anderem einen Rückzug aus Beteiligungen an ostdeutschen Verbundunternehmen wie Veag und Laubag sowie die Aufgabe von Überkreuzverflechtungen mit RWE/VEW erforderten.

Warum spricht der Autor von der Herausbildung eines „faktischen Duopols“?

Der Autor argumentiert, dass durch die Genehmigung der horizontalen Fusionen von VEBA/VIAG und RWE/VEW die Anzahl der großen Verbundunternehmen sank, wodurch E.ON und RWE gemeinsam über 70% Marktanteil im Großkundengeschäft halten und somit einen wettbewerbsarmen Zustand herbeiführten.

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Details

Title
Die Fusion von VEBA und VIAG zu E.ON
College
Bochum University of Applied Sciences
Course
Schwerpunkt
Grade
1,7
Authors
Andreas Schürmann (Author), Oliver Forst (Author)
Publication Year
2004
Pages
49
Catalog Number
V31262
ISBN (eBook)
9783638323215
ISBN (Book)
9783656682745
Language
German
Tags
Fusion VEBA VIAG Schwerpunkt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Schürmann (Author), Oliver Forst (Author), 2004, Die Fusion von VEBA und VIAG zu E.ON, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31262
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