I Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis II
Abk ürzungsverzeichnis II
1 Einleitung 1
1.1 Das Hochschulsystem Frankreichs 1
1.2 Die Studienkultur Frankreichs 2
2 Bedeutung und Einfluss der Eliteschule 5
2.1 Die Eliten in Zahlen 5
2.2 Bedeutende Grande Écoles 5
2.2.1 École Polytechnique 6
2.2.2 École des Hautes Études Commerciales (HE)C 7
2.2.3 École nationale d’Administration (ENA) 7
2.3 wirtschaftliche Betrachtung 8
2.4 gesellschaftspolitische Betrachtung 9
2.5 soziale Betrachtung 10
3 Folgen der Europäisierung 11
3.1 Bologna - Prozess 11
3.2 Licence - Master - Doctorat (LMD) - Reform 13
3.3 nationale Probleme 15
4 Schlussfolgerung 16
Literaturverzeichnis IV
I
II Abbildungsverzeichnis
Abbildungen Seite
Abb. 1 Bildungswege des französischen Hochschulsystems 1 Abb. 2 Diplome vor der LMD Reform 12 Abb. 3 Diplome nach der LMD Reform 12
III Abkürzungsverzeichnis
Abb. Abbildung bzw. beziehungsweise ca. circa d.h. das heißt z.B. zum Beispiel
II
Bedeutung der Grande Écoles Yvonne Barta
1 Einleitung
Der Vortrag "Forschungs- und Wissensinstitute in Frankreich" vermittelte eine ausführliche Übersicht über den Studienaufbau sowie über die Studienabschlüsse des stark zentralisierten französischen Bildungssystems. 1 Diese Grundlagen sollen in dieser Hausarbeit nicht noch einmal erläutert werden. Die Konzentration liegt hier im Wesentlichen auf der Bedeutung der Grande Écoles für das französische Volk und für den französischen Staat.
1.1 Das Hochschulsystem Frankreichs
In Frankreich wird in Grandes Écoles, Universités und Écoles Specialisées unterteilt. Im Gegensatz zu Deutschland, wo sich Berufsakademien, Fachhochschulen oder Universität gegenseitig ausschließen, ermöglichen die Bildungswege in Frankreich Quereinstiege. 2 Im Fokus des Hochschulsystems stehen die Grande Écoles: Universitäten Grande Ecoles Ecoles spécialisées Jahre
Abb. 1 Bildungswege des französischen Hochschulsystems 3
1 Vgl. zu Lahouaoui, Ali (09.08.2004): [www]
2 Vgl. zu Studieren in Frankreich; Kovácsházy, Dorothée (Juli 2004), S.4
3 eigene Erstellung in Anlehnung an Dorothée Kovácsházy; Juli 2004, Studieren in
Frankreich; Auflage: 30.000 Exemplare; Berlin, S. 4
1
Bedeutung der Grande Écoles Yvonne Barta
Sie sind die Eliteschulen Frankreichs und ziehen zugleich alle Hochschulen des außeruniversitären Bereichs ein. 4 „Eine grande école ist eine Einrichtung, die sich ihre Studierenden auswählt“ 5 . Um einen Platz in dieser Eliteschule zu erhalten, muss sich der Schüler bereits im „lycée“ (Gymnasium) zwei Jahre lang einer Vorbereitung unterziehen, die die Ausbildungsrichtung in Naturwissenschaften, Wirtschaft oder Literatur vorgibt. Danach hat er die Möglichkeit an einem „concours“ (Aufnahmeprüfung für die Grande École) teilzunehmen. Sollte er dabei als einer der Besten abschneiden, hat er eine Chance, bei dem geringen Prozentsatz dabei zu sein, der aufgenommen wird. 6
Die Universitäten bieten hauptsächlich Ausbildungsmöglichkeiten in Medizin und Technologien. Ihre Vorteile sind die Aufbaustudiengänge, die verschiedene europäisierte Abschlüsse von der „licence“ (Bachelor) über den „master“ (DESS als praxisbezognener und DEA also forschungsorientierter Master) bis hin zum „doctorat“ ermöglichen. 7
Écoles Specialisées schließen alle berufsorientierten Ausbildungen ein, die nicht von den Universitäten bzw. den Grande Écoles angeboten werden. Hierzu gehören beispielsweise Schulen für Kunst, Journalismus oder Übersetzung. 8
1.2 Die Studienkultur Frankreichs
Die französische Studienkultur basiert darauf, dass Wissen das Denken ermöglicht, während man in Deutschland davon ausgeht, dass Können das Wissen mit sich bringt. 9 In der schulischen Ausbildung müssen die Franzosen sehr viel innerhalb kürzester Zeit lernen, um dann ein Thema für eine
4 Vgl. zu o.V. (11.08.2004): [www]
5 Studieren in Frankreich; Kovácsházy, Dorothée (Juli 2004), S.14
6 Vgl. ebenda, S. 14 f.
7 Vgl. ebenda, S. 9
8 Vgl. ebenda, S. 18
9 Vgl. ebenda, S. 5
2
Bedeutung der Grande Écoles Yvonne Barta
Hausarbeit oder eine Forschungsarbeit bearbeiten zu können. Am Ende jedes Studienjahres steht zusätzlich eine Prüfung. Anders als in Deutsch-land besteht diese jedoch nicht aus mehreren Aufgaben, sondern aus einer Problematik, die in Form eines Aufsatzes bearbeitet werden muss. Das Ziel ist, „den Weg zu einer schon bekannten Schlussfolgerung argumentativ perfekt aufzubauen“ 10 . Die Professoren gaben in den Vorlesungen die Antworten auf diese Problematik bereits vor. Die Studenten werden somit getestet, ob sie erstens anwesend waren und zweitens, ob sie die Lehre des Vortragenden wiedergeben können. Für die französischen Studenten zeichnet sich ein guter Lehrer nicht durch die Wiedergabe seiner Forschungsposition zu einem bestimmten Thema aus, sondern dadurch, den Lerninhalt kompakt und schlussfolgernd zu übermitteln. Die französischen Professoren sehen es ungern, wenn ein Student seine Meinung äußert, den behandelten Stoff hinterfragt oder ihn sogar kritisiert. Was in Frankreich als unangebracht gilt, ist in Deutschland auf Grundlage der Geschichte undenkbar. 11
Ziel jedes Schülers ist es, einen Studienplatz in den Grande Écoles zu erreichen. Dies wird ihm nur ermöglicht, indem er sich durch viel Fleiß in den „classes préparatoires“ (Vorbereitungsjahren) genügend Allgemeinwissen aneignet, um den „concours“ (Aufnahmeprüfung) als einer der Besten zu bestehen.
Eine andere Möglichkeit des Erlangens eines solchen Studienplatzes wäre ein bereits bestehender Hochschulabschluss, der die Auswahlkriterien erfüllen muss. Das Lehrprogramm der Eliteschulen ist vorrangig praxisbezogen und geringfügig forschungsorientiert. Obwohl keine Einheit von Forschung und Lehre angestrebt wird, haben jedoch in den letzten Jahren mehrere Grande Écoles ihre Forschungstätigkeiten erweitert, so dass der Abschluss eines „doctorat“ möglich ist. 12
10 Studieren in Frankreich; Kovácsházy, Dorothée (Juli 2004), S.6
11 Vgl. ebenda, S. 5 f.
12 Vgl. zu o.V. (11.08.2004): [www]
3
Arbeit zitieren:
Yvonne Barta, 2004, Die Bedeutung der Grand Écoles, München, GRIN Verlag GmbH
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