I
Inhalt
Abbildungsverzeichnis II
1 Einleitung 1
2 Das Grundmodell: „Real-Business-Cycles“ 2
2.1 Annahmen 2
2.2 Das Modell 3
3 „International Real Business Cycles“ 6
3.1 Annahmen 6
3.2 Das Modell 8
4 Empirie. 12
4.1 Hodrick-Prescott-Filter. 12
4.2 Empirischer Vergleich. 13
5 Fazit 17
Literaturverzeichnis 19
II
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Testdaten
Abbildung 2 a: Inland im Zwei-Sektoren-Modell
Abbildung 2 b: Ausland im Zwei-Sektoren-Modell
Abbildung 3: Output.
Abbildung 4: Investitionen
Abbildung 5: Konsum
Abbildung 6: Arbeitsinput
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1 Einleitung
Dieser Aufsatz befasst sich mit der Theorie der „International Real Business Cycles“, welche ihren Ursprung haben in Artikeln von Kydland und Plosser (1982) und Long und Plosser (1983). Diese Artikel wirkten zur Zeit ihres Erscheinens revolutionär, denn sowohl inhaltlich als auch methodisch lagen sie weit abseits des Spektrums traditioneller Konjunkturtheorie.
In modernen Volkswirtschaften lassen sich ständig relativ starke, kurzfristige Schwankungen in Output und Beschäftigung messen. Bevor man die Frage nach geeigneter Geld- bzw. Fiskalpolitik als Reaktion auf solche Schwankungen beant-worten kann, muss man zunächst deren Ursachen identifizieren. So betont die traditionelle Konjunkturtheorie die Bedeutung von Lohn- und/oder Preisstarrheiten oder die Bedeutung von Anpassungskosten z. B. beim Investitionsverhalten (Cooley 1995, S. 1 ff.). Die in der Regel als ideologisch konträr zum Keynesianismus aufgefassten Schulen des Monetarismus und der neuen klassischen Makroökonomie postulieren Unvollkommenheiten, indem sie unvollständige und gelegentlich asymmetrische Informationen annehmen. Eine Vielzahl von Modellen der unterschiedlichsten Schulen spezifiziert Phillips-Kurven oder andere Mechanismen beschränkter Rationalität bzw. beschränkt rationaler Erwartungen. Man vergleiche in diesem Zusammenhang z. B. zahlreiche Modelle politischer Konjunkturzyklen. Postkeynesianische Modelle modellieren Heterogenitäten zwischen den Agenten, so dass konjunkturelle Fluktuationen auf distributive Effekte (Verteilungskämpfe) zurückgeführt werden.
Andere Modelle unterstellen Instabilitäten des wirtschaftlichen Gleichgewichts, so dass multiple Gleichgewichte oder Indeterminiertheiten resultieren, die Fluktuationen in der gesamtwirtschaftlichen Aktivität erklären können. Den meisten der hier erwähnten Modellklassen ist überdies gemein, dass sie entweder von Anfang an monetären Effekten eine prominente Rolle zuweisen oder dass in Verfeinerung von anfangs real formulierten Basismodellen schnell auch monetäre Varianten dieser Modelle entwi- ckelt wurden.
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Das hier diskutierte Modell verneint die konjunkturelle Bedeutung von Unvollkommenheiten gleich welcher Art. Die konjunkturelle Bedeutung von Unvollkommenheiten sei prinzipiell nicht beweisbar, solange nicht geklärt sei, in welchem Ausmaß ein an die Arrow-Debreu-Welt angelehntes Modell nicht bereits konjunkturelles Erklärungspotenzial erhält. Man schlug vor, eine dynamisierte Version der Arrow-Debreu-Welt zu betrachten. Um Scheinzyklitäten zu vermeiden, ist das zu konstruierende Modell aller Einflussfaktoren zu entkleiden, die in der traditionellen Konjunkturtheorie für konjunkturell maßgeblich gehalten wurden. Asymmetrische Informationen und Instabilitäten des wirtschaftlichen Gleichgewichts spielen somit keine Rolle mehr bei der Erklärung von Konjunkturzyklen, wie es vormals der Fall war.
In Kapitel 2 werden die neoklassischen Grundannahmen und das Grundmodell des hier behandelten Modells realer Konjunkturzyklen behandelt, die jeweils für eine geschlossene und offene Volkswirtschaft gelten. Alle Individuen einer Volkswirtschaft optimieren ihren Nutzen vor einem unendlichen Zeithorizont. Durch das Auftreten von Technologieschocks kommt es zu Schwankungen. Die Individuen reagieren auf diese Schocks mit einer intertemporalen Substitution von Arbeitszeit und Freizeit. Diese wird als Grund für die Fluktuationen in Output und Beschäftigung angesehen.
In Kapitel 3 wird das Modell der „International Real Business Cycles“ dargestellt und dessen Optimierungsproblem. Kapitel 4 folgt mit der Empirie und geht auf die Probleme ein, welche bei der Überprüfung der Realitätsnähe des Modells auftreten. Geld spielt in diesem Modell keine Rolle, es werden lediglich reale Größen betrachtet. Inwieweit diese und andere Annahmen plausibel sind, ist sehr umstritten und wird in Kapitel 5 diskutiert.
2 Das Grundmodell: „Real-Business-Cycles“
2.1 Annahmen
Es handelt sich um ein Modell mit diskreter Zeit. Das Modell geht von neoklassischen Grundannahmen aus; Preise und Löhne werden als völlig flexibel angesehen (Cooley 1995, S. 5 ff.). Die Volkswirtschaft besteht aus einer großen Zahl identischer, preis- nehmender Unternehmen und einer großen Zahl ebenfalls identischer, preisnehmen-
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der Haushalte. Der Zeithorizont der Haushalte bei der Maximierung ihres Nutzens ist unendlich groß. Dies wird damit erklärt, dass die Wirtschaftssubjekte nicht nur ihren individuellen Nutzen, sondern zusätzlich auch den ihrer Nachkommen maximieren wollen. Es existiert ein repräsentativer Agent, das heißt: die Annahme identischer Individuen mit gleichen Präferenzen. Von Aggregationsproblematiken wie Heterogenitäten und Raum für distributive Effekte wird vollständig abgesehen. Das Modell, wie in der Einleitung schon beschrieben, wird von Einflussfaktoren der traditionellen Kon-junkturtheorie entschlackt. Ebenso besteht kein Raum für suboptimales oder beschränkt rationales Verhalten der Wirtschaftssubjekte.
Ein benevolenter Auktionator garantiert die jederzeitige Markträumung. Die Konjunktur ist von jedwedem monetärem Einfluss frei. Es gibt also weder Liquiditätsfallen noch Liquiditätsbeschränkungen. Modelliert wird - sowohl in der geschlossenen als auch der offenen Modellökonomie - eine Ökonomie ohne Staat.
2.2 Das Modell
Die Produktionsfunktion ist vom Typ Cobb-Douglas (Mark 2001, S. 129 ff.):
α − Y t = A t ( (1) 1 ) , K L X
t
Dabei steht Y für den Output, K für die Höhe des Kapitalstockes sowie L für den Arbeitseinsatz. Die Variable X soll den Grad der technologischen Entwicklung beschreiben. Dieser hat gemäß (1) direkte Auswirkung auf den effektiven Arbeitseinsatz (X t , L t ).
Der Kapitalstock erhöht sich in jeder Periode um die Summe der Investitionen (I) und verringert sich um die Abschreibungen. Es wird angenommen, dass in jeder Periode ein konstanter Anteil δ des Kapitalstocks verschleißt. Der Kapitalstock in Periode t + 1 beträgt demnach:
δ − + = (2) K ) 1 ( I t
+ 1 t
Die Verwendungsidentität des Outputs besagt, dass sich dieser auf Konsum (C) und Investitionen (I) aufteilt:
Arbeit zitieren:
Elmar Hüskes, 2004, International Real Business Cycles, München, GRIN Verlag GmbH
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Einbetten
DOI
Finn E. Kydland 'For their contributions to dynamic macroeconomic...
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