Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 1
2 Allgemeines 2
2.1 Quellengrundlagen 2
2.2 Gesellschaftliche Basis 2
3 Die Staatserziehung 3
3.1 Die Erziehung zum Krieger 3
3.2 Selektion nach Tauglichkeit 3
3.3 Einfluss der Familie 4
3.4 Die Organisation der gwg 5
3.5 Die Einteilung nach Altersklassen 5
3.6 Die Helotenjagd, die krupteia 6
3.7 Die Erziehung der M adchen 6
4 Die Knabenliebe als erzieherisches Element 7
5 Schluss 9
6 Literatur 10
1 Einleitung
Der Mythos Sparta bewegte seit jeher die Geister und Gem¨ uter. Dies geschah bzw. geschieht sowohl in der Antike, als auch in heutiger Zeit. Um dies zu verdeutlichen zitiere ich im folgenden
Xenophon,
welcher schon damals von der
polis
Sparta ¨ außerst beeindruckt gewesen war:
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aber bedeutenden Teilaspekts zu verdeutlichen, n¨ amlich den Aspekt der Erziehung. Diese Erziehung, die sog. gwg , wurde g¨ anzlich vom Staat gesteuert und damit politisiert. Es soll also verdeutlicht werden, welche Bedeutung diese gwg f¨ ur den Aufstieg Spartas hatte und wie sie die spartanische Gesellschaft und Lebensphilosophie pr¨ agte. Die Arbeit gliedert sich folgendermaßen: Nach einem allgemeinen Teil, der die Punkte Quellengrundlagen und gesellschaftliche Basis abdeckt, folgt der Hauptteil, der das spartanische Erziehungssystem detailliert erfasst. Ein weiterer wichtiger Teilaspekt ist die Bedeutung der Knabenliebe als erzieherisches Element. Im letzten Teil, dem Schluss, werden die zuvor herausgearbeiteten Aspekte zusammengefasst und problematisiert.
1 Xen., Verfassung, 1. 1; vgl. auch Baltrusch, Sparta, S. 11ff.
2 Hier empfehle ich die Lekt¨ ure von Berve, H., Sparta, Leipzig 1937. Also ein Werk, welches w¨ ahrend der Zeit des Nationalsozialismus geschrieben wurde. Berve idealisiert f¨ ormlich den spartanischen Kosmos.
1
2 Allgemeines
2.1 Quellengrundlagen
Insgesamt erweist sich eine historische bzw. wahrheitsgetreue Darstellung der spartanischen gwg als ¨ außerst schwierig. Zwei Faktoren spielen hierbei eine entscheidende Rolle. Es findet sich erstens die Tatsache, dass der gr¨ oßte Teil des Quellenbestandes uber die gwg einer ¨ alteren Zeit angeh¨ ort. Es ist sehr wahrscheinlich, dass diese ¨
Quellen versuchen, ein Idealbild der spartiatischen gwg zu pr¨ asentieren und damit das wirkliche Bild der klassischen gwg verzerren. Der zweite Grund ist die Fremdenfeindlichkeit Spartas. Detaillierte Informationen ¨ uber das Leben dort sind
kaum zu finden und man kann deswegen davon ausgehen, dass die zeitgen¨ ossische Berichterstattung die Ordnung Spartas ebenfalls nur idealisierte. 3 Xenophon und Plutarch liefern uns am meisten Informationen ¨ uber das spartanische Bildungssystem. Beide haben eine eher defensive Berichterstattung gegen¨ uber der spartanischen gwg inne. Bei Xenophon kann man sie fast schon als entschuldigend bezeichnen. Auch Plutarch verteidigt Lykurg gegen jegliche Kritik 4 . Eine kritische Beurteilung des spartanischen Erziehungssystems findet sich z.B. bei Aristoteles 5 .
2.2 Gesellschaftliche Basis
Ziel dieses Kapitels soll es sein, das Leben der Spartaner kurz zu veranschaulichen 6 . Der Familienverband galt als kleinste soziale Einheit der spartanischen Gesellschaft. Das Ehepaar, die Kinder und alle Bediensteten geh¨ orten zum Haus, dem oikoc. Die Besitzungen der Familie, also die zu bewirtschaftenden L¨ andereien waren ¨ uber
Lakonien und Messenien verstreut und wurden von Heloten bearbeitet 7 . Es galt durchaus, dass die Spartaner auf die Arbeitskraft der Heloten dringend angewiesen waren, um ihrerseits Steuern f¨ ur den Staat und diverse Einrichtungen, insbesondere f¨ ur die Speisegemeinschaften der M¨ anner, zu entrichten.
3 Vgl. Baltrusch, Sparta, S.64f: Es ensteht auf diese Weise ein irreales, verschleiertes Bild, von dem der moderne Historiker den Schleier der Idealisierung und Verkl¨ arung erst abnehmen muss. Diese Einschr¨ ankungen sind zu bedenken, wenn wir uns nun dem Leben in Sparta zuwenden wollen.
4 Vgl. Ducat, Perspectives, S. 45ff.
5 Arist., Politik VIII, 4, §1: ...yet they brutalize their children by laborious exercises which they think will make them courageous.
6 Vgl. Baltrusch, Sparta, S. 64.
7 Heloten hatten im spartanischen Staat den Status von Sklaven
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Arbeit zitieren:
Stefan Joachim, 2004, Das spartanische Erziehungssystem, München, GRIN Verlag GmbH
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