Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis II
Abk ürzungsverzeichnis. II
1. Einleitung 1
2. Definition und Wesen der Lebensversicherung 1
2.1. Historische Entwicklung der Lebensversicherung 2
2.2. Der Deutsche Lebensversicherungsmarkt 2
3. Allgemeine Anlagegrundsätze gem. § 54 VAG 3
3.1. Asset Allocation der Kapitalanlagen. 5
3.2. Strategien für die jeweiligen Kapitalanlagearten 6
3.2.1. Namenspapiere, Schuldscheindarlehen 6
3.2.2. Inhaberschuldverschreibungen, festverzinsliche Wertpapiere 6
3.2.3. Hypotheken. 7
3.2.4. Beteiligungen. 7
3.2.5. Grundbesitz. 7
3.2.6. Aktien und Zertifikate. 7
4. Rendite von Lebensversicherungen. 8
4.1. Garantieverzinsung. 8
4.2. Überschussbeteiligung. 9
5. Definition des Kapitalanlageergebnisses. 11
5.1. Bruttoverzinsung 11
5.2. Durchschnittsverzinsung 11
5.3. Nettoverzinsung. 12
5.4. modifizierte vollständige Nettoverzinsung. 13
5.5. Die Kapitalanlagerendite und der § 341 b HGB 13
6. Vergleich der verschiedenen Kapitalanlageergebnisse. 14
6.1. Ausgangsbedingungen des Beispiels 14
6.2. Beispielsrechnung 15
6.3. Bewertung der Berechnung. 15
7. Strategien für die Zukunft. 16
8. Schlussfolgerung 16
Literaturverzeichnis 18
II
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: LV-Beitragseinnahmen und LV-Marktanteile 2002 ......................... 3
Abbildung 2: Aufteilung der Kapitalanlagen zum 31. Dezember 1998 von Lebensversicherungsunternehmen .................................................... 5
Abbildung 3: Vergleich für eine Kapitallebensversicherung mit unterschiedlichen Garantiezinssätzen............................................................................. 9
Abbildung 4: Die Überschüsse der Lebensversicherungen..................................... 10 Abbildung 5: Übersicht über die Komponenten der verschiedenen Renditeformeln und deren Ergebnisse........................................................................ 15
Abkürzungsverzeichnis
AnlV Anlageverordnung AO Erträge außerordentliche Erträge AO Aufwendungen außerordentliche Aufwendungen BR Bewertungsreserve DAX Deutscher Aktienindex EWR Europäischer Währungsraum HGB Handelsgesetzbuch IHS Inhaberschuldverschreibung LV Lebensversicherung VAG Versicherungsaufsichtsgesetz WP Wertpapiere
III
1. Einleitung
Für die Vermögensanlage sind die unterschiedlichsten Gründe ausschlaggebend. Dabei sollten die vermögensmäßige Absicherung eines gewissen Lebensstandards für die Zeit nach Beendigung der Erwerbstätigkeit (Altersvorsorge) und die vermögensmäßige Absicherung der Hinterbliebenen für den Fall des Todes oder der Berufsunfähigkeit in vielen Fällen eine besondere Rolle spielen.. 1 Beiden Motiven kann auch durch den Abschluss eines Lebensversicherungsvertrages sehr gut Rechnung getragen werden. In dieser Seminararbeit werden zunächst allgemeine Anlagegrundsätze von Lebensversicherungsunternehmen, die verfolgte Strategie bei den Kapitalanlagen, die verschiedenen Arten der Berechnung des Kapitalanlageergebnisses und die Auswirkungen auf die Performance von Lebensversicherungen anhand eines Beispiels betrachtet. Abschließend werden aktuelle Diskussionen der
Lebensversicherungsbranche betrachtet und in der Schlussfolgerung Stellung zu den Erkenntnissen bezogen.
Es wird im Folgenden ausschließlich die kapitalgebundene Lebensversicherung betrachtet. Auf Fondsgebundene Lebensversicherungen, bei denen das Marktrisiko von den Versicherungsunternehmen auf die Versicherungsnehmer übergeht, wird nicht eingegangen.
2. Definition und Wesen der Lebensversicherung
Die Lebensversicherung ist wie die Kranken- und Unfallversicherung eine Personenversicherung. Sie dient der Deckung der wirtschaftlichen Auswirkungen von Risiken des menschlichen Lebens. Die wichtigsten durch die Lebensversicherung gedeckten Risiken sind der Tod, die Langlebigkeit, die Berufsunfähigkeit und auch die Pflegebedürftigkeit sowie lebensbedrohende Krankheiten. 2
Der Versicherungsfall in der Lebensversicherung wird durch den - in seinem Zeitpunkt ungewissen - Tod der versicherten Person oder das Erleben eines im Voraus festgelegten Zeitpunktes ausgelöst. Die Lebensversicherung ermöglicht die Deckung des hieraus entstehenden Geldbedarfs.
Im Gegensatz zu anderen Formen des Kapitalaufbaus wird bei der Vorsorge durch Lebensversicherungen bereits nach Zahlung des ersten Beitrags im Versicherungsfall die Leistung in voller Höhe gewährt. Wesentliche Voraussetzung dafür ist, dass sich mit
1 vgl. Finanzdienstleistungen, Bitz, 6. Auflage 2002, S. 163
2 Vgl. Bank- und Versicherungslexikon, 2. Auflage, 1994, H. Schierenbeck, S.446
1
Hilfe der Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung der Eintritt des Todes für ein Personenkollektiv sehr genau abschätzen lässt.
2.1. Historische Entwicklung der Lebensversicherung
Erste Ansätze der Lebensversicherung gab es bereits in der römischen Kaiserzeit. Doch bis zum 15. Jahrhundert mangelte es allen Vorläuferformen der heutigen Lebensversicherung an einer auf statistischen Rechnungsgrundlagen beruhenden versicherungsmathematischen Kalkulation. 3 Die ersten nach kaufmännischen Gesichtspunkten geführten
Lebensversicherungsgesellschaften wurden in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in England gegründet. In Reaktion auf das englische Lebensversicherungsmonopol entstand 1827 in Gotha die erste bedeutende deutsche
Lebensversicherungsgesellschaft. 4 In die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts fiel die Entwicklung der gemischten Lebensversicherung (auf den Todes- und Erlebensfall), die seither wesentlich zur Verbreitung der privaten Altersvorsorge beitrug. Seit 1950 ist die Bereitschaft breiter Bevölkerungskreise mit der Lebensversicherung Eigenvorsorge zu betreiben stetig gewachsen. Ende 1991 bestanden in der Bundesrepublik Deutschland bereits 83 Mio. Lebensversicherungsverträge.
2.2. Der deutsche Lebensversicherungsmarkt
Im Jahr 2003 waren 120 Lebensversicherungsunternehmen auf dem deutschen Markt tätig. 5 Es wurden 9,5 Mio. Lebensversicherungspolicen mit einem Prämienvolumen von EUR 17,5 Mrd. verkauft, eine Steigerung v on 19,3% gegenüber dem Vorjahr. Die gesamten Prämieneinnahmen der Branche beliefen sich auf EUR 68,1 Mrd. 6
Die folgende Abbildung zeigt die zehn größten Anbieter der Branche gemessen an den Lebensversicherungsbeitragseinnahmen und -marktanteilen im Jahr 2002.
3 Vgl. Bank- und Versicherungslexikon, 2. Auflage, 1994, H. Schierenbeck, S.446
4 vgl. www.gothaer.de , Chronik
5 vgl. www.focus-online.de, Lebensversicherern geht es schlecht, 11. März 2004
6 vgl. Financial Times Deutschland, Versicherer erwarten 2004 weniger Wachstum, 17. März 2004
2
Abb. 1: LV-Beitragseinnahmen und LV-Marktanteile 2002
3. Allgemeine Anlagegrundsätze gem. § 54 VAG
Gemäß § 54 VAG haben die Versicherungen ihre Vermögenswerte unter Beachtung der Grundsätze der Sicherheit, der Rentabilität, der Liquidität sowie der Mischung und Streuung anzulegen. 7
Das Prinzip der Sicherheit wird allgemein dahingehend interpretiert, dass nur solche Kapitalanlagen vorgenommen werden können, bei denen mit großer Wahrscheinlichkeit mit dem Rückfluss des eingesetzten Kapitals zu rechnen ist. Hieraus lässt sich die Verpflichtung der Versicherungsunternehmen ableiten, vor der Anlage ihrer Mittel Bonitätsprüfungen durchzuführen sowie die Sicherheit der Vermögensanlagen ständig zu überwachen.
Der Grundsatz der Rentabilität bedeutet, dass Versicherungen laufende Erträge in angemessener Höhe zu erwirtschaften haben. Nicht nur Zinsen, Dividenden und Mieten sind hier zu berücksichtigen, sondern auch Kursgewinne und -verluste. Dies führt zu einem Konflikt mit dem Grundsatz der Sicherheit, da Vermögensanlagen höher rentieren, je höher das Risiko ist. Die Liquidität der Vermögensanlagen soll dazu führen, dass das
Versicherungsunternehmen zahlungsfähig bleibt und seinen laufenden Verpflichtungen - wie Auszahlungen von fälligen Lebensversicherungen - nachkommen kann. Es ist
7 vgl. § 54 VAG Abs. 1, Anlagegrundsätze für das gebundene Vermögen; Anzeigepflichten
3
Arbeit zitieren:
Oliver Forst, 2004, Performancemessung von Lebensversicherungsunternehmen, München, GRIN Verlag GmbH
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