Lernen , Motivation, Emotion Kognition
Inhaltsverzeichnis
1. ABSTRACT 4
F1A) - WANN WAR DAS LERNEN ERFOLGREICH? 5
2.
2.1 FALLGESCHICHTE: 5
2.2 SUBJEKTIVE THEORIE 6
2.3 WISSENSCHAFTLICHE THEORIEN 7
2.3.1 Operantes Kontidionieren. 7
2.3.1.1 Positive Verstärkung 8
2.3.1.2 Negative Verstärkung. 9
2.3.1.3 Löschen 9
2.3.1.4 Bestrafung 9
2.3.1.5 Vergessen 10
2.3.2 Modelllernen. 11
3. F1B) INDUKTION WAS BEDEUTET FÜR MICH LERNEN? 12
3.1 SUBJEKTIVE THEORIE 12
3.2 WISSENSCHAFTLICHE THEORIE. 13
3.2.1 Kognitive Lerntheorie 13
3.2.2 Hirnbiologische Grundlagen von Lernen. 15
3.2.2.1 Die Konsolidierung der Gedächtnisspur. 17
4. F1)C LERNEN IM PARADIGMENVERGLEICH. 18
5. F1D) WANN WAR LERNEN NICHT ERFOLGREICH 20
5.1 FALLGESCHICHTE 20
5.2 SUBJEKTIVE THEORIE 21
5.3 WISSENSCHAFTLICHE THEORIE 22
5.3.1 Die pathologische Angst. 22
5.3.2 Störeinflüsse Selbstwertbezogener Gedankeninhalte 24
F2A) WANN WAR ICH MOTIVIERT ZU LERNEN? 25
6.
6.1 FALLGESCHICHTE 25
6.2 SUBJEKTIVE THEORIE 26
6.3 WISSENSCHAFTLICHE THEORIEN 27
6.3.1 Flow-Erleben als universeller Tätigkeitsanreiz. 27
6.3.2 Neugiermotivation. 28
6.3.2.1 Intrinsische Motivation. 28
F2B WAS BEDEUTET MOTIVATION 29
7.
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Lernen , Motivation, Emotion Kognition
7.1 SUBJEKTIVE THEORIE 29
7.2 WISSENSCHAFTLICHE THEORIE 30
7.2.1 Freudsche Triebkonzeption 30
7.2.2 Neurobiologie süchtigen Verhaltens. 32
8. F2)C MOTIVATION IM PARADIGMENVERGLEICH 33
9. F2D) WANN WAR ICH NICHT MOTIVIERT ZU LERNEN? 35
9.1 FALLGESCHICHTE 35
9.2 SUBJEKTIVE THEORIE 36
9.3 WISSENSCHAFTLICHE THEORIE 36
9.3.1 Ursachenerklärungen von Erfolg und Misserfolg. 36
10. LITERATURVERZEICHNIS 38
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1. ABSTRACT
Lernen, Motivation, Emotion und Kognition sind Teilbereiche der Allgemeinen Psychologie. Die traditionellen Grenzen zwischen Lerntheorie,
Gedächtnispsychologie, Kognitionspsychologie und Motivationspsychologie haben sich verwischt.
Das Ziel dieser Arbeit ist dieses umfassende Themengebiet durch Fallbeispiele aus persönlicher Erfahrung, subjeketiven Theorien und wissenschaftlichen Theorien zu veranschaulichen. Besonders spannend fand ich dabei dass dieses Thema durch die unterschiedlichsten Paradigmen beeinflusst wurde. Nicht nur die Psychoanalyse, Behaviorismus und Kognitionspsychologie haben sich eingehend mit Lernen und Motivation auseinandergesetzt. Sondern auch in der Biologischen Psychologie ist dieses Thema von großem Interesse.
Das Leben auch Lernen bedeutet und wir eigentlich von der Wiege bis zur Barre, Subjekte sind, die sich immerfort verändern und neue Einsichten über uns und die Umwelt erlangen finde ich die Auseinandersetzung mit dem Lernen für Psychologen unerlässlich.
Ein besonderes Augenmerk legt diese Arbeit auch auf Paradigmenvergleiche die veranschaulichen, dass die Unterschiede vor welchem Hintergrund man dieses Thema beleuchtet nicht unüberwindbar groß sind.
„Entdeckung besteht darin,
den gleichen Gegenstand wie alle anderen zu betrachten,
sich aber etwas anderes dabei zu denken. «
2. F1A) - WANN WAR DAS LERNEN ERFOLGREICH?
2.1 Fallgeschichte:
In der Hotelfachschule Bad Ischl hatte ich im Französisch-Unterricht immer große Schwierigkeiten im Merken der Vokabel und der Aussprache der französischen Sprache. In den Sommerferien vor den Übergang in die dritte Stufe habe ich mit meiner damaligen Schulfreundin Christina Wallner eine Interrailreise nach Frankreich unternommen. Dort war ich vor die Herausforderung gestellt mich in der Landessprache zu unterhalten.
Später dann in der dritten Klasse bildeten Christina und ich immer Lerngemeinschaften. Christina hatte eine sehr natürliche und lockere Art mit der französischen Sprache umzugehen. Ihr bereitete das Lernen kaum Mühe und sie konnte enorme Lernstoffmengen in sehr kurzer Zeit bewältigen. Dabei hatte man immer das Gefühl, dass sie große Freude beim Lernen empfindet. Die Reise nach Frankreich und das gemeinsame Lernen, hat mir geholfen meine Noten in Französisch deutlich zu verbessern. Dann bei der mündlichen Matura hatte ich keine Schwierigkeiten mehr frei über ein Thema zu sprechen. Seither habe ich noch vier Mal kürzere Reisen nach Frankreich unternommen und entdecke immer wieder neue schöne Seiten an diesem Land und bin nach wie vor vom schönen melodischen Klang dieser Sprache begeistert. Obwohl ich mittlerweile schon viel von meinem ursprünglichen Wissen in der französischen Sprache verloren habe, bereitet es mir nach wie vor keine Schwierigkeiten, die nötigsten Informationen auf meinen Reisen, in französischer Sprache zu erfragen.
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Die Neugier und die Lust zu Reisen und mit Menschen in einem anderen Land sprechen zu können, hat mich motiviert mich mehr mit der französischen Sprache auseinander zusetzten.
Zusätzlich konnte ich die Theorie mit der Praxis verbinden, die Kenntnisse in der Landessprache Frankreichs haben mir sehr geholfen die nötigen Informationen auf dieser Reise zu erhalten und mehr in die Kultur dieses Landes einzutauchen. Da ich sehr gerne Reise konnte ich nun mit dem mühsamen Lernen einer Sprache auch einen Lustgewinn verknüpfen, es entwickelte sich ein großes Interesse für die französische Sprache und Kultur. Die Verbindung mit einer angenehmen Erfahrung, lies das Lernen nicht nur mühsam, sondern auch lustvoll für mich erscheinen. Weiters wurde ich durch den schulischen Erfolg und die Anerkennung meiner Lehrerin Mme. Kratochvil motiviert, mich mehr beim Französischlernen anzustrengen. Da ich bis zu meiner Frankreichreise immer als schwache Schülerin in diesem Fach galt, war ich natürlich besonders Stolz auf diese Anerkennung. Meine Freundin Christina Wallner, war für mich ein positives Vorbild, ihre Begeisterung und Freude beim Französischlernen, hat mich dazu angeregt auch meine Sichtweise zu ändern und das Lernen nicht nur als Qual zu empfinden. Durch sie habe ich gelernt, dass man locker und ohne sich zu quälen mehr erreicht, als wenn man sich mühsam, zum Lernen zwingt.
Die gemeinsamen Lernrunden mit ihr waren zusätzlich eine Bereicherung, weil der gegenseitige Austausch über den zu lernenden Stoff dazu führte, dass ich mir diesen umso leichter merken konnte.
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2.3.1 Operantes Kontidionieren
Unter dem Stichwort operantes Konditionieren werden Lernprozesse untersucht, bei denen das Tier oder der Mensch zur Lösung der gestellten Lernaufgabe Verhaltensweisen entwickeln, die auf den ersten Blick nicht direkt reizauslösend sind wie beim klassischen Konditionieren. Es sind vielmehr von „innen“ herauskommende Wirkreaktionen, die die Lernumgebung zum Vorteil (Futteraufnahmemöglichkeit) oder zum Nachteil (Bestrafung) verändern. (Angermeier, 1984, 52) Verglichen mit meiner persönlichen Lernerfahrung, haben sich durch die Anwendung der französischen Sprache haben sich meine Reiseerfahrungen, zum Vorteil verändert. Es war mir möglich, mich mit Menschen in ihrer Landessprache zu unterhalten, was sie mir gegenüber um vieles offener werden lies und ich dadurch die für mich interessanten Informationen bekommen habe. Unter dem Einfluss einer auf das vordergründig Sichtbare sich beschränkenden Forschungstradition (Behaviorismus) standen und stehen zum Teil heute noch nur so genannte Reize (Ausschnitte aus der Lernsituation) und Reaktionen (Ausschnitte aus dem Verhaltenrepertoire des Lernens) im Brennpunkt des Interesses. Gelernt werden nur Verbindungen zwischen Reizen und Reaktionen. Und diese Verbindungen sollten nicht unabhängig von den Reizen und Reaktionen irgendwo in einem Speicher oder Gedächtnis existieren. Aussagen über irgendwelche Gedächtnisprozesse, die es zu untersuchen gilt, gäbe es deshalb auch nicht. Die äußerlich geknüpften Verbindungen schienen dauerhaft für immer zu bestehen. Wenn dennoch ein Vergessen häufig nicht zu übersehen war, so konnte es diesen Vorstellungen gemäß nur durch die störende Wirkung neuer Reize oder anderer Reaktionen erklärbar sein. Die Wirkung von Verstärkern bestand hauptsächlich darin, die geknüpften Reize und Reaktionen abzuschirmen. (Angermeier, 1984, 73)
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Diese Theorie ist erklärend dafür, dass sehr viel von dem bereits erlernten Wissen der französischen Sprache mit der Zeit wieder verloren ging. Ad hoc ist das ursprüngliche Wissen über die französische Sprache aus meinem Gedächtnis nicht abrufbar. Bin ich jedoch wieder in einer ähnlichen Situation, wie auf meiner damaligen Frankreichreise, z.B. durch eine französisch sprechende Person, kann ich doch sehr viele französische Begriffe, wieder aus meinem Gedächtnis abrufen.
2.3.1.1 Positive Verstärkung
Thorndike hat in seinem bekannten „Law of effect“ - „Gesetz der Wirkung“ implizit unterstellt, dass es „Ereignisse“ gibt, denen a priori eine vorherberechenbare belohnende Wirkung zukommt (z.B. Futter bei einem hungrigen Tier). (vgl. Angermeier, 1984)
In seiner Formulierung von 1913 lautet es: „Wenn zwischen einer Situation und einer Reaktion eine modifizierte Verknüpfung stattgefunden hat, die von einem befriedigenden Allgemeinzustand begleitet wird, so wird die Stärke dieser Verknüpfungen erhöht. Wenn die Verknüpfung von einem unbefriedigenden Allgemeinzustand gefolgt ist, nimmt die Stärke der Verknüpfung ab. Der verstärkende Effekt der Befriedigung (oder der schwächende Effekt der Nichtbefriedigung) auf eine Verbindung variiert mit der Enge der Verknüpfung zwischen dem Endzustand und der Verbindung. Diese Enge der Assoziation zwischen dem befriedigenden (oder nichtbefriedigenden) Allgemeinzustand und der in Frage stehenden (Reiz-Reaktions-) Verbindung kann das Resultat der zeitlichen Nähe zwischen Reaktion und Endzustand oder das Resultat der auf die Situation gerichteten Aufmerksamkeit sein“ (Thorndike, 1913, zit. n. Foppa 1957, 330) In meiner Lernsituation war der Erhalt für die auf der Reise benötigten Informationen ein Verstärker, der unmittelbar nach dem Reiz (Anwendung der französischen Sprache) erfolgte. Dieser Reiz wurde von mir als befriedigend aufgenommen, da er mir ermöglichte mich in einem fremden Land besser zurecht zu finden. Befriedigend sind Zustände, die dem Individuum erwünscht sind und die es aufsucht; unbefriedigend sind Zustände, denen es sich zu entziehen sucht. Die Stärke einer
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Arbeit zitieren:
Sonja Mayr-Stockinger, 2004, Lernen, Motivation, Emotion & Kognition, München, GRIN Verlag GmbH
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