Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › BWL - Offline-Marketing und Online-Marketing

Externe Umweltberichterstattungsinstrumente aus Sicht der Stakeholder

Titel: Externe Umweltberichterstattungsinstrumente aus Sicht der Stakeholder

Hausarbeit , 2003 , 36 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Dipl. Oec. Katrin Gerberich (Autor:in), Hartmut Schimming (Autor:in)

BWL - Offline-Marketing und Online-Marketing
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Unternehmen stehen heutzutage zunehmend im Lichte der Öffentlichkeit. Dies verdeutlicht der in der Literatur geprägte Begriff des Unternehmens als „quasiöffentliche Institution“. Unterschiedliche Gruppen, sowohl marktlichen als auch nicht-marktlichen Charakters, treten an das Unternehmen heran, um Informationen zu erfragen und ihre Interessen und Ansprüche gegenüber dem Unternehmen geltend zu machen. Somit steht das Unternehmen in einem Spannungsfeld der verschiedenen Interessens- bzw. Anspruchsgruppen, da es auf die teilweise konkurrierenden Anforderungen eingehen und reagieren muss. Die gesellschaftliche Dimension einer Unternehmung, also die „Legitimität“ des Handelns, gewinnt zusehends an Bedeutung. Durch einen aktiven Dialog nach innen zu den Mitarbeitern und vor allem nach außen zu den Anspruchsgruppen ist die gesellschaftliche Akzeptanz zu sichern und Vertrauen zu stärken. Vertrauen setzt aber eine Transparenz der betrieblichen Vorgänge voraus, und diese Transparenz wiederum wird nur durch eine aktive Informations- und Kommunikationspolitik geschaffen. Unternehmen nutzen die ökologische Umwelt in ihrem Wertschöpfungsprozess mit. In Zeiten der Erkenntnis der Verknappung natürlicher Ressourcen, eines gestiegenen Umweltbewusstseins in allen Teilen der Gesellschaft, daraus folgend die Umweltverträglichkeit von Produkten und Produktionsprozessen als entscheidendem Wettbewerbsfaktor, sowie vermehrter, gesetzlicher Umweltauflagen kann sich kein Unternehmen seiner ökologischen Verantwortung für die Umweltwirkungen des eigenen Handelns entziehen. Betriebe müssen sich als ein Teil der Verursachung von Umweltveränderungen begreifen; externe Unternehmensbeteiligte, die als Teil der Umwelt von solchen Umweltveränderungen betroffen sind, besitzen deshalb ein Interesse an entsprechenden Umweltinformationen der Unternehmen. Durch eine Umweltberichterstattung (in welcher Form auch immer) versuchen die Unternehmen, diesem wachsenden Informationsinteresse der Anspruchsgruppen nachzukommen und über ökologische Belange der betrieblichen Vorgänge zu unterrichten. Die Tatsache einer ökologischen Verantwortung der Unternehmen sowie eine generell notwendige Informations- und Kommunikationspolitik machen es unabdingbar, dass eine Umweltberichterstattung zu einem festen Bestandteil des unternehmerischen Handelns geworden ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffliche Erklärung »Umweltberichterstattung«

3. Begründende Rahmenbedingung der externen Umweltberichterstattung: Stakeholder-Konzept

4. Arten und Gruppen der Umweltberichterstattung

5. Funktionen und Zielsetzung einer externen Umweltberichterstattung

5.1 Öko-Label

5.1.1 Begriffserklärung und Typen

5.1.2 Funktionen von Öko-Label

5.2 Umwelterklärung

5.2.1 Begriffserklärung und Bezug zur EMAS-Verordnung

5.2.2 Funktionen der Umwelterklärung

5.3 Vergleich und Funktionsadäquanz

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die Instrumente externer Umweltberichterstattung von Unternehmen und beleuchtet, wie diese zur Kommunikation mit unterschiedlichen Anspruchsgruppen genutzt werden, um ökologische Verantwortung transparent zu machen. Dabei steht die Frage im Zentrum, welche Funktionen diese Instrumente erfüllen und wie sie den Informationsbedürfnissen der Stakeholder gerecht werden.

  • Grundlagen der Umweltberichterstattung und Einordnung als Kommunikationsinstrument.
  • Analyse des Stakeholder-Konzepts als Basis für den Dialog zwischen Unternehmen und Öffentlichkeit.
  • Differenzierung zwischen unfreiwilliger, freiwilliger und Pflichtberichterstattung.
  • Detaillierte Untersuchung von Öko-Labeln und Umwelterklärungen als spezifische Instrumente.
  • Vergleichende Betrachtung der Eignung und Funktionsadäquanz für verschiedene Zielgruppen.

Auszug aus dem Buch

5.1.2 Funktionen von Öko-Label

Ein Öko-Label ist eine Möglichkeit der Informationsübertragung vom Hersteller bzw. Händler zum Konsumenten. Diese Informationsübertragung wird in der Informationsökonomie auch als „Signaling“ bezeichnet. Das Öko-Label wird zum Signal für den Konsumenten, welcher wiederum aktiv auf der Suche nach Informationen während seines Kaufentscheidungsprozesses ist; er betreibt Informationsbeschaffung durch Prüfen, Inspizieren, Aussondern, auch „Screening“ genannt. Screening und Signaling stellen Möglichkeiten dar, um die bei ökologischen Gütern bestehenden Informationsasymmetrien zwischen Hersteller bzw. Händler und Konsument zu verringern. Der Nachfrager sucht dabei nach zuverlässigen Signalen, denen er vertrauen kann, um Unsicherheiten und Fehlentscheidungsrisiken zu reduzieren.

Konsumenten streben generell, aufgrund einer Informationsüberlastung, eine Informationsentlastung an. Sie haben einen besonders hohen Bedarf an vereinfachenden Informationen, auch als „information chunks“ bezeichnet. Ein information chunk ist ein verdichtetes Schlüsselsignal, welches komprimiert und leicht kommunizierbar ist. Eine Vereinfachung von ökologischen Informationen ist dann gegeben, wenn „Zeichen geschaffen werden, unter denen eine Vielzahl einzelner Informationen subsumiert ist, die vom Konsumenten als ökologisch glaubwürdig eingestuft werden“. Ein Öko-Label steht für ein ökologiebezogenes Gesamt- bzw. Qualitätsurteil und hat die Funktion eines verdichteten Schlüsselsignals.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende öffentliche Bedeutung von Unternehmen als quasi-öffentliche Institutionen und die daraus resultierende Notwendigkeit einer aktiven Umweltberichterstattung.

2. Begriffliche Erklärung »Umweltberichterstattung«: Das Kapitel definiert den Begriff der Umweltberichterstattung und begründet, warum dieser trotz literarischer Unstimmigkeiten als ökologische Berichterstattung verstanden werden muss.

3. Begründende Rahmenbedingung der externen Umweltberichterstattung: Stakeholder-Konzept: Hier wird das Stakeholder-Konzept erläutert, welches als systematischer Rahmen dient, um die Informationsbedürfnisse verschiedener Anspruchsgruppen an das Unternehmen zu erfassen.

4. Arten und Gruppen der Umweltberichterstattung: Das Kapitel differenziert zwischen unfreiwilliger, freiwilliger und gesetzlich vorgeschriebener Pflichtberichterstattung und ordnet diesen verschiedene Instrumente zu.

5. Funktionen und Zielsetzung einer externen Umweltberichterstattung: Dieser Hauptteil analysiert intensiv die Mechanismen der Kommunikation und vertieft die Instrumente Öko-Label und Umwelterklärung hinsichtlich ihrer Funktionen und ihres Nutzens für die Stakeholder.

6. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung resümiert, dass externe Umweltberichterstattung aufgrund gesellschaftlichen Drucks und betrieblicher Notwendigkeiten heute ein unverzichtbarer Bestandteil unternehmerischen Handelns ist.

Schlüsselwörter

Umweltberichterstattung, Stakeholder, Umweltkommunikation, Öko-Label, Umwelterklärung, Nachhaltigkeit, Signaling, Informationsasymmetrie, Umweltmanagement, EMAS-Verordnung, Unternehmensverantwortung, Publizität, Transparenz, Produktkennzeichnung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der externen Umweltberichterstattung von Unternehmen und untersucht, wie diese als Kommunikationsinstrument genutzt wird, um ökologische Belange gegenüber externen Stakeholdern zu kommunizieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Umweltberichterstattung, das Stakeholder-Konzept zur Identifikation von Zielgruppen sowie eine detaillierte Analyse der Instrumente Öko-Label und Umwelterklärung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den Begriff der Umweltberichterstattung zu erläutern, die verschiedenen Formen und Möglichkeiten ihrer Umsetzung darzustellen und die Funktionen dieser Instrumente spezifisch für unterschiedliche Adressaten aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse. Zudem wird eine eigene vergleichende Tabelle zur Gegenüberstellung von Öko-Label und Umwelterklärung erstellt, um deren Funktionsadäquanz systematisch zu prüfen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung durch das Stakeholder-Modell, die Kategorisierung der Berichterstattungsarten und die detaillierte Untersuchung der Funktionsweise von Öko-Labeln und EMAS-Umwelterklärungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Umweltkommunikation, Stakeholder, Signaling, Transparenz, Umwelterklärung, Öko-Label und ökologische Verantwortung.

Wie unterscheidet sich die Umwelterklärung vom Öko-Label bei der Zielgruppe?

Das Öko-Label richtet sich primär an Konsumenten und dient der schnellen Informationsverdichtung für den Kaufentscheidungsprozess, während die Umwelterklärung für eine breitere Masse an Stakeholdern gedacht ist, die umfassendere und detailliertere Daten über den Betrieb benötigen.

Welche Bedeutung hat das EMAS-Label für Unternehmen?

Das EMAS-Label dokumentiert die Teilnahme an einem zertifizierten System für Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung. Es erhöht die Glaubwürdigkeit durch eine externe, staatlich zugelassene Prüfung und verhindert eine rein imageorientierte Nutzung.

Warum wird das "Bio-Siegel" im Text besonders hervorgehoben?

Das Bio-Siegel wird als Beispiel für ein seriöses und glaubhaftes Instrument genannt, da es im Gegensatz zu vielen firmeninternen Labeln auf klaren gesetzlichen Auflagen beruht und bei Missbrauch unter strafrechtlichem Schutz steht.

Ende der Leseprobe aus 36 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Externe Umweltberichterstattungsinstrumente aus Sicht der Stakeholder
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg  (Absatz und Marketing)
Veranstaltung
Allgemeine Betriebswirtschaftslehre
Note
1,0
Autoren
Dipl. Oec. Katrin Gerberich (Autor:in), Hartmut Schimming (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
36
Katalognummer
V32490
ISBN (eBook)
9783638331975
ISBN (Buch)
9783638842808
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Externe Umweltberichterstattungsinstrumente Sicht Stakeholder Allgemeine Betriebswirtschaftslehre
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dipl. Oec. Katrin Gerberich (Autor:in), Hartmut Schimming (Autor:in), 2003, Externe Umweltberichterstattungsinstrumente aus Sicht der Stakeholder, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32490
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  36  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum