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Die Kirchen- und Sozialreformen unter Joseph II.

Title: Die Kirchen- und Sozialreformen unter Joseph II.

Presentation (Handout) , 2001 , 4 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Axel Möhring (Author)

Theology - Historic Theology, Ecclesiastical History
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Die Kirchenreformen:
1. Die Territorialisierung der Kirche:
a) Herauslösung der Kirchen der habsburgischen Länder aus
dem Verband mit dem Papst und b) einheitliche Organisation unter dem landesherrlichen Kirchenregiment.
Am 24. März wurden alle Ordensniederlassungen vom Verband mit den auswärtigen Oberen und den Ordensbrüdern gelöst. Die Leitung erhielten nun nur noch inländische Provinziale (=> Verwalter). Es durfte kein Geld mehr ins Ausland geschickt werden und der schriftliche Verkehr mit römischen Oberen konnte nur noch durch österreichische Gesandte erfolgen. Alle Bischöfe sollten mit dem Staatsoberhaupt enger verbunden sein als mit dem Papst. Der Eid an den Kaiser mußte künftig vor dem Eid an den Papst geschworen werden.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Die Kirchenreformen:

1. Die Territorialisierung der Kirche:

2. Die Stellung des Klerus` im Staat:

3. Die Erziehung des Klerus:

4. Die Klosterpolitik:

5. Kultus und religiöses Volksleben:

6. Die Toleranzgesetzgebung:

Die Sozialreformen:

1. Die Agrarreformen:

2. Maßnahmen für die Volksgesundheit:

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit analysiert die umfassenden Kirchen- und Sozialreformen unter Kaiser Joseph II. im späten 18. Jahrhundert, die darauf abzielten, den Staat zu modernisieren, die kirchliche Macht zugunsten des Landesherrn zu begrenzen und die Lebensbedingungen der Bevölkerung durch aufklärerische Ansätze zu verbessern.

  • Staatliche Kontrolle über kirchliche Strukturen (Josephinismus)
  • Klosterpolitik und Säkularisierung kirchlicher Güter
  • Religiöse Toleranzbestrebungen gegenüber Minderheiten
  • Aufhebung der Leibeigenschaft und Agrarstrukturwandel
  • Modernisierung des Gesundheitswesens und Gründung medizinischer Institutionen

Auszug aus dem Buch

4. Die Klosterpolitik:

Die Kloster galten als die Hauptstützen staatsfeindlicher Gesinnung und verrotteter Bildung. Sie entzogen dem Staat notwendige Kräfte, ihr Besitz war schlecht veraltet und die Ordensleute galten als Müßiggänger. Zunächst erfolgte eine Inventarisierung des Klosterbesitzes. Das Klostergesetz vom 12. Januar 1782 verfügte für die Erblande die Aufhebung aller Niederlassungen derjenigen Orden, die weder eine Schule hielten noch Kranke pflegten oder sonstige Studien tätigten (die also die dem nächsten unnütz waren und darum auch Gott nicht gefällig schienen. Es waren dies Karthäuser, Eremiten, Kapuziner, Benediktiner usw.). Die Insassen durften in auswärtige Klöster oder Orden auswandern. Das eingezogene Klostergut wurde zum einem Religionsfond vereinigt und sollte nur noch kirchlichen Zwecken dienen. Der Wert des eingezogenen Gutes kam auf über 18 Mio. Gulden.

Für viele andere Institute wurde die Zahl der Insassen festgelegt und die Verwaltung des Vermögens an besondere Personen übertragen, zumeist an Weltkleriker.

Zusammenfassung der Kapitel

Die Kirchenreformen: Eine einleitende Übersicht über die Bestrebungen zur staatlichen Neuordnung des kirchlichen Lebens.

1. Die Territorialisierung der Kirche: Beschreibt die organisatorische Herauslösung der Kirche aus dem päpstlichen Einflussbereich hin zu einem staatlich gelenkten Kirchenregiment.

2. Die Stellung des Klerus` im Staat: Behandelt die Beschränkung der Aufgaben des Klerus auf seelsorgerische Tätigkeiten und die Unterstellung unter staatliche Aufsicht.

3. Die Erziehung des Klerus: Erläutert die staatliche Kontrolle über theologische Ausbildungsstätten zur Schaffung eines dem Staat verbundenen Priesterstandes.

4. Die Klosterpolitik: Analysiert die Auflösung von Klöstern, die keinen unmittelbaren sozialen oder bildungspolitischen Nutzen für den Staat erbrachten.

5. Kultus und religiöses Volksleben: Beleuchtet die staatlichen Eingriffe in die Liturgie und Gottesdienstordnung mit dem Ziel der Verinnerlichung der Religion.

6. Die Toleranzgesetzgebung: Dokumentiert die rechtliche Besserstellung nichtkatholischer Christen sowie den Beginn der Emanzipation der jüdischen Bevölkerung.

Die Sozialreformen: Einführung in die strukturellen Veränderungen im agrarischen Bereich und der Gesundheitsfürsorge.

1. Die Agrarreformen: Diskutiert die Aufhebung der Leibeigenschaft und die Reform der bäuerlichen Abgabenlasten zur Förderung der landwirtschaftlichen Produktivität.

2. Maßnahmen für die Volksgesundheit: Beschreibt die Gründung medizinischer Akademien und allgemeiner Krankenhäuser zur Verbesserung der öffentlichen medizinischen Versorgung.

Schlüsselwörter

Josephinismus, Joseph II., Kirchenreform, Sozialreform, Säkularisierung, Religionsfond, Toleranzpatent, Aufklärung, Leibeigenschaft, Agrarreform, Volksgesundheit, Klosteraufhebung, staatliche Kirchenaufsicht, Habsburgermonarchie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die tiefgreifenden Reformmaßnahmen unter Kaiser Joseph II. am Ende des 18. Jahrhunderts in den habsburgischen Ländern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die staatliche Neuordnung der kirchlichen Organisation, die Säkularisierung von Klosterbesitz, religiöse Toleranzgesetze und den Umbau der agrarischen Gesellschaft sowie des Gesundheitswesens.

Welches primäre Ziel verfolgte Joseph II.?

Das Hauptziel war die Modernisierung des Staates durch Aufklärung, die Bindung des Klerus an den Staat und die Steigerung der wirtschaftlichen sowie sozialen Leistungsfähigkeit der Bevölkerung.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung zeitgenössischer Dokumente und fachwissenschaftlicher Literatur zur josephinischen Ära basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die zwei großen Bereiche Kirchenreformen und Sozialreformen und erläutert detailliert die einzelnen Verordnungen sowie deren Umsetzung und Widerstände.

Welche Schlagworte charakterisieren das Werk?

Begriffe wie Josephinismus, staatliche Kirchenregiment, Toleranzedikt und die Modernisierung der Agrargesellschaft stehen im Mittelpunkt der Untersuchung.

Warum stieß die Klosterpolitik auf so großen Widerstand?

Die Maßnahmen wurden als Eingriff in die religiöse Ordnung empfunden, während die betroffenen Orden und Teile des Klerus ihre traditionellen Strukturen sowie ihren gesellschaftlichen Einfluss bedroht sahen.

Was war der Zweck des "Religionsfonds"?

Der Fonds diente dazu, das eingezogene Vermögen aufgehobener Klöster zu zentralisieren und ausschließlich für kirchliche sowie soziale Zwecke wie die Errichtung neuer Pfarreien zu verwenden.

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Details

Title
Die Kirchen- und Sozialreformen unter Joseph II.
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg  (Fachbereich Pädagogik)
Course
Übung zur Französischen Revolution
Grade
2,0
Author
Axel Möhring (Author)
Publication Year
2001
Pages
4
Catalog Number
V3258
ISBN (eBook)
9783638119788
Language
German
Tags
Kirchen- Sozialreformen Joseph Französischen Revolution
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Axel Möhring (Author), 2001, Die Kirchen- und Sozialreformen unter Joseph II., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3258
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