Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis 02
Abbildungsverzeichnis 03
1 Einleitung 04
1.1 Bedeutung der Berufsausbildung 04
1.2 Grundgedanken der Seminararbeit 04
2 Formen 05
2.1 Monosystem der Berufsausbildung 05
2.2 Duale Berufsausbildung 05
2.3 Überbetriebliche Berufsausbildung 07
2.4 Hochschulausbildung 08
2.4.1 Universität 08
2.4.2 Fachhochschule 09
2.4.3 Berufsakademie 10
2.5 Klassische Fort- und Weiterbildung 11
3 Ausbildungsordnung 11
3.1 Entstehung und Aufgabe der Ausbildungsordnung 11
3.2 Reform der Ausbildungsordnung 17
3.3 Aktuelle Probleme der Ausbildungsordnung 17
4 Berufsausbildung am Beispiel der Volkswagen AG 19
4.1 Formen 19
4.2 Mitarbeit bei der Reformierung der Ausbildung 24
5 Zusammenfassung 25
Anhang 27
Quellenverzeichnis 29
1
Abkürzungsverzeichnis
AG Aktiengesellschaft BA Berufsakademie BA-Studium Studium an einer Berufsakademie BBIG Berufsbildungsgesetz BBS Berufsbildendeschule BiBB Bundesinstitut für Berufsbildung BMBF Bundesministerium für Bildung und Forschung BMWA Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit DGB
GAB ausgewählten Industrieberufen mit optionaler Fachhochschulreife GG Grundgesetz HRG Hochschulrahmengesetz HwO Handwerksordnung ITB Institut Technik und Bildung der Universität Bremen KMK Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder KOA Bund-Länder-Koordinierungsausschuss „Ausbildungsordnungen / Rahmenlehrpläne“ KWB Kuratorium der Deutschen Wirtschaft für Berufsbildung PSC Personal Service Center StiP Studium im Praxisverbund
2
Abbildungsverzeichnis
Abbildung A1 : Ablauf der BA-Ausbildung 27
Abbildung A2 : Entstehung einer Ausbildungsordnung 28
3
1 Einleitung
1.1 Bedeutung der Berufsausbildung
Da die schulische Ausbildung, welche durch die Schulpflicht jedem Bundesbürger zu Teil wird, sich größten Teils auf die Allgemeinbildung konzentriert, bedarf es für das Berufsleben einer spezielleren Ausbildung, der Berufsausbildung. Diese Ausbildung soll in ihren verschiedenen Formen gewährleisten, dass die Auszubildenden in den unterschiedlichsten Berufen selbständig agieren können. Ziel ist, die jeweils notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten, die sich in den einzelnen Berufen und Branchen unterscheiden, zu vermitteln.
Neben der reinen Wissensvermittlung hat die Berufsausbildung auch eine zukunftsorientierte gesellschaftliche und soziale Aufgabe. Zum einen soll durch sie der Bedarf an Fachkräften gedeckt werden, um der Wirtschaft auch in Zukunft ein effizientes Handeln zu ermöglichen. Dies ist besonders unter Beachtung der zunehmenden Globalisierung signifikant. Zum anderen soll durch den sozialen Aspekt dafür gesorgt werden, dass den Auszubildenden eine Perspektive vermittelt wird.
1.2 Grundgedanken der Seminararbeit
Aufgrund der Komplexität wird sich diese Arbeit zunächst mit den verschiedenen Formen der Berufsausbildung befassen. Nach einem Überblick über die Formen, erfolgt eine Auseinandersetzung mit der Ausbildungsordnung, welche jedem Ausbildungsberuf als rechtliche Grundlage und zugleich als Instrument der Qualitätssicherung in der beruflichen Bildung 1 dient. Im Anschluss daran, wird anhand der Volkswagen AG, Wolfsburg, ein praktisches Beispiel für die Umsetzung der Berufsausbildung in einem Industrieunternehmen gegeben. Abschließend erfolgt eine Zusammenfassung in der auf den derzeitigen Stand der Lehrlingsausbildung sowie deren Entwicklung in der Zukunft eingegangen wird.
1 Vgl. BiBB, (2003), S. 1.
4
2 Formen
2.1 Monosystem der Berufsausbildung
Das Monosystem der Berufsausbildung beschreibt die Ausbildung allein in Schulen oder allein in Betrieben. Diese Form der Berufsausbildung ist in der Bundesrepublik eher selten. Die vollschulische Berufsausbildung entstand zu beginn des vorherigen Jahrhunderts und wird lediglich in einigen kunsthandwerklichen Berufen wie Holzschnitzer, Geigenbauer, Töpfer und Korbflechter angewandt. Die Absolventen dieser Schulform erhalten als Abschluss einen Facharbeiterbrief. Jedoch bilden sich viele dieser Absolventen später zu Technikern und Ingenieuren weiter.
Durch die vollbetriebliche Berufsausbildung kennzeichnet sich die zweite Form der Berufsausbildung im Monosystem. Hier findet eine Verkopplung der Lehrwerkstätten mit betriebseigenen Berufsschulen statt. Auch dieses System der Berufsausbildung ist sehr selten und wird lediglich in rund 50 Großbetrieben Deutschlands umgesetzt. Die in Deutschland am meisten ausgeübte Form der dualen Berufsausbildung wird in Abschnitt 2.2 erläutert.
Da dieses System jedoch sehr eingeschränkt ist und es in der heutigen Zeit mehr und mehr Anforderungen an Berufsausbildungen gibt, wird zum Beispiel in Schweden über eine Kombination der Monosysteme mit Elementen aus dem dualen System nachgedacht. So würden sich insbesondere im Bereich der Berufsfachschulen Ansätze für Weiterentwicklungen finden lassen.
2.2 Duale Berufsausbildung
Im Folgenden soll die duale Berufsausbildung genauer beleuchtet werden. Der Name resultiert aus der parallelen Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule. Den Großteil der Zeit verbringt der Auszubildende in seinem Ausbildungsbetrieb. Die Berufsschule wird nach unterschiedlichen Modi besucht. Es gibt die Möglichkeit des Besuchs an jeweils ein bis zwei festen Wochentagen oder auch des Blockunterrichts, in dem jeden Tag für mehrere Wochen die Berufsschule besucht wird.
5
Entstanden ist die duale Berufsausbildung durch die Nachteile der Einseitigkeit des Monosystems. Es entstand der Bedarf nach einer umfassenderen Allgemeinbildung, mit dem Ziel fachübergreifender und spezifischer ausbilden zu können. Dies soll die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen fördern und die beruflichen Entwicklungschancen für alle offen halten. Desweiteren soll der Bedarf von Wirtschaft, Staat und Gesellschaft an flexibel einsetzbaren jungen Fachkräften gedeckt werden. Zudem soll die Fähigkeit und Motivation entwickelt werden, neue Anforderungen zu erkennen und Qualifizierungsmaßnahmen in allen Phasen ihres Berufslebens aktiv zu nutzen. 2
In der praktischen Durchführung werden an beiden Lernorten Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt. Dies geschieht in der Regel in unterschiedlicher Gewichtung. Darüber hinaus unterscheiden sich die Lernorte auch durch die pädagogischen Rahmenbedingungen. Auch die Zuständigkeiten sind verschieden. Für die Berufsschule sind die Länder zuständig, während für die Betriebe eine Bundeskompetenz besteht. 3
Anerkannte Ausbildungsberufe sind die Grundlage für eine bundesweit einheitliche Ausführung der dualen Berufsausbildung. Zurzeit gibt es 357 staatliche anerkannte Ausbildungsberufe, für die eine duale Berufsausbildung geregelt ist. 4 Diese Regelung erfolgt durch die jeweils erlassenen Ausbildungsordnungen. 5
Als besonderer Vorteil der dualen Berufsausbildung gilt der erleichterte Übergang ins Beschäftigungssystem, der für eine geringere Jugendarbeitslosigkeit sorgt. Dieser Vorteil wird insbesondere durch das Ausland hervorgehoben. Auch die Praxisorientierung und die Verwertbarkeit des vermittelten Wissens überzeugen. 6
Als nachteilig werden die hohen Kosten und die Komplexität angesehen. Besonders die Betriebe bemängeln die mangelhafte Kooperation mit den Berufsschulen. 7 Diese ergibt sich zum Teil aus den unterschiedlichen Kompetenzen, die sich bei der betrieblichen und der schulischen Ausbildung ergeben. Die oben erwähnten unterschiedlichen Zuständigkeiten führen
2 Vgl. Kremer, (2000), S. 95.
3 Vgl. Schanz, (1992), S. 557.
4 Vgl. Gabler Wirtschaftslexikon, (2000), S. 115.
5 Vgl. Abschnitt 3.
6 Vgl. Klems, Vandeven, (1994), S. 131.
7 Vgl. Schanz, (1992), S. 558.
6
teilweise zu erheblichen Abweichungen der Ausbildungspläne an den beiden Lernorten. 8 Zudem wünschen sich die Betriebe oft eine praxisnähere Ausbildung, die spontaner auf aktuelle Entwicklungen reagieren kann. Möglichkeiten, wie die Nachteile in der Praxis minimiert werden können, werden im Abschnitt 4 dargestellt.
2.3 Überbetriebliche Berufsausbildung
Die überbetriebliche Ausbildung basiert auf den Vorteilen der dualen Berufsausbildung. Da nicht jeder Betrieb die finanziellen und/oder räumlichen Möglichkeiten hat, seinen Auszubildenden eine Ausbildung auf dem jeweils neuesten Stand der Technik zu gewährleisten, wurde eine Möglichkeit geschaffen, die betriebliche Ausbildung zu vervollständigen.
Zunehmend treten die Industrie- und Handelskammern als Träger der überbetrieblichen Ausbildungsstätten auf. Häufigste Form ist die Gemeinschaftslehrwerkstatt. In der Praxis wird dabei berufliche Grundbildung überwiegend lehrgangsmäßig vermittelt.
Wie in der Schweiz, in der die Berufslehre als triales System bezeichnet wird, könnte auch in Deutschland durch die Ergänzung der dualen Berufsausbildung durch die überbetriebliche Ausbildung von einem trialen System gesprochen werden. Da die überbetriebliche Ausbildung in Deutschland aber eher den Betrieben zugeordnet wird, wird dies meist zurückgewiesen.
Als Vorteil der überbetrieblichen Ausbildung muss vor allem von der gesteigerten Ausbildungsqualität für die Auszubildenden gesprochen werden. Auch Auszubildende in kleinen Betrieben haben dadurch die Möglichkeit, auf dem neuesten Stand der Technik ausgebildet zu werden sowie sich mit Auszubildenden anderer Betriebe auszutauschen. Gleichzeitig wird durch zusätzlichen Schulungen die Ausbildung umfassender, so dass die Auszubildenden später flexibler eingesetzt werden können.
8 Vgl. Klems, Vandeven, (1994), S. 131
7
Arbeit zitieren:
Sebastian Bone, Christian Pätzold, 2004, Berufsausbildung, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Eignung des betrieblichen Ausbildungspersonals
Pädagogik - Berufserziehung, Berufsbildung, Weiterbildung
Hausarbeit, 16 Seiten
Pädagogik - Berufserziehung, Berufsbildung, Weiterbildung
Hauptseminararbeit, 20 Seiten
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Seminararbeit, 23 Seiten
Personalentwicklung von Nachwuchsführungskräften
BWL - Personal und Organisation
Hauptseminararbeit, 22 Seiten
Assessment Center als Instrument der Personalauswahl
BWL - Personal und Organisation
Hausarbeit, 22 Seiten
Staatsbesuche und Versammlungsfreiheit - Einschränkung der Meinungs- u...
Politik - Politische Systeme - Politisches System Deutschlands
Hauptseminararbeit, 42 Seiten
Worauf muss bei der Einführung eines Beurteilungssystems in einem Unte...
Jura - Zivilrecht / Arbeitsrecht
Hauptseminararbeit, 19 Seiten
Vertriebsstrukturen im Automobilbereich in Deutschland
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Seminararbeit, 59 Seiten
Der Kriminalfilm im Dritten Reich - Motive und Funktion anhand der Bei...
Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen
Hauptseminararbeit, 9 Seiten
Das duale System der Berufsausbildung in der Diskussion
Pädagogik - Berufserziehung, Berufsbildung, Weiterbildung
Hausarbeit, 47 Seiten
Rechte und Pflichten während der Berufsausbildung im Unternehmen - Ist...
BWL - Personal und Organisation
Diplomarbeit, 32 Seiten
Sebastian Bone hat den Text Berufsausbildung veröffentlicht
Sebastian Bone hat einen neuen Text hochgeladen
Berufsausbildung in der Entwicklung - Positionen und Leitlinien
Duales System - Schulische Aus...
Gerhard Zimmer, Peter Dehnbostel
Im Spannungsfeld von Modularisierung und Europäisierung: Die deutsche ...
Ein deutsch-englischer Leistun...
Stefan Fulst-Blei
Expert-Praxislexikon Berufsausbildung
Über 1.500 Begriffe für Ausbil...
Horst Gröner, Elisabeth Fuchs-Brüninghoff
Die Geschichte der Berufsausbildung in der Sozialen Arbeit
Auf der Suche nach Professiona...
Ralph Christian Amthor
0 Kommentare